Transkript
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Herzlich Willkommen zur neuen Folge von Mind and Machine. Ich bin Manuela Machner, Spezialistin für KI und Tourismus und heute reden wir davon, wann hören wir eigentlich auf zum Lernen, gerade wenn es um das Thema KI geht. Ja und ich bin der Eliot Mannoia, digitaler Psychologe. Ja, das Leben, lebenslange Lernen kann ich auch gleich berichten.
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Diese Woche war ich ja auf einer Schule, Mittelschule, einer Sonderschule im 22. in Wien, wo ich das Vergnügen hatte, mit 14 zu 16-Jährigen zu arbeiten, drei Stunden ein Workshop über KI und Emotionale Intelligenz und das war schon ein Wahnsinn, weil, also ich muss auch dazu sagen, die begleiten diese gleiche Klasse für vier Jahre.
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Das fand ich schon mal toll und das war das vierte Jahr. Also sie waren schon vier Jahre miteinander, zwei Lehrer auch, ein Lehrer und eine Lehrerin, das fand ich auch toll. Also zwei Personen für, also nicht nur ein Lehrer, sondern zwei. Man muss dazu sagen, es ist eine Sonderschule, also einige Kinder hatten Einschränkungen im Hören
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und war auch für mich ein neues Erlebnis. Also ich hatte so eine Art Halskette mit Mikrofon, dass ich einen ausschalten konnte und das war dann direkt, das war dann verknüpft mit den Hörgeräten von den Schülerinnen. Und also erstens, dass sie fast, dass sie vier Jahre miteinander sind, das merkt man. Es war wirklich wie eine Familie, wie sie miteinander gesprochen haben, aber auch die Empathie und auch irgendwie die Toleranz. Also sie sind sehr lieb miteinander umgegangen.
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Also die Dynamik fand ich wahnsinnig nett und auch mit mir und sie waren dann wirklich so voll begeistert, dass doch dann ein Externer da war und dann so die Hände gehoben und wollten alle Antworten und diese Aufregung. Und wer nutzt schon KI? Haben natürlich alle gesagt ja. Und dann habe ich gefragt, und wer nutzt sie für die Hausaufgabe? Haben natürlich alle gesagt nein und dann gelacht.
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Also es hat mir so viel gegeben. Es war wirklich so ein Spaß. Und was ich auch sagen wollte, was ich jetzt auch daraus gelernt habe wieder, ist, dass wenn ich in Workshops mit Erwachsenen über emotionalen Intelligenz rede, ist oft das Verständnis viel weniger da als bei den Jüngern. Besonders wenn ich frage, wie kann man seine emotionalen Intelligenz stärken?
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Also was kann man machen, um ein bisschen mit seiner emotionalen Intelligenz irgendwie stärker oder sie zu stärken? Bekomme ich oft kaum eine Antwort. Oder als Witz Alkohol. Bei den Jugendlichen haben fast alle was sagen können. Also Schlaf ist wichtig, nicht hungrig sein, Ernährung, mit Freunden sein, in die Natur gehen, Spaß haben, Sport machen.
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Also all diese verschiedenen Sachen. Und ich war so verblüfft. Also ja, wieder mal sehr viel gelernt auch von ihnen. Und das war toll, diese Interaktion. Wie schaut es bei dir aus? Du hast ja drei Töchter. Du bist ja ein Eltern. Ui, das ist halt schon auszuzahlen. Da ist das Mitlernen, so wie du gerade vorher gesagt hast, du hast jetzt auch für den Jugendlichen viel gelernt wieder. Ich glaube sowieso, ich meine grundsätzlich, gesellschaftlich gesehen, lernen wir nie aus.
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Aber ich glaube, dass KI momentan auch das Selbstverständnis in der Arbeit komplett verändern muss, des Lernens. Wir haben so die Situation gehabt in den letzten Jahrzehnten. Wir haben irgendeinen, oder eigentlich wahrscheinlich Jahrhunderten, wir haben einen Beruf erlernt, wir haben irgendeine Tätigkeit erlernt. Das haben wir am Anfang uns sehr mühsam angelernt. Und damit haben wir dann gearbeitet.
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Ja. Und wir haben vielleicht Details verändert oder was Neues einmal ausprobiert. Aber es hat sich nicht die Welt so grundsätzlich während der Arbeitsentwicklung verändert. Außer wir sind zu einem neuen Job gewechselt oder in einer neuen Führungsposition aufgestiegen. Aber an sich, wenn jemand einmal Word verwendet hat, verwendet der Word jetzt seit 20 Jahren mehr oder weniger gleich.
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Auch wenn sie viele neue Funktionen haben, das ignorieren wir halt einfach, weil wir unsere Word trotzdem schreiben können. Und das merkt man. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber nicht nur unseren Schulungsteilnehmern, sondern auch für uns. Es verändert sich so permanent alles, dass wir permanent gezwungen sind, uns damit zu beschäftigen. Und ich glaube, es ist noch nicht unten, es ist noch nicht bei den Mitarbeiterinnen angekommen.
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Aber es wird in Zukunft, glaube ich, ganz, ganz stark der Faktor sein, dass sich Programme laufend ändern werden, dass sich Anforderungen ständig verändern werden, dass sich die Möglichkeiten ständig verändern werden und dass wir permanent die Herausforderung haben zu lernen im beruflichen Kontext.
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Ja, da gibt es spannend einen Talk, den habe ich letztes Jahr gehört vom South by Southwest, diese Konferenz in Texas. Kommt jetzt, glaube ich, eh nächste Woche oder diese Woche wieder. Und der Ian Becraft, so ein Zukunftsforscher, und er hat gemeint, dass wir im 20. Jahrhundert mit einer Fähigkeit oft ausgekommen sind. Also man hat vielleicht als Schuster angefangen und ist vielleicht als Schuster in Pension gegangen oder höchstwahrscheinlich.
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Und dass im 21. Jahrhundert diese Zyklen, wo man sich neu orientieren muss, oder nicht neu, aber zumindest eine Up- und Reskilling notwendig ist, reduziert wird. Er glaubt, dass wir momentan in einer 5 bis 2,5 Jahren Zyklus sind, wo, weiß ich, die DSGVO kommt, Dorot, NIS 2, jetzt KI.
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Und dass das halt von 5 auf 2,5 Jahre, davor ist es schon kürzer geworden, von der Schreibmaschine zur elektrischen Schreibmaschine, zu PC. Und er meint, dass in der Mitte vom 21. Jahrhundert die Zyklen sogar auf sechs Monate runtergehen könnten. Also unglaublich. Kann ich mir aber durchaus vorstellen. Also ich glaube, dass sechs Monate durchaus realistisch sind.
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Und dass man zumindestens, also Update sowieso, aber dass die Aufgabe, die ich heute in dieser Form erledige, morgen nicht mehr in der gleichen Form er