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Folge #108

KI ist Chefsache! Wer delegiert - verliert

10.04.2026
40 min
KI ist Chefsache! Wer delegiert - verliert
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Über diese Folge

KI ist keine IT-Aufgabe. Sie ist Führungsaufgabe. Wer KI an die Technik-Abteilung delegiert, verliert die Kontrolle über die eigene Strategie. Manuela Machner und Eliot Mannoia sprechen über die 3-D-Regel, das Klarna-Beispiel und warum Führungskräfte heute selbst prompten müssen.

Die 3-D-Regel: Delegieren, Definieren, Dirigieren

Wer KI einsetzt, ohne zu verstehen was sie tut, delegiert blind. Die 3-D-Regel: Zuerst definieren, was das Ziel ist. Dann dirigieren, also steuern und kontrollieren. Erst dann delegieren, also Aufgaben an das System übergeben. In dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt.

Das Klarna-Beispiel: Was passiert, wenn Führung fehlt

Klarna hat massiv auf KI gesetzt, Mitarbeitende abgebaut und musste dann feststellen, dass die Qualität litt. Das Ergebnis: Wiedereinstellungen. KI kann Aufgaben übernehmen, aber nicht die Verantwortung für das Ergebnis. Die liegt immer noch bei der Führungskraft.

Warum Führungskräfte selbst prompten müssen

Wer nie selbst mit KI gearbeitet hat, kann nicht beurteilen, was möglich ist und was nicht. Das ist kein Technik-Thema, das ist ein Kompetenz-Thema. Führungskräfte, die KI nur aus Berichten kennen, treffen schlechtere Entscheidungen als solche, die täglich damit arbeiten.

Intention Engineering: Das Ziel vor dem Prompt

Bevor man einen Prompt schreibt, muss man wissen, was man wirklich will. Nicht: Schreib mir eine Strategie. Sondern: Was ist das konkrete Ziel, welche Rahmenbedingungen gelten, was soll das Ergebnis leisten? Intention Engineering ist die Vorstufe zu gutem Prompting.

Das Wichtigste aus dieser Folge

KI-Strategie ist Chefsache. Nicht weil die Technik so komplex ist, sondern weil die Entscheidungen, die dabei getroffen werden, direkte Auswirkungen auf Struktur, Kultur und Wettbewerbsfähigkeit haben. Wer das delegiert, gibt Kontrolle ab. Wer es selbst versteht, behält sie.

“Wer KI an die IT delegiert, hat schon verloren. Nicht weil die IT es falsch macht, sondern weil die Entscheidung, was KI tun soll, eine strategische ist.”
Manuela Machner, KI-Beraterin

FAQ: KI ist Chefsache – Verantwortung, Strategie und erste Schritte

Wer trägt die Verantwortung, wenn KI-Systeme im Unternehmen Fehler machen?

Die Haftung liegt immer bei der Geschäftsführung. KI ist kein eigenständig handelndes Rechtssubjekt – Verantwortung lässt sich nicht delegieren, auch nicht an die IT-Abteilung. Wer KI-Entscheidungen aus der Hand gibt, gibt damit nicht die Verantwortung ab.

– Manuela Machner

Was sollten Führungskräfte als ersten Schritt bei der KI-Einführung tun?

Den Dialog starten, noch bevor ein Budget steht. In jedem Unternehmen gibt es bereits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die KI privat oder inoffiziell nutzen. Diese Personen zu identifizieren und einzubinden, kostet nichts und bringt mehr als jedes Tool-Rollout ohne Vorbereitung.

– Manuela Machner

Was ist der Unterschied zwischen Prompt Engineering und Intention Engineering?

Prompt Engineering beschreibt, wie man einer KI eine Aufgabe formuliert. Intention Engineering geht einen Schritt weiter: Man vermittelt dem System das gewünschte Ergebnis und den Zweck dahinter, nicht nur die Aufgabe. Das verändert die Qualität der Ausgaben grundlegend.

– Eliot Mannoia

Wie gehe ich mit Datenschutzrisiken beim KI-Einsatz im Unternehmen um?

Die Regel der 3 Ds hilft als einfacher Einstieg: keine persönlichen Daten, keine personenbezogenen Daten, keine Firmendaten. Das schließt nicht alles aus, schafft aber eine klare Orientierung ohne 30-seitige Richtlinien – sofort anwendbar, ohne juristische Vorbildung.

– Manuela Machner

Wie nehme ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der KI-Einführung mit?

Nicht Top-Down, sondern mit echtem Austausch. Interaktive Workshops, in denen Fragen gestellt und verschiedene KI-Tools direkt ausprobiert werden können, zeigen deutlich mehr Wirkung als Online-Kurse oder interne Anweisungen. Menschen wollen gehört werden, besonders bei einem Thema, das Ängste auslöst.

– Eliot Mannoia

Zum Mitnehmen

Checkliste

Die 5 Schritte, KI sicher im Betrieb einführen

Checkliste für Führungskräfte: Die 5 entscheidenden Schritte, um KI strategisch, sicher und wertebasiert einzuführen. Sofort anwendbar, ohne juristische Vorbildung.

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    Schritt 1: Verantwortung klären – KI ist Chefsache

    KI-Entscheidungen gehören nicht in die IT-Abteilung. Lege fest, wer für KI-Nutzung, Qualität und Haftung verantwortlich ist. Die Verantwortung bleibt bei der Geschäftsführung – unabhängig davon, wer die Tools bedient.

  2. 2

    Schritt 2: Bestandsaufnahme – Wer nutzt bereits KI?

    In fast jedem Betrieb gibt es Menschen, die KI bereits heimlich oder privat einsetzen. Diese Personen zu finden ist wertvoller als jede externe Beratung – sie kennen die realen Anwendungsfälle bereits.

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    Schritt 3: Werte und Intention vor Tools definieren

    Was soll KI in deinem Unternehmen leisten? Wer das überspringt, digitalisiert alte Fehler mit neuen Mitteln. Intention kommt vor Implementierung.

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    Schritt 4: Datenschutz-Grundregel einführen – Die 3 Ds

    Keine persönlichen Daten. Keine personenbezogenen Daten. Keine Firmendaten. Sofort anwendbar, ohne juristische Vorbildung – klare Orientierung ohne 30-seitige Richtlinien.

  5. 5

    Schritt 5: Pilotprojekt starten – mit Scheitern-Dürfen

    Starte klein, gib dem Team Zeit zum Lernen. KI-Einführung ist Change Management. Wer Raum für Fehler lässt, baut Vertrauen auf. Wer nur Ergebnisse erwartet, produziert Widerstand.

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Transkript

Hi und willkommen zur nächsten Folge von Mind Machine. Mein Name ist Eliott Manoia, digitaler Psychologe und heute reden wir über KI und was das für Führungskräfte bedeutet. Grüß euch und ich bin Manuela Markner, spezialisiert auf KI im Tourismus und ich weiß nicht wie es dir geht Eliott, aber manchmal habe ich so das Gefühl, dass KI für Führungskräfte oft ein sehr sehr schwieriges Thema ist. Also manche, die ich kenne, die ducken sich ein bisschen vor der echten Verantwortung, glauben, dass das gehört zur IT oder die Mitarbeiter sollen halt tun, aber dass KI-Systeme ein echtes Change-Management sind, das kommt noch nicht immer in den Führungsebenen so an. Wie erlebst du das, weil du hast ja ganz andere Arten von Kunden, wie ich habe jetzt. Ja, Gott sei Dank. Bei den Kunden, die ich habe, ist das Gott sei Dank schon, ich nehme an, deswegen haben sie auch sich entschlossen mit mir zu arbeiten, dass es halt nicht nur das technische ist, sondern auch das menschliche und wie du sagst, es ist ein riesen Change-Management-Thema und da setzen dann auch schon die Kunden bei mir auch auf das, dass es halt auch mit der Veränderung und mit dieser Geschwindigkeit da irgendwie, dass das gemeinsam angesprochen wird. Also da sehe ich schon, aber natürlich, ich spreche auch mit vielen diversen Personen aus der KI-Branche und mit verschiedenen anderen, die noch nicht mit mir arbeiten, sagen wir mal so, und da gibt es ganz große Unterschiede. Ich habe wirklich, ich kenne auch, ich habe schon von einigen Firmen noch gehört, die dürfen keine KI nutzen, gibt es auch noch, ja, also die dürfen kein KI nutzen, auch wenn ich weiß, dass manche es auch ohne Genehmigung nutzen. Und dann ja, komplett gemischt von keinen, keine Richtlinien bis hin zu einer Seite oder dann auch wirklich was fühle ich mit 30 Seiten und wirklich durchdacht und drüber geschaut. Also ja, ganz gemischt. Wie ist es bei dir so in der Tourismusbranche? Also die meisten Betriebe, mit denen ich arbeite, man merkt den Unterschied, ob es ein großes oder kleines Unternehmen ist. Bei den kleinen Unternehmen ist sowieso alles in Chefhand und der Chef sagt ja oder nein und da ist es oft so, dass es in kleinen Unternehmen einfach um Effizienzsteigerung geht und der sagt, okay, verwendet, was euch hilft, so nach dem Motto, passt halt ein bisschen auf mit den Kundendaten, aber das war es dann ja auch schon. Das heißt aber nicht, dass das irgendeine Strategie ist, sondern meistens ist es eher so, ja, schauen wir, was es da gibt und tun wir mal, ja, und probieren wir aus. Was ich aber sagen muss, mir oft sogar lieber ist, weil dann wird wenigstens irgendwas getan und dann können Mitarbeiter je nach persönlichen Interesse dann auch wirklich Verbesserungen antriggern und weiterbringen. Wenn ich in größeren Unternehmen bin oder vor allem in Konzernstrukturen bin, dann hat man meistens einerseits irgendwo eine KI-Strategie, die sehr stark in der IT angesiedelt ist, das heißt, die versuchen sie wirklich sehr intensiv mit Datenschutz und Datenmöglichkeiten und und und auseinanderzusetzen, kennen die Prozesse gar nicht von den einzelnen Mitarbeitern oder sehr selten und sind halt sehr in der technischen Schiene zu Hause und da fehlt dann sehr, sehr oft diese Connection zwischen den Mitarbeitern, was die tatsächlich bräuchten oder was die tatsächlich das Gefühl haben, hier kann eine KI helfen und dort habe ich sehr oft an Regulatorien, die vorbeigehen an den wirklichen Bedingungen und so wie du gesagt hast, dort ist es dann sehr oft so, dass mir ganz klar die Mitarbeiter sagen oder auch die HR-Abteilungen sagen, na ja, wir nutzen alle JGPT oder Gemini am Handy privat, die Leute haben inzwischen die Plus-Accounts sogar, weil sie einfach merken, das hilft ihnen so viel und der EDVler sagt, na, bei mir verwendet keiner KI oder nur CoPilot und das in der Gratis-Version, also die schlechteste Variante, die es gibt mit CoPilot und das passt dann oft nicht zusammen. Obwohl man kann mit CoPilot auch mit der kostenlosen Version, kann man schon eigentlich viel machen. Das ist schon, also das wird schon ein bisschen unterschätzt, finde ich. Natürlich jetzt ist man mit einem Login und wenn man Sachen speichern kann, also die Agents, die Custom-GPTs und so, kann man schon viel mehr machen, aber man kann auch, weil ich habe da schon ein paar Kunden, die nutzen CoPilot. Und dann bekomme ich auch so, ah, ich möchte bezahlte Vision, ich möchte bezahlte, ok, was würdest du gerne machen? Und dann wissen sie es nicht, ja. Also, das ist auch ein Punkt. Ja, aber du kannst ja nicht interaktiv mit E-Mail, also was ist effizient steigend? Also der Chatbot an sich ist ja das wenigst wichtigste bei KI-Systemen. Ob du jetzt JGPT hernimmst oder sonst was oder Glot, was wir ja beide die Fans sind. Also das klassische Chatten davon ist ja das, was am wenigsten das betrieblich Interessante ist. Spannend finde ich Co-Pilot, wenn er automatisch die Powerpoints erstellt aufgrund meiner Tasks, die ich zu erledigen habe. Wenn Co-Pilot hergeht und die ganzen Termine koordiniert im Team. Wenn Co-Pilot hergeht und eine E-Mail findet. Ja, das auf jeden Fall, dass es mehr kann, bestreite ich nicht. Aber ich sage, mit der Basic mal anfangen, weil die Leute sagen, ich möchte gerne das und das, oder die können es nicht mal artikulieren. Und wenn sie dann auch anfangen, Prozesse mal zu hinterfragen, weil einfach kaputte oder unnötige Prozesse zu digitalisieren oder mit KI zu ersetzen, dann immer sagen wir, ok, warum machen wir das überhaupt? Genau, das ist ja eigentlich diese Führungskompetenz, oder? Genau. Das ist genau das, da ist oft die Lücke. Also wir machen Prozessanalysen oft und ich muss dann immer so lachen, wenn dann irgendwelche Prozesse sind, wo ich mich frage, wieso macht ihr das jetzt überhaupt? Nämlich nicht einmal nur der Weg ist zu hinterfragen, sondern auch der Prozess an sich. Und dann heißt es, das haben wir immer so gemacht. Und dann muss man sagen, was bringt das? Und dann kommt keine Antwort. Und genau da hat man dann das Problem, wenn man nicht die Führungsebene in solchen Workshops zum Beispiel drinnen hat, dass man dann oft stoppt. Also ihr erlebt dann halt, dass es muss ja jemand dann absegnen, dass man gewisse Dinge vielleicht auch nicht mehr macht oder anders macht oder in einer anderen Art und Weise macht. Und da ist entweder das Mindeste der Abteilungsleiter, der diese Entscheidungsbefugnis hat, dass man sagt, ok, dieser Prozess ist jetzt wirklich unsinnig und wir schauen uns den an. Kann man den automatisieren? Geht der schneller, effizienter oder geht der überhaupt anders? Oder müssen wir überhaupt das ganze Art, wie wir mit dem Projekt beginnen, vielleicht einmal neu uns anschauen? Genau, das ist sehr menschlich. Ich baue auch immer sehr viel Design Thinking auch in die KI-Workshops ein, wo man wirklich versucht, das Problem richtig zu definieren. Und es ist ein Wahnsinn, wie schnell wir dann immer gleich auf Lösungen, eine App, wir brauchen das oder wir brauchen dies, wir brauchen Automation. Und ja, ich hatte auch wirklich KI-Workshops, wo es am Ende rausgekommen ist, der Kunde brauchte eigentlich Automation oder wollte Automation. Also es ist, ja, das Problem richtig definieren und es ist auch ein sehr menschliches Thema. Also wirklich von allen meiner Workshops und ich habe allein letztes Jahr für über 1000 Menschen Workshops gemacht. Bei dir sicher genauso, wenn nicht das Doppelte bei dir. Die Fragen zumindest bei mir waren immer alle menschlich. Also kaum irgendwer fragt, wie neuronale Netzwerke funktionieren. Die Leute fragen wegen Skills der Zukunft, Jobs der Zukunft, Ängste, die reden über Urheberrecht, die reden auch so, was darf ich, was darf ich nicht. Also viel Ungewissheit, auch mit was ich darf und was ich nicht darf. Also die Leute haben ein bisschen Angst, mit Recht auch, weil es ist ein Wahnsinn, man kann mit dem Smartphone, kann man jegliche unstrukturierten Daten einfach so leicht mit der KI erfassen. Ich kann ein Bild mit einer schlechten Handschrift fotografieren, ich kann reinreden, 20 Minuten und da geht es natürlich so schnell, dass man vertrauliche Daten reinspeist. Und deswegen kann ich, ich weiß zumindest aus, vom Chefetage und auch von IT, dass sie natürlich Bedenken haben. Es ist ein Risiko, aber da ist der einzige Weg Schulung, weil die Leute können mit dem Smartphone trotzdem so leicht fotografieren, reden. Und wenn man dann das nicht richtig schult, schwuppsdiwupps, hat man so vertrauliche Daten irgendwo eingespeist. Ja, definitiv. Also mir fragen die Leute jetzt eigentlich weniger, wenn Jobs und sonst. Du bist der Mind, mir fragen es dann eher die technischen Dinge offensichtlich. Aber das, was halt schon ist, so wie du sagst, das Design Thinking, den Prozess einmal sich anzuschauen und was will ich eigentlich machen. erreichen oder wo sind die Probleme. Für mich ist auch immer noch wichtig, der Schritt vorher, dieses Werteverständnis im Unternehmen. Also ich glaube, dass wir all dieses Prozessdenken, wir müssen ein bisschen aufpassen. Ich erlebe halt, oft geht es nur mehr um Effizienzsteigerung oder nur mehr um, das kann ja nicht sein, das muss ja eine KI geben, die das alles machen kann. Und Datenschutz ist der einzige Faktor, sage ich jetzt einmal, der ein gewisses Wertethema hat, wo die Betriebe aber nicht wegen der Werte darüber nachdenken, sondern einfach wegen der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Und mir fehlt schon sehr oft, dass man sich im Vorfeld wirklich auch überlegt, was sind meine persönlichen Werte, wo sind meine persönlichen Grenzen, wo Technik zu tragen kommt und das im Vorfeld zu definieren. Weil dann erübrigen sich manche Dinge auch. Ich habe einen Workshop gehabt, da hatten wir zuerst diese Wertedefinition und da waren gewisse Dinge ganz klar. Im Tourismus ist es sehr oft Authentizität zum Beispiel. Also im Tourismus ist ein Kernwert vieler Betriebe, sie verkaufen nicht das, was sie nicht haben. Warum? Weil das fällt dann am Ende wieder auf den Kopf, weil wenn die Gäste unzufrieden sind, gibt es schlechte Bewertungen und so. Das heißt, man will schon Authentizität haben. Das heißt, daraus folgert natürlich, wie weit lässt man KI in Bildern zu. Oder in der Kommunikation auch. Ja, also Kommunikation, da wird es schon wieder ein bisschen aufgehen. Wie oft wird die Werte gefolgt? Das ist die Frage. Naja, Kommunikation, da Mitarbeiter manchmal weniger Werte im Hintergrund hat als eine Kommunikation an der KI, das muss man leider auch manchmal sagen. Aber dadurch ergeben sich natürlich gewisse Dinge. Und in dem Fall war es aber so, da ist es gegangen um die Kommunikation im Tagungsbereich und das ist sehr, sehr aufwendig. Also wenn du jetzt ein Tagungshotel bist, wo du sehr viele Tagungen koordinieren musst und du sagst, du möchtest aber einer deiner Kernwerte ist, du möchtest den Menschen im Fokus haben, den Gast im Fokus oder den Kunden hier im Fokus haben, dann ist das natürlich schon schwierig, wenn der Chatbot die Sachen beantwortet. Und da war dann sehr schnell vom Tisch das Thema automatisierter Chatbot. Wobei ich sagen muss, ich glaube, dass sich auch dieses Werteverständnis verändert. Ich glaube, dass man nicht davon ausgehen kann, dass was ich heute definiere, dass das vielleicht in zwei Jahren auch noch tragend ist, weil sich auch die gesellschaftliche Wertekomponente verändert. Ich glaube, vor fünf Jahren hätte jeder gesagt, er wird nie mit einer KI telefonieren, weil das interessiert ihn nicht. Heute sind wir schon froh, wenn ich mir eine Zeitung abbestelle, dass ich dann um 23 Uhr, weil mir das gerade einfällt, anrufen kann und die KI-Stimme abhebt und ich kann das erledigen. Und machen wir da vielleicht gar nicht mehr die Gedanken drüber. Ich glaube, das verändert sich auch. Aber das ist Führungskompetenz. Führungskompetenz ist klar zu erkennen oder auch zu sagen, Leute, wir haben gewisse Rahmenbedingungen, gewisse Werte, die wir vertreten wollen. Schauen wir uns die Prozesse an. Schauen wir uns an, wo kann uns KI tatsächlich helfen und in welcher Art und Weise. Und auch die Führungsebene hat am Ende des Tages die Verantwortung, weil davon reden wir jetzt überhaupt nie. Wer hat am Ende die Verantwortung für die Entscheidungen, die KI-Systeme treffen oder die Vorentscheidungen oder die Fehler, die sie machen? Am Ende des Tages, ja. Aber das sehe ich. Also zumindest sehe ich die Bereitschaft in den Branchen, mit denen ich arbeite, sich großteils damit auseinanderzusetzen. Aber die Geschwindigkeit macht es für uns nicht schwer. Die Geschwindigkeit, das ist, wenn man sagt, ja, wichtiges Thema, was haben wir heute? Ja, heute ist März. Gut, nein, es ist schon sehr wichtig. Lassen wir uns in Oktober dann das besprechen. Ja, fix. Das ist wirklich dringend. Ich würde sagen, auf jeden Fall in Oktober besprechen wir das dann. Das ist schon zu spät. Wir haben aber vorher keine Termine. Man muss sich wirklich sehr viel damit beschäftigen und auch die Leute empowern, also die Leute das Gefühl geben, dass man sie mitnimmt, sie abholt, ihnen auch die Stimme gibt. Ich bemerke auch bei mir, Oft kann man die Hälfte erreichen, indem man einfach den Menschen den Raum gibt, sich auszutauschen, Fragen zu stellen, auszuprobieren. Also bei Top-Down geht es oft nicht so gut. Also nur Top-Down und das kommt jetzt und ihr müsst, also man muss wirklich, die Leute haben ein Bedürfnis darüber zu reden, besonders was sie alles in den Schlagzeilen lesen, ist dann eher Sensation und eher im Negativen oft. Und man muss den Menschen auch die Vorteile und auch einfach den Raum geben, reden zu können. Was empfiehlst du jetzt, wenn du sagst, deiner Führungsebene, du triffst ja so viele in deinen Netzwerken, die dann sagen, wie fange ich an? Also ich finde den Werteansatz super, muss ich gestehen, das finde ich echt gut. Also da würde ich schon anfangen, was willst du eigentlich als Ziel? Also da muss man ja immer anfangen, was ist der Outcome? Und dann mal Austausch, Austausch, Austausch. Auch wenn du kein Budget hast, auch wenn du erst in einem Jahr was machen möchtest, das Gespräch muss gestern anfangen. Einfach sich mal auszutauschen, zu hören, was haben die MitarbeiterInnen. Jede Firma, wette ich, hat einen Anteil an Personen, die schon damit rumspielen, entweder zu Hause. Bei allen Firmen, wo ich war, gibt es immer ein paar im Workshop, die schon wirklich sehr viel machen, sogar manchmal auch mit OpenClaw schon eigenen Virtual Private Server zu Hause aufgesetzt haben, online oder sogar einen Mac Mini und sich da rumspielen. Also es gibt schon Leute, die sich dafür faszinieren, einfach an Bord holen. Und dann gibt es auch natürlich nicht nur die KI auf Personenebene, sondern es gibt auch KI-Systeme mit so einer Art Enterprise Level, also wirklich so Mustererkennungen oder Predictive Analytics, Predictive Maintenance. Also es gibt wirklich spannende Sachen, die sind kostspieliger, aber da kann man sich auch zumindest damit auseinandersetzen. Also auf jeden Fall den Dialog starten, recherchieren, auch mit diversen ExpertInnen sich austauschen. Und es gibt immer, das habe ich so cool gefunden, wird beschrieben als das Immunsystem in einer Firma, diesen Widerstand gegen etwas Neues. Also vielleicht kann man so eine Art Taskforce gründen, eine Gruppe von Personen, die motiviert sind, am besten disziplinübergreifend, also jetzt nicht nur IT-Abteilung, und dass die dann auch irgendwie so rumtüfteln können und ein bisschen abgeschottet sind vom Immunsystem von der Firma. Dann versuche ich es auch immer, also Richtlinien kann ich auf jeden Fall empfehlen, dass man sich da was organisiert, dass dann jeder auch irgendwie Basisschulungen bekommt, und nicht nur online, sondern wirklich interaktiv, weil es geht auch um Fragen stellen und den Austausch mit verschiedenen MitarbeiterInnen. Da kommen sie oft auf bessere Ideen und Anwendungsfälle, aber die Leute wollen gehört werden. Und deswegen, es kann nicht nur online sein, es muss ein Austausch sein. Was ich oft mache, ist mit diversen Laptops und Handys im Workshop, dass sie auch ausprobieren können. Also sie können wirklich auch verschiedene KIs dann auch ausprobieren, um diese Hürde zu nehmen. Richtlinien sind wichtig, wie angesprochen. Ich versuche es auch auf der Oberfläche knackig zu halten. Ich habe die 3 Ds. Also die 3 Ds, bitte aufpassen, keine persönlichen Daten, keine personenbezogenen Daten und keine Firmendaten. Also persönlich keinen Führerschein, keine Geburtstagskunde, dann personenbezogen, also von Patienten, Kollegen, Kunden und dann keine Firmendaten wie Vertriebszahlen und so. Ich schließe jetzt nicht alles aus, aber zumindest mit den 3 Ds hat man dann vielleicht einen leichteren Weg, sich zu merken, 3 Ds als jetzt irgendwie 30 Seiten KI-Richtlinien. Trotzdem sind die Richtlinien auch wichtig, dass man da auch was fundierteres darunter hat. Das sind ein paar Wege, wie man zumindest mal ein Gespräch anfangen kann. Ich merke auch manchmal in der Regierung, ich mache ja auch mit der Regierung Sachen, Bundeskanzleramt und so weiter und da habe ich schon gehört, dass manchmal die Arbeit mehr wird, weil viele BürgerInnen nutzen KI jetzt, um lange E-Mails zu verfassen und sie haben jetzt mehr Arbeit, weil die Leute einfach länger und mehr schreiben. Ja und mehr Inhalt dahinter steckt und weil ja die KI-Kanzlerin, weiß, wie man es ausformuliert. Aber ein Faktor, der für Betriebe oder für Entscheidungsträger ein wichtiger Faktor ist, du hast es gut gesagt, mit der Gruppe gründen, aber ich glaube, wichtig ist, Zeit zu geben. Also ich glaube, das ist eine der größten Herausforderungen auch, dass die Wahrnehmung ja die ist, so wie du sagst, es ist mehr Arbeit und weniger Arbeit. Führungsetagen, die sich selbst damit nicht so stark auseinandersetzen, haben so das Gefühl, na ja, jetzt haben sie eh KI, jetzt zahle ich einen Account, vielleicht für das ganze Team auch ein GPT-Account und jetzt müssen alle schneller, effizienter sein und sie brauchen keine Zeit, um das weiterzuentwickeln, um sich vorzubilden, um sich auszutauschen. Also in Wirklichkeit wird die Arbeitslast dann teilweise noch größer und der Raum wird nicht gegeben, also der zeitliche Raum und das ist einer der größten Fehler, meiner Meinung nach, die gerade passiert, also dass man glaubt, weil man vielleicht selbst schneller ein paar Texte schreiben kann als Chef, das ist jetzt auch das, was die Mitarbeiter machen sollen und deswegen haben sie eh mehr Zeit, sondern nicht zu erkennen, dass eine echte Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung ganz andere Elemente braucht und dass die Leute sich da auch die Zeit nehmen dürfen, Dinge auszuprobieren und auch scheitern dürfen. Das ist, glaube ich, auch so ein wichtiger Faktor. Wir alle draußen, wenn Dinge bei euch nicht funktionieren in KI-Systemen, das ist ganz normal. Also die Leute freuen sich immer riesig, ich habe gestern in einem Workshop irgendwas gemacht, live natürlich und dann hat JGPT, das war ein JGPT-Workshop, das natürlich einmal wieder ein Netzwerk gemacht, wie ich wollte und das lag jetzt nicht am Prompt, sondern, ja vielleicht doch, aber er hat überhaupt nicht den Mode genutzt, den Canvas-Mode genutzt und dann habe ich gesagt, Schatz, jetzt spinnt er wieder, jetzt muss ich es ihm nochmal sagen und dann hat er es eh brav gemacht und alle so, funktioniert das auch? Und ich glaube, das ist auch so ein wichtiger Lernprozess. KI-Systeme sind nicht immer perfekt, so wie Mitarbeiter nicht immer perfekt sind und manchmal muss man halt einem nochmal treten, das System oder einen neuen Prompt geben oder neue Dinge und das kostet dann auch, so wie du sagst, mehr Zeit. Der Ethan Mullock hat das gut gesagt, das ist dieser Professor von der Universität Wharton, er hat gesagt, die KI ist kantig gerade. Ja, was? Kantig, also wie ein Stern so auf der Art zeichnet das. Das ist besser visuell zu sehen. In Englisch nennt er es jagged und in Deutschen ist es, glaube ich, so kantig oder so zackig. Die KI ist zackig. In manchen Sachen besser als wir Menschen und in manchen Sachen noch schlechter halt. Und deswegen, die Leute, wenn sie schlechte Erfahrungen mit der KI haben, glauben sie plötzlich, alle KI ist schlecht. Und ganz wichtig, KI ist nicht gleich Effizienz. KI ist Effizienz oder und Qualität. Also von mir auf jeden Fall, ich bin selbstständig, ich nutze die KI viel. Bei mir ist oft einfach die Qualität besser geworden, weil ich dreimal drüber schauen kann. Ich kann von verschiedenen Perspektiven darauf schauen. Das wird sehr auch unterschätzt von der KI. Es geht nicht nur darum, das zu machen an das, was man denkt. Also jeder denkt so an Zusammenfassung, E-Mail schreiben, PowerPoints erstellen, Excel. Also alle denken an das, was sie machen müssen. Aber für blinde Flecken, für andere Perspektiven, also da auch wieder die emotionale Intelligenz. Also wie würde diese Zielgruppe das sehen? Was könnten für mögliche Fragen kommen? Wie kann ich mich da vielleicht auch anders vorbereiten? Und ja, was ich vielleicht vorher abgeschlossen hätte, weil ich nicht mehr daran arbeiten kann, so gesagt, habe ich jetzt mit Fähigkeiten, mit verschiedenen Modellen, dass ich einen Feinschliff, dass ich da weiter qualitativ arbeiten kann. Ja, ich glaube, das hängt aber sehr stark auch von der Funktionalität deiner Aufgaben ab. Also wenn mein Hauptjob eine E-Mail-Beantwortung natürlich ist, dann schaut die Geschichte anders aus. Aber dann habe ich vielleicht auch Möglichkeiten, neue Angebote zu entwickeln aufgrund der E-Mails. Oder ich kann einmal meine E-Mails analysieren und schauen, okay, was sind eigentlich die häufigsten Wünsche der Gäste, wenn ich es jetzt wieder am Tourismus spiegle und plötzlich sehe, naja gut, ich kriege die Frage nach irgendeinem besonderen Angebot zehnmal in der Woche und das sind wir das Jahr gesehen über 3.000 Mal und ich habe das Angebot nicht im Portfolio, dann ist es vielleicht das wert, dass man das Angebot... entwickelt. Also solche Dinge. Und vorher habe ich die Zeit, nicht eine Analyse zu machen oder auch gar nicht die Möglichkeit. Oder eben so wechselnde Mitarbeiter, dass das nicht auffällt, dass das eigentlich diese Nachfrage da wäre. Also ich glaube, man kann man kann sehr sehr viel machen mit den Systemen. So wie du sagst, es ist ganz schwierig, wenn der Einstieg vielleicht nicht immer perfekt ist und die Leute dann das Gefühl haben, ich verstehe überhaupt nicht, warum die alle so begeistert sind. Weil bei mir funktioniert das nicht. Und ich glaube, für die Chef-Etage ist es schon wichtig, wie du sagst, einerseits Vorgaben auch zu machen, andererseits sich selbst, und das glaube ich, da kommt man nicht umhin, sich selbst bis zu einem gewissen Grad auch mit dieser Veränderung auseinanderzusetzen. Und die Veränderung passiert mit oder ohne uns. Und die KI-Systeme verändern ja, es geht nicht nur um GCPT, weil das aber ist so das Tragische. In meinen Betriebsebenen ist es sehr oft so, dass wirklich nur dieses eine Programm hergenommen wird und man kriegt jetzt mit, es gibt andere Programme auch. Und die maximale Frage ist, vernehme ich jetzt GCPT oder Gemini oder Cloud. Aber es ist überhaupt nicht die Frage im gesamten Unternehmensprozess, wo kann KI eingreifen, was kann automatisiert werden, was kann passieren. Und was ganz selten gefragt wird, was passiert eigentlich außerhalb meines Betriebs. Der einzige Faktor, der da jetzt gesehen wird, ist diese KI-Sichtbarkeit, also wie ist mein Unternehmen in Suchmaschinen sichtbar, also in KI-Suchmaschinen wie Gemini oder eben AI-Overview von Google oder GCPT. Aber was alles andere passiert, wie die Mitarbeiter vielleicht Prozesse automatisieren und schneller und effizienter werden, wie Aufgabenstellungen sich ändern für die Zukunft. Also wenn ich heute ein Hotel bauen würde, dann würde ich Themen wie, wie werden Roboter zum Beispiel in meinem Hotel sich in Zukunft bewegen können, mitdenken. Ein guter Punkt. Und da sind wir weit weg im Mindset, dass man Überlegungen macht, wie kann man vielleicht unter Anführungszeichen in der Produktionsstraße, in der Küche schon mitdenken, abgesehen von der klassischen Kochaufbau-Situation. Wie wird die Pferdekutsche in zehn Jahren ausschauen? Genau. Das ist zu kurz gedacht. Also wir müssen wirklich genau, das ist ein sehr wichtiger Punkt, wie werden wir in Zukunft, wie wird die Branche ausschauen und aber auch andere Branchen, die auf uns einwirken. Also ich glaube, jede größere Firma, die es sich leisten kann, aber auch ein kleines Unternehmen, das vielleicht sich eine Stunde im Monat freischaufelt, sich irgendeinen Zukunfts-Podcast anzuhören. Wie dieser, oder es gibt auch Moonshots, kann ich empfehlen. Moonshots ist ein echt guter Podcast. Da reden sie über KI, Technologie, Robots. Es ist es wirklich wert. Und dann auch die sozialen Fähigkeiten würde ich auch sehr stark empfehlen, immer. Also die emotionale Intelligenz, da hört man ja oft die Empathie, das ist so die berühmte Eigenschaft, aber es gibt zwölf und eine andere Eigenschaft von der emotional intelligence ist auch Anpassungsfähigkeit. Resilienz, also nicht nur ins technische investieren, sondern auch für die MitarbeiterInnen in Resilienz, emotional intelligence und das nicht nur mit KI, aber auch mit Homeoffice und seit Covid, finde ich, ist die Zwischenkommunikation auch mit verschiedenen Generationen. Ich erlebe auch Generationsdiskriminierung, ja, also alt gegen jung, jung gegen alt und so weiter. Also vielmehr auch in den Menschen investieren und nicht nur die KI. Und was du gesagt hast, war auch mit Zeit, die Leute sind so überfordert, die Leute sind so überfordert und man muss da irgendwie schauen, wie kann man da was freischaufeln, ja, dass sie in sich auch investieren können, die Zeit, um zu lernen. Das hilft nämlich dem Unternehmer dann auch natürlich. Ja, und diese Überforderung, wir haben das bei einem der letzten Folgen schon mal kurz angesprochen. Bitte, wenn ihr Chefleute seid, unterschätzt das nicht. Das Problem, was wir haben, ist, dass wir ja sehr viel von repetitiven Aufgaben abgeben. Und das heißt, wir diese einfachen Geschichten, wo wir früher Dinge abgetippt haben oder irgendwelche Sachen gerechnet haben oder wie, die fallen immer mehr weg. Das heißt aber auch, dass wir immer stärker gefordert sind, auch von der Aufmerksamkeit her, von der Konzentrationsfähigkeit her. Und umso mehr man sich mit den Dingen beschäftigt, umso stärker ist man permanent und einem Stresslevel. Das heißt, wenn mir Claude permanent irgendwelche Antworten gibt und super genial und sonst was, ich komme dann gar nicht mehr nach, mit meinen Gedankenwelten einerseits das zu verarbeiten, was er gelöst hat, und das auch für mich aufzunehmen und ihm die Folgeaufgabe zu geben, weil ich das Gefühl habe, der darf ja nicht stillstehen, der muss jetzt das weiterlösen. Das heißt, ich habe einen ganz anderen Stresslevel. Das ist so, wie wenn ein Mitarbeiter bei euch vorne steht und immer sagt, gib mir, gib mir und da ist, da ist, da ist, und du als Chef dort stehst und von dem Mitarbeiter High-Level-Input bekommst, den du nicht negieren kannst und sagen kannst, geh, ist mir egal, sondern der liefert, liefert, liefert und du sollst den Mitarbeiter auch noch die ganze Zeit beschäftigen oder hast das Gefühl, du musst ihn beschäftigen, weil der steht dort und wartet auf seine nächste Aufgabe und du hast massig plötzlich von Daten, Informationen, Möglichkeiten. Das Geniale ist, der Mitarbeiter ist ja sensationell, aber du kommst schon gar nicht mehr nach, mit dem, was er produziert hat, das zu verarbeiten und umzusetzen und zu machen und zu tun. Und auch, wenn er umsetzt, das zu kontrollieren oder noch den Überblick zu bekommen, was macht der Mitarbeiter überhaupt. Und jetzt kommen noch Agenten, jetzt wird jeder Mitarbeiterin, wird vielleicht 300 oder mehr Agenten managen, wo die dann auch zurückkommen mit, ich habe das gemacht, ich habe das gemacht, ich habe das gemacht, Freigabe, Freigabe, Freigabe, da, da, da, da, genau. Also, das dürft ihr jetzt nicht unterschätzen. Also, diese Agenting-Geschichten, wenn ich meine Agents laufen habe, die irgendwelche Dinge machen, das ist ein Stressfaktor, weil die kommen zurück und normalerweise sagst du, ich glaube, 11, 12 Leute in der Führung und dann hast du dich bisher schon schön beschäftigt, je nachdem, welche Aufgaben funktionieren, das heißt, jetzt hast du, je nachdem, welche Agent-Systeme oder Aufgaben du draußen hast, das ist eine Herausforderung für die Mitarbeiter oder auch für dich. Ich habe gehört, das fand ich gut, ich glaube, von unserem Nate Jones, den wir beide auch gerne hören. Prompt Engineering ist tot. Es geht schon seit längerem über Context Engineering. Der Kontext ist wichtiger, nicht nur, ich brauche, ich weiß nicht, die Hauptstadt von Frankreich, sondern um was geht es eigentlich? Und er meint, es geht jetzt mehr und mehr auch in Intention Prompting, also Intention Engineering. Also, von Prompting zu Kontext, zu Intention, weil wenn ich reingebe den Kontext, ich brauche eine Strategie und das ist der Kontext oder ich sage einem Agenten, erledige das, dann geht es mehr, dass ich den Agenten auch sozusagen das Outcome und die Intention vermittle und dass das mit bedacht ist. Also nicht nur Kontext, sondern auch Intention, das fand ich spannend. Und das Beispiel, glaube ich, war mit Klarna, diese Zahlungsfirma, die hat das vor ein paar Jahren so echt gut angegeben mit, oh, wir entlassen 200, 300 Mitarbeiterinnen im Callcenter, weil wir machen das alles. Nein, das waren ein paar Tausend, glaube ich, ca. 5.000 oder was war das? Ich glaube, das waren viele. Und jetzt tun sie zurückwärtsrudern und tun wieder Menschen einstellen, weil sie haben die falsche Intention gehabt. Die KI hat alles auf Geschwindigkeit gemacht, sprich jeden Customer Service Call so schnell, schnell, schnell, schnell, schnell zu lösen wie möglich. Das hat es auch geschafft, aber das war die falsche Intention, weil die Kundenzufriedenheit ist gesunken, weil für Kunde ist nicht die Geschwindigkeit immer, die wollen, dass es gut gelöst ist und jetzt nicht so abgewimmelt werden. Und das fand ich ein gutes Beispiel davon, dass man da auch irgendwie die richtige Intention, die richtigen Ziele in der Zukunft auch mit berücksichtigt. Ich glaube, zum Abschluss von dem Thema, wenn ihr in Führungspositionen seid, dann ist das jetzt auch eine neue Führungsherausforderung, die ihr habt. Abgesehen davon, was wir noch gar nicht angesprochen haben, nämlich ihr werdet auch in Zukunft Agenten führen müssen. Vielleicht in manchen Branchen sogar Robotics irgendwann. Ich glaube, in der Tourismusbranche zum Beispiel, das habe ich auch in meinem Buch geschrieben, dass eine Familie von vier Personen wird vielleicht einen Tisch für fünf reservieren, weil der Roboter mitkommt. Und vielleicht werden wir den Kindern nicht mehr die Tablets geben, was ich eh nicht optimal finde, natürlich. Vielleicht wird sich der Roboter mit den Kindern auseinandersetzen. Es gibt ja schon so Spielzeugroboter, die dann mit den Kindern reden und Antworten geben und so weiter. Dann braucht dann jeder Tisch einen Stromstecker. Ja, also das wundert mich, dass das noch nicht gibt, weil das braucht ihr zum Handyladen auch, oder? Also, dass die Leute alle sich da vernetzen und tun. Ja, aber ich glaube, wenn ihr Führungskräfte seid, macht euch klar, dass ihr die Verantwortung habt dafür, wie ihr strategisch mit KI-Systemen umgeht und ihr habt einerseits die technologische Verantwortung, wie könnt ihr euren Betrieb weiterbringen und zuzuschauen, glaube ich, das haben uns alle überzeugt, wird es nicht sein, zu sagen, wir verwenden keine KI-Systeme, das wird euch mit Bewerb, ich denke, fast in jeder Branche schaden, also zu sagen, wir ignorieren die Tendenz, das wäre so, wie wenn ihr halt kein Smartphone hättet, genau, also ich glaube, das, oder kein Internet verwenden würdet, also der Zug ist abgefahren, das heißt, ihr werdet euch entscheiden müssen, wie geht ihr das an und wie geht es vor allem strategisch an und ihr solltet, das bin ich halt überzeugt, euch überlegen, welche Werte habt ihr dahinter, ihr solltet euch überlegen, was sind die nächsten ersten Schritte, ihr solltet eure Prozesse anschauen und schauen, wie arbeiten wir derzeit, ihr solltet diese bewerten, diese Prozesse und ich rede nicht nur Prozesse in digitaler Form, die Prozesse, sondern auch die analogen, dann bewertet ihr die Prozesse, lasst euch vielleicht auch begleiten von jemandem, der sich da ein bisschen auskennt zu dem Thema, damit ihr auch einschätzen könnt, wenn ihr euch einen Prozess anschaut, wie kann man den lösen, gibt es ein Quick Win mithilfe von KI oder müssen wir da vielleicht auch was bauen oder was sind überhaupt die nächsten Schritte und schaut, dass die Leute fördert, die ihr im Team habt, die sich damit auseinandersetzen und gebt denen auch Zeit, gibt ihnen Ressourcen und ich sage es euch, KI kostet auch Geld, das muss man schon auch sagen, also unsere, alles ist gratis und ist alles umsonst, ihr arbeitet auch nicht umsonst, also in Wirklichkeit ist das, es hat mir mal jemand von einem Konzern sehr gut erklärt, if you pay peanuts, you get monkeys und das trifft auch bei KI-Systemen sehr gut zu und es muss euch auch ein Geld wert sein, wenn ihr euch verbessern wollt oder optimieren wollt und vergesst die Leute nicht, mitzunehmen. Genau, ich würde auch noch dazu sagen, dass alles, was wir jetzt besprochen haben, alles ist echt toll, um zu überleben oder vielleicht den Status Quo zu haben, ja, wenn ihr aber weitergehen wollt, also nicht nur Status Quo, ja, dann finde ich es auch ganz wichtig, dumme Fragen stellen zu können, ja, denn ich habe bei vielen Innovationsworkshops auch mitmachen dürfen auch, wo ich also eher als Teilnehmer, wo wir über die Zukunft gesprochen haben, die aber noch komplett so da ist, wie eigentlich, also die war dargestellt wie jetzt, ja, wie fahren wir zur Arbeit und und so weiter und wir müssen uns auch in jeder Branche fragen, dumme Fragen, ja, die Beispiele, die ich immer gebe, ist, wie können wir am nächsten Tag liefern, das ist jetzt keine dumme Frage mehr, vor zehn Jahren, bevor Amazon, wäre das eine dumme Frage gewesen, das geht gar nicht, Logistik, bla, bla, bla, das geht gar nicht, genauso wie One-Click-Buy, können wir mit einem Klick kaufen, das geht doch gar nicht, wir brauchen doch die Name, die Anschrift, wir brauchen doch die Kontoinformation, wir brauchen doch so viel, ja, Amazon hat es gezeigt oder würdest du bei einem Fremden auf einer Matratze schlafen? Nein, und dann kam Airbnb, ja, und es ist möglich, ja, oder würdest du bei einem Fremden ins Auto und dann kam Uber? Kam Uber, genau, ja, also es ist ganz, ganz wichtig, auch komplett dumme Fragen zu stellen, weil in der Zukunft, wenn wir vielleicht autonomes Fahren haben und wir werden nicht mehr alleine Autos fahren, vielleicht, wenn die meisten Unfälle von betrunkenen Menschen passieren und nur ein Prozent von Autonomen fahren, werden vielleicht menschliche gefahrene Autos in der Stadt verboten werden, ja, also was ist, wenn wir nicht mehr fahren, was ist, wenn wir jeden Tag mehr Zeit haben, Zeit, ja, kostbar, zu lesen, weil wir nicht mehr Auto fahren zum Beispiel, ja, oder was ist, wenn wir mehr Homeoffice machen oder Roboter, also es kommen so viele verrückte Sachen auf uns zu, dass wir wirklich auch dumme Fragen stellen müssen, um da wirklich in die Zukunft irgendwie eine Ahnung, ich meine, um die Ecke werden wir nicht schauen können, aber zumindest nicht nur linear denken, denn wir leben nicht in einer linearen Welt, ja, also es bleibt spannend. Definitiv, also wir wünschen euch für eure Entscheidungen, für eure Entwicklungen alles Gute und wir hören oder sehen uns bei der nächsten Folge von Mind & Machine. Alles Liebe. Macht es gut. Ciao, ciao.

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