
Wer liest eigentlich noch, was wir online veröffentlichen? Manuela Machner schreibt ihre Blogbeiträge zu rund achtzig Prozent für KI-Systeme, Eliot Mannoia schreibt noch primär für Menschen. Gemeinsam fragen sie, wie Inhalte gleichzeitig zitierfähig für die KI und angenehm für den Menschen sein können.
Themen: Tourismus & KMU, Psychologie & Mensch
Für beide, aber je nach Format mit anderem Schwerpunkt. Manuela Machner richtet schnelle Social-Media-Beiträge an Menschen, erklärende Blogbeiträge und Websitetexte dagegen gezielt an KI-Systeme, mit klarer Struktur und passender Titelwahl. Sie schätzt das Verhältnis bei ihren Inhalten auf achtzig Prozent für Systeme und zwanzig Prozent für Menschen.
Manuela Machner
Menschen stellen eine Frage in der Suche, bekommen oben eine kurze Antwort und klicken keine Website mehr an. Für Betriebe heißt das: Das Ziel ist nicht mehr nur der Klick, sondern in diesen Antworten als Quelle genannt zu werden.
Manuela Machner
In der Google Search Console lässt sich ablesen, wie oft eine Seite angezeigt und wie oft sie geklickt wird. Bei Manuela Machner waren es in drei Monaten rund 260.000 Einblendungen in der klassischen Suche, knapp 2.000 Klicks und rund 33.000 Nennungen als Quelle in KI-Systemen. So sieht man, welche Seiten für KI relevant sind.
Manuela Machner
Human Check ist ein Werkzeug von Eliot Mannoia, mit dem Teams digitale Kontaktpunkte wie Websites, Newsletter oder Checkout-Seiten nach psychologischen Grundbedürfnissen bewerten: Vertrauen, Emotion, Zugehörigkeit, Usability und Barrierefreiheit. Zuerst urteilt der Mensch, erst danach kommt die KI als zweite Meinung, um den Ankereffekt zu vermeiden.
Eliot Mannoia
Standardfragen beantwortet ein Bot problemlos. Bei einem Schadensfall, einem verpassten Anschlussflug oder einem Gast im Rollstuhl, der trotzdem auf den Berg möchte, braucht es jemanden, der sich mit dem Problem auseinandersetzt. Entscheidend ist, dass sich der Mensch gehört fühlt, auch wenn keine Lösung gefunden wird.
Manuela Machner
Alt-Texte beschreiben Bilder für Menschen, die nicht sehen können, und helfen KI-Systemen, Bilder einzuordnen. Ein Alt-Text wie Berg oder Mountainbiker reicht nicht. Besser ist eine Beschreibung, was auf dem Bild passiert und welche Stimmung es vermittelt. Davon profitieren Barrierefreiheit und Sichtbarkeit gleichermaßen.
Manuela Machner
Fünf Schritte für Betriebe und Marketingteams, um digitale Inhalte so aufzubauen, dass KI-Systeme sie zitieren und Menschen sich verstanden fühlen.
Eliot Mannoia: Hallo, und willkommen zur nächsten Folge von Mind/Machine. Mein Name ist Eliot Mannoia, digitaler Psychologe
Manuela Machner: Hallo, und ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf KI und Tourismus und auch für die Sichtbarkeit in KI-Systemen. Heut schauen wir uns was ganz was Besonderes an, weil der Eliot und ich da sehr unterschiedliche Zugänge haben. und zwar: Für wen bauen wir eigentlich noch digitale Inhalte? Das heißt, wir erstellen ja Webseiten, Texte, Social-Media-Beiträge, Newsletter und, und, und, und.
Und die Frage ist ja immer mehr: Wer liest es am anderen Ende? Sind es Menschen oder sind es Maschinen? Und entsprechend ist der Zugang ja anders, hätte ich jetzt einmal gesagt. Eliot, für wen baust du oder schreibst du digitale Inhalte, die du veröffentlichst primär?
Eliot Mannoia: ich schon noch für Menschen. Ja, da, da muss ich von dir noch einiges abschauen und lernen, wie ich da vielleicht auch die KI sozusagen mitschreiben kann, ich schreib eigentlich noch s-primär für, für den Menschen. Und bei dir? Ist es schon oder ist es
Manuela Machner: sehr gemischt. Also für die KI. Kommt drauf an. Also es gibt ganz, ganz klare, es hängt von der Plattform ab und es hängt auch, vom Thema ab. Ich hab immer so das Mitteilungsbedürfnis einmal grundsätzlich und das Mitteilungsbedürfnis richtet sich wirklich grundsätzlich an Menschen. Das heißt, wenn ich schnell a TikTok-Video mach oder wenn ich schnell irgend a, an LinkedIn-Beitrag schreib, so nach dem Motto: Habt schon gesehen, es gibt einen neuen Button oder das ändert sich gerade, dann ist das wirklich so dieses: Leute, schauts.
Also da ist es sehr, sehr stark an den Menschen zentriert. Aber ich muss sagen, in dem Moment, wo ich versuche, Dinge zu erklären, so wie Blogbeiträge zu schreiben, ist mein Fokus tatsächlich das KI-System. Also ich schreib da wirklich, ganz gezielt auch von der Struktur her, vom Titelauswahl her, so dass ich, das Gefühl habe, ich kann, also die KI wird das dann lesen und mich zitieren beziehungsweise, ja, dass, dass ich als Quelle genannt werd.
Also ich muss schon sagen, ich schätz, es ist achtzig zwanzig, also achtzig für Systeme und zwanzig für Menschen, das, was ich veröffentliche im digitalen Raum.
Eliot Mannoia: Ja, das ist dann eher auf den sozialen Medien, oder? Auf deiner Webseite auch
Manuela Machner: Na, auf meiner Website primär. Eigentlich die Website seh i primär für Systeme, also im Verhältnis von den Zugriffen her und so weiter. gerade da ist es für Systeme. Also ... und i mach sehr viel Inhalt auch, auch, also Content auf meiner Website mit Blogbeiträgen
Eliot Mannoia: Okay, okay. Gut und dann hast
Manuela Machner: Aber es ist also spannend, man kann sich das auch anschauen, wenn man, wenn man sich anschaut, vielleicht nur, dass man eine Vorstellung hat. Ich ka Ja, man kann für alle von euch, die eine Google Search Console, install eingerichtet haben, also die Zugriffe eurer Website. Ihr könnt euch inzwischen anschauen, wie viel Menschen schauen sich die Sache an und wie viel sozusagen KI-Systeme.
Und nur a Beispiel, ich schau grad auf meine Search Console. also meine, mein Link wurde sozusagen in klassisch in den Google und den Suchmaschinen ausgegeben, zweihundertsechzigtausend Mal in den letzten drei Monaten und knapp zweitausend Mal ist es geklickt worden. Also das ist jetzt die Menscheninteraktion.
Und, die KI-Interaktion ist in den drei, drei, in den letzten drei Monaten bei dreiunddreißigtausend Mal wurde sozusagen, wurde mein Link in KI-Systemen angezeigt, also als Quelle von Inhalten, die, die herausgegeben wurden. Also es ist der Klickrate zur Quellenrate ist es, ist es, es wird viel seltener geklickt als als Quelle ausgegeben, aber es ist schon interessant, sich das anzuschauen und auch zu schauen, was interessiert also die KI an meinen Inhalten.
Das ist für mich auch so relevant, weil du siehst dann genau, welche Seiten performen gut für KI-Systeme und welche Seiten eigentlich schreibst du ned für KI-System.
Eliot Mannoia: Okay, Search Console. Ja, muss ich. Ich hab's eh, aber
ich schau da eigentlich nicht so oft rein. muss ich dann gleich nachher mal wieder reinschauen. Sehr spannend. Toll. Okay. Mhm.
Manuela Machner: Ja, also und ich glaube, es wird ver sich verändern, weil wir haben ja diese Zero-Click, Zero-Click-Search, Entwicklung. Das heißt, Menschen gehen in a Google hinein, stellen eine Frage, kriegen eine kurze Antwort oben und sind schon mal zufrieden. Das heißt, diese Leute gehen ja nicht mehr auf unsere Webseiten und deswegen ist für mich so das Ziel, in diesen Antworten zu landen.
und deswegen bin ich schon sehr stark KI-fokussiert. Bei dir ist es ja noch ganz anders. Du stellst ja und ich find das ja für Firmen auch so spannend, wir müssten uns zwei zusammen-zusammen spannen, weil du, du, du versuchst auch zu zeigen, wie können Menschen dann oder wie kann die Website, der Newsletter oder was auch immer menschenzentriert sein?
Erklär mir mal bitte, wie du das machst.
Eliot Mannoia: Ja, also wir haben so ein, ein neues Produkt jetzt gelauncht. Also es ist noch ein Soft Launch mit, paar Pilotprojekten, die geplant sind. Human Check heißt das, ja, also die menschliche Überprüfung, also Human Check und eine, EU, als, als Domäne, also humancheck.eu und, ist eigentlich dazu da, dass man sich verschiedene digitale Schnittstellen anschaut aus menschlicher Sicht.
Also in diesem Produkt sind, ist unser Framework, unsere psychologische Grundbedürfnisse, man bei einer Interaktion hat, ja. Das fängt mit Vertrauen an, das fängt mit Emotion an. Das ist auch, also Belonging, also Dazugehörigkeit. Wer ich da in diesem Newsletter oder in dieser Anschrift als, weiß nicht, sehr geehrter Herr Kunde oder werde ich namentlich angesprochen zum Beispiel. und dann gibt's andere Aspekte, also Usability natürlich, Barrierefreiheit ist wichtig diese Aspekte geht man durch, analysiert, also man kann die Webseite rein, rauf laden oder, ein Screenshot und dann jede Schnittstelle an anhand von den menschlichen Bedürfnissen. Und also der Mensch analysiert das. Es gibt eine zweite Meinung, das ist dann die KI. Und das haben wir ganz bewusst gemacht, weil ich glaub, viele Tools heutzutage sind AI first, sprich, man drückt einen Knopf und die KI macht alles. aber dann hat man Anchoring Bias, also man wird so gesagt geankert in einer Meinung von der KI, die dann die eigene Meinung beeinflusst und deswegen, soll der Mensch es zuerst beurteilen, dann kommt die zweite Meinung. also es ist auf jeden Fall mit KI unterstützt, sekundär. Also, alle reden ja von Human in the
Manuela Machner: Aber es ist ja dann total spannend. Ja, genau.
Eliot Mannoia: Ja, also
Manuela Machner: Dass im Kreislauf ist, ja
Eliot Mannoia: genau, also es kommen andere Aspekte noch dazu. Also da sozusagen der Mensch analysiert das zuerst, wie er oder sie es, denkt. Dann kommt auch eine, eine KI-Meinung dazu, wenn man es sich wünscht. Dann kann man auch, diesen Screenshot, also diese, diese, diesen Touchpoint, diese Schnittstelle mit vier anderen Leuten teilen. Also zu fünft kann man sich dann auch im Team sozusagen das anschauen und man sieht aber erst die Ergebnisse, wenn man selbst seines abgeschickt hat. Auch da, um wieder Anchoring Bias zu vermeiden. Und dann sieht man auch sozusagen die Teamsicht. Also wie sieht ein Team eine bestimmte Schnittstelle? und man kann auch sozusagen die Kunden anbinden. Da kann man das sozusagen als Umfrage verschicken und, wenn man da 'n bisschen investieren möchte, kann man auch dann von Kunden ein Feedback bekommen, weiß nicht, zu einer Newsletter oder zu einer Checkout-Page oder zu einer neuen Homepage oder wie auch immer. Also ja, menschenzentriert, aber halt systematisch, also wirklich auf psychologische Grundbedürfnisse, weil sonst alle reden von menschenzentriert, aber wie machen wir es wirklich? Ja, wie machen wir es systematisch? Es gibt Design Thinking, ist, ja
Design Thinking ist auf jeden Fall super und auch Personas sind super, Aber die sind dann oft in einem Workshop, wo landen die dann wirklich im Täglichen? Ja, wo wird das gespeichert? Und das, dieses Tool Human Check, das ist so 'ne Art Human Governance. Alle reden auch von Governance und das ist die Human Governance. Und das ist, kann man sozusagen wie ein Ritual man das halt, man etwas Neues macht, eine neue Website, neue Newsletter, kann man sozusagen diesen Human Check laufen lassen. Man kann's spei, abs, exportieren und speichern und hat dann sozusagen eine, eine, ja, einen Snapshot von dieser Analyse, von diesem Touchpoint, ja.
Manuela Machner: Aber was ich so spannend fänd, wir müssten, das müssen wir mal ausprobieren. Inhalte, die ich jetzt für KI generiert hab oder halt die, die KI-lastig sind, für KI so Sichtbarkeit und KI-Suchen, durch den Human Checker zu lassen. Weil ich bin überzeugt, dass es da Dinge gibt, die der Human Checker nicht gut findet, ja, weil zum Beispiel Content-Längen ja recht groß sind oder umfangreich sind.
Das sind zwar strukturierter Content, aber dennoch, relativ viel Inhalt. Jetzt haben wir grad, in den letzten Jahren ja die, Erfahrung, schöne Bilder, Videos und so weiter, Men, lieben Menschen, ein Gesicht, das man sieht, lieben Menschen, solche Dinge. grad bei mir im Tourismus ist man sehr lastig auf dieser Ebene unterwegs, dieses, Inspirieren, wie wir immer sagen.
Und auf der anderen Seite muss ich jetzt aber Hardcore-Inhalte vermitteln und verkaufen und transportieren. Und da find ich dann ganz, ganz spannend, ja, diese Überschneidung, weil, als Betrieb muss ich's ja für beide machen. Also wir dürfen den Menschen jetzt bitte nicht außen vor lassen, nur weil ich in meinem Schwerpunkt vielleicht anders agier.
ich bin auch nicht so am Endkunden dran. Das muss man jetzt auch sagen, wenn ich ein Betrieb bin, der, wo der, der Kunde auf meine Website schaut, weil er was sucht und findet und, das ein Endkunde ist, der überhaupt keinen Zugang zu, zu irgendwelchen Themen hat, dann muss es ihn ansprechen. Es muss noch immer optisch gestaltet sein, aber das ist natürlich dann schon spannend, weil dein Human Checker wird ja wahrscheinlich sagen, bei besonders langen Texten oder ausführlichen Inhalten, na ja, das lese ich mir eh nicht durch.
Also der Mensch fühlt sich vielleicht überfordert oder zu, zu, ja, sag ich jetzt einmal. Es heißt nicht, dass man das unbedingt so machen muss, lange Texte. Man kann wunderschöne Bilder ergänzen und so, gell?
Eliot Mannoia: Das stimmt
Manuela Machner: Und es soll auch nur absatztechnisch sein, diese Texte, aber dennoch
Eliot Mannoia: Na ja, die New York Times, glaub ich, hat das ja, hat ja z-zwei Versionen gemacht. Die haben ja einen, eine Version gem-, eine Version gemacht für die Maschinen, halt anders strukturiert, mit anderen Metadaten vielleicht und längere Texte und dann eine Version für die, so gesagt, die, die Menschen. Vielleicht ist das die
Zukunft. Was meinst du?
Manuela Machner: Ich glaub, dass wir das für Menschen nicht mehr haben werden. Also, ich glaub, dass das, ich glaub, das Thema, für den Menschen wird sich anders abspielen, weil ich glaub, dass man in Zukunft über kurz oder lang nicht mehr auf spezifische Seiten gehen wird. Man wird sich die Informationen müssen, wo digital liegen, das schon.
Also wir werden irgendwas befüllen, raufgeben oder was auch immer. aber wir werden, glaub i, die Info dann in einem Chatbot haben, in einem System haben, ob das jetzt Google ist, ob das ChatGPT ist oder was auch immer. Und dort diskutieren wir dann darüber, wie kann i den Eliot buchen? Was kostet der?
Wann hat er Zeit? Oder was macht ihn so besonders? und i werd, dann Bilder von dir kriegen, wie du in versch auf verschiedensten Bühnen gestanden bist oder wie du Workshops gemacht hast. Und ich glaub, dass das in die Richtung sich entwickelt. Also ich glaub ehrlicherweise, dass, dass das Interface jetzt, wenn man's von der Website-Ebene her sieht, an Bedeutung verlieren wird für den Menschen direkt.
Andere Sachen, so wie du auch gesagt hast, es geht bei dir ja nicht nur um, um, sag i jetzt, a Website, sondern Newsletter, andere Ge Kommunikationsebenen im digitalen Raum. Ich glaub, das werden, da werden wir noch neue, neue Dinge erleben, die auf uns zukommen, die wir vielleicht jetzt nicht am Schirm haben, weil es auch immer schwieriger sein wird für jeden Einzelnen, dass er eben noch sichtbar ist im digitalen Raum.
Und ich glaub, wir werden auch die eine oder andere Sache wieder aufgreifen, die wir jetzt a bissl liegen lassen haben, grade in Richtung Kundenbindungsmaßnahmen, Kunden an unser Unternehmen sozusagen zu binden, damit er nicht über 'n Chatbot, über 'n Kollegen nebenan, diskutiert. und da glaub i, alles, was mit Mensch dann, wenn ich den eins zu eins hab, da wird's dann ganz, ganz wichtig, weil die Eins-zu-eins-Kommunikation aus meiner Sicht in Zukunft so viel Potenzial hat, aber auch Bedeutung haben wird.
Eliot Mannoia: Ich hoffe es auch, was man auch sieht bei den, jungen Generationen, die wir auch jetzt mittlerweile passen uns da schon sehr stark an, diese asynchrone Kommunikation. Ja, dass man mit, mit Nachrichten schreiben, man das, dass man, dass man sich Zeit lassen kann, dass man, sich überlegen kann, dass man seine Nachricht vielleicht auch ein bisschen anpassen kann, bevor man es schickt in Echtzeit, dass diese Fähigkeit, verschwindet ein bisschen in der Gesellschaft, weil weniger in Echtzeit vielleicht gemacht wird und, ja, man asynchron vielleicht kommuniziert, ja. sehr
Manuela Machner: ich find's so spannend, wenn du das sagst mit der Asynchronität, weil, auf der anderen Seite ist die aber die Erwartungshaltung an dieser A-Asynchronität trotzdem ein Sofortansen, a-a-a Sofort-, Antwort ist, ja. Also in, in meiner Branche, im Tourismus, die Leute sch-schicken a WhatsApp an den Betrieb oder a Nachricht oder a, a E-Mail oder wie auch immer und erwarten sich in Wirklichkeit, dass das sofort innerhalb von drei Minuten erledigt und beantwortet ist, ja.
Also, aber sie rufen nicht an, ja.
Eliot Mannoia: ja. ja, glaub, die jüngere, die jüngeren Generationswert hab zumindest, ich hab jetzt keine empirische Studie dazu, muss ich dazu sagen, was ich so in meinem Umkreis bemerkt hab von, von 'n paar, Kinder von, von Freunden, dass sie schon sehr da auch auf Grenzen stehen und sagen: „Na, nur weil ich's gelesen hab, muss ich jetzt nicht gleich antworten.“
Also sie, das ist jetzt auch so 'n bisschen eine Gegenbewegung, dass man sich da, dass man nicht sofort antworten
Manuela Machner: Aber vielleicht ist auch privat und, und, und Business, Thema. Also wenn i einfach ein Hotel anfrag und i möcht wissen, i will a Zimmer haben, habt's a Zimmer frei, dann will i net warten, warten auf die Antwort. Also da ist es, glaub i, was anderes, wie, wenn i privat schreib und sag: „Ja, hast Zeit heute Abend mit mir 'n Kaf-, Kaffee trinken zu gehen oder was?"
Kann i jetz auch net beurteilen, aber i find das ganz spannend, weil du das eben beobachtest mit dieser Asynchron kommunizieren. Na ja, aber das eins zu eins, was ich mein, ist a bissl auch in die Richtung: Momentan kommunizieren wir sehr stark im Marketing an die Zielgruppe oder an die Masse, auch wenn sie, fokussiert ist. Das heißt über die Website, über Social Media, über, über alle möglichen Kanäle.
Aber es geht halt immer an alle raus, also an alle meine, meine, meine Leute. Und was ich ganz spannend find, ist, man redet von der Personalisierung in KI-Systemen, aber in Wirklichkeit ist es auch so, glaub ich, dass es wieder wichtiger wird, dass es eben nicht die Kommunikation so alle, die gerne ein Schnitzel essen gehen, das Angebot, sondern dass es heißt: Ja, du Manuela, du magst ja das Schnitzel so gern oder ich weiß das von dir und deswegen rede ich mit dir über dieses Thema.
ich glaub, dass das ganz eine spannende Entwicklung wird, weil dadurch hab ich eine persönliche Bindung zum Betrieb, zum Angebot, zum Verkäufer und, wechsle auch nicht so schnell oder, oder geh zum Nächsten, weil wenn's so diese anonyme Kommunikation ist, dann ist mir das egal. Also ich hab zum Beispiel einen Versicherungsvertreter, den, den hab ich mitgenommen auch bei meinem Jobwechsel, weil ich mit dem kommunizier, ja?
Und weil ich zu dem das Vertrauen hab. Und wenn ich jetzt nur das Versicherungsunternehmen hätte, ist mir das egal. Dann wechsle ich, wenn ich wechseln will, dann wechsle ich einfach, ja? Wenn man ein, einfach ein neutrales Mitglied ist in einer Versicherung, sag ich jetzt einmal, also wenn's nur allgemein eine Versicherungsinstitution wäre, dann hätte man eine neue Versicherung gesucht, weil diese eins-zu-eins-Beziehung Vertrauen so, rel, wichtig ist.
Und ich glaub, das wird in vielen Branchen wieder viel wichtiger werden, weil wir uns sonst einfach nur, im luftleeren Raum befinden beziehungstechnisch.
Eliot Mannoia: Ja, ich meine und da sind wir auch irgendwie jetzt grad in dieser Zwischenphase, wo, wo viel mehr alleine möglich ist, viel mehr zu Hause. auch gestern mit ein paar Freunden gesprochen, die haben über so Anti-Aging und, wie, wie kann man jünger bleiben und das sind alles so ja Fasten und trainieren und arbeiten und das W-w-wir entwickeln uns zu so einer sehr optimierten Gesellschaft, die aber sehr viel unabhängig machen kann. Ob das jetzt mit KI ist oder mit, anderen Tools, wo man sagt, ich muss jetzt nicht zur Bank gehen, weil ich kann das online machen. Ich muss nicht zu 'nem Versicherungsmakler, ich werd das vielleicht zu Hause abwickeln. und da geb ich dir recht. Also das, das wird hoffentlich wieder einen ganz anderen Stellenwert haben und ganz wertvoll werden, wenn wir es schaffen, so 'n bisschen zu entschleunigen.
Weil momentan die Leute eigentlich eher weniger Zeit und es wird mehr erwartet und mehr erwartet und, für diesen persönlichen Austausch hoff ich dass wir da 'n bisschen mehr, Platz und Raum wieder haben.
Manuela Machner: Aber ich glaub, diese, diese Kommunikation
Eliot Mannoia: Das ist die Frage,
Manuela Machner: wird immer wieder eine Rolle sein.
Eliot Mannoia: wenn du eine Versicherung abschließt, die halt, weiß ich, dann schon zwanzig, dreißig, vierzig Prozent billiger ist, weil's einfach komplett maschinell abgewickelt ist, und du hast kurzen Gespräch oder nicht mal ein Gespräch, dein Agent kennt dich ja dann so gut, dass er sozusagen die passende Versicherung findet, gibt dir in zehn Minuten seinen Überblick: „Hey, Manuela, du weißt, dass du und da hinreist.
Du weißt, dass du diese zu Hause hast. Ich glaub, diese Haushaltsversicherung ist die beste." Dann vertraust du auch diesem Agenten, weil er dich so gut kennt – das ist dein Agent dass er für dich das gut gesucht hat und sagt: „Und es kostet vierzig Prozent weniger." Weiß ich dann nicht, ob man dann das Gespräch mit Hans Huber, weil wir ihn gut kennen, der sich dann
Manuela Machner: Co-co-op with
Eliot Mannoia: Ja, erinner mich noch mal, Manuela, was machst du noch mal genau?
Weißt du? Sag: „Na, geh komm. Mein Agent
Manuela Machner: Na ja, aber das, das schon, aber ich glaub zum Beispiel, beweisen tut sich's ja dann, also natürlich beim Preis am Anfang, aber ich glaub, beweisen tut sich's dann, wenn du 'nen Schadensfall hast, ja. Und wenn du dann, und ich glaub, das ist auch oft dieser, dieser, dieser Faktor, wo die Dinge kippen, ja. Also ich glaub, du hast kein Problem damit, eben an Chatbot zum Beispiel von der Airline zu schreiben: „Ich hab dieses und jenes Problem", oder: „Wie buche ich das?"
Und der sagt mir: „Da ist der Buch und das ist der günstigste" und so weiter. Ich glaub, das sind die Sachen, wo ich sag: „Ja, passt." Das Problem, glaube ich, ist, wenn, oder das, sieht man ja auch schon, wenn ich ein Problem hab. Das heißt, der Flug ist verspätet, ich erreiche den Anschlussflug nicht, ja. Was kann ich jetzt tun?
Oder ich ärgere mich über irgendwas. Oder eben ich hab einen Schadensfall bei der Versicherung und das muss abgewickelt sein. Und dann sagt mir der Chatbot: „Na, das ist nicht gedeckt." Ja. „Ich kann nichts für Sie tun. Paragraph zwei ein-Strich einundzwanzig, ist das nicht." Dann wird's nämlich spannend, weil ich glaub, da ist immer, immer wenn's so, wenn ich's Gefühl hab, das ist jetzt nur mein Problem und ich brauch jemanden, der mir tatsächlich hilft.
Und Hilfe ist ja nicht unbedingt nur, dass, dass er vielleicht sagt, überweis i das oder so, sondern er, er sich auch mit meinen Problemen auseinandersetzt. Und da, da glaub ich, scheitern auch alle Hotlines ja dran, die vollautomatisiert sind, weil in dem Moment die KI ja keine individuellen Entscheidungen treffen kann.
Die kann jetzt nicht sagen: „Na ja, in Ihrem Fall." Aber mein Versicherungsvertreter sagt mir vielleicht schon: „Na ja, du musst halt, schreib dir's bisschen anders ein i in den Schadensbericht." Tun sie natürlich nie, die Versicherungsvertreter, aber, dann, dass er sagt oder schaut, das, also ich fühl mich dann gehört, verstanden.
Und selbst wenn ka Lösung gefunden wird, ist es etwas anderes, wenn ich's Gefühl hab, da hat sich jemand wirklich bemüht und versucht, mir echt zu helfen.
Eliot Mannoia: Ja, das schon. Und wir sehen's auch in anderen Bereichen, ne? Also, Musik ist ja zum Beispiel auch sehr, zugänglich und vergänglich geworden, ja. Jeder kann jedes Lied dreimal, viermal, fünfmal hören, haben, Spotify, wie auch immer. und Konzerte sind halt sehr gestiegen jetzt. Also Konzerte, s-, also viel mehr, Künstler müssen auch leider, aber, aber machen halt mehr Konzerte, um so auch sozusagen, davon zu leben. Und das ist dann auch, mehr persönlicher Kontakt, ne? Also das, das würde ich da, das würde ich hoffen auch natürlich, jetzt von der psychologischen Sicht, dass wir Menschen, durch diese ganze Technologie nicht nur mehr und mehr und mehr machen und weiter optimiert und weiter einfach so unabhängig werden, dass wir einfach zu, dass wir so alleine sind, sondern eigentlich, dass wir die Zeit nutzen, um mehr mit Menschen zu sein.
Also dass, dass wir ei..., dass wir es schaffen, eine Entschleunigung. Nicht, ah, jetzt kann ich 300 E-Mails statt dreißig E-Mails am Tag schreiben. wär nicht wünschenswert, ja. Also eigentlich, dass mir, mit
Manuela Machner: Aber das, das, das definitiv, aber schön wär's, wenn wir die dreißig E-Mails, die wir noch selber schreiben, dreihundert sind die Standard-Bot-E-Mails, sag ich jetzt einmal. Wenn ich dreihundert Mal am Tag gefragt werde, darf ich meinen Hund in die Gondel mitnehmen, dann sag ich ganz ehrlich, ob das jetzt der Bot beantwortet oder ich, ist, glaube ich, überschaubar.
aber schön wär's halt, wenn wir
Eliot Mannoia: Dass wir einfach eine
Manuela Machner: Aber schön wär's, wenn ich die Zeit auch hab, dass ich genau, aber die Zeit auch hab, wenn i, wenn jemand mir schreibt und ich sag: "Ja, ich bin Rollstuhlfahrerin und, und würde gerne noch einmal auf den Berg gehen und komme nicht mehr hinauf. Gibt's irgendeine Lösung?"
Und ich dann die Zeit hätte, nicht zu sagen: "Tut mir leid, wir sind nicht barrierefrei", sondern ich vielleicht dann die Zeit hätte zu sagen, "Wir sind zwar nicht barrierefrei, aber wir überlegen uns eine Alternative." Vielleicht ist es nicht die Gondel, sondern es gibt eine Zufahrtsstraße auf den Berg, der, der die zwar öffentlich gesperrt ist, wo wir Sie aber hinauffahren lassen können.
Also, dass das dann sozusagen diese,
Eliot Mannoia: finde ich
Manuela Machner: diese besonderen Probleme, wir uns dann noch Varianten aus dem, aus dem Allgemeinen herausholen.
Eliot Mannoia: Ja, dass wir
Manuela Machner: Und das, was ich aber schon glaub
Eliot Mannoia: mehr Zeit
Manuela Machner: genau, und ich glaub, das macht aber auch den Unterschied in Zukunft aus. Weil ich glaub, diese Vorstellung, so wie sie jetzt läuft, wie, wie kommen wir zu Kunden?
Ich glaub, das ist und das ist ja der Ausgangspunkt auch gewesen mit der Website und so weiter. Wie kommen wir noch zu Kunden? Und, einerseits wir kommen derzeit zu Kunden über Werbeschaltungen, Inserate, persönliche Empfehlungen, Personen, die vorbeigehen, wenn wir ein Geschäft haben oder ein Lokal haben, die dann hineinfallen sozusagen.
Aber sehr, sehr oft ist es der digitale Raum, wo wir jetzt zu Kunden kommen und, oder Geschäftspartnern, je nachdem, was für 'ne, was für einen Businessbereich wir haben. Und ich glaub, das wird sich eben so stark verändern. und da ist eben dann auch die Frage: Schaffen wir es auf der Ebene oder müssen wir vielleicht sogar wieder irgendwo einen menschlichen Kontakt haben?
Müssen wir wieder einen Verkäufer wirklich von Tür zu Tür schicken? Überspitzt formuliert, weil ich einfach zum Beispiel nicht mehr gesehen werde im digitalen Raum. Und so wie du auch sagst, es ist dann, dann wird's spannend, wenn man die Verkaufsunterlagen oder was auch immer, die man halt dann digital zuschickt oder der halt abrufen kann, digital, ob die dann ihn so ansprechen, auch psychologisch, dass er kaufen will.
Weil wenn ich's woanders billiger krieg und der Bot, der andere mir das billiger anbietet, kommt schon auch das zum Tragen.
Eliot Mannoia: das ist halt genau das, was so für mich und das ist ja auch, was ich in meinem Buch Friction, sehr ge sehr v detailliert geschrieben hab, dass für mich ist die Gefahr jetzt nicht in erster Linie die Terminator, die kommen vielleicht in fünf oder zehn Jahren, ja. f es ist für mich dieses Subtile, dieses, dieses, dieses bedeutet, dass ich nicht ins Wirtshaus gehen muss, um mich mit Menschen zu unterhalten.
Ich hab zu Hause durch Strom und Netflix Unterhaltung. Das gab's halt früher mit Kerzen nicht, da gab's halt wirklich nicht viel zu Hause, ja.
Manuela Machner: Ja, und der Fernseher, das muss man sagen. Also ich glaub, dass der Netflix tut eher den Fernseher ab-aber. Ja
Eliot Mannoia: Ja na,
Manuela Machner: der Fernseher war schon das Problem fürs Gasthaus.
Eliot Mannoia: Zum Beispiel, genau, genau. Und, und Essen liefern lassen und so weiter. Es ist einfach, es ist mehr und mehr möglich, dass ein Mensch alleine zu Hause ist, weil alles geliefert wird oder alles verfügbar ist. Und, da, da möcht ich halt nur, dass wir als Gesellschaft drauf schauen, w-was, was sind da die Kosten dabei?
Weil dieser ganze Wohlstand und, und, Unabhängigkeit ist, ist echt toll, hat auch viele Vorteile, für, für Eltern oder für, für Menschen mit Einschränkungen und so. Aber wie können wir dafür sorgen, dass das Menschliche noch da bleibt, ja? wir noch ein Miteinander haben, das find ich halt sehr wichtig.
Manuela Machner: Und ich find's jetzt so spannend, wenn ich das Gefühl hab, dass dieses menschliche, also ich kümmere mich um meinen Gast, um den Rollstuhlfahrer, der nicht auf die Gondel kommt. ich find's ja a bissl so tragisch, wenn wir dieses, wir kümmern uns um den Menschen dann erst wieder kommt, wenn wir's auch wirklich geschäftstechnisch brauchen, sag ich jetzt mal, wenn die, die, die, wieder das so relevant wird und vorher sind wir eher oberflächlich.
a Beispiel: Ich hab das schon einmal in einer Podcast-Folge erzählt. Ich find's so spannend jetzt grad die Entwicklung, weil du vorher kurz Barrierefreiheit angesprochen hast. wir haben ja bisher schon vor dem Barrierefreiheitsgesetz, das es inzwischen gibt, sehr viele Möglichkeiten gehabt, im digitalen Raum Dinge barrierefrei zu machen.
Ob das jetzt Alt-Texte zum Beispiel bei Bildern, die einfach beschreiben, was im Bild ist, dass jemand, der nicht sehen kann, das vorgelesen bekommt, was dort steht, dass er eine Vorstellung hat, was da bildlich dargestellt ist und, und, und, und. Und ich weiß einfach aus meiner Branche, aber eigentlich aus anderen Branchen noch viel krasser, Alt-Text interessiert keinen Menschen, wenn er ein Foto hochladet.
Ich weiß nicht, wie du mit deinen Alt-Texten umgehst, aber sehr oft ist dann drinnen, da steht halt oben eine Skizze oder das ist der Berg oder ein Mountainbiker, aber nicht wirklich eine, eine, eine dargestellte, also eine vorgelesene Geschichte, ja.
Eliot Mannoia: Hm,
stimmt
Manuela Machner: eine, eine echte Beschreibung des Bildes ist sehr, sehr selten in einem Alt-Text drinnen, ja.
Und jetzt, wo KI-Systeme sich die Bilder halt durchlesen müssen unter Anführungszeichen, weil sie halt nicht, das Bild öffnen, sondern sich die Bildtitel anschauen und die Alt-Texte, und für KI-Systeme das relevant ist, ob das ein interessantes Bild ist, also ob Google das Bild dann ausgibt oder wie immer.
Plötzlich sind alle ganz nervös und wir müssen Alt-Texte schreiben. Und ich bin dann immer recht zynisch und sag: „Na ja, ist schon spannend, oder?" Für die Menschen haben wir's nicht gemacht, aber für den Computer machen wir's. der Effekt ist am Ende der gleiche. Also auch die Menschen profitieren ja wieder davon.
aber man muss schon sagen, ich find's schon ganz, ganz spannend, wie unwichtig oft, das Bedürfnis des Gegenübers tatsächlich ist. Ob das jetzt im digitalen Raum ist, aber natürlich auch vor Ort, aber grad im digitalen Raum. Wir überlegen uns immer nur: Wie kann ich dir das vermitteln? Wie kann ich dir das verkaufen?
Wer bin ich? Wie zeige ich dir, dass ich so super bin und so weiter. Und sehr oft vergessen wir eigentlich den, für den das gedacht ist in Wirklichkeit. Und deswegen finde ich euer Tool so spannend, weil, da wird einmal beleuchtet: Wenn ich das jetzt mache für den Gast, wenn ich das mache für den Kunden, wenn ich das mache für die, den Menschen, der meine Webseite aufruft, habe ich überhaupt gedacht, wie er das empfindet?
Eliot Mannoia: Und das ist halt auch, w-wie wir es verkaufen, weil es, wie du richtig sagst, es braucht ein Gesetz wie das Barrierefreiheitsgesetz oder es braucht andere Aspekte oder ein Google oder ein Ranking. Und deswegen sagen wir auch: „Hey, ihr die Seite oder den Newsletter oder wie auch immer, wenn ihr es macht, barrierefreierer macht oder einfach aus anderen psychologischen Aspekten angenehmer und besser macht, habt ihr eine höhere Reichweite, dann ist es für alle besser. Das bedeutet auch für euch eine bessere, Rate, und so
Manuela Machner: Geschäftlich besser, alles, ja. Also
Eliot Mannoia: absolut. das, das ist halt das, der, der Punkt, weil genau wie du sagst, wir sind sehr oft an uns fokussiert. Also wir Menschen sind sehr egozentrisch und genau wie Menschen egozentrisch sind, sind halt viele Marken brand-centric.
Ja, also Marken sind auch so: „Ja, wir sind diese Marke, wir sind 150 Jahre alt, wir haben das, wir nutzen diese Maschinen und wir haben das für Tools.“ Ja. Aber was braucht oder möchte eigentlich der Kunde in dem, in diesem Moment? Und deswegen HumanCheck ist halt da wirklich, um sozusagen die andere Sicht, sozusagen leichter zu machen in einem, Schritt-für-Schritt-Prozess, wo man sich die ganzen Dimen-Dimensionen durchschaut und das hilft dann und unterstützt diesen, diesen Menschenblick. Ja.
Manuela Machner: Ich hab einmal einen coolen Vortrag gehört, ein Unternehmen, das, also jetzt weiß ich nicht, ob ich's richtig zitier, neurobiologisch das untersucht, also auch wirklich zum Beispiel Plakate oder sonst Werbeschaltungen, und du sie bist mit deinem Kopf im Scanner drinnen, ja, und du schaust halt wirklich, wie Gehirnare-areale reagieren und wie sozusagen funktioniert die Brand aufs Gehirn?
Wie funktionieren diese Dinge überhaupt, ja? Und das war echt extrem spannender, spannender Vortrag und man glaubt gar nicht, welche Dinge sich alle abspielen unterbewusst oder im Gehirn bei diesen Geschichten. Also man glaubt immer, na, man nimmt das ja gar nicht wahr oder man schaut gar nicht drauf und, und, und, und.
Und dennoch, die, die Dinge, die sofort verknüpft werden im Gehirn mit Erinnerungen, mit, mit Emotionen, mit, Geschichten, die machen so viel aus, ja. Also es macht total viel aus, wenn du irgendwo einen Anker hast im Gedächtnis, wo du dich anknüpfen kannst und wenn der Anker positiv ist natürlich. wenn du einen negativen Anker hast, dann, dann wird das nicht so wirken und das muss dir einfach auch immer bewusst sein.
Und das hab ich total spannend gefunden. Und, ich hab's letztes Mal, hat, hat mir ein, ein Hotel gesagt: „Na ja, es muss eh jeder wissen, dass wir 'n Hund haben, weil auf unserer Website, da sind ja die Hunde gleich vorne drauf und wenn einer keinen Hund mag, dann ist das eh kein Mensch. Das ist einmal der erste Faktor.
Und das zweite, also dann ist er nicht menschlich, integer und, und das zweite, dann braucht er zu uns gar nicht kommen." Ganz ehrlich, nur weil ich jetzt einen Hund auf der Titelseite gesehen hab und nicht in groß, das ist mein Wuffi, sondern der Hund, der halt dort, dort beim Hotel gestanden ist, hat für mich nicht automatisch die Schlussfolgerung gegeben, dass es da zwei riesen Hunde gibt.
und dies, was, was bewirken Hunde bei mir? Also wenn sie jetzt den Hund groß dargestellt hätten als Wachhund sozusagen vor der Haustür, hätt ich's Hotel auch nicht gebucht, weil ich Angst vor Hunden hab zum Beispiel. Also ich gehör zu den Menschen, die keine Menschen sind, gell? Und die, die, die, d-diese Vorstellung, was bedeutet das, was ich da zeige?
Ja, also was bedeutet es und mit welchen Emotionen? Ein Hundeliebhaber oder ein Hundebesitzer wird sich denken: „Mei, total lieb und total cool." Und das ist ja auch wichtig. Der Hund soll ja gezeigt werden, weil der, der eine wird dort hingehen und sich wohlfühlen und die anderen, die vielleicht sagen, na, das möchten sie nicht, gehen da nicht hin.
Aber es ist besser, sie gehen nicht hin, als sie gehen hin und beschweren sich, regen sich auf, machen schlechte Bewertungen oder was auch immer. Und, drum das, was wir, also erstens nicht kommu es geht nicht, nicht zu kommunizieren. Egal, was wir tun, wir kommunizieren in irgendeiner Art und Weise. Und wir sind uns oft viel zu wenig bewusst, wie Dinge auf die andere Seite wirkt.
Das muss man sagen. Und jetzt haben wir den Konflikt: Du machst für die Menschen, ich mach's für die KI und jetzt müssen wir die zwei in Einklang bringen.
Eliot Mannoia: genau, und das, das sollten wir auf jeden Fall
dann auch mal weiterverfolgen, denn es gibt sicherlich
Aspekte, die, die wir machen können, die super sind für die Maschine und dann super
für die Menschen und alles, was vielleicht e-eine Überschneidung ist, das müssen wir halt dann weglassen, dass es, dass es nicht auf die Kosten der Menschen geht, ja, vielleicht, ja.
Manuela Machner: Ganz definitiv. Ich glaub, das ist einfach ...
Eliot Mannoia: Tool, also in Human Check, auch eine, Section, ja. Also was sind mögliche Fragen, die die Kunden stellen könnten? Wird auch vorbereitet
von der KI und dann kann man auch ein Ziel angeben und es gibt eine Performance-Analyse. basierend auf dieser Schnittstelle, ob das jetzt ein Newsletter, Checkout Page, Webseite ist, kann man ein Ziel eingeben, weiß ich, mehr Conversions, mehr Verkauf, mehr, Registrierungen KI analysiert das auch aus dem Grund, aber geerdet in den psychologischen Aspekten.
Also keine Dark Patterns, also keine, schlechtes Gewissen machen oder keine, keine Dark Patterns halt, ne, also ja.
Manuela Machner: Mhm. Ja, das, die, die schwarze Rhetorik ist ja auch so a Thema, ja. Also das, das ist ja auch ganz spannend, wie weit geht man manipulativ, ja. Also ist es dann, weißt eh, es ist ja auch gleich wieder jetzt, wenn ihr, wenn ihr euch auseinandersetzt, wie kommt's an, wie weit gehe ich dann? Ja, weil man psychologisch natürlich schon den einen oder anderen Hebel, ziehen kann.
Also ich glaub, die Lebensmittelindustrie beim Verkauf von Süßigkeiten und Co. weiß zum Beispiel sehr gut, wo was wie funktioniert, dass man immer noch doch noch das Stück Schokolade kauft oder irgendwas. also es ist ja ganz, ganz a spannende Entwicklung, die wir da haben. Ich glaub, zusammengefasst, es gehört beides hinein.
Es gehört die Sichtweise, ma, für wen machen wir die Inhalte, die wir im digitalen Raum haben? wir machen sie für den Menschen nach wie vor, aber wir werden's auch immer stärker auch für Maschinen machen. Und das muss man sich bewusst machen und in beider, in beiden Richtungen muss man sich bewusst machen: Wie optimiert man sie?
Wie optimiert man sie, dass der Mensch sich wohlfühlt, dass er sich verstanden, gesehen fühlt und gehört und auch wirklich das findet, was er möchte. Und auf meiner Ebene: Wie schafft man's dennoch, dass auch die Maschinen den Inhalt, den ich vermitteln möchte, ernst nehmen und sagen: „Okay, das ist für mich relevant und deswegen empfehle ich das Ganze auch."
Ja, so sind wir wirklich im Einklang mit Mind and Machine im wahrsten Sinn des Wortes diesmal. Und euch viel Freude bei der Herausforderung und denkt zum, zumindestens beide Aspekte jetzt mit, wenn ihr im digitalen Raum etwas veröffentlicht, egal ob Social Media, Newsletter, Webseitentext oder was auch immer.
Macht's es gut. Bis zur nächsten Folge von Mind Machine.