Wir tracken Schlaf, zählen Schritte und gehen ins Fitnesscenter, um die Rolltreppe zu kompensieren. Gleichzeitig trainieren wir Maschinen, menschlicher zu wirken. Eliot Mannoia hat zwei Jahre dazu geforscht. Das Ergebnis ist sein Buch "Friction". In dieser Folge sprechen wir über künstliche Menschen, Hyper-Independence und warum wir bewusst Widerstand einbauen müssen.
Wir sind schon künstliche Menschen, weil wir uns wie Maschinen optimieren: Schlaf tracken, Schritte zählen, Fokuszeit in Outlook einplanen. Gleichzeitig trainieren wir Maschinen, menschlicher zu wirken. Eliot Mannoia beschreibt dieses Paradox in seinem Buch Friction als den Kern unserer Zeit.
Eliot Mannoia
Wir zahlen einmal für den Komfort, der uns etwas abnimmt, und ein zweites Mal für den Ausgleich des Verlustes. Rolltreppe und Fitnesscenter. Smartphone und Braintraining-App. Google Maps und Gedächtnistraining. Das ist die zentrale Prämisse von Eliots Buch Friction.
Eliot Mannoia
Hyper-Independence ist die zunehmende Unabhängigkeit von anderen Menschen durch Technologie: eigene Wohnung, Lieferdienst, Netflix, KI-Assistent. Was nach Freiheit klingt, ist ein Tausch. Wir werden unabhängig von Menschen, aber abhängig von Systemen. Das wird erst sichtbar, wenn der Strom ausfällt.
Eliot Mannoia
Friction: Why we're paying twice for modern life ist Eliots Buch über künstliche Menschen, Hyper-Independence und warum wir bewusst Widerstände einbauen müssen. Es ist auf Englisch erhältlich unter https://mybook.to/friction. Das Buch ist nicht anti-technologisch, sondern pro-human.
Eliot Mannoia
Konkrete Beispiele: Fokuszeit von 10 bis 12 Uhr ohne Meetings, wie eine Beratungsfirma in Deutschland es macht. Slow Checkout bei Jumbo in den Niederlanden. Postzusteller in Jersey, die bei älteren Menschen anklopfen. Oder einfach: eine Stunde ohne Smartphone. Der Schlüssel ist Bewusstsein, nicht Technologieverzicht.
Eliot Mannoia
ChatGPT antwortete: Das Leben so bequem machen, dass Menschen das Denken und Entscheiden freiwillig abgeben. Kein Terminator, keine Gewalt. Nur Bequemlichkeit. Manuela und Eliot diskutieren in Folge 112, wie nah wir diesem Punkt bereits sind.
Manuela Machner
Diese Reflexionsfragen aus Folge 112 helfen euch, euren eigenen Grad an "künstlicher Menschlichkeit" zu erkennen und bewusste Entscheidungen über Technologie und Widerstand zu treffen.
Hi und willkommen zur nächsten Folge von Mind/Machine. Mein Name ist Eliot Mannoia, digitaler Psychologe und heute reden wir über den künstlichen Menschen, Artificial Humans. Grüß euch, hallo, ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf KI und Tourismus. Und jetzt musst du ja gleich gestehen wir reden ja aus einem ganz bestimmten Grund über das Thema. Für alle, die es nicht wissen, der Eliot hat ein Buch geschrieben, gratuliere Eliot Ja, also ich sage es euch, jeder, der so etwas gemacht hat, weiß, was das heißt. Und in dem Buch geht es ja auch über eigentlich den künstlichen Menschen oder wi…