#96 Jeden Tag ein anderes Tool?

Manuela Machner und Eliot Mannoia fragen: Brauchen wir wirklich jeden Tag ein neues KI-Tool? Sie diskutieren Tool-Overload, Orientierung im KI-Dschungel und sinnvolle Auswahl.

FAQ: Tool-Overload – zu viele KI-Tools?

Was bedeutet KI-Tool-Auswahl konkret für den Alltag?

In dieser Folge beleuchten Manuela Machner und Eliot Mannoia, wie KI-Tool-Auswahl unseren Alltag bereits verändert und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Konkrete Beispiele helfen, das Thema greifbar zu machen.

Manuela Machner

Welche Rolle spielt emotionale Intelligenz beim Thema KI-Tool-Auswahl?

Technologie allein löst keine Probleme. Wer KI-Tool-Auswahl sinnvoll nutzen will, braucht auch die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu bewerten, Beziehungen zu gestalten und ethisch zu urteilen. Emotionale Intelligenz ist der menschliche Faktor.

Eliot Mannoia

Wie können KMU und Tourismusbetriebe von KI-Tool-Auswahl profitieren?

Kleine und mittlere Unternehmen müssen nicht auf große Budgets warten. Gezielte Pilotprojekte, klare Ziele und schrittweise Einführung machen KI-Tool-Auswahl auch für KMU zugänglich und wirtschaftlich sinnvoll.

Manuela Machner

Nach welchen Kriterien sollte man KI-Tools auswählen?

Konkreter Nutzen für die eigene Arbeit, Datenschutz, Kosten und Lernaufwand. Manuela Machner und Eliot Mannoia empfehlen, wenige Tools wirklich gut zu beherrschen statt viele oberflächlich zu nutzen.

Transkript

**Manuela Machner:** Herzlich willkommen zur neuen Folge Mind/Machine. Ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf KI im Tourismus und heute stelle ich euch eine Frage. Brauchen wir jeden Tag ein neues Tool, weil vor lauter Updates kommen wir gar nicht mehr mit oder? Wie siehst du das?

**Eliot Mannoia:** Ja, hi auch meiner Seite, Eliot Mannoia, digitaler Psychologe Fasziniert mich auch es kommen ja wirklich fast täglich was war vom von ein paar Wochen das neue Gemini dann gleich paar Tage später das neue cloud 4,5 und dann 5,2 und so weiter das ist ja ein wettrennen nutzt ja nicht schon nicht ein tool oder

**Manuela Machner:** Es geht, also ich glaube in unserer Branche geht es nicht, dass man nur ein Tool nutzt weil man ständig am Probieren ist, am Abändern, am Schauen, was passt am besten, auch weil wir unsere Kunden ja verantwortlich sind und sagen müssen, du probier das oder jenes aus, das funktioniert hier besser und das funktioniert dort besser.

Ich habe immer schon... Viele Tools in petto gehabt, also in der Sprache Ja, also ich sage es euch, ihr wollt meine Kreditkartenabrechnung nicht sehen und ich nutze Black Friday auch dafür, damit ich meine Tools vorher abmelde und dann wieder einen Code habe, damit ich günstiger wieder Tools kaufe. Übrigens man kann auch Comet, das ist der Browser von Perplexity, losschicken, um einem solche Codes herauszusuchen und der hat meistens aktuelle Codes.

Das funktioniert gar nicht schlecht. Na, aber zurückzukommen, ja. Wir wechseln glaube ich alle die Tools, aber das ist ja nicht der normale User Also, ich schule ja ganz viele Betriebe und sehr viele habe ich auf ChatGPT geschult in den letzten zwei Jahren. Und dann kommen so Player wie Gemini fast aus dem Nirgends muss man sagen.

Also, wir als Insider haben es natürlich genutzt aber es war jetzt nicht. Der Burner Und dann kommt Gemini in einer Art und Weise daher, dass du das Gefühl hast, jetzt überrollen sie alles. Oder auch Claude, ich sage eben eher technisch-wissenschaftlichen im strukturierteren Bereich. Und dann hören natürlich die Kunden...

Ja, jetzt Gemini so cool. Und in Wirklichkeit muss man der Schulung teilweise auch Dinge schon auf Gemini zeigen, weil du sagst, naja, schaut's dort geht das doch besser. Also Nanobanana zum Beispiel in Bildbearbeitung war zu ChatGPT jetzt, die ältere Bildbearbeitung auch viel besser. Und dann hast du natürlich selbst zwei Herzen in der Brust.

Sollen die Kunden wechseln oder nicht? Also wie siehst du das? Würdest du sagen... Man soll wechseln Wann soll ich wechseln Wie oft soll ich wechseln?

**Eliot Mannoia:** Nicht so oft wie die Unterhose, aber es ist wirklich unglaublich Es ist wirklich auch eine Gratwanderung zwischen Sicherheit und Fähigkeiten, merke ich oft in den Betrieben, die ich mit Workshops arbeite, weil manche sind zum Beispiel absichtlich in der Microsoft-Welt sprich Co-Pilot, weil einfach da die bestehenden Verträge und auch schon die Server Wenn man das geklärt hat, auch in Europa sitzen mit Azure oder dass man da auch dann irgendwie DSGVO-mäßig schon diese Absicherungen hat, hat aber mit Co-Pilot noch nicht wirklich die Capabilities, die es mit anderen Modellen gibt.

Also da ist diese Gratwanderung gehe ich lieber auf Sicherheit und wenn man da wirklich 2000 MitarbeiterInnen hat, Ist das vielleicht nicht außer Acht zu lassen, wo, wenn man vielleicht ein kleineres Unternehmen hat, kann man vielleicht mehr agil arbeiten Mit Sicherheit umgehen, wo man da mit zehn Mitarbeitern sagt, okay, wir bleiben jetzt mit dem aktuellen Tool, aber bitte achtet darauf, dass ihr nichts Sensibles hochladet. es gibt da ein paar Faktoren die mitspielen, aber es ist wirklich wöchentlich, dass was Neues kommt. Und ja, deswegen ist auch hier die emotionale Intelligenz wieder so wichtig, gibt ja, man sagt, zwölf Kompetenzen in der Emotional Intelligenz und das berühmteste ist immer die Empathie. Wir reden immer von der Empathie Das ist so die berühmteste Eigenschaft von der Emotional Intelligence.

Aber... Die Anpassungsfähigkeit ist auch dabei und das ist ganz, ganz wichtig, dass man da irgendwie agil bleibt, flexibel bleibt und du hast vorher auch was erwähnt vielleicht kannst du das kurz nochmal, also im Vorgespräch du hast erwähnt naja, ich habe es ja letztes Jahr probiert. Was war das so, deine Erfahrung?

Ich habe

**Manuela Machner:** So,

**Eliot Mannoia:** probiert.

**Manuela Machner:** Das passiert natürlich ganz, ganz oft. Meine Betriebe habe ich nicht 2000 Mitarbeiter, also die Situation habe ich nie. Aber wir haben so oft die Situation, dass man irgendwas ausprobiert hat, vielleicht sogar einer derjenigen oder diejenige war, die relativ früh was probiert hat. Und das hat halt noch nicht so funktioniert.

Also das Bild war nicht so gut, das KI-Bild oder der Text war irgendwie so. Und ich erlebe dann sehr oft, dass Betriebe sagen, ja, das haben wir gemacht, das haben wir ausprobiert, das ist nichts für uns, weil das hat nicht funktioniert. Und ich sage es euch ganz ehrlich, keiner von euch, das traue ich mir unterschreiben kann, wenn er vor einem Jahr irgendwas probiert hat, das vergleichen mit dem heutigen Stand.

Also in Wirklichkeit kannst du das von letzter Woche, hast schon ein Thema. Also zu sagen, irgendwas funktioniert mit KI nicht, dann bitte kannst du nur sagen, irgendwas funktioniert noch nicht mit dem Thema KI. Also bitte verlass diesen Gedankengang Erstens das, was ich mache, ist sowieso so speziell so besonders.

Irgendwas, ein KI wird das nie machen können. Also ganz ehrlich, mein Job kann ein KI super machen. Also da brauchen wir überhaupt nicht reden. Eine KI kann KI erklären. Sie kann es vielleicht nicht so lustig noch machen wie ich, noch nicht, aber sie kann es erklären. Und sie kann es einem Fünfjährigen genauso erklären wie einem 80-Jährigen.

Und das, glaube ich, ist so wichtig, sich das bewusst zu machen. Und als Unternehmen hast du einfach ein Riesenproblem. Du musst irgendwann eine Entscheidung treffen. Und für mich ist es als Beraterin oft das Problem, dass die Leute mir sagen, ja, was soll ich jetzt für ein Tool nehmen Ja, und da muss man mal genauer schauen, was brauchst du tatsächlich oder was sind deine Anforderungen an das Tool.

Also wenn du sehr multimodal arbeitest und viel mit Visualisierungen machst, weil du viele Berichte machst, weil du Charts brauchst weil du alles in irgendeiner optischen Aufbereitung brauchst dann wirst du dich wahrscheinlich derzeit… Vielleicht heute, morgen ist schon wieder anders, aber heute gerade Wohlerfühlen in einer Google-Welt, also ob das Notebooklm von Google ist oder Gemini ist oder vielleicht auch in einer Cloud-Welt die auch schon sehr schöne Visualisierungen machen, wo Chachapiti vielleicht noch ein bisschen nachhängt.

Wer weiß, wenn ihr den Podcast anhört ist die Geschichte schon wieder anders.

**Eliot Mannoia:** Mhm.

**Manuela Machner:** Ihr seid jemand, der Hardcore-Texte braucht, der Hardcore diese Dinge braucht, da kann ChatGPT euch wieder extrem weiterhelfen oder kritische Geschichten, Claude. Das heißt, es hängt schon sehr stark davon ab, wie ihr es nutzen wollt.

Und die große Gefahr, die ich halt sehe ist, dass man so das Gefühl hat, ja, ich fange gar nicht an, weil irgendwie, das verändert sich ja so schnell Und da ist es gescheiter ihr fangt an und ich sage es euch für 90 Prozent der Dinge, die wir hier oder die auch meine Kunden brauchen, tatsächlich ist es völlig egal, was für Modelle verwendet.

Also in Wirklichkeit ob ihr ein ChatGPT, ein Mistral, ein Claude, ein Gemini braucht, das sind jetzt alles so Passwörter im Prinzip, die sind für Alltagsgeschichten Schon in einem Level unterwegs, wo ihr wahrscheinlich nicht einmal den Unterschied erkennen würdet zwischen den Modellen. Und es ist gescheiter, eine Entscheidung zu treffen und sich damit zu beschäftigen oder?

**Eliot Mannoia:** ja, finde ich auch und also erstens kann ich auf jeden Fall auch für unsere Zuhörer euch vergewissern, also zumindest für ich, ich kann jetzt für mich nur sprechen, Man kommt selber kaum mit und es ist wirklich sehr, sehr schnell. Also auch ich, der wirklich auch Stunden damit verbringt jeden Tag.

Es ist, als ob ich irgendwie in einem schnellen Fluss schwimme. Und mir ist es auch vor kurzem passiert, plötzlich in einem Workshop über ChatGPT, was bedeutet Upgrade Go? Und ich denke mir Go, ich glaube, du bist auf der falschen Seite, ja? Ich habe zwar gehört, dass es in manchen Ländern diese Go gibt, aber das ist in Österreich.

Und ja, es gibt nicht nur Pro und Plus, es gibt auch Go, also auch noch eine Preisklasse dazwischen. Also man kann kostenlos nutzen, Go. Und das ist auch wieder während der Schulung wurde ich auf etwas Neues hingewiesen. Also es ist so schnell, dass man sogar, wenn man das unterrichtet Im Unterrichten selber lernt was man unterrichtet.

Das ist verrückt.

Elon Musk zum Beispiel hat auch selber gesagt, es wurde ihm gefragt, wer glaubt wird das KI-Wettrennen gewinnen und er hat selbst, obwohl er seine eigene KI mit Grog hat, hat selbst Google genannt Also Google war vor ein paar Jahren, haben die Leute gesagt, die haben es verschlafen, die haben es verschlafen sie haben eigentlich, waren sich hinter dieser GPT-Transformer-Technologie beschäftigt Ursprünglich eigentlich die Architekten. Sie haben riesen Datencentern Sie haben ihre eigenen Computerchips also nicht die H100s von Janssen, von Nvidia, sondern die TPUs. Also sie haben ihre eigenen Chips eigene Datencentern Urmengen an Daten, also Google ist auf jeden Fall ein starker starker Player und nicht zu vernachlässigen also zu unterschätzen, weil OpenAI baut erst jetzt eigene Datencentern mit Stargate und hat jetzt mit Broadcom die Partnerschaft um auch Chips zu erstellen.

Also sie hatten einen Vorsprung, den verlieren sie sehr schnell momentan.

**Manuela Machner:** Weil du sagst vor Jahren, also ich will ja nichts sagen. Also vor drei Monaten hätte ich auch noch nicht auf Google gewettet. Also man muss schon sagen, und wir wissen auch nicht ob morgen irgendwo irgendwas aufpoppt wo wir das Wir überhaupt noch nicht am Schirm haben, wie da irgendein Chinese oder irgendein anderes System, das dann alle overruled weil es irgendwas irgendwie besonders geschickt macht.

Trotzdem, lasst euch davon einfach nicht ins Boxhorn jagen und zu der Frage zurück, was mache ich wenn jetzt so viele Tools sind und jetzt sehe ich alle meine Kanäle sind jetzt voll wenn ich mich beschäftige damit, ah, jetzt ist jetzt Google so gut und nächste Woche ist es plötzlich Claude, von dem habe ich ja noch nie was gehört, oder Mistral aus Frankreich, ah, da kann ich jetzt auch GPTs bauen.

Wenn ihr euer Tool habt und ihr es wirklich beruflich nutzt und nicht experimentell so wie wir es ja auch machen, Dann müsst ihr nicht ständig springen. Tut es das auch nicht. Ich sage es euch, der Energieaufwand für euch selbst ist relativ groß. Beobachtet einfach den Markt und wenn abzusehen ist, es wird natürlich über kurz oder lang wird es dann wieder jemanden geben, der sich mehr herauskristallisiert So wie es ausschaut momentan ist es halt Google.

Dann müsst ihr irgendwann die Entscheidung treffen, steige ich vielleicht jetzt doch um oder nicht? Kann ich meine zum Beispiel Erinnerungen exportieren aus ChatGPT, die einfach und dort wieder hineinspielen? Also einfach sagen, fasse mir die Erinnerungen die du über mich hast, zusammen oder die Grundinformationen.

Dann wird ChatGP durch eine Liste machen. Dann ist die Frage, diese Liste wieder hineinzuspielen in Google, damit ihr nicht wirklich von Null starten müsst. Das Besondere an einer KI ist, dass sie euch kennt. Und umso besser euch eine KI kennt, umso besser kann sie für euch arbeiten. Und unterschätzt nicht diese, wie soll man sagen, Startnotwendigkeit, dass ihr eure KI trainieren müsst, damit sie gute Ergebnisse liefert.

Und wenn ihr da schon relativ weit seid, dann ist natürlich jeder Tool Change ein Verlust an Qualität. Weil auch wenn das Programm an sich besser ist, Die KI ist nur so gescheit euch zu helfen, so viel Infos sie hat. Also die KI weiß zwar alles von der Welt, aber nichts von euch.

**Eliot Mannoia:** Ja, aber da

**Manuela Machner:** müsst ihr euch bewusst machen.

**Eliot Mannoia:** Zu ergänzen, dass man muss jetzt nicht persönliche Daten wie Name oder

**Manuela Machner:** Nein,

**Eliot Mannoia:** Da reicht die Rolle, welche Branche, das hilft auf jeden Fall. Und was ich auch dazu sagen kann, um euch ein bisschen zu beruhigen, also zu helfen, dass man sich nicht so unter Druck spürt genau wie die Manuela ja gesagt hat, die Grundfähigkeit das Prompten oder wie ich, Ergebnisse bekommen ist sehr ähnlich und übertragbar ja und deswegen solange ihr einfach probiert und ausprobiert und sieht wo kann es manchmal halluzinieren wo gibt es manchmal grenzen wie muss ich muss ich besseren kontext schaffen wenn ihr diese fähigkeiten lernt dann sind die auch leicht übertragbar auch wenn ihr jede müsste nicht jeden tag ein tool wechseln ihr könnt ihr auch jede woche ein tool wechseln

**Manuela Machner:** Lasst euch vom Eliot nicht ins Boxhorn jagen ich sage es euch. Er neigt manchmal zu solchen Witzen. Es reicht, wie oft kann man ein Tool wechseln da würde ich überhaupt keine Zahl nennen, weil in Wirklichkeit ist man froh wenn man es nicht machen muss und das hängt jetzt natürlich auch sehr stark davon ab.

So wie du auch gesagt hast, was für Struktur habe ich Wenn ich ein Konzern mit 2000 Mitarbeitern bin, dann werde ich überhaupt kein Tool wechseln es so schnell machen. Also wenn ich da einmal was festgelegt habe und freigegeben habe und auch Prozesse freigegeben habe, dann habe ich natürlich ganz andere Probleme, da irgendwie plötzlich zu sagen und jetzt… Jetzt alles von neu, alle Mitarbeiter neu schulen und und und, als wenn ich jetzt ein kleiner Betrieb bin, wo drei Leute bei uns halt KI-Systeme in irgendeiner Art und Weise nutzen.

Aber was du gesagt hast, was so wichtig ist, die Eigenschaft, seid neugierig. Also es ist... Seht ihr das nicht? Um Gottes Willen da kommt wieder was Neues auf uns zu, überhaupt mit dem Thema KI. Schaut, was können die Systeme Wo kann es sich im Alltag nutzen? Das kann beruflich sein, das kann privat sein. Ihr macht ein Lied für euren Opa zum Geburtstag und er freut sich.

Ich habe gerade für meine Schwiegereltern, die sind fast 100, mein Schwiegervater ist ja 97, und da haben wir das Hochzeitsfoto vor. Ich glaube, 46 Jahren, ein Schwarz-Weiß-Foto, da habe ich die beiden so ernst reingeschaut habe ich das Foto sich küssen lassen. Ich sage es euch, das war der Highlight des ganzen Tages, dass sie sich vor 46 Jahren plötzlich als Foto küssen.

Also man kann schon viele Dinge auch spielerisch nutzen. Und ich glaube genau, das ist das Thema, dass man sich drüber traut dass man tut und einfach neugierig bleibt und sagt, was geht noch? Also geht die Einstellung nicht, oh, was kommt Neues, oh mein Gott, da ist wieder was Neues, sondern was geht noch?

**Eliot Mannoia:** Ja, und was ich auch immer mitgebe, das ist nämlich, glaube ich, der leichteste Einstiegstrick in der KI-Welt, es ist kein statisches Werkzeug, wo man schon vorher alles wissen muss, was man eingibt. Ihr

**Manuela Machner:** Ja, genau.

**Eliot Mannoia:** Ihr könnt sagen, hey, ich muss jetzt zwei Stunden übersetzen oder ich muss jetzt zwei Stunden das machen oder zwei Stunden. Egal wenn ihr eine große Tätigkeit vor euch habt, das eher repetitiv oder irgendwas anderes, fragt hey KI, wie könntest du mir mit dieser Vorbereitung helfen? Und das Es kann euch auch so Ideen geben, also ihr müsst auch nicht an alles denken, ihr könnt auch fragen. Das ist das erste Mal vielleicht in der Geschichte, dass wir das Werkzeug fragen können, wie kann ich dich als Schraubenschlüssel oder Hammer eigentlich nutzen?

**Manuela Machner:** Genau, mach mir ein Tutorial dazu. Aber genau das ist es. Ihr könnt die KI fragen, wobei man muss sagen, mit der Aktualität hat es sich dann Nicht immer so, also wenn du ChatGPT fragst welches Modell kann ich verwenden und er euch dann von 3.5 was erzählt für die neuen Einsteiger, das gibt es schon seit einem Jahr nicht mehr, also das kann schon auch passieren, aber es ist eine super Hilfe und auch, wenn ihr überhaupt am Computer arbeitet, ihr macht Buchhaltung in BMT, ich sage es euch, das beste BMT-Handbuch ist ChatGPT, zu fragen wie verbuche ich das, an welchen Knopf muss ich da drücken, das Also solche Sachen.

Einfach neugierig sein und sich da anpassen. Das ist ja der große Vorteil, den wir Menschen haben. Wir Menschen sind extrem in der Lage, uns anzupassen an alle Veränderungen. Und ihr habt euch ja auch alle angepasst dass ihr ein Smartphone habt, oder? Oder wer von euch hat jetzt bitte noch ein Nokia irgendwas und tut beim SMS-Schreiben auf die 1 dreimal drücken um aufs C zu kommen?

**Eliot Mannoia:** Das war

**Manuela Machner:** Wahrscheinlich, ja, und das ist noch nicht so lange her. Und ihr könnt euch alle erinnern wie ihr gesagt habt, also ich gehe davon aus dass 98 Prozent von unseren Zuhörerinnen und Zuschauerinnen hergegangen sind und gesagt haben, ich brauche sowas nicht, ich tue nur telefonieren.

**Eliot Mannoia:** Ja.

**Manuela Machner:** viel tut sie jetzt telefonieren?

Und ihr verwendet es auch und hinterfragt es auch nicht großartig Ah, da ist jetzt ein Update und um Gottes Willen sondern ihr werdet sagen, ah, schon wieder was Neues. Ah, was kann das jetzt, das App? Also meins hat sich heute Nacht abgedatet, ich sage es euch. Auch ich muss dann schauen, was das Neues kann.

**Eliot Mannoia:** Ja, also ich hatte jetzt auch vorgestern ein Update auf Android. Da war etwas, wo ich auf Do Not Disturb drücken kann.

**Manuela Machner:** Ja, aber

**Eliot Mannoia:** Jetzt sind es vier Schritte. Und ich denke mir so, warum schlecht? Und das muss

**Manuela Machner:** kannst du es irgendwo einstellen.

**Eliot Mannoia:** Ja, jetzt muss ich wieder suchen. Aber ja, also ich verstehe auch die Frustration.

Es ist zum Beispiel auch bei Copilot vielleicht. Ich konnte vor zwei Jahren mit Copilot etwas machen, was ich jetzt nicht mehr kann. Also

**Manuela Machner:** Ja, absolut.

**Eliot Mannoia:** ist nicht immer vorwärts. Ja aber

**Manuela Machner:** unserer Sicht vielleicht für die Entwickler schon. Vielleicht war da irgendwas, was sie sich gedacht haben, das macht Sinn. Aber ich gebe da recht.

**Eliot Mannoia:** ich.

**Manuela Machner:** Manchmal sind es drei Schritte vorwärts und fünf zurück. Die Schritte vorwärts sind schon sehr viel schneller. Und wisst ihr, was einfach ausprobieren könnt?

Ich bin viele Dinge draufgekommen, dass KI-Systeme machen, weil ich einfach Es probiert habe. Also ich kann mich erinnern ich habe irgendwann eingetippt kannst du eigentlich einen Barcode erstellen, weil ich einen Barcode irgendwie für eine Etikette gebraucht hätte. Überhaupt kein Heckmeck die hat mir einen Barcode erstellt und das Barcode-Gerät hat das lesen können.

Also ui, das funktioniert. Also einfach Dinge, auch wenn ihr denkt, ausprobieren. Oder ich habe ein Foto von meinen Medikamenten gemacht, weil ich ein Medikament gesucht habe, also einen Inhaltsstoff und keinen Plan hatte und das haben gesagt, das Medikament ist das richtige. Einfach ausprobieren wenn es nicht funktioniert, funktioniert es nicht.

Aber wenn es funktioniert, habt ihr einen Gewinn.

**Eliot Mannoia:** Ja, wenn das Medikament dann nicht funktioniert.

**Manuela Machner:** Dann ist ChatGPT schuld Die Pharmaindustrie ist draußen, aber ChatGPT ist schuld.

**Eliot Mannoia:** Ja, es ist

**Manuela Machner:** Ja, ganz

**Eliot Mannoia:** auch wie schnell. Also ja, vom Nokia auf Handy und so weiter. Aber der Ray Kurzweil zum Beispiel, dieser Zukunftsforscher, er meint dass wir noch schneller und noch schneller werden und dass wir vielleicht 50 Jahre Fortschritt in einem Jahr bekommen könnten. Und das ist schon ein Wahnsinn, weil es tun sich so viele Sachen parallel. Also es sind nicht nur die Algorithmen die besser werden, es sind auch die Energie- oder die Datenzentren die Microchips werden besser. Ich meine jetzt sind wir, glaube ich auf eineinhalb Nanometer schon, also so unglaublich klein. Bald haben wir angeblich die Grenze erreicht, dann geht es zumindest im Chip mäßig nicht mehr so.

Also das Moore's Law kommt angeblich zum Ende, aber es gibt so viele andere. Und ja, ich meine Robotics da tut sich auch gefühlt jede Woche mit neuen Robotern was. Und da gibt es zahlreiche chinesische Firmen, zahlreiche britische und amerikanische Firmen. Dann neue Materialien, neue Forschungen dann alleine was Google DeepMind macht mit Robotern Alpha Fold, Alpha Evolve und ich glaube, das ist auch, die Leute wenn sie an KI denken, denken vielleicht an ChatGPT, aber es ist unglaublich was alles parallel gerade passiert und wie das eine zu anderen auch dann einen Einfluss hat. Wir reden jetzt schon mit ChatGPT und es ist so eine... eine Wahnsinnsqualität das Gespräch. Und dann stellt euch vor, die Roboter werden besser. Stellt euch vor, wir haben dann Roboter, die so wie ChatGPT reden. Und da gibt es eine andere Studie, die ich vor kurzem gesehen habe, ähnlich neu, auch schon ein Jahr alt, wo ein Professor aus der Universität von Tokio Haut, menschliche Haut so gesagt gewachsen hat sie überlebt noch nicht lange aber aber sie kann auch narben und sie kann heilen also stellt euch vor roboter stimme wie ChatGPT haut es kommen verrückte sachen auf uns zu und das

**Manuela Machner:** Ich glaube, das würde mir gerade eine Frage stellen

**Eliot Mannoia:** jetzt Ich könnte weiterreden eine Stunde lang, was sich medizinisch tut und neue Arten Ich meine, es ist verrückt was sich tut.

Auch Solarenergie wird fast jedes Jahr glaube ich, um 50 Prozent effizienter oder um zwei Jahre 50 Prozent billiger oder sowas. Also es ist nicht nur eine exponentielle Kurve, wir haben hier parallele exponentiellen Kurven gerade. Das ist unglaublich was sich tut.

**Manuela Machner:** Das Spannende ist, und da muss man schon sagen, die 50 Jahre in einem Jahr ist technisch voll faszinierend in der Realität für Menschen nicht mehr greifbar Also da muss man schon sagen, sagen wir zwei schon, also die Geschwindigkeit und wir beschäftigen uns jeden Tag stundenlang mit den Themen. Wir sind nicht mehr in der Lage, alles zu überblicken, in unsere Nischen, weil jeder von uns Nischen hat.

Du kannst, also wenn jemand sagt, er ist ein KI Experte über alle Felder hinweg, das glaube ich ehrlicherweise gar nicht, weil das gar nicht mehr möglich ist.

**Eliot Mannoia:** sind sich nicht einig über Definitionen und was

**Manuela Machner:** Ja...

**Eliot Mannoia:** intelligent ist. Der

**Manuela Machner:** Ja, aber wir beschäftigen uns jetzt mit der menschlichen Intelligenz mehr als jemals zuvor.

**Eliot Mannoia:** Ja

**Manuela Machner:** der Forschung ist das jetzt wieder ein großes Thema, weil wir zuerst Menschen begreifen müssen, bevor wir die KI begreifen können. Finde ich auch ganz spannend, dieser Zugang. Aber das, was schon ein Thema ist, ist, dass Dass all diese Entwicklungen auf der einen Seite stattfinden und wir in den Schulungen in Wirklichkeit ja noch immer zeigen, wie schreibe ich einen sauberen Prompt und was ist überhaupt ein Programm wie ChatGPT.

Ich war das letzte Mal bei meinem WLAN-ChatGPT gesperrt Ich habe eine Schulungslocation gehabt, da war grundsätzlich auf dem WLAN, das war ein Kloster gesperrt. Da hat halt die überstehende Intelligenz ein Problem mit der künstlichen Intelligenz gehabt. Keiner hat einsteigen können auf ChatGPT und das war nicht so lösbar, weil die EDV nicht im Haus sitzt.

Da hat jeder dann einen Hotspot aufgemacht. Also, so wie du sagst, ja, Beamer funktioniert nicht, kein Strom.

**Eliot Mannoia:** auch was du am Anfang gesagt hast, ist absolut wichtig. Die Technologie entwickelt sich schneller als unsere Psychologie Das

**Manuela Machner:** definitiv ja.

**Eliot Mannoia:** Punkt, auch wieder mit der Anpassungsfähigkeit und auch dieser Überforderung. Es ist ein Wahnsinn. Wir haben auf der einen Seite kein WLAN richtig manchmal und auf der anderen Seite haben wir schon hochintelligente KIs Ich meine, auch da habe ich vor kurzem gehört, dieses Alpha-Fold, also wo die Proteinfalten vorhergesehen werden oder richtig eingeschätzt werden können.

Da habe ich gehört, hat eine Person seine ganze Doktoratarbeit investiert, um zu erforschen wie ein Protein sich faltet. Seine ganze Doktorat wegen einem Protein und jetzt haben sie eine Million an Proteinen Proteinfalten irgendwie so dokumentiert. Also es ist ein Wahnsinn.

**Manuela Machner:** Also das muss ich schon sagen, also da glaube ich verzumpfelst du auch, oder? Also du hast dein ganzes Wissen oder deine ganze Zeit investiert und wenn du Pech hast, kommt parallel so ein Tool heraus und du bist mit deiner Doktoratsarbeit gerade noch nicht fertig und dann sagt irgendwer auf Knopfdruck das, was du hast

**Eliot Mannoia:** Du bist fertig, du hast es eingehändet und am nächsten Tag

**Manuela Machner:** Ja, genau. Du wirst es publizieren und genau ans Nächste. Also da überschlagen sich schon die Ereignisse. Trotzdem glaube ich dass das Wichtige für uns ist, dass wir neugierig bleiben, dass wir bei der Sache bleiben. Nicht gleich immer so einen Stempel draufdrücken, funktioniert, funktioniert nicht, passt, passt nicht, sondern einfach auch schauen, Was muss ich anders machen?

Vielleicht muss auch ich was anderes machen, um das optimaler zu lösen. Und einfach up-to-date zu bleiben, aber auch nicht gleich sich ins Boxhorn jagen lassen. Und vor allem auch in den sozialen Medien, die sozialen Medien sind immer überflutet von solchen Menschen, die sagen, Google ist tot, ChatGPT ist tot, ah ja, SEO ist tot.

Übrigens falls ihr nicht wisst, SEO ist tot, also die Suchmaschinenoptimierung. All diese Dinge und das lasst euch bitte nicht durch all diesen Mist völlig verunsichern. Was ihr vielleicht heraushören könnt, ist, dass es wirklich andere Entwicklungen auch gibt in diesen Bereichen, weil meistens ist das der Hintergrund für solche radikalen Aussagen.

Aber die Leute die solche Aussagen treffen, treffen die nur deswegen, damit ihr einschaltet und damit das Video anschaut oder den Trainer holt der euch dann verklickert, dass eigentlich ihr eh alles machen, so und so machen könnt. Also lasst euch auch nicht da zu stark verunsichern, aber beschäftigt euch damit.

**Eliot Mannoia:** Ja, ich würde auch da hinzufügen, das habe ich heute in einem Workshop gehört, das fand ich sehr, sehr spannend von einer der Teilnehmer, dass die Geschäftsführung da auch irgendwie eine verbindliche Rolle nimmt und sagt, okay, wir investieren, es kann auch Zeit sein, also es muss nicht nur finanziell sein, aber wir investieren Dass unsere Mitarbeiter halbe Stunde in der Woche oder halbe Stunde im Monat einfach sich damit auseinandersetzen können. Denn wenn sich

**Manuela Machner:** Definitiv

**Eliot Mannoia:** damit auseinandersetzen kann, dann kann man sich auch für die Zukunft viel besser vorbereiten als nur eine Geschäftsführerin oder Geschäftsführer oder nur die IT-Abteilung. Weil eine IT-Abteilung oder

**Manuela Machner:** ganz

**Eliot Mannoia:** ja, wenn nur

**Manuela Machner:** Geschichte.

**Eliot Mannoia:** Ja, aber wenn nur drei, vier Personen in einer Organisation sich mit der Zukunft befassen, dann ist das für das ganze Unternehmen auch nicht so zukunftssicher. Und deswegen, wenn man die Personen enabelt in einem sicheren Rahmen natürlich mit Richtlinien, sie, so gesagt, ein bisschen erforschen können und neue Möglichkeiten, ob das für ihre Finanzabteilung für ihre HR-Abteilung, für das Marketingabteilung, dann können sie auch für das Unternehmen die Zukunft ein bisschen... Ja, versichern.

**Manuela Machner:** Dazu machen wir eine eigene Podcast-Folge. Weiter geht es bei mir, würde jetzt schon wieder losgehen.

**Eliot Mannoia:** Okay.

**Manuela Machner:** Da müssen wir eine Podcast-Folge machen. Also wir werden sicher über das eine Podcast-Folge machen, weil das ist etwas, was wir in den Unternehmen haben. Die Situation sehr oft, von wem geht es aus? Die Innovation, die KI-Geschichte wie viel Platz hat man? Und ich glaube, da haben wir genug zu reden und glaube ich auch gute Insights zu geben, wie ihr das am geschicktesten auch angeht im Betrieb.

Ich glaube, das ist eine eigene Podcast-Folge wert.

**Eliot Mannoia:** Sehr gut.

**Manuela Machner:** Vielen Dank. Da wissen wir dann schon wieder was wir das nächste Mal reden, wenn es dann wieder heißt Mind und Machine. Lasst euch nicht ins Boxhorn jagen, bleibt neugierig ihr müsst nicht jeden Tag das Tool wechseln aber beobachtet trotzdem die Entwicklung und tut eure KI-Kompetenz, also zumindest wie ihr mit KI sprecht oder schreibt euch damit befassen, weil das ist egal, mit welchen Systemen das macht.

Wir sehen oder hören uns zum nächsten spannenden Thema, zum Thema KI und emotionale Intelligenz. Alles Liebe, macht's gut.

**Eliot Mannoia:** Super. Ciao, ciao, grüß euch.