Amira Awad, Juristin, Journalistin und Teach for Austria-Alumna, spricht über Sichtbarkeit, KI und wie junge Menschen ihre Stimme in einer KI-geprägten Welt finden.
In dieser Folge beleuchten Manuela Machner und Eliot Mannoia, wie KI und Sichtbarkeit unseren Alltag bereits verändert und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Konkrete Beispiele helfen, das Thema greifbar zu machen.
Manuela Machner
Technologie allein löst keine Probleme. Wer KI und Sichtbarkeit sinnvoll nutzen will, braucht auch die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu bewerten, Beziehungen zu gestalten und ethisch zu urteilen. Emotionale Intelligenz ist der menschliche Faktor.
Eliot Mannoia
Kleine und mittlere Unternehmen müssen nicht auf große Budgets warten. Gezielte Pilotprojekte, klare Ziele und schrittweise Einführung machen KI und Sichtbarkeit auch für KMU zugänglich und wirtschaftlich sinnvoll.
Manuela Machner
Indem sie KI als Werkzeug verstehen, nicht als Ersatz. Amira Awad betont, dass die eigene Perspektive und Erfahrung das sind, was KI nicht replizieren kann. KI kann unterstützen, aber die Stimme muss authentisch bleiben.
**Eliot Mannoia:** Hi und willkommen zur nächsten Folge von Mind/Machine. Heute haben wir das Glück, einen tollen Gast bei uns zu haben, die Magister Amira Awad, auch eine Kindheitsfreundin von mir und ausgebildete Juristin, 20 Jahre als Moderatorin und als Journalistin tätig dann auch ein Jahr Teach for Austria, also wirklich an verschiedenen Perspektiven Ich freue mich sehr auf den ganzen Input heute und die Insights von ihr.
Wir haben Manuela Machner, die KI-Expertin auch im KI-Tourismus-Bereich und ich, Eliot Mannoia, digitaler Psychologe. Amira, super, vielen Dank, dass du heute dabei bist. Wie fing deine Reise an? Du hast dich zuerst für Recht entschieden, bist ausgebildete Magister im JUS und dann hast du einen anderen Weg eingeschlagen Das finde ich super.
Wie würdest du deinen Werdegang so beschreiben?
**Amira Awad:** Ganz so anders war der Weg gar nicht, weil man findet im Fernsehen Jetzt besondere im Journalismus recht oft Juristen Juristinnen, also das passt ja ganz gut. Aber ja, das war mir noch nicht klar, wie ich das Jusstudium begonnen habe. Ich wollte ursprünglich als Juristin arbeiten, das habe ich auch gemacht, ein Jahr in ein Jahr im Gericht und man mich gefragt ob ich eine Sendung moderieren möchte, das war damals noch in der Unterhaltung für das Gehversuche vor der Kamera..
Da habe ich das gelernt, das Handwerk sozusagen. Das hat mir recht viel Spaß gemacht. Und dann auch wieder zufälligerweise. Es kam dann immer so auf mich zu, wurde ich eingeladen zu einem Casting bei Puls4. Damals war das noch auch sehr gut für Nachrichten Was deshalb hat, weil eben... Die juristische Ausbildung und Nachrichtenpolitik, das war meins und ich bin ein sehr neugieriger Mensch, ich mag den Kick, ich mag Adrenalin und so habe ich das dann viele Jahre gemacht und zuletzt eben vier Jahre im ORF.
**Eliot Mannoia:** Was sind so die Herausforderungen, wenn man beim Fernsehen anfängt? Also ich stelle mir das, ich war vor kurzem beim ORF mit Studentinnen für ein Projekt von der FH St. Pölten, Universität von St. Pölten und der Teleprompter und so. Also ich muss schon sagen, du hast gerade einen Kick angesprochen, Adrenalin Wie geht man mit dieser Technologie um in Echtzeit und diesem Druck?
**Amirq Awad:** Ja, das
**Amira Awad:** Ist definitiv ein Thema. Insbesondere ich oft auch spät on-air war Also ich habe die ZIP-Nacht, Die ganze Schiene in ORF1 das waren mehrere Sendungen und du gehst dann wirklich 4-5 Mal am ins Studio. Ja der Teleprompter der ist eine Hilfe, auf den sind wir angewiesen und für den sind wir dankbar bei den Nachrichten, weil wir ja sehr kurzfristig auch unsere Texte noch adaptieren. Also das ist nicht so, dass wir da lang Zeit haben, uns auch vorzubereiten erarbeiten das, wir schreiben unsere Texte selbst, aber da ist sehr viel Information drin und deshalb gibt es diesen Usus, dass man bei den Nachrichten den Teleprompter hat.
**Eliot Mannoia:** Kommt es da zu neuen Begrifflichkeiten oder wie man verschiedene Länder oder Namen ausspricht Tue ich mir mit Englisch-Deutsch immer sehr schwer, wie on the fly, also man hat nicht die Zeit okay, da ist jetzt irgendein neuer Präsident oder was und plötzlich musst du in Echtzeit vom Teleprompter ja, wissen, wie man was ausspricht.
**Amirq Awad:** Ja, du Hast in der Regie ja Unterstützung, du bist nicht ganz allein im Studio Also im Studio schon eigentlich, mit dem Kameramann der Kamerafrau, mittlerweile sind das auch schon studio, wenn man keinen man sogar allein im hat, aber man hat die bei Wochenenddiensten gelaufen und habe selber auch noch adaptiert.
Und dann kannst du sendung, falls in der Regie auch niemand weiß, oder Sportler/Innen wie man Namen ausspricht aber es ist eben dieses
schnelle Reagieren, diese Stressresistenz ist gefragt und mich stresst eigentlich mittlerweile kaum mehr was.
**Manuela Machner:** Heute würde ich das vielleicht nicht mehr googeln, sondern ChatGPT die das vorlesen lassen oder sagen, wie würde man den Namen jetzt aussprechen. Also so über ich wie wenn ich englische Keynotes halte vorher gewisse Begrifflichkeiten So kann sich das jetzt auch durch Hilfe von KI verändern, oder?
**Amirq Awad:** Absolut, ja, ich bin mittlerweile sehr viel mit ChatGPT in Kontakt, sagen wir so.
**Eliot Mannoia:** dir auch? Ich habe gedacht da redest du mit mir. Mit dir auch?
**Amirq Awad:** Ja, aber das war eben vor ein paar Jahren für mich noch nicht der Fall. Ihr kanntet das vielleicht schon, aber ich kenne das noch nicht so lange
**Eliot Mannoia:** Wie nutzt du es schon professionell auch, also bei Recherchen oder wie ist es momentan eine Unterstützung für dich?
**Amirq Awad:** Ich nütze ChatGPT ganz viel. Ich Habe es insbesondere bei Teach for Austria eigentlich kennengelernt. Die haben uns auch wirklich Prompts beigebracht, wie man Stunden planen kann sehr große Hilfe und Ich denke, dass man mittlerweile, wenn man ChatGPT nicht verwendet einen Nachteil hat. bin, was Technologien angeht nicht sehr offen, muss ich sagen, aber es ist so hilfreich, dass ich es einsetze. Ich setze es auch ein für Moderationsscripts ich setze es für ganz viel ein, für Rezepte Das beste Palatschinkenrezept ever habe ich von ChatGPT,
**Eliot Mannoia:** Oh jetzt bin ich neugierig.
**Amirq Awad:** Ich schicke es dir nachher. Mein Sohn macht die jetzt immer, diese Palatschinken.
Es ist ganz simpel. Also es ist nicht mehr wegzudenken bei all den Gefahren die es natürlich mit sich bringt und da gehört auch noch einiges reguliert, aber ich glaube, man hat wirklich einen Nachteil wenn man es nicht verwendet.
**Manuela Machner:** Aber das Spannende ist, mir kommen zwei Fragen. Das Erste, was hast du unterrichtet und was ist das überhaupt für ein Projekt Also ich bin da jetzt nicht involviert. Ich kann mir jetzt gar nichts darunter vorstellen, was du da unterrichtet hast. Und die zweite Frage ist, es ist ja gerade in den Medien das Thema KI immer ein bisschen eine Hassliebe sage ich jetzt einmal.
Auf der einen Seite natürlich, es erleichtert Robocams und Recherchetools und so weiter helfen einem ja auf der einen Seite auf der anderen Seite ist ja die Angst, Dass die Menschen zu den Daten und Informationen über die Medien kommen, ohne die Medien echt noch zu konsumieren und Medien aber auch davon leben, dass sie ihre Werbeeinnahmen von der Seite bekommen.
Und die zwei Fragen sind jetzt bei mir gerade aufgebobbt. Magst du mir mal erklären, wie das mit diesem Austria Teaching funktioniert hat oder was das für ein Projekt ist oder war?
**Amirq Awad:** Teach for Austria gibt es seit 12, 13 Jahren in Österreich,
Das gab es vorher schon im Ausland geht es darum, dass man Quereinsteiger in Schulen schickt, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Das sind in den Ballungsräumen in Österreich die Mittelschulen, also in Wien ganz besonders.
Und dass man uns da als Fellows im Sinne der Bildungsgerechtigkeit einsetzt. Also wir teilen alle gewisse Werte und wir sind alle akademisch wir haben alle ein Bildungsrecht Ein Auswahlverfahren bestanden, wo auch auf Persönlichkeit geschaut wird. Und gehen, auch Vielfalt zu repräsentieren das war auch in meinem Fall für mich auch eine persönliche Motivation, und da auch einen frischen Wind in ein geschllossenes System zu bringen und das Programm ist auch zeitlich begrenzt angesetzt, also die Idee ist dann schon auch, dass man auch wieder spannende Erfahrungen dort gesammelt des war eine Zeit, die ich nicht missen möchte, das war für mich auch als jemanddie sehr lange , eingeordnet und berichtet hat eine sehr schöne Erfahrung wirklich ins Feld
zu gehen und da zu sein, wo Gesellschaft passiert.
**Manuela Machner:** Hast du da Fachunterricht Deutsch oder wie kann ich mir das vorstellen?
**Amirq Awad:** Deutsch ist naheliegend als Journalistin also ich habe Deutsch unterrichtet. Als Juristin wurde ich aber nicht zertifiziert. Das bedeutet, dass ich da auf einem sehr niedrigen Gehaltslevel auch eingestuft wurde, weil Juristin... Die meisten sind fachfremd aber Deutsch habe ich unterrichtet und dann bekommt man in den mittelschulen noch ein paar Fächer dazu also, dass man Fachfremd unterreichtet ist elbstverständlich. Ich habe dann noch Biologie unterreichtet was mir sehr
getaugt hat
dann, werken und Kunst hat Werken hat mir auch getaugt,
**Manuela Machner:** Oh.
**Amirq Awad:** Kunst hat mich teilweise immer gedacht, naja, also das habe ich dann auch wieder versucht, thematisch ein bisschen zu machen, Frida Kahlo mit Frauenbildern und so. Aber es ist möglich. Die große Challenge in den
Schulen ist ja die Aufmerksamkeit der
Kinder zu halten.
**Eliot Mannoia:** Ich habe ja dann auch ein Interview von dir gesehen im Fernsehen wo du erzählt hast von einem Ereignis, das sich da wirklich auch sehr geprägt hat. Ein Schüler, glaube ich, hat dich dann auch außerhalb der Klasse ist auf dich zugekommen, oder?
**Amirq Awad:** Ja hast du gut recherchiert. Ja, ich erzähle immer wieder seine Geschichte, ich bin mit ihm auch in Kontakt, er ist für mich so ein Beispiel dafür, was auch Wertschätzung für den Unterschied machen kann, wobei ich auch nicht weiß wie seine Geschichte ausgehen wird, das wissen wir noch nicht, er ist 17, er war 16-jährig war er da in einer vierten Klasse aus einem arabischen Land
mit seinem Bruder und seiner Mutter geflohen vor ein paar Jahren.
nach Österreich und aus meiner Sicht ein Bursch mit unglaublich viel Potenzial aber traumatisiert und in einer Rolle auch, die ihn sehr überfordert hat.
Und er hatte auch seine Themen mit der Polizei, also er hat immer wieder Probleme gehabt
gemacht gehabt und aber dann seiner Mutter versprochen, das wird er nicht mehr tun und eines Tages holt mich aus dem Lehrerzimmer und Berichtet mir weinend etwas und ich versuche ihn zu beruhigen dann läuft er mir davon auf die Toilette, ich laufe ihm nach gehe natürlich da nicht rein, weil es auch die Herntoilette war, also die Bubentoilette, und er schlägt mit der Faust dermaßen gegen die Wand, dass er sich mehrfach die Hand bricht. das war für mich so ein So ein einschneidendes Erlebnis und so berührend und traurig zugleich, weil er so hilflos ist in seiner Situation, er kann seine Emotionen nicht regulieren und er ist so traumatisiert, dass er jetzt mittlerweile statt dass er jemand anderen verletzt sich
selbst verletzt weil er nicht weiß
wohin mit diesen Emotionen. Er ist betreut Die Schule versucht ja da auch wirklich zu schauen und er ist im Integrationshaus und es gibt Unterstützung, aber dann letztlich halt wieder auch nicht genug. Es fehlen die Ressourcen. Und er ist für mich jemand, der, wenn man ihn on track bringt, ein großer Benefit
für unsere Gesellschaft bekommen kann Weil er ist sehr sozialkompetent sehr feinfühlig, ein gescheiter Bursche.
**Eliot Mannoia:** ich kann mich erinnern, als ich das gehört habe, und das habe ich eigentlich nicht jetzt für diese Folge recherchiert sondern das habe ich, glaube ich, vor Monaten schon, also das dann wirklich auch im Fernsehen erzählt hast, hat mich das sehr bewegt. Also toll, du setzt dich da, du bist ja erstens auch eine Mutter von drei Menschen. Und setze ich da auch für Vielfalt auch bei Diversity Ball, habe ich gesehen, hast du auch moderiert. Also sehr vielfältig auch, was du alles machst und deine Erfahrungen Wie sieht jetzt die Reise für dich aus? Du hast jetzt 20 Jahre Redaktion gemacht, Moderation, Journalistin jetzt auch diese Lehrerfahrung in the field, wie du das so schön gesagt hast, im Feld.
Wie hat dich das jetzt so geprägt, was ist jetzt der nächste Schritt für Amira?
**Amirq Awad:** der letzte Schritt war der Schritt in die Selbstständigkeit, also ich versuche das alles was ich jetzt so in den letzten, also wann war ich fertig mit dem Studium mit 24 also in den letzten 22 Jahren abseits von meiner Ausbildung erfahren habe,
versuche ich jetzt zu integrieren und bin selbstständig und biete Workshops an, ich moderiere nach wie vor Veranstaltungen natürlich, das habe ich immer schon nebenbei gemacht, ich bin als Speakerin unterwegs, mir geht es sehr stark um Empowerment von Kids mit Migrationshintergrund und Frauen und Mädchen Weil das einfach auch meine Story ist.
Also das ist das, was mich auch persönlich bewegt, die Zugehörigkeit, Belonging, Sichtbarkeit. Das ist das, was ich jetzt mir gerade selbstständig aufbaue. Schauen wir mal, ob das funktioniert. Sonst gehe ich früher oder später eh wieder in ein System zurück. Aber es passt jetzt auch gut, weil mein Jüngster ist im Gymnasium und der braucht mich auch als Mama.
Da will ich auch da sein für ihn und ich bin jetzt flexibel Ich kann mir meine Zeit gut e
**Manuela Machner:** Was mich interessieren würde, ist, wie siehst du die Entwicklung da gerade im Zusammenhang mit der ganzen technologischen Entwicklung? Also Integration, wenn ich jetzt auf das Thema abschweifen darf, aber Integration. Ich habe das Gefühl, dass zum Beispiel eine der großen Barrieren die wir tatsächlich haben, gerade in Brennpunktschulen oder Plätzen, ist Ja, auch die Sprachbarriere und dass wir ja in Zukunft mit den Möglichkeiten, die sich einfach technisch bieten, dass man eine 1 zu 1 Übersetzung vielleicht hat, vielleicht nur mehr Airpods drinnen hat und dann höre ich und verstehe ich, was der sagt.
Dass Bildung vielleicht oder auch das Verständnis besser wird, weil ich sage immer, ich habe das Gefühl, wenn du in einer Volksschule einen Schüler hast, der nicht Deutsch versteht kann das ein Mathe-Genie sein und der wird scheitern weil er einfach nicht die Möglichkeit hat, das zu verstehen, was die Lehrerin da in Deutsch erklärt und da kann auch die Lehrerin nichts dafür, weil sie einfach bei 30 Schülern und vielleicht 10 Sprachen in der Klasse nicht in der Lage ist, das zu Das sozusagen zu übersetzen und in irgendeiner Art und Weise rüber zu bekommen.
Und ich glaube, dass viele Probleme dadurch auch entstehen dass sie, wie soll man sagen, eigentlich unterfordert sind, weil sie ja das Potenzial das sie haben, gar nicht ausschöpfen können, nie ein Erfolgserlebnis haben, weil es eh nie passt und nie richtig ist und nie ist und dass dadurch vielleicht eine Spirale entsteht die eher negativ ist.
Und wenn wir es schaffen würden, das sozusagen... Vielleicht auch mit Hilfe von Technologie zu überbrücken, dass man da vielleicht etwas entschärfen kann.
**Amirq Awad:** Ja, ich finde den Ansatz spannend. Also so habe ich das noch nie gesehen. Ich habe das vor kurzem gehört, dass es diese simultane Übersetzungsmöglichkeit gibt, oder geben wird, schon gibt. Das finde ich grundsätzlich total spannend, wenn es dann aber dazu führt, dass wir nur mehr
in unterschiedlichen
Sprachen miteinander kommunizieren, halte ich es für zwischenmenschlich problematisch. Im Klassenraumsetting, also ja, du hast die Herausforderungen ja angesprochen, die Situation ist die, dass wir stehen in der Regel zu zweit drinnen in den Mittelschulen und wir haben Schnitt ein Kind, das Deutsch als Familiensprache hat, das heißt ja, die meisten beherrschen die Sprache nicht sehr gut, wir haben ganz unterschiedliche Niveaus wir unterrichten nach einem Lehrplan, der für Kinder mit Familiensprache Deutsch geschaffen ist, also das ist ja alles recht widrig von den Bedingungen her und wir können die Needs der Kinder nicht wirklich bedienen, das stimmt.
Wenn ich mir jetzt aber vorstelle es sitzt dann jeder mit seinen Airpods in der Klasse, die ja eben auch eine Gemeinschaft ist. Ja, also gerade Mathematik würde sich wahrscheinlich eignen aber so vom Gefühl her, wie gesagt, ich bin jetzt erstmals mit dieser Idee konfrontiert, gefällt es mir nicht so gut. Weil wir wollen ja die Interaktion wir wollen den Austausch wir wollen, hängt dann auch wieder ab vom Alter der Kinder. Die jungen Kinder lernen auch sehr schnell in der Interaktion. Aber es
fühlt sich ein bisschen isoliert
an.
**Manuela Machner:** Naja, sie könnten Ja, auch untereinander dann sich verstehen. Also rein in Theorie hätte ich es ganz spannend gefunden, den Ansatz. Deswegen wollte ich deine Meinung dazu hören. Ich habe auch schon das Feedback gekriegt naja, dann muss gar keiner mehr Deutsch lernen, wenn er das hat. Ich bin mir aber nicht sicher, wenn ich irgendwo ein Erfolgserlebnis habe, dass ich dann vielleicht auch bereit bin, andere Dinge zu lernen, wenn ich...
Ich habe einen Wert, also ich bin gut, ich kann etwas. Also das fände ich dann einfach einen spannenden Ansatz und eben auch Technologie dazu zu verwenden, fände ich. Also es ist zumindest möglich, technologisch gesehen, das zu handeln.
**Amirq Awad:** ich verstehe was du meinst es müsste
reguliert werden
es dürfte nicht überhand nehmen, alles was jetzt gerade passiert, es müsste gezielt eingesetzt werden und die Sprachlosigkeit der Kinder ist natürlich ein Problem und da könnte man helfen, ja.
Es war jetzt
auch glaube ich vor ein
**Eliot Mannoia:** paar Wochen oder schon einen Monat auch eine spannende Studie in den USA, wo sie, glaube ich, 800 Lehrerinnen und 1000 Teenagerinnen befragt haben. Und da hatten sie 20 Prozent,
also ein in
fünf Personen, hatten eine entweder selber eine romantische Beziehung mit der KI oder kennen wen. Wie siehst du das, wenn du jetzt auch auf diesen Schüler, den du vorher angesprochen hast, mit emotional regulation, Teenager vermehrt sich auf KI stützen oder kümmern Ja, was löst das in dir aus nach den Erfahrungen, die du gemacht hast?
**Amirq Awad:** Und was mir jetzt dazu einfällt ist eine persönliche Erfahrung, die ich mit meinem Freund Chat gemacht habe. Also er hat mir bei der Vorbereitung für eine Arbeit so geholfen dass ich mir viele Stunden erspart habe. Ich war wirklich baff, ich habe ihn gefüttert und das hat so gut gepasst, dass ich wirklich eine Emotion der Dankbarkeit gefühlt habe.
Nämlich echt. Diese Emotion war da. Und da habe mir dann gedacht, ui. ui. Ja, wenn KI Ersatz wird für echte zwischenmenschliche Beziehungen, glaube ich, also ich glaube, es kann die nicht wirklich ersetzen. Und sollte es auch nicht. Und ihr kennt ja bestimmt die Geschichte mit dem jungen Mann, der sich in den USA selbst umgebracht hat und KI hat ihn da großartigst angeleitet da haben sie ja jetzt auch einiges verändert, aber es birgt schon sehr große
Gefahren und was es auch tut das kann ich aus eingenen Erfahrungen sagen,
es bestärkt einen schon auch sehr stark in dem,
was man von ihm will, das heißt wie viel Reflexion, wie viel Learning ist da auch wirklich drinnen
**Manuela Machner:** Ich glaube, dass das ein wichtiger Faktor in der Ausbildung ist. Ich habe jetzt so ein gutes Video gesehen, wo die Mutter sagt, jetzt sagt mir mein Bruder... Der 17-Jährige hat mir gesagt, jetzt wird es mal Zeit, dass du Wäsche wäschst, damit du checkst wie man das macht im Haushalt. Und er hat gesagt, geh Mama, wenn ich das brauche frage ich ChatGPT.
Und dann hat sie es auch aufs Exempel gemacht und gesagt, so, da ist der Wäschekorb, jetzt fragst du ChatGPT, was du machen sollst. Und dann hat er halt hin und her und versucht, das nachzustellen. Es hat natürlich schon irgendwie geklappt aber es war halt, wie soll man sagen, der Prozess war verhandelt Für eine Mutter, oh mein Gott, jetzt macht eine Waschmaschine mit zwei Handtüchern, weil Herr Tschetschebiel gesagt hat, du musst trennen nach Material und nach Temperatur und, und und und.
Also die Realität verändert sich vielleicht dadurch auch, weil es aus der Theorie alles kommt, also nicht aus der Praxis diese ganzen Geschichten. Und ich glaube gerade genau diese Anleitung, wie gehe ich eigentlich damit um, was da rauskommt. Und damit auch solche tragischen Fälle nicht passieren, weil die Algorithmen verstärken ja, ja ja.
Das, was du bist oder das, was du machst oder das, was du fragst eher. Und je nachdem was für Systeme man nutzt Es gibt Ja, durchaus auch für Teenager so Chatbot-Systeme wo sie auch festgestellt haben, dass sie Die Teenager davon abhalten, soziale Kontakte zu machen, weil sie es im System behalten wollen, diese Chatbots.
Also die sagen dann wirklich, wenn das Kind sagt, ja, jetzt treffe ich mich mit der Freundin. Na, willst du wirklich schon gehen? Na willst du nicht weiterreden Ich vermisse dich ja und was weiß ich. Also wirklich auf diese emotionalen Ebene zu kommen. Und ich glaube, da ist ganz wichtig, dass die Jugendlichen und Kinder lernen, was das alles da ist Tut, macht, kann und was der Hintergrund ist.
Der Hintergrund ist in Wirklichkeit Werbezeit vielleicht zu verkaufen oder einfach sagen zu können, so und so viele Minuten wird mein Tool genutzt um irgendwelche Sponsorgelder zu kriegen und nicht um dem Kind was Gutes zu tun.
**Amirq Awad:** Ja, das ist Wissen das fehlt. Das fehlt. Du bist Expertin. Es fehlt unglaublich viel Wissen der Staates hinterher mit Regulieren. Es ist so schnell, wir kommen alle nicht nach oder die meisten kommen nicht nach. Ja, große
Chance aber
auch große Challenge.
**Eliot Mannoia:** Wie siehst du mit
deiner Expertise in Medien.
Erfahrung dann in der Schule dieses Jahr? Also mit so Hashtag Deepfakes und Fake News und so weiter. Was war deine Erfahrung dieses Jahr mit den Schülerinnen in Bezug auf deine Medien-Expertise
**Amirq Awad:** Wir haben regelmäßig Medienstunden und ich habe mit ihnen Medienstunden gemacht, wo es genau um diese Themen auch ging. Sie sind schon recht aware, also Sie wissen das schon, ja, Sie
wissen, dass da vieles stattfindet, das nicht ok
ist, Sie wissen auch, dass Sie in einer Bubble sind, ich habe zu Ihnen teilweise auch nur Zugang gefunden, weil ich selber einen Sohn habe in Ihrem Alter, der diesen ganzen Wahnsinn permanent von sich gibt, und ich gewusst habe, worum es geht, und Frau Auer, Sie kennen das auch und Sie wissen das auch, wo Sie dann...
Dinge wiedergeben, diese Brain-Rot-Geschichten, die teils anti-islamisch sind und es nicht
wissen, weil
das Wort Sahur vorkommt und es ist arabisch. Und waren dann auch dankbar, dass es ihnen jemand einordnet. Sie brauchen da glaube ich schon mehr Leute, die sich damit beschäftigen und mit ihnen Das hat ihnen sehr gefallen. Ich glaube, sie spüren das auch, dass sie da in einem Space sind der nicht ganz sicher ist.
**Eliot Mannoia:** Wie siehst du da die... für die Medien, wie... Können Sie sich da am besten anpassen an dieser neuen KI-Zeitalter wo jeder jetzt wirklich mehr und mehr Content, also mit Social Media konnte man schon sehr viel Content produzieren aber jetzt kann man mit KI auch schon wirklich Videos und Texte und so viel produzieren Wie siehst du da die Rolle von den Medien, wie ist die Evolution da?
**Amirq Awad:** Die Rolle vonden klassischen Medien ist ja in der Demokratie Von insbesondere Qualitätsmedien immer eine ganz wesentliche gewesen und das ist ja jetzt auch eine, die Demokratie kommt ja zunehmend unter Druck, auch Weil die klassischen Medien, die Qualitätsmedien nicht mehr rankommen an die Menschen und insbesondere nicht mehr an jungen Menschen kommen. Ich erzähle ganz gerne das Beispiel jetzt vor
kurzem. Ich habe mich
für das ORF-Interview herausgeputzt, ich habe mich vorbereitet, ich sitze eine Stunde in der Maske und gehe da ganz anders rein als beispielsweise in ein Interview von einer Chefredaktion auf Instagram. Die Chefredaktion heißt das, das ist ein Medium, wo die Jugendlichen selber Beiträge machen, auch ein Qualitätsmedium, ja sehr gut, in das bin ich ganz anders viel lockerer auf einer Parkbank sitzend ungestylt hineingegangen und was wurde mehr geschaut? Das Video von der
Chefredaktion. Also ich bin selber noch
in diesem Mindset, das Fernsehen das Studio der ORF, dass das eine größere Reichweite hat als das, was online passiert. Das ist nicht mehr so. Unsere Generation tut sich damit irrsinnig schwer, aber das ist nicht so. Und jetzt ist es natürlich an der Zeit, dass die in Führungspositionen sitzen im TV, in der Presse wie auch immer, dazu stehen und junge Menschen
damit beauftragen das umzusetzen, weil ich habe den Eindruck, dass wir das nicht mehr tun uns sehr schwer damit, die Jungen zu erreichen.
**Manuela Machner:** Und ich glaube, was so wichtig ist, ist, dass es noch irgendwo neutrale Plattformen gibt oder Informationsquellen gibt, wo es die Möglichkeit gibt, die Information auch im digitalen Raum abzurufen, weil gerade wenn du jetzt Instagram, TikTok oder was auch immer hernimmst, du weißt Ja, gar nicht mehr, was wahr ist und mir geht es so dass ich, Jetzt mehr reguläre Medien wieder konsumiere, seitdem diese ganze KI-Entwicklung passiert.
Einfach deswegen, um zu überprüfen, irgendwas, was ich gesehen habe, kann das echt gewesen sein. Und da kriegt aus meiner Sicht ORF jetzt wieder eine ganz andere Bedeutung in der Wahrnehmung Und ich glaube, dass das in Wirklichkeit durchaus auch für Generationen sind, die vielleicht schon älter sind. Ich glaube nicht, dass alle Älteren jetzt ORF schauen, sondern halt andere Dinge.
Aber dass wir alle dieses Trust brauchen, diesen Beweis irgendwo brauchen. Und darum ist wichtig, dass genau solche Kanäle offen sind und auch im Stil offen sind für die Leute, die dort sich bewegen. Weil wenn ich mir ein TikTok-Video anschaue und das TikTok-Video vom ORF, Achtung da gibt es jetzt die Warnung, gestern ist wieder irgendwas rausgekommen Dann habe ich das Gefühl, okay, nein, das muss ich mir jetzt anschauen und dir glaube ich das, ich muss nicht noch verifizieren, stimmt das, was da irgendwer behauptet hat.
**Amirq Awad:** Ja, so wünscht man sich das ja, aber das
sagst
jetzt du und nicht der Jugendliche oder die Jugendliche. Das heißt, sie brauchen wirklich dieses Bewusstsein, das muss ihnen jemand sagen. Es muss Ihnen wirklich jemand sagen, dass Sie da kaum etwas glauben können und dass Sie sich nur auf gewisse Medien verlassen können.
Ich habe das
mit ihnen auch besprochen, was spricht von einem zuverlässigen Account,
was nicht, dass Sie da ein Gefühl entwickeln dafür. Und es ist natürlich auch wichtig, dass die Qualitätsmedien Präsenz zeigen und das auf eine Art machen die ankommt. Das macht die ZIP ja, TikTok-ZIP und Insta Die ZIP 100 habe ich ja auch gemacht, das war Teil meiner Schiene.
Die haben wir in einem Social-Media-Studio gemacht, also das war der unaufwendigste Teil des Tages. Die wurde aber auch sehr viel gesehen. Die konnte man sich auf der blauen
Seite anschauen und eben auf Social Media war aber halt auch von der Qualität her das schlechteste Format, also alles heruntergebrochen auf 100 Sekunden aber wenigstens stimmt das was dort gesagt wird in der Regel,
**Eliot Mannoia:** Qualität über Quantität. Ich wollte auch gratuliere sagen zur Selbstständigkeit. Ich.
finde das echt toll. Manuela und ich haben ja auch diesen Schritt gemacht und ich freue mich wahnsinnig für dich. Wie wirst du diese Ansichten, also deine ganzen Erfahrungen und vielleicht auch deine Heavy-ChatGPT-Nutzung in deine Selbstständigkeit einpflegen?
Also was kann man sich unter deinem Angebot, das machst du ja mit deinen Herren, habe ich gesehen auf LinkedIn, gemeinsam, so wie ich das verstanden habe. Und ähm Was kann man sich bei den Workshops vorstellen? Um was geht es?
**Amirq Awad:** Also ich hatte zum Beispiel gestern einen Workshop mit Pädagoginnen und Pädagogen, Sexualpädagoginnen und Pädagogen überwiegend wo es ging um das Thema Sichtbarkeit, also der Vortrag hat geheißen Mitreden statt Zusehen, es ging um Beteiligung um Narrative, also es gab vorher einen Vortrag und im Anschluss einen Workshop, wo wir dann eben positive Gegen-Narrative zu den toxischen Narrativen entwickelt haben, wo es darum ging, dass wir uns auf Leitsätze einigen in Gruppen wo Wo es dann darum ging, um dieses Runterbrechen und darum, ein Narrativ zu finden, das ein positives ist, aber die
Toxik
rauslässt, also sprich nach moralischen, ethischen
Kriterien agiert, das nicht lügt. Ich glaube, das ist in Zeiten wie diesen ganz wichtig, weil wir überredet werden von toxischen Narrativen. Die toxischen Narrative haben es leichter weil sie unverschämt sind und mit Ängsten spielen. Darum ging es gestern beispielsweise. Ich bin ja auch Yoga-Lehrerin, Ausgebildete. Das lasse ich meistens unter den Tisch fallen, sollte aber dazu gesagt werden, weil du hast mich
eingangs gefragt, wie ich das alles schaffe. Ich schaffe
das nur, weil ich Yoga mache, ganz konsequent. Und weil ich atme und Selfcare betreibe. Und das ist in meinen Workshops auch sehr oft Thema. Yoga ist letztlich die beste... Basis also aus meiner Sicht für Performance, für Auftritt für Fokus, für Stimme Sprache. Ich mache ganz viele Übungen die ich aus meiner Yoga-Lehrerinnen-Ausbildung habe mit meinen Leuten.
Ich sage niemandem stell dich so hin oder stell dich so nicht hin.
**Eliot Mannoia:** Super, das habe ich nicht gewusst. Ich mache 18 Jahre schon Yoga, Ashtanga, aber ich bin kein ausgebildeter Lehrer, aber ich liebe Yoga, obwohl ich muss gestehen ich habe es zwei Wochen jetzt nicht geschafft und von vielen Sitzen ich spüre es so intensiv, also das Sitzen killt mich und Yoga ist wirklich, also da bin ich voll bei dir, Yoga ist so heilend besonders für unsere, für meinen Sitz, wie oft ich sitze einfach, ja.
Super. Okay, das habe ich nicht gewusst. Also was du alles machst, ist ein Wahnsinn. Toll Okay, also auch ausgebildete Yogalehrerin. Unterrichtest du auch oder tust du jetzt eher für dich das Yoga machen?
**Amirq Awad:** sage es ganz ehrlich, ich würde es sogar gerne anbieten, weil ich hätte ja jetzt als Selbstständige auch Zeit, aber es ist das Schlechtbezahlteste von allem, was ich anbiete. Das Moderieren wird sehr gut bezahlt Workshops sind nicht schlecht bezahlt Aber Yoga hat leider nicht dieses Standing, obwohl es aus meiner Sicht sehr wertvoll ist.
**Eliot Mannoia:** Ja, 100 Prozent bei dir. Welches Yoga machst du?
**Amirq Awad:** Unterschiedlich ist es aber schon dynamisch, also viel Vinyasa hat er sowieso, aber viel auch Atmung
**Eliot Mannoia:** Und das hast du dann auch in der Klasse einfließen lassen, also mit Atmung und so, hast du da auch?
**Amirq Awad:** habe das auch?
in der Schule mit den Kindern gemacht, wobei das wirklich nicht leicht ist mit Kindern. Ich habe mir das einfach vorgestellt. Also nämlich wirklich mit der ganzen Klasse. Ich habe es dann einmal gemacht in einem Setting, wo ich die Gelegenheit hatte, ein paar rauszunehmen die es machen wollten, also die sich freiwillig entschieden haben.
Das hat dann funktioniert. Aber es will halt nicht jeder Verrenkungen machen vor der Klasse. Aber ich habe die Kids immer wieder auf Planken lassen, gerade die Burschen hinten Planken lassen. Das hat super funktioniert, die waren dann einmal ruhig wenn sie
geplanked.
haben. Also Bewegung ist ganz wichtig, auch in der Schule
**Eliot Mannoia:** Gut. Und wie siehst du also die nächsten Jahre? du dich da wieder in den Schulen irgendwie mit Jugendlichen? Also ich weiß, du hast jetzt Workshops mit Pädagogen gemacht. Ist das so die Richtung? Eher in der pädagogischen Richtung oder möchtest du auch wieder in der Medienwelt oder ist es eine Mischung
**Amirq Awad:** bleibt bei mir eine Mischung
und mein Leben und auch meine
Karriere Soweit man das Wort noch verwendet, das war nie geplant, also es hat sich bei mir immer alles ergeben, ich habe nach wie vor das Vertrauen, dass es sich auch ergeben wird.
Mein Wunsch ist, dass es so ein großes Ganzes wird. So ein Sammelsurium aus Erfahrungen was ich gemacht habe und
das geht gerade gut auf, also ich werde auch angefragt von jenen die halt genau das wollen, was ich biete und was ich kann und wofür ich stehe. Deshalb passt das gut. Aber ich arbeite ja auch mit dem österreichischen Integrationsfonds zusammen, wo es auch sehr stark geht um Empowerment von jungen Frauen und das ist auch ein Bereich wo ich Workshopsgebe.
**Eliot Mannoia:** Was würdest du sagen, ist sogar die Hauptherausforderung in deiner Branche? Ich weiß, du hast jetzt nicht eine Branche aber in die Richtung, in die du gehst. Du hast angesprochen toxische Narrative Würdest du sagen, das sind die Hauptherausforderungen, die du gerade siehst? Oder siehst du da bei jüngeren Frauen oder Integrationsthemen? Was sind so für dich die Sachen, wo du sagst, wow, Diese Punkte, an die möchte ich jetzt wirklich arbeiten, gesellschaftlich privat.
**Amirq Awad:** Gibt es auch nicht einzelne Ich bin ein politischer Mensch einfach aufgrund der Tatsache, dass ich da als dunkelhäutiges Mädchen in den 80er Jahren nach Wien gekommen bin, einen arabischen Namen habe und bin ja halbe Österreicherin, hat das natürlich dadurch auch ein bisschen leichter weil ich die Sprache sehr schnell gelernt habe.
Aber diese Frau mit Migrationshintergrund und dann auch das Muttersein und Frau sein, auch ohne Migrationshintergrund, Und dann noch drei Kinder haben, das macht mich einfach politisch. Das macht mich politisch, weil ich mich auch phasenweise aufreibe einfach weil ich berufliche Ambitionen habe, weil ich Kinder habe, weil ich für sie da sein möchte.
Also ich bin ein politischer Mensch und das ist letztlich, also es geht mir um Sichtbarkeit ich habe es vorher schon gesagt und das zieht sich durch auf verschiedenen Ebenen Ich habe auch nicht umsonst Jus studiert Und da ging es mir auch darum, mich auch auf eine gewisse Art zu wappnen gegen Angriffe zu wissen, wo hat das Recht des Anderen noch auf. Welche Rechte habe ich? Ich glaube, auch Rechte spielen eine ganz große Rolle. Also es ist wirklich ein großes, großes Ganzes. Und ich bleibe halt
**Manuela Machner:** Wir sind das selbe
**Amirq Awad:** Also die Bühne ruft mich auf. Die Bühne ruft immer wieder.
**Manuela Machner:** Aber ich finde es cool, wenn du sagst von der Sichtbarkeit, weil ich kann jetzt den Migrationshintergrund nicht nachvollziehen, aber ich glaube gerade wir Frauen in der Sichtbarkeit sind halt sehr oft die fleißigen Bienen die im Hintergrund stehen, die in zweiter Ebene stehen, wir nehmen uns nicht so wichtig und deswegen kommunizieren wir oder stehen wir auch oft nicht diejenigen, die vorne sind und damit tun wir aber unseren, wie soll man sagen, den jungen Frauen auch nichts Gutes oder den nachfolgenden Generationen weil Ich finde es immer so spannend, wenn du gerade bei KI-Systemen anschaust, die Bias die entstehen.
Ja, sie arbeiten halt mit den Daten die im Netz sind. Und wie viele Daten stellen wir Frauen ins Netz mit unserer Sichtweise, mit unseren Datenhintergründen, mit unseren Meinungen Und wir leben halt weltanders und das ist ja nicht schlecht. Es geht ja nicht, was richtig oder falsch ist, sondern dass wir es auch kommunizieren.
Und da sind wir Frauen halt einfach sehr, sehr oft Sehr viel. Zurückhaltender und sagen, naja, ist ja nicht so wichtig, ob ich jetzt meinen Senf da dazugebe. Das Problem ist, dass wenn hundertmal der Senf von Männern zu einem Thema abgegeben wird und von uns nie, dann woher soll irgendwer wissen, was unsere Sichtweise ist?
Und ich glaube, das ist etwas, was wir auch auf der technologischen Seite wieder viel stärker machen müssen, weil ich erlebe schon, dass wir immer unsichtbarer im digitalen Raum werden. Oder unsere Meinungen oder unsere Meinungsbilder weil wir es vielleicht im persönlichen Gespräch kommunizieren, aber halt nicht im öffentlichen digitalen Raum.
Und ich glaube, das ist auch ein wichtiger Faktor den wir uns bewusst machen sollten. Und jetzt jede Zuhörerin, die zuhört ja.
Bitte gebt
eure Meinungen über eure Social Media Kanäle einmal breit und tut es nicht nur liken, wenn Katzenfotos kommen oder so. Das tue ich eh auch. Aber trotzdem auch zu sagen, ich habe eine Meinung und dazu stehen zu können.
Ich glaube, das ist ein wichtiger Faktor.
**Amirq Awad:** Sehr wichtig und ich finde das, was du gerade gesagt hast, so spannend, das ist mir gestern erst auf Ö1 zum ersten Mal begegnet Ich wusste das nicht, dass wir... Also die KI da auch für uns Frauen eine Chance ist auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite da einen großen Nachteil haben, weil ganz viel männlich gefüttert wird.
Das wesentlicher Punkt, das muss man sich auch noch anschauen.
**Eliot Mannoia:** So danke.
**Manuela Machner:** Beispiel, was ich erlebt habe, bei einem Chatbot gewesen, der Job-Descriptions sozusagen hergegeben hat. Also ihr könnt euch vorstellen, von wem das der Chatbot war. Und ich habe den getestet und damals habe ich auch gehabt, das war zu Beginn meiner Selbstständigkeit und ich bin aus einer Geschäftsführer-Position, Führerinnen-Position gekommen und gesagt, Ich habe den Chatbot gefragt, was sollte ich jetzt für einen Job machen oder was würdest du mir vorschlagen?
Und als ich gesagt habe, ich bin eine Frau mit diesem Alter und dieser Vorgeschichte also mit meiner Jobdescription, die ich schon hatte, hat er mir dann vorgeschlagen, eine Assistentin der Geschäftsführerrührung könnte ich doch angehen und so Assistenz Jobs. Und dann habe ich gedacht, komisch dann habe ich das Gleiche In einem neuen Setting, ich bin Mann also der komplett gleiche Inhalt, ich bin männlich, hineingegeben Und dann hat man mir vorgeschlagen, ich könnte in Aufsichtsräte gehen, ich könnte als Geschäftsführer agieren und, und und und.
Und das war damals eher eine Riesenaufregung. Also die Chatbots versuchen das eh hinzubekommen. Aber man muss ganz ehrlich sagen, da habe ich mir auch gedacht, das sieht man Wie schnell man dann sogar von den, also nicht nur von Menschen, sondern auch von Maschinen in irgendein Kassel gestellt wird. Und wenn man sozusagen auf die Empfehlungen und die jungen Menschen neigen ja dazu, solche Systeme sehr ernst zu nehmen.
Also wenn der mir eine Empfehlung gibt für mein Leben, wir sehen ja auch in den Statistiken dass KI-Systeme immer stärker zur persönlichen Entwicklung genommen werden. Und wenn das KI-System mir in der persönlichen Entwicklung als Hauptziel Assistenz gibt und nicht Aufsichtsrätin oder Geschäftsführerin, dann denke ich vielleicht, das ist mein Ziel.
Ich habe vielleicht die Option dann gar nicht am Schirm. Und deswegen ist es auch so wichtig, wie wir da hier mit Daten arbeiten.
**Amirq Awad:** Spannend ja.
**Eliot Mannoia:** Also da gibt es auch Studien, dass jedes zweite KI-Modell durchschnittlich einen Geschlechts-Bias und jedes vierte KI-Modell durchschnittlich einen Rassen-Bias und das sind ja nur zwei verschiedene Warum sollte eine ältere Person Schach spielen und eine jüngere Person Netflix schauen? Ich kenne eine Zehnjährige, die ist Schachmeisterin in Österreich.
Also es gibt sehr viele Biases wo wir halt auch da mit der KI und der Technologie Awareness Aufmerksamkeit brauchen.
vielleicht noch nicht gesagt wurde, wo du meinst, so zum Abschluss, ich wollte auch dazu sagen, ich bin ja mit einer alleinziehenden Mutter aufgewachsen, du kennst ja meine Mutter auch Amira, also ich finde das toll was du machst, ich habe da auch als Jugendlicher einiges so auch miterlebt. Was es so an verschiedenen Chancen für Frauen in den 80ern und den 90ern gab. Also 100% bei dir. es irgendwie noch so als Abschlusswort irgendwas, was wir vielleicht nicht angesprochen haben, das wichtig wäre?
**Amirq Awad:** gerade was Schule angeht vielleicht noch kurz Da braucht es noch viel Wissen auf Seite der Lehrkräfte und es braucht Regulierung. Allein auch die Laptops. Was haben die für Sicherheitsmaßnahmen? Ich habe immer beides hybrid eingesetzt. Ich bin nur in einem Alter, wo ich mich noch adaptieren kann.
Die Jüngeren können es noch besser, dann gibt es Ältere. Natürlich sind alle unterschiedlich flexibel, aber Ältere die wollen sich nicht mehr umstellen. Aber ich glaube, die Zukunft ist die Mischung. Und ich habe aber schon die Kids auch immer gebeten auch ihre Bücher dabei zu haben. Also Lehrmaterial ist der Laptop der aufgeladene, der meistens dann nicht aufgeladen ist, scheitert es dann eh schon dran, und die Bücher.
Und sie sollen sich auch in den Büchern zurechtfinden, sie sollen wissen, wie ein Inhaltsverzeichnis funktioniert. Und was ich schon gesehen habe, was mich ein bisschen erschrocken hat, ist, Kids sind süchtig. Also wenn der Laptop am Tisch liegt und man sagt ihnen, bitte schließt ihn, sie haben ihre Hände auf der Tastatur und machen ihn zu und bleiben drunter auf der Tastatur. Also die suchen wirklich schon diese Nähe der Tastatur, obwohl sie es nicht, also wir müssen echt auspassen mit Suchtpotenzial
**Eliot Mannoia:** Super,. Da gab es ja auch diese Studie am ORF mit dieser Klasse ich glaube in Niederösterreich, mit den 69 Schülerinnen, die freiwillig drei Wochen ihr Handy aufgegeben haben und was da für Entzugsentscheidungen auch aufgekommen sind. Also ganz, ganz wichtiges Thema. Super. Amira, vielen, vielen Dank für deine Einsichten und für deine Zeit Echt toll dich wieder zu sehen und super, was du machst.
Herzlichen Dank.
**Amirq Awad:** gefreut Danke euch. Ich finde es sehr spannend, auch das KI-Thema Wie gesagt, ich bin da auch immer sehr, sehr offen für Input. Geht auch raus. Use your voice. Das ist ganz wichtig.
**Eliot Mannoia:** vielen
**Manuela Machner:** dann Bis bald.
Danke, ciao, baba.
**Amirq Awad:** Ciao. Bis bald.