Manuela Machner und Eliot Mannoia analysieren, wie die großen KI-Konzerne zwischen Konkurrenz und Kooperation navigieren und was das für kleinere Akteure bedeutet.
In dieser Folge beleuchten Manuela Machner und Eliot Mannoia, wie KI-Marktmacht unseren Alltag bereits verändert und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Konkrete Beispiele helfen, das Thema greifbar zu machen.
Manuela Machner
Technologie allein löst keine Probleme. Wer KI-Marktmacht sinnvoll nutzen will, braucht auch die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu bewerten, Beziehungen zu gestalten und ethisch zu urteilen. Emotionale Intelligenz ist der menschliche Faktor.
Eliot Mannoia
Kleine und mittlere Unternehmen müssen nicht auf große Budgets warten. Gezielte Pilotprojekte, klare Ziele und schrittweise Einführung machen KI-Marktmacht auch für KMU zugänglich und wirtschaftlich sinnvoll.
Manuela Machner
Dass Kooperation oft effizienter ist als Alleingang. Manuela Machner und Eliot Mannoia empfehlen, Partnerschaften zu suchen, statt alles selbst zu entwickeln. KI-Ökosysteme bieten auch kleinen Unternehmen Zugang zu leistungsstarken Werkzeugen.
**Manuela Machner:** Konkurrieren oder Kooperieren? Gerade im Umfeld der KI. Wie wird die Zukunft aussehen? Also das ist das Thema, über das wir heute reden wollen. Ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf künstliche Intelligenz im Tourismus und habe das Unternehmen kinet.ai
**Eliot Mannoia:** Mein Name ist Eliot Mannoia, grüße auch von meiner Seite, digitaler Psychologe und ja, kooperieren, konkurrieren. Was ist so dein erster Gedanke dazu?
**Manuela Machner:** Also eigentlich hat man ja immer so das Gefühl, die Großen bekämpfen sich, also kaum gibt keine Ahnung, Open AI heraus, sie machen Videos, dann kommen die Videos von Google oder von Gemini und kaum sagt der eine, er kann Deep Research, macht der andere das wieder oder wie Anthropic begonnen hat mit MCP-Protokoll, also für alle, die die Sachen nicht verstehen, das ist völlig egal, aber wenn man es da in eine neue technische Besonderheit kommt, wo sich der eine vom anderen abheben will, dann ziehen alle anderen nach.
Also in Wirklichkeit muss man ja schon fast sagen, dass diese großen Player fast austauschbar sind, also in dem was sie machen für den Alltags qualität eigentlich ausreichend. dann erlebt man so Sachen wie in den letzten Wochen sehr sehr stark oder es wird einem bewusster, dass ganz spannende Konstellationen sind.
Also ich glaube das Thema dass Jetzt bei der Chip-Produktion, der Media mit OpenAI kooperiert obwohl OpenAI ja selbst Chips versucht zu produzieren, zeigt, dass es nicht alleine geht. Also das Gefühl habe ich, oder? Was meinst du?
**Eliot Mannoia:** Ja, auch sehr interessant. Ich beobachte ja auch die Großen und versuche dann auch in meinen Workshops zu erklären, okay, was sind so die großen Player und welche ihre eigenen haben. Und Microsoft hat natürlich ihre eigene KI und investiert in OpenAI. Dann haben wir Google, die haben mit Gemini ihr eigenes, aber investieren auch in Anthropic Cloud und sogar Mistral, das halt französisch-europäisch ist.
Hat auch Investoren wie Salesforce. Also es ist klassisch europäisch oder klassisch also es ist auch schwer zu sagen. Es vermischt sich wirklich mehr und mehr. Ich glaube, weil es einfach so schnell geht. Die Großen wollen ihre Risiken irgendwie vielleicht reduzieren, indem sie nicht, in Englisch sagt man, all eggs in one basket, also alle Eier in einem Korb.
Gibt es einen österreichischen Ausdruck?
**Manuela Machner:** ich
**Eliot Mannoia:** Nein.
**Manuela Machner:** Ich finde das einen sehr guten Spruch dass das Risiko dann sehr groß ist wenn der Korb fliegt. Momentan wird ja auch parallel diskutiert ob das ganze KI zumindest im Investorenbereich nicht so eine große... Bubble ist, die auch platzen wird, so wie wenn wir die Immobilienblase gehabt haben oder eh die Tech-Blase. Das heißt nicht, dass es technologisch einen Rückschritt geben wird. Ich glaube, davon geht keiner aus, sondern dass einfach diese ganzen Hoffnungsgelder die da investiert werden in den Markt, dass das der Wachstumsmarkt ist und immer weiter, weiter wächst. Also ich glaube, das ist auch jedem bewusst, dass das auch Der Wachstumsmarkt enden wollend ist, weil einfach die Menschenanzahl beschränkt ist, also nicht die Technologie, aber wie viele Menschen kannst du Technologie verkaufen und wie viel Wertschöpfung Steigerung ist grundsätzlich möglich, also ich glaube, da fließt so wie du gesagt hast, das definitiv hinein Was ich aber so spannend finde, dass sie sich gegenseitig beteiligen ist noch eine eigene Geschichte, also das man das macht, das finde ich ganz spannend.
Aber was ich schon wirklich spannend finde, dass so wie du gesagt hast, Microsoft hat ja Copilot, das ist ja ein Hintergrund ChatGPT, finde ich das immer so spannend, wenn die Leute mir sagen, nein, ich arbeite mit Copilot, nicht mit ChatGPT.
**Eliot Mannoia:** Naja, Microsoft sagt, dass es schon auch ihre eigene KI ist und ChatGPT. Aber ja, wie viel...
**Manuela Machner:** Das letzte Mal hat mein Mann mir angerufen und gesagt, da steht jetzt GPT-5 drüber und meine Kolleginnen glauben nicht, dass das was mit Chet-GPT-5 zu tun hat. Aber abgesehen davon, Microsoft ist ja beteiligt bei OpenAI, das muss man schon sagen. Da haben die auch
**Eliot Mannoia:** Etliche hundert Milliarden, ja.
**Manuela Machner:** sie haben ja Eigeninteresse, dass OpenAI oder ChatGPT gut funktioniert.
Und jetzt integrieren sie in ihre Microsoft Copilot Anthropic, was ja eigentlich ein voller Mitbewerber ist. Also sie wollen sich offensichtlich auch... Ich weiß nicht, qualitativ irgendwo absichern, also nicht nur finanziell, sondern schon auch sagen, okay, wer weiß, vielleicht sind die Player dann doch am Ende des Tages schneller, effizienter besser,
keine Ahnung. Also holen wir uns die auch ins Boot. Ja, das ist auch ein Wahnsinn, dass viele von diesen Unternehmen schon milliardenhohe Bewertungen hatten, bevor sie überhaupt ein Produkt haben. Also es gibt ja die eine von dieser Mira Moratti, die war ja die frühere CTO von OpenAI, die hat sich auch ihr eigenes gründet oder gegründet hat und dann auch ein anderer, da habe ich jetzt den Namen vergessen, der Safer ASI also der sich wirklich auf Safe Artificial Superintelligence fokussiert.
**Eliot Mannoia:** Ich glaube, der Alex, naja, kann ich den Namen nicht mehr erinnern aber ja, manche haben schon Wahnsinnige Bewertungen bevor sie überhaupt ein Produkt haben oder ein Service. Das wäre, ich glaube in den 70er 80er hätte man sich das nie gedacht. Wie kann man eine Bewertung haben, ohne etwas, was man wirklich sehen oder angreifen kann oder zumindest ausprobieren kann.
**Manuela Machner:** Man kann es ja bei Höhle der Löwen versuchen, wie das dann funktioniert
**Eliot Mannoia:** Ja, genau.
**Manuela Machner:** aber das Spannende finde ich ja, warum kooperieren überhaupt die Konkurrenten Also ich glaube schon, abgesehen jetzt von dem, was du sagst dass man sich auf mehrere Beine aufstellt, ist schon das Thema Ressourcenabhängigkeiten.
**Eliot Mannoia:** Mh.
**Manuela Machner:** Ich glaube dass jeden auch bewusst ist allein kann er das gar nicht stemmen. Und die Geschwindigkeit der Technologieentwicklung, denn auch wenn OpenAI sagt, wir wollen unsere eigenen Chips bauen, NVIDIA ist momentan einfach der Stärkste auf dem Markt, dann musst du dir glaube ich auch irgendwo absichern und sagen, naja gut, auch wer weiß, wie gut ich das auf die Reihe kriege, sage ich
**Eliot Mannoia:** Nein.
**Manuela Machner:** Und das, was ich noch interessant finde auf der Ebene ist schon die Sache, Haben wir dann irgendwann einen Einheitsbrei wenn jeder mit jedem immer gleich ähnlich kooperiert, dann ist es wirklich austauschbar.
**Eliot Mannoia:** Ja guter Punkt.
**Manuela Machner:** Gibt es dann in Wirklichkeit fünf Angebote und im Hintergrund das ist so wie die Waschmaschinen, die gebaut werden, wo die Marke oben steht und das wird alles in der gleichen Fabrik gebaut und das wird einfach das Bullauge ein bisschen anders angemalt und in Wirklichkeit hast du immer die gleiche Technik dahinter
**Eliot Mannoia:** also von Trainingsdaten sind sie eh, glaube ich, die meisten Modelle sehr ähnlich. Es ist dann halt immer das Feintuning und das Training, das Training
**Manuela Machner:** Dass es dann den Unterschied macht.
**Eliot Mannoia:** Das Rezept anders macht, so gesagt, vielleicht. Also schauen wir mal. Also ich glaube, eher auch, was wir mit DeepSeek gesehen haben, wie sie mit weniger gleich oder sehr Gutes gemacht haben.
**Manuela Machner:** Naja,
**Eliot Mannoia:** gibt es da schon noch...
**Manuela Machner:** abgeschaut haben und abtrainiert haben, angeblich, also vom Besten
**Eliot Mannoia:** genau.
**Manuela Machner:** Also es ist manchmal auch besser der Zweite zu sein, wenn du schaust was die anderen alles machen und dann einfach Copy and Paste machst, na ganz so einfach ist es nicht.
**Eliot Mannoia:** Ja ja. Nein, aber das passiert schon schnell. Also wir haben ein vergleichbares Beispiel mit Social Media. Facebook war ja immer und Instagram war ja schon immer so, wir zeigen weniger Marken und andere Leute, sondern die Leute wollen doch Familie und Freunde sehen. Also hat Facebook und Instagram immer priorisiert, dass man irgendwie sein Netzwerk eher sieht.
Und dann ist TikTok gekommen und hat gesagt, nein, das ist, Nicht, was die Menschen eigentlich wollen oder sie wollen es, aber was sie noch mehr wollen, ist 100% Dopamin-Entertainment. Und das TikTok-Format war so erfolgreich, dass Instagram es dann nachgemacht hat mit Reels, 1 zu 1 eine Kopie. YouTube hat es nachgemacht mit Shorts und Shorts von YouTube und Instagram Reels sind eigentlich im Grunde genommen TikToks.
Also kurzes Hochformat und andere Leute, also nicht die eigene Familie oder Freunde, sondern wirklich. Querbeet durch die Welt gemischtes Content. Also man sieht schon, wie dieses Kopieren sehr schnell gehen kann und wenn was erfolgreich ist.
**Manuela Machner:** Ja definitiv. Aber was vielleicht ein Learning aus diesem ganzen Thema, glaube ich, sein sollte für uns alle, ist, dass wir oder auch die Unternehmen Die viel, viel kleiner sind, sich ja viel, viel schwerer tun oder zumindest vom Gespür her mit diesen kooperieren. Also es ist schon ein bisschen schräg also wenn ich lese dass diese Großen die wirklich teilweise in direkter Konkurrenz zueinander stehen, Wege finden miteinander zu arbeiten, sich auszutauschen, sich gegenseitig nicht nur zu vernetzen sondern wirklich auch gemeinsam Zu nutzen, sich beieinander auch zu investieren. Und wenn man jetzt in der Realität schaut wie schwer das eigentlich in, ich sage jetzt in Kleinunternehmertum ist, aber auch in klassischem Unternehmertum, dass jeder sozusagen seinen Zaun aufbaut, ja, das ist mein Wissen, das ist jetzt mein Know-how, ich gebe dir nichts her, weil dann kannst du mich ja überholen und Und ich befürchte halt, dass wir viele von uns einfach einen Bauchfleck machen werden, weil das Wissen sich ja auch so vermehrt.
Also ich habe
**Eliot Mannoia:** Na?
**Manuela Machner:** glaube alle acht Monate, nagelt es mich nicht fest, war die letzte Studie, dass sich das Wissen auf der Welt dupliziert, also
**Eliot Mannoia:** Hm.
**Manuela Machner:** haben. Und irgendwer bildet sich ein, dass das Wissen innerhalb seines Zauns, Ausreichend ist, erstens und ich weiß nicht, ob du schaffst innerhalb deines Zauns das Wissen alle acht Monate zu duplizieren, wage Ja. bezweifeln, ja, und wie schwer es eigentlich ist, in der realen Welt da wirklich auch über den Zaun hinüberzuschauen und Kooperationen zu bilden.
**Eliot Mannoia:** Und das ist etwas, was glaube ich in Österreich, wo wir viel, viel, viel profitieren würden. Ich glaube, das ist vielleicht in den USA, wo man muss schon sagen, die Konkurrenz in den USA ist wirklich beinhart. Die können auch wirklich... Sehr wenig menschlich sein manchmal also so was ja manche großen unternehmen gemacht haben so aber das kooperieren können sie auch gut also sie können schon auch das bei beides ja also wenn man wenn man gegen sie konkurrent konkurrenten ist es dann sind sie ziemlich hart wenn man kooperiert dann machen sie das schon auch sehr gut da könnte man österreich schon noch viel also ich glaube ich Auch was du erwähnt hast mit kleinen Unternehmen, ich meine, schau uns zwei an, wir sind jetzt nicht direkte Mitbewerber, aber schon Überlappungen und was ich von dir lerne ist ein Wahnsinn, also auf jeden Fall mit dir kann ich mein Wissen auf jeden Fall immer anreichern und ja, dieses Gartenzaun-Prinzip das hält in dieser schnellen Zeit umso weniger als vielleicht früher.
**Manuela Machner:** Das glaube ich auch, ja. Also ich glaube, dass auch dieses, vielleicht auch dieses Bewusstseins mein Wissen ist so wertvoll, also wir haben ja immer in dieser, oder in den letzten Jahrzehnten ist es diese Wissensgesellschaft geworden, also vorher war eher diese Leistungsgesellschaft mit der manuellen Arbeit oder Dinge zu machen. parallel haben wir das in Wirklichkeit schon auch noch, aber es ist so hervorragend also was ich alles weiß und umso mehr Wissen mein Wissen ist unbezahlbar, mein Wert ist aufgrund meines Wissens so groß, und wenn wir jetzt ganz ehrlich sind, mein Wert, also das, was du bei mir lernst in den Kursen und auch beim Eliot wahrscheinlich, wenn du dich hinsetzt und sehr gezielt recherchierst oder irgendwelche Geschichten machst, Dann kannst du dir das auch selbst aneignen ohne dass ich es dir erkläre.
Also, das
**Eliot Mannoia:** der Mensch.
**Manuela Machner:** Ja, genau. Das Wissen wäre da. Das muss man sagen.
**Eliot Mannoia:** Ja.
**Manuela Machner:** Wir müssen da glaube ich, da auch ein bisschen vorsichtiger werden, dass wir glauben, unser Wissen ist es allein, das uns ausmacht sondern es macht dann halt auch den Unternehmer aus, der Wissen umsetzen kann. Das spielt, glaube ich, eine große Rolle.
**Eliot Mannoia:** Mhm.
**Manuela Machner:** Der auch offen ist, neues Wissen zuzulassen. Und da haben wir einfach das Thema Geschwindigkeit, da haben wir die Menge. Und da haben wir so Dinge, wo wir, glaube ich, in Zukunft viel stärker uns von den Großen abschauen müssen.
**Eliot Mannoia:** Ja, und auch um vernetztes Denken irgendwie zu fördern, weil ich glaube, das vernetzte Denken wird mehr und mehr wichtiger, weil auch, wie du gesagt hast, Sachen so schnell passieren können Und ich glaube, werde ich auf jeden Fall, dass du das auch sehr gut machst, weil du warst wirklich einer der Ersten die auch wirklich diesen Bezug zur Suche
**Manuela Machner:** Ja.
**Eliot Mannoia:** KI, wie beeinflusst das die Suche was hat das mit dem Hotelbetrieb zu tun, also du bist nicht nur KI, sondern du bist auch Tourismus, du bist auch Suche und Marketing und Kommunikation und das schafft man auch nicht nur durch Wissen sondern auch vernetztes Denken und vernetzt mit anderen Menschen und verschiedene Veranstaltungen oder verschiedene Inspirationen
**Manuela Machner:** Ja genau, und gerade so wie du sagst dieses Miteinander und dieses nicht nur Gegeneinander, also
**Eliot Mannoia:** Ja.
**Manuela Machner:** Nicht gegeneinander, also es macht null Sinn, wenn ich sozusagen mein eigenes Ding mache und nicht links und rechts schaue. Und ich glaube, dass wir uns aber, und das ist auch ein Lernprozess du hast das vorher, glaube ich ganz gut gesagt, ich glaube dass es schon Mentalitätsthematik schon auch ist.
Also für dich ist es immer, habe ich das Gefühl, ein Aha-Erlebnis Wir in Österreich, auch wenn wir sehr kumpelhaft sind und oft sehr umgänglich also wenn man es jetzt vergleicht vielleicht zu Nachbarländern sind wir eher diese Umgänglichen die locker sind und freundlich sind. Aber bei uns in Österreich sagt man nicht umsonst beim Geschäft hört die Freundschaft auf.
Das
**Eliot Mannoia:** Habe ich noch nicht gehört, okay.
**Manuela Machner:** nie gehört, ja. Also das ist so ein Spruch Und ich glaube das ist schon teilweise in unserer mentalität und ich ertappe mich ja selbst dabei dass ich mir denke aufpassen ja und dann selber mir sagen muss das ist ja so völliger blödsinn ja und dieses wertschätzen dieses sich austauschen auch mit kollegen sich tatsächlich auf nicht nur auf augenhöhe austauschen sondern auch empfehlen Wenn sie deinen werten entsprechend muss ich schon sagen also kann man mit gewissen kollegen wirklich also zum beispiel gutes beispiel meine metier roman ecker professor doktor glaube ich doch dass roman wenn
**Eliot Mannoia:** Doktor Doktor ja, ja, das ist ein Wahnsinn.
**Manuela Machner:** Vergessen
**Eliot Mannoia:** Den kann man locker empfehlen. Also genau, der macht das gut, ja.
**Manuela Machner:** der Roman und wir haben auch die gleichen Kunden zum Teil und überschneiden uns auch durchaus in den Themen, aber es ist trotzdem, also ich glaube, wenn jemand jemanden wie den Roman braucht, dann braucht er jemanden wie den Roman, weil der Roman ist einfach so ein Gescheiter.
**Eliot Mannoia:** Hehehe.
**Manuela Machner:** ist unglaublich und wenn jemand eher wahrscheinlich was bodenständigeres sucht ist er eher bei mir zu Hause, also in Wirklichkeit sind wir da gar nicht so die Konkurrenten und ich bewundere ja diese Leute und dann empfehle ich sie auch gern und
**Eliot Mannoia:** Ja.
**Manuela Machner:** glaube man muss voneinander auch lernen und einander akzeptieren. Aber es ist nicht selbstverständlich, also es ist im Mindset sicher nicht so, dass du sagst, ja natürlich der und der und der, sondern es ist glaube ich schon ein österreichischer Punkt.
**Eliot Mannoia:** es ist auch tief in uns, also von einer evolutionären psychologischen Perspektive, dass wir einfach mit Ressourcen das ist ein Kampf, Ressourcen und Ressourcen schützen. Das manifestiert sich halt in arbeit ja also das ist meine kundinnen und das ist mein wissen das ist halt da sind wir geprägt auch von hunderte von kriegen und von ressourcen kämpfen eigentlich also dass das macht schon einen sinn dass es so tief in uns verankert ist und das ist wirklich eine überwindung braucht um zu sagen nein weißt ich teil das oder ich ich ich lobe auch einen mitbewerber und so weiter das ist halt ein Es kommt nicht natürlich.
Es ist wirklich etwas, wo man sagen muss, puh Und ich sehe es auch zum Beispiel bei LinkedIn, da sehe ich manchmal einen Mitbewerber oder wie auch immer, der etwas Interessantes postet und es ist dann nicht nur zu liken, aber dann auch eine Glühbirne hinzugeben also zu sagen, ich habe etwas von dir gelernt.
Ich merke schon, dass es auch ein bisschen Überwindung ist, aber ich... Ich finde, genau aus dem Grund, genau weil es sich ein bisschen schwer anfühlt finde ich es gut. Ich möchte das Reptil-Gehirn abschalten und es ist ein aktiver Prozess
**Manuela Machner:** Genau, und es hängt auch sehr stark davon ab, das muss man auch sagen, und da sind wir wieder bei einem menschlichen Konnex, das eine ist ja dieses pragmatische Überlegte und ich glaube, dass das ein Unterschied zu den Großen ist, die Großen haben da keine persönliche Befindlichkeit dahinter,
**Eliot Mannoia:** Hm.
**Manuela Machner:** und solche Dings sind Hard-Fact-Geschichten, also denen ist ganz klar bewusst, wenn sie nicht kooperieren in dem Kontext kann das für sie ein Schaden sein, also
**Eliot Mannoia:** Ja, aber da spielt Ego auch noch eine Rolle, also Ego auch bei den ganz Großen, also man sagt oft in der Psychologie, dass fast wirklich alle Entscheidungen emotional getroffen werden, man tut sie nur nachher rationalisieren.
**Manuela Machner:** ja, aber glaubst du wirklich, dass wenn die Egos sagen würden, Na ja, ich mache meinen eigenen Chip, wozu brauche ich den NVIDIA? Und dann sagt wahrscheinlich der Verstand, das werden wir nicht schaffen in der Zeit und in der Qualität, dass du von deinem Ego auch heruntersteigen musst. Ich glaube, dass es dort
**Eliot Mannoia:** Ja, es ist schon eine Mischung. Also es kommt darauf an, am Anfang von Facebook zum Beispiel hat Mark Zuckerberg einfach WhatsApp gekauft und Instagram gekauft. Natürlich umso mehr Entscheidungsträger dabei sind. Also jetzt kann er, glaube ich schwieriger solche großen Entscheidungen Ich zahle mal eine Milliarde für WhatsApp.
Also da hast du schon recht, natürlich. Ab bei einer bestimmten Größe, wenn mehr Entscheidungsträger und Shareholder dabei sind, dann schwächt das Gott sei Dank das Ego auch ein bisschen, was auch sinnvoll ist für die Gesellschaft, auch für Regierungen, dass nicht ein Diktator einfach entscheiden kann.
So sollte es zumindest sein.
**Manuela Machner:** Da fällt uns gerade die Klingel glatt.
**Eliot Mannoia:** Ja Kopfkino, jeder sieht was. Aber ja, und es ist auch, das habe ich eh auch schon einmal erwähnt das wird oft besprochen, dieser Wassergraben, den gibt es weniger. Also wenn man sich eine Burg vorstellt, die man beschützen kann mit einem Wassergraben um sich herum, in Englisch sagt man Moat, und da wird oft besprochen, dass es dieses Moat nicht mehr so gibt, weil genauso wie...
Instagram und youtube einfach tik tok nach gemacht hat ist es viel leichter jetzt nicht mit chips ja also dass microchips sind ein bisschen schwieriger einfach zu kopieren aber wir werden sehen wie schnell china ja die wurden ja damit es wurde verboten nach china microchips zu verkaufen und jetzt machen sie ihr eigenes ding und ich kenne die chinesen sind super schlau die sind sehr gut ich die werden das sicher Binnen ein paar jahren sehr gut selber und sehr viele chips machen können also deswegen dieser wassergraben wird besonders bei software und digitalen sachen fast non existent und da sind kooperationen wirklich überlebensstrategie weil sonst das kopieren geht viel leichter oder das nachmachen und
**Manuela Machner:** Und ich glaube, darum ist es auch so wichtig, wenn ihr da zuhört und euch denkt, was hat das jetzt wirklich mit mir zu tun, ich glaube, wir müssen alle ein bisschen, so wie du ja gesagt hast, diesen Urmenschen in uns ein bisschen überwinden und den Zaun ein bisschen niedertun und vielleicht auch durchaus überwinden Kognitiver, sich zu überlegen, welche Partnerschaften machen für mich Sinn, welche Kooperationen machen für mich Sinn, ob es der direkte Mitbewerb ist, kann auch sein, ja, und das kann auch für einen Händler sein, eine sinnhafte Sache sein.
Ich habe ganz cool gefunden zum Beispiel, ich habe eine Metaglasses bestellt und das war bei meiner, ich wollte es bei meinem Optikamt, mein Optiker muss eine Metaglasses haben, also ich habe jetzt gewartet zwei Jahre, dass der Metaglasses Habe und bin ihm so auf die Nerven gegangen und er hat dann bei dem Kollegen von der nicht gleichen Kette nachgefragt und versucht die Metaglasses für mich zu organisieren und das ist auch weil es im eigenen Konzern nicht möglich war dass er drüber gegangen ist über diese Grenze und ich glaube dass das gerade bei diesen ganzen, auch bei den Produktentwicklungen auch bei all diesen Geschichten immer notwendiger sein wird Um den Kunden zufrieden zu stellen und überhaupt noch mitzukommen bei den Entwicklungen.
Es kann nicht jeder Optiker Metaglasses an- kaufen, weil das eine Investition ist und auch eine technische Herausforderung, aber wenn ich es nicht kann, dann muss ich es machbar machen.
**Eliot Mannoia:** Ja, guter Beispiel, ja.
**Manuela Machner:** ich glaube, dass wir da in Zukunft noch viel viel stärker in die Richtung agieren müssen. Diese Angst auch verlieren müssen, weil das Problem, glaube ich wenn wir es nicht tun, und das ist jetzt mit der Metaglasses, das ist ein sehr gutes Beispiel, dass ich unbedingt bei einem Optiker bleiben wollte, hat einen Grund, weil ich halt sehr zufrieden war, aber wenn ich keine Lösung finde, was tue ich?
Ich werde zum Mitbewerb gehen.
**Eliot Mannoia:** Ja.
**Manuela Machner:** unterschätzen so viele. Also ich glaube, dass viele glauben, naja, ich habe ja so viele Stammgäste bei mir im Tourismus oder ich habe dieses oder jenes und da bin ich ja so toll und meine Kunden sind so zufrieden mit mir. Ja, aber wenn ich gewisse Bedürfnisse nicht mehr stille, weil ich halt alleine nicht kann oder mein Wissen nicht ausreicht oder mein Zaun so gebaut ist oder keine Ahnung Dann kann ich mich nicht unbedingt darauf ausruhen
**Eliot Mannoia:** Ja ja ich sehe das auch als in der selbständigkeit dass man es wird oft nach oben genetworkt
**Manuela Machner:** Ja.
**Eliot Mannoia:** also personen die wichtiger sind mögliche kundinnen und so und da verpasst man so viel um sich herum denn es kann es gibt so viele möglichkeiten von anderen menschen zu lernen und Die vielleicht nicht einen direkten Einfluss auf Kunden haben.
Also ich treffe mich zum Beispiel auch gerne manchmal mit Professoren von der Uni. Das ist kein Kunde, das ist kein Kundenpotenzial aber es bereichert mich mit neuen Informationen, neue Perspektiven. Auch im Podcast haben wir auch die diversen Personen bei uns, die wirklich von Cybercrime bis hin zur Startup-Welt bis hin zum Bauernhof fotografieren.
Und das ist auch... Auch überlebenswichtig, nicht nur interessant, sondern auch überlebenswichtig, weil wir sind so vernetzt und es passieren so viele Sachen parallel. Das Beispiel, das ich immer gebe, ist iPhone und Taxi. Niemand, ich glaube kein Taxifahrer hat sich in Wien gedacht, was wird ein Handy, ein Smartphone aus Kalifornien wie wird das meine Branche beeinflussen?
Das ist ja, ein Taxi kann man angreifen, das ist was Fixes was wird da Digitales kommen? Ja und dann durch Das Handy, das Smartphone 2007, wurde es möglich, dass ein paar Jahre später Uber gegründet wurde. Und wie wir alle wissen, Uber hat die Taxibranche sehr disruptiert. Wir haben nur ein Glück in Österreich, dass es halt reguliert ist und dass die Taxifahrer dass das jetzt für die passt.
Aber in England hat das schon einen Einfluss gehabt auf die Cab-Drivers. Und deswegen ist es auch eine Sache der Innovation sich mit allen, besonders jetzt auch mit den Brillen und Metaglasses also wenn sich dein Optiker beschäftigt mit, okay, was bedeutet das, wenn die Leute Internetzugang haben durch ihre Brille und so vielleicht Google Maps benutzen oder also das wäre für einen Optiker sicher spannend, sich da auch neue Geschäftsmodelle zu überlegen und zu sehen wo der Weg hingeht
**Manuela Machner:** Definitiv und vor allem auch ist es wieder eine Kundenbindung. Also dadurch, dass er sich so engagiert hat und jetzt endlich, ich sag's dir, ich muss nur einen Termin finden, wo ich zu ihm hin kann, es ist endlich angelangt jetzt muss ich nur ausmessen lassen, dass mein Blick stimmt, also dass die Gläser dann richtig eingestellt sind. Na was mache ich? Ich werde natürlich bei ihm dann auch bleiben, auch wenn ich wieder nach der Metaglasses eine neue Variante oder was brauche. Und vielleicht ist er dann so geschickt und so wie du sagst dann beschäftigt sich mit dem Thema oder tauscht sich mit jemandem aus, aus seinen Netzwerken der sich mit dem Thema beschäftigt um mir dann zu sagen, wenn das Update kommt oder wenn eine neue Variante kommt, ah, ich könnte die neueste besorgen.
Und so ein Tech-Freak wie ich bin, wird dann wahrscheinlich auch in einem Jahr, ich würde sicher in einem Jahr keine neue Brille mehr organisieren, aber wenn in einem Jahr die Metaglasses raus sind oder Google-Glasses oder was auch immer und die irgendwie coole Features haben und er sagt, Frau Machner, dann
**Eliot Mannoia:** mh
**Manuela Machner:** werde ich sie mir besorgen.
Und ich glaube, das ist genau das, dass man eben... Unbedingt von den Großen auch lernen sollte, über den Tellerrand zu blicken, außerhalb seines Zauns zu gehen, zu kooperieren und gemeinschaftlich zu versuchen, neue Wege zu finden und mehr als jemals zuvor, weil sich die Welt einfach so schnell verändert und die Technologien so schnell verändern und ganz, ganz ich glaube es auch wirtschaftlich gefährlich ist, zu sagen, die Ja mei, ich tue Dachdecken seit 30 Jahren, ich tue mein Dach immer weiter so decken wie ich es bis jetzt gedeckt habe, weil wenn dann irgendwann ein Mitbewerber kommt, der das in der doppelten Zeit machen kann, in der gleichen oder besseren Qualität und zum gleichen Preis oder günstiger, dann glaube ich, dann wird es schwierig.
**Eliot Mannoia:** Ja, gut gesagt.
**Manuela Machner:** Auf die nächste Folge und man kann auch von den Großen lernen. Alles Liebe. Tschüss.
**Eliot Mannoia:** Super, mach das gut. Ciao.