#88 KI als Chance für Medienhäuser: Von Klicks zu Vertrauen

Manuela Machner und Eliot Mannoia diskutieren, wie Medienhäuser KI nutzen können, um von Klick-Optimierung zu echtem Vertrauen zu wechseln.

FAQ: KI in Medienhäusern

Was bedeutet KI im Journalismus konkret für den Alltag?

In dieser Folge beleuchten Manuela Machner und Eliot Mannoia, wie KI im Journalismus unseren Alltag bereits verändert und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Konkrete Beispiele helfen, das Thema greifbar zu machen.

Manuela Machner

Welche Rolle spielt emotionale Intelligenz beim Thema KI im Journalismus?

Technologie allein löst keine Probleme. Wer KI im Journalismus sinnvoll nutzen will, braucht auch die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu bewerten, Beziehungen zu gestalten und ethisch zu urteilen. Emotionale Intelligenz ist der menschliche Faktor.

Eliot Mannoia

Wie können KMU und Tourismusbetriebe von KI im Journalismus profitieren?

Kleine und mittlere Unternehmen müssen nicht auf große Budgets warten. Gezielte Pilotprojekte, klare Ziele und schrittweise Einführung machen KI im Journalismus auch für KMU zugänglich und wirtschaftlich sinnvoll.

Manuela Machner

Wie verändert KI die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten konkret?

KI übernimmt Routineaufgaben wie Datenjournalismus, Transkription und erste Recherchen. Das gibt Journalistinnen und Journalisten mehr Zeit für investigative Arbeit und Einordnung. Manuela Machner und Eliot Mannoia sehen darin eine Chance, wenn Redaktionen die Kontrolle behalten.

Transkript

**Eliot Mannoia:** Ist die KI eine neue Chance für Medienhäuser? Das sprechen wir heute. Mein Name ist Elliot Manoia, digitaler Psychologe und Gründer von BrandKarma.

**Manuela Machner:** Ich bin die Manuela Machner, Spezialistin für KI im Tourismus, mein Unternehmen KI.net.ai. Warum reden wir über das? Eigentlich hat man ein bisschen das Gefühl, und auch viele Medien haben das Gefühl, dass es immer schwieriger wird. Man muss ja auch sagen, das letzte Jahrzehnt oder ich glaube fast darüber hinaus, ist eine sehr sehr schwere Zeit für Medien geworden, weil die große, sozusagen die Online-Welt ein bisschen die Funktion der Medien übernommen hat.

Und warum wir jetzt gerade auf das Thema kommen, Meta hat angekündigt oder es gibt also Gerüchte darum oder Berichte halt, dass Meta jetzt versucht von sich aus mit Medienhäusern zu kooperieren und auch viele KI-Systemanbieter haben ja so Sachen begonnen wie Kooperationen mit Medienhäusern zu machen, also sie gelten sozusagen News ab oder wollen News abgelten für ihre Trainingsdaten, weil natürlich man nicht mehr in der Zeitung schauen muss, wenn man etwas wissen will und nicht mehr auf Google geht, sondern man kann ja theoretisch ChatGPT, Perplexity fragen, ja was ist da gestern los gewesen oder was war das Statement von Donald Trump gerade aktuell und man wird ganz viele Informationen finden, die aber teilweise ja aus den Medienseiten kommen.

**Eliot Mannoia:** Mhm.

**Manuela Machner:** sozusagen gratis abgesaugt werden und man nicht einmal diesen Umweg über die Medien mehr hat.

**Eliot Mannoia:** Ja

**Manuela Machner:** Also glaubst du dass die Medien, und jetzt nennen wir das eine Chance der Medien, warum könnte es trotzdem eine Chance sein? Was meinst du, Eliot?

**Eliot Mannoia:** Naja, ich war ja lange auch in der Werbung tätig und habe das auch irgendwie mitverfolgen können, wie durch... Große Tech-Unternehmen, eh, wie du richtig gesagt hast, die der kürzeste Weg halt oft wirklich vielleicht eine Google-Suche war oder einfach auf Social Media, während man sich ein bisschen entertaint da so nebenbei Nachrichten bekommt und da gibt es Schockierende Statistiken aus der USA, wie viele US-Amerikaner eigentlich ihre täglichen Nachrichten von Facebook bekommen.

Ob das jetzt echte Nachrichten sind oder nicht, können wir uns alle denken. Und da haben halt besonders auch einheimische Medienhäuser wirklich einbüßen müssen. Das war echt traurig.

...

und ich habe es eh schon oft gesagt, ich hoffe, dass es vielleicht eine Art Renaissance für die Medienhäuser gibt, so wie Leuchttürme in der Gesellschaft, die wirklich für Fakten checken für Ethik für gesellschaftliche Werte auch sich einsetzt und qualitativen Journalismus wieder mehr unterstützt Und das ist auch so, so wichtig für eine stabile Demokratie Wenn wir in der Zukunft nicht drei, vier Antworten auf Google bekommen, sondern eine Antwort auf KI, dann sehe ich auch hier, warum auch das Motiv hinter ChatGPT und diese Firmen Meta und wie auch immer, dass, wenn diese eine Antwort nicht stimmt, dass die BenutzerInnen dann leichter wechseln oder gehen.

Also ich glaube, die sehen auch ihr eigenes Motiv

**Manuela Machner:** Mehrwert dahinter.

**Eliot Mannoia:** Eigenen Mehrwert, wenn wir dafür sorgen, dass da qualitatives Journalismus dahinter steckt und die Antworten stimmen, dann bleiben die Leute auch eher. Und das hoffe ich wirklich. Wie siehst du das?

**Manuela Machner:** Ja, ich glaube, ob sie wirklich diesen Mehrwert sehen, ich glaube, dass sie die große Angst haben, dass sie zu viel Falschinformationen allgemein verbreiten und dass dadurch ja alle Bewertungen auch der KI-Systeme sinken weil natürlich durch diese Geschichten die Halluzinationsquote so hoch getrieben wird. glaube, dass das den einzelnen Menschen sehr oft viel egaler ist. befürchte ich halt, so wie du sagst.

**Eliot Mannoia:** Leider, ja.

**Manuela Machner:** eins zu eins als Info. Trotzdem glaube ich, dass guter Journalismus und auch das Thema Wie soll man sagen, einerseits Standardpresse wie man auch immer sie nennen mag, die halt überregional, also wenn man sie auf österreichischer Ebene sieht, die wirklich Themen aufgreifen, recherchieren, Hintergrundgeschichten bringen, dass wir uns darauf verlassen können, dass da halt noch, wie soll man sagen, etwas Wahres dahintersteckt, weil das, was wir als Entwicklung derzeit schon sehen, ist ja, dass diese Unsicherheit wächst. Die letzten Jahre war es wenigstens so, wenn wir auf Facebook oder YouTube ein Video gesehen haben oder irgendjemand Fotos gezeigt hat, das war ein Betrugsfall oder Achtung dieses und jenes ist passiert, dann war das ein Beweis der Wahrheit. Also der Aufwand war noch so groß, dass man so etwas faket, dass die Wahrscheinlichkeit einfach so gering war. Das heißt, wir haben mehr Vertrauen haben können. Und ich glaube, dass jetzt schon langsam das Vertrauen der Menschen schwindet. Also in das, was sie in der digitalen Welt sehen und ich sage ehrlicherweise, ich hoffe es auch. Also Social Media, also das, was ich vor zwei Jahren auf Social Media noch gesehen habe und geglaubt habe, wird dir ähnlich gehen.

Wir glauben die Dinge doch nicht mehr, oder? Einfach so.

**Eliot Mannoia:** Na ja, obwohl irgendwie habe ich jetzt gehört, dass die Welt angeblich flach ist und das, ja, also da bin ich mir nicht so ganz sicher, aber ich habe aus dem Fenster geschaut, es schaut eigentlich flach aus für mich, also möchte ich schon meinen eigenen Instinkten vertrauen.

**Manuela Machner:** Und außerdem, die Leute auf Facebook sagen das auch alle, oder?

**Eliot Mannoia:** Genau, deswegen, also dann wird es so stimmen.

Auch wie du es richtig angedeutet hast, mit diesem Content-Flut und was alles möglich ist, mit dem Kopieren und Kreieren von Content. Da war auch eine Studie vor kurzem mit Stanford University, wo sie Studierenden, ich glaube sogar 1.400 Studierende, das ist schon eine ziemlich große Fallzahl, einen Content gezeigt haben, wo sie gesagt haben, die US-Wahlen sind...

Komplett wie sagt man, gefälscht worden oder manipuliert worden oder was auch immer. Und dann haben sie ein Video gezeigt, so ein ziemlich schwarz-weiß Video. Und viele haben es geglaubt Obwohl das video von irgendeiner wahl in russland oder irgendeinem land war also das war nicht mal eine wahl in der usa sondern irgendein video und einfach dieser claim und ich glaube sie haben ich glaube es haben sich wirklich sehr wenige durchgeklickt also so haben sie es gemessen glaube ich und Mit dem Durchklicken wie viele Leute dann eigentlich das verifiziert haben.

Also deswegen auch hier wieder mein Appell als digitale Psychologe, wir brauchen wirklich viel, viel, viel mehr menschliche Skills, Social Skills, kritisches Denken in den Schulen, Medienkompetenz Und auch, weil wir wollen ja den Mehrwert von den Medienhäusern Wir sehen, dass sie Leuchttürme sein könnten.

Wir sehen, dass es eine Renaissance für sie sein könnte. Aber wir müssen auch die nächste Generation auch diesen Unterschied noch wirklich verdeutlichen, glaube ich.

**Manuela Machner:** ja, nicht nur das, sondern es braucht die Geschäftsmodelle dahinter, also das muss man jetzt auch ganz pragmatisch sehen, ich weiß nicht wie viele Zeitungsabos du hast, zum Beispiel, ui, erwischt, mindestens noch ein Hauptabo, sogar digital und print, obwohl ich brauche es noch immer in Früh, die echte Zeitung, ja. aber trotzdem, oder wir regen uns über den ORF-Beitrag auf. Aber ganz ehrlich, so oft wie ich jetzt auf die ORF-Website schaue, es hat mich immer geärgert über diesen ORF-Beitrag weil ich nie Fernsehen geschaut habe, ORF-technisch, also weil ich sowieso nicht Fernsehen schaue oder wenig. Und ich muss sagen, wenn ich dazu beitragen kann, dass vielleicht unsere Berichterstattung dass es noch Leute gibt, gezahlt kriegen dafür, dass sie wirklich verifizieren, was da auf der Welt passiert. Dann ist es das auch wert und da geht es mir mehr oder weniger, und das ist vielleicht auch so, vielleicht sollte man da auch ein Umdenken machen, es geht weniger um die Unterhaltung vielleicht werden wir auch irgendwann klüger und sagen, wir wollen echte Daten und Informationen haben, aber so oft wie auf der Website von ORF war ich noch nie, wie die letzten zwei Jahre weil ich immer nachschauen anfange.

**Eliot Mannoia:** Ja, das sagen Sie auch. Ich habe eigentlich vor kurzem auch mit dem ORF-Beitragsservice gesprochen. Wir haben miteinander zu tun auch mit der FH St. Pölten. Und ja, das ist, wenn es bei Katastrophenthemen geht Regenwasser Flut egal was, also wenn was ist, schauen alle noch, also schon wirklich fast ganz Österreich zu ORF als wirklich als Leuchtturm für was passiert, was können wir machen und ich glaube, was ich mal gehört habe, was ich sehr gut finde, ist, Nachrichten haben aufgehört Nachrichten zu sein, wenn sie täglich geworden sind Ja und jetzt ist es halt dieses tägliche Sensationalism, also Sensationsgetrieben.

Und das ist halt nicht Sinn der Sache. Es geht wirklich um nicht der Noise, sondern Signal. Also was ist eigentlich, was passiert grob gesehen nicht jetzt wirklich jede Minute.

**Manuela Machner:** Naja, wir

**Eliot Mannoia:** da ist ORF und...

**Manuela Machner:** News jede Minute. Das ist schon ein bisschen der Unterschied, also wie ich noch

**Eliot Mannoia:** Genau.

**Manuela Machner:** Ich sage jetzt, wenn irgendwo in China was passiert ist, dann hat das bis es überhaupt den Weg Gefunden hat nach Europa, Tage, wenn nicht eine Woche gedauert oder so, je nachdem halt, und wie relevant es war.

Aber es war jedenfalls nicht in der nächsten Minute online und in der nächsten Minute hat in Europa noch keiner was davon gewusst. Und momentan haben wir einfach dadurch, dass die Geschwindigkeit so groß ist, und die Frage ist natürlich, wie müssen sich Medien da ausrichten. Aber worum es mir schon auch geht, ist sehr stark diese Geschäftsmodellthematik der Medien. Weil jetzt haben wir weniger Zugriff auf Ihre Seiten, de facto, also außer wenn wir verifizieren wollen, ist das Hochwasser in Wien jetzt wirklich echt oder so Sachen, dann gehen wir drauf oder kommt jetzt wirklich das große Unwetter und wenn wir aber nicht mehr auf Ihre Seite gehen, dann haben Sie wieder das Problem der Werbeeinschaltungspositionierung, weil ich, also sehr, sehr viele Einnahmen der Medien sind einfach durch Inserate oder Positionierungen von Unternehmern Und ich habe ja die andere Seite auch gehabt, ich habe in Medien ja inseriert und ich glaube, dass wir da eine ganz spannende Entwicklung haben, weil einerseits haben wir die Entwicklung, dass die Leute sowieso fast alles online machen, jetzt können sie über KI-Systeme die Informationen direkt anrufen, wozu brauchen sie dann noch eine Printvariante einer Zeitung zum Beispiel Auf der anderen Seite haben wir aber die Situation, dass es Unternehmen immer schwerer wird digital sichtbar zu sein, weil KI-Systeme halt nicht 100 Seiten machen von Google, wo du Sichtbarkeiten hast, weil du dich nicht mehr so positionieren kannst auf irgendwelchen Webseiten, weil wenn die Webseite nicht geöffnet wird, dann hast du auch das Problem, dass dein Unternehmen wieder nicht sichtbar gemacht wird.

Also ich finde ganz spannend diese Entwicklung, was das eigentlich bedeutet, das heißt, für mich ist es vielleicht so, dass wieder stärker versucht wird, über andere Wege auf seinen Betrieb aufmerksam zu machen, vielleicht gibt es ganz neue Wege oder vielleicht greift man, weil es am einfachsten ist, wieder auf Print zurück in irgendeiner Art und Weise und wir werden im Postkasten wieder noch mehr überflutet weil... Weil halt das in der Online-Welt nicht mehr so leicht möglich ist, zu überfluten.

**Eliot Mannoia:** Ja, also wenn wir in der Zukunft alle unseren KI-Assistenten haben, der für uns so maßgeschneidert ist, dass er wirklich genau weiß, was, wo, wann und wir kaum... Online recherchieren, weil das wird wirken wie ein Archivsystem. Da eine Seite, da eine Seite und wir werden dann sehr holistisch unterwegs sein mit einem KI-Assistenten der uns alles beantwortet.

Dann kann ich das sehr gut sehen, dass wir dann vielleicht wieder auf klassische Werbung zurück, wenn wir weniger im Internet sind, so gesagt. Dass wir dann vielleicht Außenwerbung mehr haben werden, vielleicht mehr Radiowerbung, vielleicht mehr Post, vielleicht neue auch, aber ich glaube, die Schnittstelle wird weniger digital, weil wenn die KI eine so mächtige Schnittstelle ist, Haben wir dann noch so viele andere Schnittstellen?

Jetzt haben wir auf das Handy lauter Apps. Wir haben eine App fürs Wetter, eine App für Online-Banking, eine App für Booking.com, eine App für das. Brauchen wir diese ganzen Einzelnen?

**Manuela Machner:** Nein. Ja, das ist eine gute Frage. Also wenn man den Agentsystemen jetzt denkt, jetzt vielleicht für die, die jetzt gar nicht wissen, wovon wir jetzt gerade reden, es geht ja die Überlegung dahingehend dass man sagt, jeder hat seinen persönlichen Agenten oder seine, ich nenne es jetzt persönliche Assistentin in welcher Art und Weise auch immer, die man einfach so gut kennt, dass sie weiß, dass ich... für Mittagessen noch nichts vorbereitet hat und die weiß, was in meinem Kühlschrank ist und die weiß, dass ich heute keine Zeit habe und mir dann die Pizza bestellt und die Pizza ist dann schon vor der Tür oder der Pizzabote klingelt obwohl ich mir noch gar keine Gedanken über das Essen gemacht habe also überspitzt formuliert aber in die Richtung und das heißt, ich gehe aber selber nicht mehr auf die App, wo ich die Pizza bestelle Und ich gehe selber nicht mehr aufs Bankkonto und ich tue nicht mehr selber überweisen, sondern es macht die KI und dann bräuchte ich diese Features alle nicht mehr. Du hast recht, dann wird das spannend. Ich bin dann ganz gespannt, wie dann die Geschäftsmodelle für diese KI-Systeme ausschauen. Vielleicht kriegt das KI-System von mir einen Bonus-Code und sagt, bei dem Pizza-Lieferanten kriege ich den Bonus-Code über das andere KI System

**Eliot Mannoia:** Hehe.

**Manuela Machner:** So automatisch viel mehr als bei dem anderen Pizzarieferanten, aber der andere hat die Prosciutto mit Rucola und eine bessere Bewertung für die Prosciutto mit Rucola und die hätte ich gerne.

Also es wird ganz spannend werden, wie sich das dann wieder abspielt.

**Eliot Mannoia:** Ja, und wie man die Leute dann zum Switchen bekommt. Also ich nutze jetzt Alexa manchmal, wenn ich mich fertig mache im Schlafzimmer, einfach um mir die Nachrichten zu sagen. Aber welche Nachrichten nimmt er? Also BBC konnte er nicht. Ich glaube, mein Amazon-Account ist noch von England, weil ich es dort ursprünglich aufgesetzt habe als ich dort gelebt habe.

Und es konnte von Österreich nicht BBC zugreifen. Also hat es irgendwie, glaube ich, auf CNN. Ich würde jetzt, ich habe es jetzt dann eher gewechselt auf ORF oder möchte und das ist dann die Frage, welche Medienhäuser sind dann oder wie bekommt man die Menschen dazu, dass sie aktiv sich für ein Medienhaus entscheiden oder gibt es dann die Möglichkeit, sich eine Collage zu bekommen aus diversen Medienhäusern also das ist spannend.

**Manuela Machner:** genau, also das wird das Spannende sein. Oder meine KI entscheidet welche Art mein Denken ja entspricht, dass ich gewisse Medienhäuser nicht ausgespielt bekommen würde, weil dann würde ich ständig sagen, nächste Nachricht hör auf, ich will das so nicht hören. Weil ich jetzt nicht so ein reißerischer Typ bin, das vertrage ich zum Beispiel gar nicht, aber das Spannende wird, glaube ich sein, einerseits werden wir eben aktiv Nachrichten in Zukunft konsumieren, um Realitäten und Wahrheiten noch zu finden und das sehe ich einerseits als Chance und ich glaube auch, dass das, was man nicht unterschätzen darf, was zumindest momentan die Entwicklung ist Ist, dass Inhalte die über Medien veröffentlicht werden, jetzt Unternehmensinhalte, Werbung, wenn so sagen will, aber nicht in Form von einem Inserat, sondern wenn über ein Unternehmen geschrieben wird, ist es ja so, dass KI-Systeme diesen Inhalten einen größeren Trust geben.

Also es wird ja besser bewertet. Also wenn der Standard über mich was schreiben würde, Hallo Standard, gell? Falls noch jemand hört, oder Presse ihr könnt mich gerne interviewen, bin ich voll dabei. Und wenn ihr mich zitieren würdet, im offenen Bereich würde die KI sagen, wow Trust die Manuela Machner war im Standard und dadurch steigt mein Unternehmenswert, also die Sichtbarkeit meines Unternehmens. Und die Frage ist, das finde ich ganz spannend, das ist vielen Medien ja überhaupt noch nicht bewusst, ich meine den großen sicher, aber ich arbeite auch mit kleineren zusammen, und die haben schon die Thematik dass dieser Print auch sehr oft noch sehr stark ist, vor allem im regionalen Kontext, weil die Leute halt gerne durchblättern und Bilder schauen und schauen, wer er ist.

Und ich glaube, das ist auch eine Funktion von regionalen Medien, die man nicht unterschätzen darf,

**Eliot Mannoia:** Mhm.

**Manuela Machner:** diese regionalen Informationen Gehen ja außer über Social Media extrem verloren und bei den Social Media haben wir wieder das Thema was ist echt, was ist nicht echt, was bekomme ich ausgespielt was bekomme ich nicht ausgespielt ich glaube schon, dass es einen tatsächlichen Mehrwert hat, dass ich weiß, dass ich jetzt in Leoben vielleicht eine neue oder in Trofaiach eine neue Pizzeria habe, dass ich das einfach die Information noch bekomme Ich glaube, dass da aber ganz, ganz viel auch Verständnis ist, was das auch technisch bedeutet. Also ein PDF-Hochladen momentan von seiner Zeitung ist halt nicht das Optimalste derzeit zum Auslesen der Daten.

**Eliot Mannoia:** Ja aber du hast eh recht, das habe ich auch von ORF gehört, dass die Regionen Inhalte Glaube ich an zweiter Stelle sind. Also das ist wahnsinnig beliebt und begehrt dieses Lokale.

**Manuela Machner:** Ja, Menschen lieben Menschen, also egal ob in der digitalen Welt oder in echt, oder? Und mich interessiert natürlich viel mehr, was vor meiner Haustür passiert, als was bei dir jetzt in Wien passiert. Das tut mir leid aber da habe ich keinen Bezug. Weil ja, wenn es etwas Spektakuläres ist, schaut es anders aus.

Aber ja, ob bei dir jetzt eine neue Pizzeria aufmacht oder nicht, wenn es keine Roboter-Pizzeria ist.

**Eliot Mannoia:** das schaffen wir nochmal, das schaffen wir das nächste Mal, wenn du in Wien bist, schaffen wir das Restaurant mit Roboter das glaube ich nur bis 14 Uhr offen hat oder sowas ja, nein aber du hast schon recht ich glaube das ist ja von SEO also von Search Engine Optimization War ja eines der Ranking-Signale, also wie man gerankt wird, die Domain-Authority.

Also wie wichtig ist die Domain und da wird natürlich eine Presse oder ein Standard eine ganz andere, Ganz anders eingestuft werden als jetzt ein kleines unternehmen wie wie ich zum beispiel und deswegen ist spielt das auch eine rolle und ich glaube das wird sich dann vermehrt vermischen in der ki mit deinen persönlichen wünschen also da wird's domain authority berücksichtigen nämlich an und aber auch ich bin in Leoben und und oder ich bin in dieser location und was für mich wichtiger ist das ist eine mischung sein und

**Manuela Machner:** also... Definitiv und ich glaube aber auch, dass derzeit die Medien, die so stark unter Druck sind, das muss man sich schon auch bewusst sein, ja,

**Eliot Mannoia:** Mh.

**Manuela Machner:** gibt weniger Zugriffe es gibt weniger Link-Clicks wenn man sich jetzt auf der Online-Seite sieht, die Abonnenten die Zeitungsabonnenten die Klassiker werden auch immer weniger, weil eben junge Leute, also meine Töchter haben alle keine Zeitung, die informieren sich über ihre ganzen Social-Media-Kanäle, wo sie halt dann an ORF oder an Standard folgen oder Standard Read machen und die Geschichten. sie gehen nicht mehr in Print. Also

**Eliot Mannoia:** Mhm.

**Manuela Machner:** nicht mehr. Und die Frage ist ja, wie machen diese Marken dann auf sich aufmerksam in diesen jungen Generationen dass sie überhaupt existent sind, was für einen Mehrwert haben sie. Und das Wichtige ist einfach, dass wir glaube ich auch ganz, und das ist glaube ich eine Bildungsaufgabe Und kritisch zu denken heißt aber auch, wo hole ich mir Informationen her und wo kann ich diese Informationen auch noch glauben und verifizieren und abgleichen. Und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, was wir den jungen Generationen auch mitgeben müssen. Ja.

**Eliot Mannoia:** Ja, und das habe ich auch gehört vom ORF, also vielleicht sind sie nicht Gleich eine Minute später mit der Geschichte raus und sind vielleicht kurz verzögert, aber genau diese Verzögerung ist Qualitätsüberprüfung, ist Fact Checking und deswegen müssen wir auch in der Bildung an Geduld arbeiten oder zumindest das mitteilen, warum manchmal Verzögerungen auch im Leben gut sind.

**Manuela Machner:** glaube,

dass

**Eliot Mannoia:** Ja.

**Manuela Machner:** ich glaube ganz hart, wir müssen auch dem einen Wert geben. Also ich glaube, es muss so sein, unsere Gratisgesellschaft, so wie wir es hier erleben, Informationen sind gratis Wissen ist gratis ChatGPT, also von meinen Trainees, also den Leuten die ich trainiere, haben 50% ChatGPT in der Gratis-Version. Das heißt, sie zahlen nicht für diese Leistung und die Erwartungshaltung ist um Gottes willen, warum soll ich was zahlen für das Programm, warum soll ich das machen? Es macht eh gratis auch schon was ganz Gutes. Es ist es mir nicht wert.

**Eliot Mannoia:** Mhm.

**Manuela Machner:** haben momentan schon diesen Mindset ich finde die Information eh überall, ob das KI ist, Online, wo, auch immer, Social Media, das ist mir nichts wert. Und das ist, glaube ich, die größte Gefahr. Ich glaube, dass wir hier auch lernen müssen, dass guter Journalismus Wahrheit in Wirklichkeit etwas wert sein muss, auch uns als Konsumenten Also

**Eliot Mannoia:** Ja.

**Manuela Machner:** und zu sagen, ja, Das ist alles ein Blödsinn und die KI halluziniert und sonst was, ja und zahlen will ich aber nichts für die Wahrheit, ist schon etwas absurd und ich glaube, dass Medienhäuser da zu wenig aus meiner Sicht, zumindest in meiner Wahrnehmung, dieses Ass ausspielen,

**Eliot Mannoia:** Ja. Stimmt, also da geb ich dir Recht auch zumindest in meiner Wahrnehmung könnten Sie das viel mehr hervorheben.

**Manuela Machner:** also auch Selbstmarketing zu machen und zu sagen, dort wo du die Wahrheit findest, dort wo du echte Inhalte findest, dort wo du die, wie viel ist dir die Wahrheit wert als Slogan, ja, also wirklich zu sagen, und ich glaube, das müssen wir lernen, weil wir gerade in diesem Umbruch sind zwischen, wir glauben nichts mehr, so wie es mir ja geht, oder ich glaube alles für den normalen Nutzer, Dass wir jetzt die Nutzer wo sie die ersten Erfahrungen haben, und das merke ich bei jedem Workshop, das merke ich bei jedem Vortrag den ich halte, wenn ich ein paar Fake-Sachen zeige, dieses Aha-Erlebnis, und wenn ich sage, ihr könnt's also keiner von uns ist in der Lage, noch zu unterscheiden zwischen Wahrheit und Nicht-Wahrheit im Online-Bereich,

**Eliot Mannoia:** Ja.

**Manuela Machner:** Da habe ich ganz viele die am Anfang nur sagen, na, Das erkenne ich, die Texte sind alle gleich, die Bilder schauen alle so und so aus.

Und dann zeigst du die Realitäten oder die Musik oder was auch immer und dann ist immer so, paff.

**Eliot Mannoia:** Ja,

**Manuela Machner:** Also ich glaube,

**Eliot Mannoia:** werden ja auch echte Sachen infrage gestellt. Es geht nicht nur um Fake News, sondern es werden mittlerweile auch echte Sachen infrage gestellt. Es ist irgendwie alles sehr verwerflich geworden. Ich weiß nicht, ob das der richtige Ausdruck ist, aber sehr austauschbar.

**Manuela Machner:** Austauschbar ja.

**Eliot Mannoia:** Und es ist auch viel ernster vielleicht, als wir es gerade gesagt haben. Ich glaube, das hat wirklich auch mit einer stabilen Demokratie zu tun. Also es geht nicht nur um echt oder die Wahrheit wissen, sondern es geht wirklich auch um Demokratie hier. Denn wir haben auch in den letzten Jahrzehnten gesehen, dass Information, wie auch immer schon in der Vergangenheit, wieder und ständig ausgenutzt wird, um auch Wahlen zu beeinflussen ob das jetzt Brexit oder US-Wahlen oder andere Wahlen ist.

Hashtag Cambridge Analytica und so weiter. Es ist schon wichtig auch für die Demokratie. Also es ist wirklich, wirklich wichtig für uns. Es ist vielleicht nicht so ein... Eine Lüge die jetzt das ganze Haus niederbringt, aber es sind sukzessive Unwahrheiten die irgendwie die Demokratie erodieren können oder reduzieren können.

Da müssen wir wirklich vorsichtig sein, weil das kann auch schleichend passieren oder inkrementell. Das muss jetzt nicht gleich eine Story sein, die zum Brexit führt oder wie auch immer, sondern ja, inkre... Die Gehirnwäsche über Zeit, die das Mindset ändert. Da müssen wir wirklich vorsichtig sein.

**Manuela Machner:** Ja und in 100 Jahren glauben wir alle, dass die Erde flach ist und das klingt jetzt so lächerlich, ja, aber Aber wer von uns führt nicht Diskussionen zu irgendwelchen Themen, wo man eine eigene Meinung hat, ob das jetzt Themen wie Klimaerwärmungen sind, E-Autos und, und und, da kann man unterschiedlichster Meinung sein.

Gott sei Dank sind wir auch unterschiedlichster Meinung. Und man kann sich nur austauschen. Und die große Frage ist natürlich, gibt es irgendwann noch diesen Austausch diesen kritischen, sondern gibt es einfach nur mehr diesen, das ist Fakt, ja? Und natürlich, wenn meine Meinung Fakt ist, dann passt mir das ja auch. Und das ist ja auch die Gefahr dahinter, dass das dann kein Exkurs mehr ist. Und

**Eliot Mannoia:** Ja.

**Manuela Machner:** Exkurs funktioniert tatsächlich über Information und Information. Wo bekommen wir sie her? Und das ist halt momentan primär aus der digitalen Welt. Und von wem Das ist halt die große Frage. Und ich glaube, der Verantwortung müssen wir uns alle persönlich auch stellen und an alle Medien da draußen, ja, verkauft euren Mehrwert, dass ihr wirklich noch recherchiert, dass ihr die Wahrheit, wenn es die Wahrheit gibt, aber zumindest die Darstellung

**Eliot Mannoia:** objektiv.

**Manuela Machner:** Und für alle da draußen, die sich denken, ja, wozu brauche ich ein Abo, ja Und wenn es ein bisschen eine Unterstützung in ein Medium ist, dem ihr traut, dann seid ihr halt unterstützendes Mitglied.

Ich weiß nicht, wie viele da draußen unterstützende Mitglieder in Fitnessstudios sind und nicht hingehen.

**Eliot Mannoia:** Was für ein Vergleich.

**Manuela Machner:** Na, aber ist doch so. Ich weiß nicht, wie lange ich Fitnessstudio Beiträge gezahlt hab, die ich nicht eingelöst habe. Also da ist es vielleicht mehr sinnvoll ich unterstütze ein Medium.

**Eliot Mannoia:** Ja, ja, ja.

**Manuela Machner:** Gut,

**Eliot Mannoia:** Absolut.

**Manuela Machner:** die Chance. Ich hoffe, es ist wirklich eine Chance, was sich da tut. Auch,

**Eliot Mannoia:** Ich hoffe es auch. Vom ganzen Herzen. Also wirklich so wichtig für die Gesellschaft.

**Manuela Machner:** Definitiv Und da geht es um mehr als nur... schreib mir ein paar Sätze in ChatGPT.

**Eliot Mannoia:** Ja.

**Manuela Machner:** Liebe.

**Eliot Mannoia:** Super. Bis nächste Woche.

**Manuela Machner:** Baba.

**Eliot Mannoia:** Ciao.