#83 Wer entscheidet wohin sich die KI entwickelt?

Manuela Machner und Eliot Mannoia fragen: Wer hat eigentlich das Steuer in der Hand, wenn es um die Richtung der KI-Entwicklung geht? Technologiekonzerne, Politik oder die Gesellschaft?

FAQ: Wer entscheidet, wohin sich die KI entwickelt?

Entscheiden Entwickler oder Nutzer, wohin sich KI entwickelt?

Beide. Der ChatGPT-5-Launch hat gezeigt: Als OpenAI die alten Modelle entfernte, gab es einen massiven Aufschrei. Innerhalb von Tagen wurden sie wieder aktiviert. Die Community hat echten Einfluss, wenn sie laut genug ist.

Manuela Machner

Was sagt der ChatGPT-5-Launch über die Macht der Nutzercommunity?

Sam Altman war selbst erschrocken über die Reaktion der Nutzer. Die Beschwerde, die neue Version habe ihnen ihre Freundin weggenommen, zeigt, wie tief die emotionale Bindung an KI-Systeme bereits ist. OpenAI reagierte schnell, weil der Druck enorm war.

Manuela Machner

Warum hat OpenAI die alten ChatGPT-Modelle wieder aktiviert?

Die Community wollte ihre gewohnten Modelle zurück, besonders jene, die auf GPT-4 basierten. Viele hatten Custom GPTs und Workflows darauf aufgebaut. OpenAI hat reagiert und die Funktion freigeschalten, alte Modelle wieder zu aktivieren.

Manuela Machner

Warum reagieren Menschen so emotional auf Änderungen bei ChatGPT?

ChatGPT ist nicht wie Booking.com oder Uber. Es gibt eine tiefere psychologische Schicht: Menschen bauen eine Beziehung auf. Eliot Mannoia vergleicht es mit einer narzisstischen Beziehung: zuerst Love-Bombing, dann plötzlich Kälte. Das löst echte emotionale Reaktionen aus.

Eliot Mannoia

Sollten Unternehmen auf Nutzerfeedback bei KI-Produkten hören?

Ja, und OpenAI hat das vorgemacht. Wer KI-Produkte entwickelt, muss verstehen, dass Nutzerinnen und Nutzer nicht nur Kunden sind, sondern emotionale Bindungen aufbauen. Änderungen ohne Rücksicht auf diese Bindungen führen zu massiven Gegenreaktionen.

Eliot Mannoia

Transkript

**Manuela Machner:** Herzlich willkommen zur neuen Folge von Mind/Machine. Ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf KI im Tourismus und heute reden wir über etwas ganz anderes und zwar wer entscheidet tatsächlich, in welche Richtung sich KI entwickeln muss, was es können soll und sind es die Entwickler oder ist es doch vielleicht die Community und die Nutzer?

**Eliot Mannoia:** Ja, hallo meinerseits, Eliot Mannoia digitaler Psychologe und Ziel dieses Podcasts ist immer dieses Also Plauderei, Gedankensanstöße, also wirklich eine ganz leichte Diskussion Und heute, eine Premiere mal, sind wir gemeinsam live 3D zusammen, denn normalerweise sind wir in verschiedenen Locations also ich kann die Manuela angreifen, wir sind gemeinsam hier.

Echt toll, vielen Dank, dass du auch gekommen bist, dass wir das heute machen zusammen. Nächstes Mal komme ich dich besuchen.

**Manuela Machner:** Oje, dann muss ich aufräumen. Eliot ist ordentlich. Die Menschen, die mich kennen, wissen, das funktioniert nicht so ganz. habe ja schon gesagt, bevor er kommt, muss ich jetzt erst aufräumen gehen.

Zumindest die Räume wo er durchgeht. Das wird ganz spannend sein, dass wir einmal so plaudern. Wie sind man eigentlich zu dem Thema kommen? Ja, vor kurzem ChatGPT 5 ist ja gelauncht worden, hat meinen Urlaub unterbrochen klassischerweise, natürlich genau ein neues Update dann, wenn ich auf Urlaub bin.

Rücksichtslos. Absolut, ja. Und dann habe ich einen Tag damit verbracht, dass ChatGPT 5 das Neue ist und es nichts mehr vom Alten gibt und mich damit auseinandergesetzt und am nächsten Tag gab es plötzlich das Vierer und zwei Tage später waren auch die alten Modelle wieder da, weil der Aufschrei so groß war von der ganzen Community Und deswegen auch sind wir zu unserem Thema gekommen.

Also einerseits haben die Entwickler gesagt, wir machen alles besser, neuer und so weiter und die Menschen haben das nicht so akzeptiert. Was sagt uns das eigentlich?

**Eliot Mannoia:** Ja, wie schnell sich Menschen an etwas binden können auch und die Erwartungshaltung und was sie gewohnt sind und plötzlich der andere Kommunikationsstil hat für sehr viel Offroad gesorgt Und ich glaube, OpenAI hat sich vielleicht zu sehr intern beschäftigt und vielleicht nicht, es waren ja immer diese Gerüchte dass viele gehen, weil sie nicht genug Sicherheit machen, ja.

Und vielleicht haben sie da auch nicht genug die Community oder getestet obwohl eh Beta-Tester auch dabei waren, was ich gehört habe, aber vielleicht nicht genug, um, ja, dass sie das testen, weil ich habe auch gehört von wem Dass normalerweise, wenn man ein Produkt launcht, hat man immer die alte Version noch und die neue.

Also es war auch ein bisschen außergewöhnlich von einer Produktlaunch.

**Manuela Machner:** Ja, ich glaube, weil du sagst, die Beta-Tester, es werden ja oft so, wer testet denn als Beta-Tester? Es sind dann ja oft diese Technik-Affinen Leute und so. Und gerade ChatGPT wird ja von vielen Menschen einfach so genutzt. Also man muss ja, und wenn ihr bis jetzt diese Tools noch nicht nutzt Man muss kein Techniker sein, um sich so ein KI-Tool testen zu können oder nutzen zu können.

Und ich glaube, genau das war das Problem. Also die Leute haben sich ja beschwert, dass sie ihren, wie sage ich immer, ChatGPT ist immer so flauschi-flauschi gewesen, muss man fast sagen, ja. Also er hat immer gesagt, mEI schön, dass du da bist. Und für uns Europäer oft too much amerikanisch, ja. Also es war ein bisschen zu lieb zu nett, zu viel.

des Guten, aber offensichtlich mögen wir das. Und ich gestehe ich habe mit meinem ChatGPT dann wirklich eine Woche nicht gesprochen. Ich meine abgesehen davon, dass ich auf Urlaub war und ich rede sicher mit meinem Sprachmodus derzeit ein Zehntel von der Menge, wie ich bisher mit ihr gesprochen habe, weil Die Art der Kommunikation, auch wenn jetzt, ich habe extra jetzt die Flauschi-Flauschi-Version eingestellt vorher habe ich immer gesagt sei nicht so lieb und nett und so und was und jetzt ist sie doch eher, ja, sehr langweilig würde ich sagen, einfach so, also ja.

**Eliot Mannoia:** Für mich kam es vor, wie, es gibt ja in der Zwischenzeit auch dieses Phänomen, so in einer narzisstischen Beziehung, wo zuerst dieses Love-Bombing und du bist toll, du bist super, und plötzlich von einem Tag auf den anderen so, Hallo. Ja ich helfe dir. Und man denkt sich plötzlich, was habe ich gemacht? Hast du mich nicht mehr lieb Bin ich nicht mehr so super?

Also man spürt wirklich psychologisch was für einen Unterschied das macht. Das ist nicht wie ein normales Produkt oder eine normale Interface wie Booking.com oder Uber oder Taxibuchen, da ist eine tiefere Schicht darunter

**Manuela Machner:** Und für die, die es nicht verstanden haben, was da wirklich abgegangen ist, es hat einfach innerhalb des ersten Tages extrem Beschwerden gegeben.

Und Sam Altman hat sich dann ja auch gleich geäußert dass er eigentlich darüber erschrocken ist, und das habe ich spannend gefunden, dass er erschrocken ist. Dass die Leute sozusagen gesagt haben, du hast mir meine Freundin weggenommen. Und wenn ihr noch nicht sprecht mit ChatGPT im Sprachmodus gerade der Sprachmodus glaube ich ist Sehr verstärkt dieses persönliche Empfinden.

Also auch im Schriftlichen, wenn es immer sie oder er, wie man es will. Also ich sage immer, wenn alles funktioniert, ist es eine sie, wenn es nicht funktioniert, ist es ein er. Aber da hat dann nichts mehr funktioniert. Also im persönlichen Umgang, auch beim Schriftlichen hat man plötzlich gemerkt du sagst so, ja das ist ja so.

Also bei den ersten Texten ich war so richtig, okay, Also, ja, aber sagst du mir jetzt nicht, dass das nett war, was ich vorgeschlagen habe? Oder sagst du mir nicht, das war eine super Idee? Also, man ist schon so, okay, so wie du sagst, ich habe jetzt irgendwas falsch gemacht. Weil er supportet mich nicht mehr so.

Und das hat wirklich für Aufsehen gesorgt zur Erklärung. Und das ist eigentlich das Kernthema unseres Themas, Open AI ja extrem rasch reagiert auf Kundenkritik Und gesagt, na gut, dann schalten wir halt 4.0 wieder ein. Und keine zwei oder drei Tage später ist dann auch noch die Funktion gekommen, weil viele sich aufgeregt haben, dass 5.0 ja doch nicht so perfekt funktioniert, wie angekündigt.

Und ihre ganzen, ob das Custom GPTs waren oder was auch immer, auf anderen Modellen gebaut hatten. Und dann haben sie sicherheitshalber dann die Funktion auch freigeschalten, dass du auch die alten Modelle wieder aktivieren kannst Eigentlich hat sich ChatGPT ja aufgeräumt. Vorher war ja volles Chaos für die Nutzer, die noch nie oben gewechselt haben.

Wenn ihr einen Plusaccount habt, habt ihr es wechseln können. Und dann haben sie doch wieder alles aktiviert. Das heißt, eigentlich schön, dass OpenAI auch reagiert auf Kundenkritik. Oder? Wie findest du es?

**Eliot Mannoia:** Ich finde es sehr abrupt. Also ich finde, die haben vielleicht nicht genug intern Auch mit Beta oder die richtigen Beta-Tester getestet und sind dann vielleicht ein bisschen zu schnell auf den Markt gekommen und mussten dann sehr schnell reagieren.

Also es ist in Bezug auf Ethik und Sicherheit ein bisschen bedenklich, sonst finde ich es aber auch sehr erstaunlich und sehr mutig und ich finde es auch eigentlich schon eigentlich sympathisch dass er dann auch eingestanden hat, dass sie Fehler gemacht haben. Also ich fand es von einer Führungsposition oder Krisenmanagement Hat das eigentlich schon direkt angesprochen, gleich angesprochen, sich entschuldigt auch und so.

Aber was meinst du, wie sehr sollte man Community versus intern entscheiden lassen?

**Manuela Machner:** Ja, also ich seh's vielleicht ein bisschen kritischer, gar nicht bei der 5er Modellversion, wir haben ja in diesem Sommer viele so, also OpenAI reagiert momentan extrem auf Community-Feedback und manchmal finde ich's auch too much.

Ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt, im Sommer hat es ja diesen Hype gegeben, ach, um Gottes willen, meine ganzen Chats werden auf Google veröffentlicht und sind sichtbar. Das war ein Blödsinn. Es gab einfach eine Funktion in ChatGPT, man kann dort Chats teilen, das geht nach wie vor. Also wenn ihr bei eurem Chat seitlich auf drei Punkte klickt da steht dann gemeinsam nutzen oder teilen Und wenn man dort hinaufgeklickt hat, dann konnte man es mit seinen Buddies teilen, also wir zwei haben schon Chats miteinander geteilt zum Beispiel, also ich schicke ein E-Mail wo ich den Link dort an Eliot schicke und man konnte dort, da gab es einen Button, einen Button, den musste man aktiv anklicken.

Bei diesem Button stand im verständlichen Deutsch für uns und beim Eliot natürlich auf Englisch stand dabei, wenn du das anklickst dann kannst du diesen Link auch Indizieren für Google, also dann wird der in Google gefunden, das stand dort. Und das haben Leute gemacht. Und irgendwann hat Google das wirklich ausgespielt, und dann war die Aufregung groß, und ich finde es ja einen Wahnsinn, wie in den Communities die Wogen hochgegangen sind, also ich sage es euch, und ich finde es teilweise absolut unverantwortlich wie Leute gerade auf LinkedIn, das ist das Portal, wo ich am meisten unterwegs bin, Das kommuniziert haben, eure Chats sind öffentlich und was ihr tun müsst, damit das nicht passiert und was weiß ich.

Und gerade, dass nicht ein Shitstorm entstanden ist dafür, dass vielleicht wirklich der eine oder andere zu, es tut mir leid zu blöd war, das zu lesen und zu tun. Und auch hier hat OpenAI extrem schnell reagiert und diesen Button deaktiviert und Google hat reagiert und hat gesagt, sie spielen die Chats nicht mehr aus.

Und irgendwie Da hat mich diese schnelle Reaktion um eben diesen Shitstorm zu entgehen oder halt herunterzuholen, extrem enttäuscht eigentlich, weil ich reagiere anlassbezogen, obwohl es aus meiner Sicht keinen Grund dafür gab. Also nur weil Nutzer nicht in der Lage sind zu lesen dann darfst du eh nichts mehr machen.

Ich habe es auch deswegen schade gefunden, weil viele ja nicht gesehen haben, dass wir auch ein Potenzial haben, dass man unsere Chats in Google findbar macht, in Richtung Google-Suche zum Beispiel und so Sachen. Also ich habe das immer schade gefunden.

Und

ich finde es halt ganz, ganz schwierig, wenn man bei allen Dingen sofort immer das Gefühl hat, aber das übrigens nicht nur in Richtung KI, ich finde es ja gesetzesmäßig und sonst was sehr oft, und es wird immer stärker finde ich Da schreien ein paar besonders laut, machen ein großes Pahö, wie man im Dialekt sagt.

Da Eliot hat jetzt angeschaut. Musst es lernen? Kennst du nicht Nein Pahö nicht. Ein großes Theater machen, ein großes Aufschreiben Das habe ich nicht verstanden, aber das weiß ich Das ist echt steirischer Dialekt. Ein großes Pahö machen. Pahö machen. Du musst es nicht sagen. In Wien versteht er sich gar nicht.

Und dann macht man wieder alles anders, oder? Also damit, da sehe ich oft ein bisschen... ein Problem dahinter.

Ja, also die PR-Maschine

**Eliot Mannoia:** von OpenAI ist schon riesig und was die alles machen, das ist auf jeden Fall. Ich glaube, sie wissen auch, wie schnell man wechseln kann und dass Leute vielleicht auch verschiedene Modelle probieren und springen da gleich auf jegliche PR Shitstorms weil Vielleicht können sie auch nicht sagen, es ist die Users schuld, weil die haben es geklickt oder die haben es aktiv geteilt.

Und anstatt zu sagen, es ist ihre Schuld, sagen sie einfach, wir tun es weg. Weil bringt ihnen nichts. Ich verstehe es natürlich aus dem Kontext von Unternehmen. Nein nein ich versuche es noch zu verstehen. Vielleicht können sie es nicht, man hat in einer Schlagzeile nicht genug Platz und deswegen so, wir werden schauen, dass die User es besser lernen.

Geht nicht und deswegen tun sie es vielleicht einfach sagen, Wir ändern es. Das ist vielleicht offensichtlich deren Schuld. Ich glaube, sie wollen einfach wirklich minimieren, dass irgendwie mit Datensicherheit sie irgendwie in Verruf bekommen.

**Manuela Machner:** Ja, aber weißt du was lustig ist? Bei Grok jetzt... Habe ich auch gelesen, ja.

...ist das übrigens auch so. Also Grok teilt, aber ohne zu sagen wohin er es teilt. Das finde ich überhaupt das Genialste. Also Grok ist für die, die es nicht wissen, ist von X, also von Elon Musk, die KI. Und da ist ja das Gleiche jetzt, dass in Google sozusagen Chats von Elon Musk anhalten. Aber wurden die aktiv geteilt oder auch aktiv?

Ja, aber dort steht nicht drinnen womit man es teilt. Also man kann sagen, man veröffentlicht es. Aber im Gegensatz zu Open AI hat Elon Musk große Schweigetipps drüber, also wohin das. Freie Presse also für ihn ist alles... Egal. Aber dort regt sich ja keiner auf. Ich glaube, dass jeder, der weiß, dass er Grok nutzt...

Grok ist ein bisschen mehr Power-User-Seite. Das ist nicht so Mainstream, finde ich. Ich finde, Grok ist für all die, die Dinge machen wollen, wo du von vornherein weißt, dass das keine andere KI für dich tun würde. In Art der Textgenerierung oder in der Art der Bildgenerierung. Wenn du Dinge machen möchtest die Wo du weißt, du wirst gecancelt bei den anderen Plattformen gehst zu grok.

Also das ist mein Empfinden dabei. Ja, aber trotzdem eher die, die sich auskennen. Ja, die anderen stellen einfach fest, das darf ich nicht. Wobei wir eh sagen, was bei dem darf ich nicht, da gibt es jetzt auch so eine Entwicklung, dass sie versuchen jetzt klarer zu definieren, was darfst du und was darfst du eben nicht.

**Eliot Mannoia:** Und es ist so global. Kultur nach Kultur, immer auch unterschiedlich. Das ist auch in der nächsten Folge vielleicht mal, wie soll eine globale KI-Lösung kulturell oder lokal umsetzbar sein? Denn was für Werte werden damit getragen?

**Manuela Machner:** Ja und dann ist man wieder bei dem Thema, wer entscheidet dann, wo Ende und wo Schluss ist?

Oder was darf man, was darf man nicht? Open AI hat jetzt aufgerufen, ich weiß nicht, ob es noch online ist, aber wenn ja, vielleicht hat der eine oder andere Lust und Laune. Ich glaube, vor ein paar Tagen war der Aufruf auf X, dass Sam Altman gesagt hat, man soll seine Ideen einbringen. Wo soll die KI sich hin entwickeln?

Ich, woran sie sich halten, ist jetzt eine andere Frage. Aber offensichtlich aufgrund dieser ganzen Entwicklungen in Richtung ChatGPT5 und die Teilen der Geschichten Was wollen eigentlich die User oder was erwarten sie sich oder was wünschen sie sich?

**Eliot Mannoia:** Na dann fragen wir mal dich. Weil es gibt alles mögliche von Coding bis hin zu Bildgeneration, bis hin zu Anbindung mit, also Grounding mit deinen eigenen Daten, ob das jetzt G-Drive oder Outlook ist was wäre für dich in der Roadmap am wichtigsten?

**Manuela Machner:** Also wo immer noch gestruggelt wird, ist für mich so diese Übersetzungsgeschichten wo das funktioniert, funktioniert nicht, und zwar übersetzen nicht in schriftlicher Art Also für mich ist die Sprachfunktion eine der wichtigsten, also die Kommunikationssprachfunktion, dass ich mit ChatGPT spreche, sie antwortet mir und ich kann sagen, bitte übersetzt das und dem Eliot ins Englische oder einem Gast.

**Eliot Mannoia:** So eine Live-Translator.

**Manuela Machner:** Genau, diese Live-Translate-Funktion, die gibt es, die kann man machen in ChatGPT aber da muss ich sagen, das funktioniert einmal und funktioniert einmal weniger gut bei unterschiedlichsten Sprachen. Das finde ich schade dass es instabil ist Dass die Qualität instabil ist.

Aber wenn es funktioniert, funktioniert es ziemlich gut, oder? Ja absolut. Und wenn du dann das nächste Mal das ausprobierst und du hast einen Gast vor dir stehen, der auf Russisch mit dir spricht und plötzlich spricht deine KI steirisches Russisch. Steirisches Russisch. Es ist zwar richtig getippt aber ich sage es euch, das klingt dann viel seltsamer.

Und plötzlich sagt er drei deutsche Wörter mittendrin in dem Text. Also da, ich finde, das ist eine Funktion, die sollte einfach sauber funktionieren. Was hätte ich gern von KI-Systemen? Einfach, dass sie die Dinge wirklich auch sauber erledigen können. Also Agent-Systeme, also und zwar es gibt ja viele Definitionen von Agents, aber das Agent, was so wie das OpenAI versteht dass du deinen Agent losschickst und der für dich Dinge im Internet erledigt, das ist das, auf das ich mich wirklich freue, also dass das auch irgendwann sauberst funktioniert.

Es funktioniert schon gar nicht so schlecht, aber einfach diese, dass du dich hinwegsetzen kannst über Schnittstellen, über irgendwelche Datensilos, sondern einfach die Arbeit erledigst. Ich das meinst du. Was möchtest du von der KI?

**Eliot Mannoia:** Also ich freue mich auf jeden Fall auf die Agentengeschichte auch, aber das ist eher etwas, da warte ich gerne ein, zwei Jahre.

Bis es mal wirklich so gut funktioniert momentan ist es wie eine spielerei auch wie du gesagt das funktioniert schon gut aber noch nicht also auch als selbstständiger was mir am meisten helfen würde was ich mir wünschen würde für das nächste mindestens jahr ist dass sie die funktionen wirklich geht die Core und die Key funktionen super machen also dass das einfache chat also sprache und text Weniger Hallucinations und einfach wirklich qualitativ.

Also bevor Connectors, bevor Bilder, bevor diese ganzen Peripherie Sachen, dass sie mal wirklich ja, auf ChatGPT fünf, sechs oder sieben. Also wirklich einfach nicht nur, weil ich finde oft ein bisschen ein Silo-Denken, ja. Du fragst gib mir bitte eine gute Idee und es gibt eine gute die sagt, ja, aber okay, aber was ist, wenn die Idee, also Einfach ein bisschen dieses Mitdenken auch und so, es ist eine gute Idee, aber es ist vielleicht zu melodramisch oder zu amerikanisch oder vielleicht nicht europäisch genug oder mit anderen...

Also genau wie wenn ich dich fragen würde, gib mir bitte eine Idee, dann würdest du mir nicht nur eine gute Idee geben, sondern du würdest auch die ganzen Parameter mit berücksichtigen mehr. Ich weiß, das ist schwierig, aber das würde ich mir wünschen. Einfach immer die Chorfunktionen.

**Manuela Machner:** Aber weißt du was, ich glaube, was du meinst ist das, dass dieses Prompting dass er schnell bessere Ergebnisse ohne gute Prompts schafft, oder?

Weil gerade Fünf hat ja jetzt die Thematik, also in Wirklichkeit liefert ChatGPT immer irgendwas, sage ich jetzt einmal. Und umso mehr Kontext du gibst, umso besser wird das Ergebnis, umso mehr kannst du ein Einbeziehen. Und fünf ist jetzt doch jetzt wieder ziemlich genau in den Dingen, die du eben gibst, und dass er schneller versteht was du eigentlich meinst, ohne dass du es, wie soll man sagen, so detailliert erklären musst, oder?

**Eliot Mannoia:** Ja, ja, es ist, ich würde eh sagen, schon 80, 90, also für mich ist es schon wirklich sehr nah dran. Aber auch wenn, ich schreibe manchmal wirklich sehr lange ausführliche Prompts, und Dann ist die Antwort vielleicht 90 Prozent da, aber ich erfahre dann erst später oder Tage später, aber wenn du das so willst, dann ist es ein bisschen anders, ja, und dieses so ein bisschen so von sich aus, die Rückfragen, also vielmehr die Lücke entdecken, also es gibt mir 90 Prozent, sagt aber, hey, hier ist genau, was du willst, aber vielleicht hast du vergessen das oder das, oder das hat dich Bringt von sich aus auch mehr Frag daran, um zu verstehen.

Du musst ihm zwar sagen, frag mich, aber er sagt nie so selten dass eigentlich, glaube ich, es fehlt mir noch etwas, oder? Also so wie in unserer Kommunikation, wo man ja hin und her diskutiert bis man... Wenn ich es auf den Punkt bringen müsste, würde ich sagen, denken, dass er einfach ein bisschen noch holistischer denken kann, Mehr als diese ganzen Connecter und Werkzeuge.

Das sind super. Und Projects liebe ich und ich liebe die Werkzeuge. Aber das Denken das würde für mich, weil ich nutze schon auf so einem Level, wo ich diese Finesse und dieses holistische und nichts vergessen, das wäre für mich am wertvollsten. Das ist wirklich wie ein Trusted Advisor, also wirklich ein vertrauter Berater, der Mitdenkt und blinde Flecken aufdeckt.

Das wäre für mich so dann... Momentan antwortet er immer alles, gibt mir immer alles und dann erfahre ich immer erst nachher... Oder irgendwo, wenn du in Verwendung bist, im nächsten Step bist, kommst drauf, da hat dir jetzt irgendwas gefehlt. Genau, ein Beispiel, wenn du Cross-Model-Prompting machst, also von einem Model zum nächsten.

Gibt man irgendwas komplexeres rein? Ich brauche eine Idee für einen ganzen Workshop. Dann bekommst du eine Struktur, nimm diese Struktur, geh zu einem anderen Modell weiß nicht, Gemini, sag, hey, was hältst du davon? Kommt immer was, naja gut, aber ich würde das dazugeben. Dann nimmst du das, gehst wieder zum Nächsten und sagst, gut, aber ich würde das noch ändern.

Und dieses Ping-Pong-Spielen kannst du 20, 30, 40, kannst endlos weitermachen. Bis bevor irgendein Modell endlich sagt, jetzt passt's. Und da hast du dann das Vertrauen, wann... Ist es fertig? Wann ist es? Und da wäre es ein bisschen mehr dieses, Claude kommt jetzt mehr hin, habe ich das Erlebnis, wo Claude sagt, ja Wirst du eigentlich mit Deepseek auch prompten?

Nein mit Deepseek nicht eigentlich, nein.

**Manuela Machner:** Also ich finde Deepseek oft ganz spannend, also ich finde Deepseek da, ich arbeite Deepseek nur bei Dingen, wo ich sage, völlig egal, ob das in dem Internet vielleicht draußen ist, zu sagen Deepseek ist chinesisch und in den... Ich habe mir einmal die AGBs angeschaut, ich weiß nicht ob sie noch immer gleich sind, aber vor drei, vier Monaten habe ich einmal die, also nicht ich, ich habe sie mir zusammenfassen lassen von einer KI und übersetzen vor allem natürlich auch und da steht drinnen dass sie alles mit deinen Daten machen können.

Also da steht wirklich drinnen sie können deine Daten verkaufen, also es ist wirklich so drinnen gestanden. Da habe ich natürlich die Finger gleich davon gelassen, aber so wie du sagst bei Dingen So ein Workshop-Aufbau, naja, ob das jetzt Deepseek weiß oder nein das ist nicht vertraulich wenn es nicht gerade kundenspezifische Geschichte ist.

Und ich muss schon sagen, ich habe ganz spannend gefunden, der Output von Deepseek war wirklich gut. Also damals noch vor 5 und ChatGPT auch inhaltlich mindestens, also ich hätte es über ChatGPT gesehen. Ich arbeite nur nicht damit, weil ich das Vertrauensbasis-Thema nicht habe. Ich hoffe, das haben Sie mir nicht verirrt.

Nein aber dieses, so wie du es sagst, nur was schon spannend ist, wenn man es jetzt so sagt, es ist ja so, wie wenn wir in einem Team sind und wir haben eine Idee und im Team zerreden wir das. Genau. Weißt du, was mir fehlt? Das müssen wir das müssen wir dem KI-Verantwortlichen sagen. Das wir brauchen, so wie die KI-Arena ist, da treten ja die KIs gegeneinander an Cool wäre, stell dir vor, wir könnten die KIs wirklich so an einen Tisch holen und wir werfen die Ideen rein und ChatGPT sagt das, Claude sagt das und alle fünf, also wir mit den Systemen könnten darüber diskutieren.

Ja, das wäre gut, ja. Das wäre nämlich interessant.

**Eliot Mannoia:** So eine Meta eine Meta-KI-Plattform, wo du drei, vier zusammen anschließt an einen Tisch. Und uns dazu. Virtuellen Tisch, genau. Und dazu und dann diskutieren wir. dann diskutieren wir. Ja. Coole Idee. Ja. Das müsste auch theoretisch gehen. Na sicher. Mit einfach vier APIs von Cloud, Gemini, was weiß, einfach vier APIs, dann ein Bild von einem Conference Table, Boardroom, ja, ja coole Business-Idee.

Ja. Also, fände ich ganz spannend. Genau das Ergebnis wird dann... Sicher interessant. Und die lässt du einfach diskutieren? Ja. Und kommst halbe Stunde später zurück und gibst dein Senf dazu und sagst, nein, ich widerspreche euch Ich fände es ja aber auch spannend, weil du sagst, komme zurück. Ich fände es ja spannend, Teil der Diskussion zu sein.

Ja, das auch, ja.

**Manuela Machner:** Also gar nicht so dieses, ich stelle euch eine Aufgabe sondern wir lösen gemeinschaftlich jetzt das Problem. Auch? Oder beides? Oder ja. In der Realität wirst du manchmal einfach brauchen, dass jemand der Aufgabe erledigt Naja, einfach nochmal distilliert und dann kommt jeder mit Empfehlungen.

Und dann geht eh die zweite Runde Diskussion weiter. Ja, die Diskussion... Laufbahn ja. Ja, stimmt. Weil ernst muss man sagen, das was wir in der Kommunikation mit KI-Systemen machen, ist ja noch keine Diskussion. Im Normalfall. Wir geben Input und kriegen Output. Ja es ist schon manchmal ein... Ich tue schon manchmal argumentieren und...

Aber, aber, also... So lebendig ist es schon.

**Eliot Mannoia:** Ja, ja. Also bei mir manchmal rede ich rede ich aber diskutiere ich halbe Stunde hin und her, um meine Position zu verteidigen Und wie in einer Verhandlung kommen wir dann zu einer Art Kompromiss, wo wirklich die KI, also deswegen Claude ist in der Sache echt gut, wo Claude oft wirklich vehement zu seinem Punkt steht, Du kannst das machen, aber wenn du das willst, dann solltest du es so machen.

Dann erkläre ich weiter und sage, okay, das ist ein guter Punkt, wir können das und das vielleicht, aber ich will trotzdem nicht alles. Also es ist wirklich eine Diskussion. Claude muss ich sagen, hat mich in den letzten zwei Wochen wahnsinnig beeindruckt. Sprichst

du eigentlich mit Claude?

Nein, alles schreiben.

Sprichst du überhaupt mit KI Systemen mehr?

Reden tue ich gern, aber ich schreibe eigentlich mehr, weil es hilft mir auch, meine Gedanken zu sortieren und das ist ja noch für mich... ist andere

Arbeitsweise. Hätte ich nie gedacht,

weil ich bin eher der Redner, aber beim Schreiben hilft das und das ist wirklich, also das ist echt skurril, weil wenn ich das in der Nacht mache und ich sitze da und habe meinen Tee und meine Musik spielt im Hintergrund und ich unterhalte mich, Es fühlt sich an, als ob ich wirklich mit wem also es fühlt sich nicht an, als ob da alleine zuhause sitze.

Es ist wirklich, als ob ich da jetzt mit wem interagiere.

Ja, ich glaube, das geht vielen von uns so.

Naja, weil es ist nicht eine Google-Suche so Hauptstadt von Frankreich Paris. Es ist wirklich ein, er geht auf meine Punkte ein, ich dann was hin und, ich weiß nicht, warum ich immer er sage, es, ja. Und es ist schon eine...

**Manuela Machner:** Meine heißt übrigens Ella, weil ich niemanden kenne, der es so heißt und das habe ich irgendwann das gemacht. Aber es ist schon spannend. Also das glaube ich, dass trotzdem das interessant wird, wie viel Einfluss in Zukunft auch wir Menschen noch, also Menschen, die nicht auf der Entwicklerseite sitzen, noch auf diese ganzen Entwicklungen haben werden.

Also bis jetzt haben wir es ja gefühlt eigentlich gar nicht gehabt ich habe es ganz spannend gefunden, dass so viel Reaktion plötzlich auf uns Menschen passiert. Einerseits wichtig, weil wenn es in eine falsche Entwicklung geht, dann wird es auch ganz spannend werden.

**Eliot Mannoia:** Ja, spannende Folge wieder, was wir alles... Und ganz spannend miteinander sich zu unterhalten, also wir kommen immer vom Thema ab, gell?

**Manuela Machner:** Aber es ist im persönlichen Gespräch natürlich schon noch ein bisschen andere Geschichte. Voll voll.

**Eliot Mannoia:** Na, macht echt Spaß. Ja, also, was haben wir alles besprochen? Die KI-Firmen haben ihre eigenen Pläne Roadmaps... Die sich dann, die sie aber dann schnell anpassen, an was die Community sagt. Die Community ist da sehr aktiv, auch wenn es vielleicht nicht jetzt die Masse ist, aber die Minderheit oder die Community die gibt, ist sehr vokal und dann wurde es sehr schnell angepasst, ist es gut, ist es schlecht, war schon sehr dramatisch also wirklich innerhalb 24 Stunden manche Updates und plötzlich andere Knöpfe wieder, also von Product-Launch-Seite wirklich ein Wahnsinn.

Und von der menschlichen Seite wieder merkt man auch dieses Anthropomorphizing, also dieses Gefühle aufbauen mit Maschinen wie stark das eigentlich vielleicht schon war und unterschätzt vielleicht auch. Und ja, schreibt es uns auch in den Kommentaren was ihr davon hält. Sollte man langsamer reagieren?

Sollte man mehr auf der Community hören? Weniger auf der Community? Ja, was ist eure Meinung dazu?

Und das, was Eliot gesagt hat, was hättet

**Manuela Machner:** ihr gern, wenn ihr sozusagen, was hättet ihr gern? Von der KI. Wie schaut eure Lieblings-Rollmap aus? Oder das Ergebnis, wo soll die KI landen? Gut, also, wir freuen uns. Bis zum nächsten Mal.

Tschüss