#72 Können wir noch ohne KI leben?

Können wir eigentlich noch ohne KI leben? Manuela Machner und Eliot Mannoia schauen sich an, wie abhängig wir bereits von KI-Systemen sind.

FAQ: Können wir noch ohne KI leben?

Können wir noch ohne KI leben?

Eliot Mannoia stellt die Frage: Sind wir schon so abhängig von KI, dass ein Leben ohne sie kaum mehr vorstellbar ist? Manuela Machner und er diskutieren, was passiert, wenn KI-Systeme ausfallen oder nicht verfügbar sind.

Eliot Mannoia

Was passiert, wenn Technologie plötzlich nicht mehr funktioniert?

Future Shock: Wenn Systeme ausfallen, auf die wir uns verlassen haben, entstehen Chaos und Hilflosigkeit. Manuela Machner beschreibt Szenarien, in denen technologische Abhängigkeiten zum Problem werden.

Manuela Machner

Wie baut man gesunde Resilienz gegenüber KI-Abhängigkeit auf?

Eliot Mannoia empfiehlt: Grundfähigkeiten bewusst erhalten, analoge Alternativen kennen und regelmäßig ohne KI-Unterstützung arbeiten. Resilienz bedeutet nicht, KI abzulehnen, sondern nicht vollständig von ihr abhängig zu sein.

Eliot Mannoia

Transkript

Mind/Machine. Emotionale Intelligenz trifft künstliche Intelligenz. Ein Podcast mit Eliot Mannoia und Manuela Machner.

**Eliot Mannoia:** Hi und Willkommen zur nächsten Folge von Mind/Machine mein Name ist Eliot Mannoia digitaler Psychologe und heute schauen wir uns an können wir eigentlich noch ohne KI?

**Manuela Machner:** Grüß euch und ich bin Manuela Machner spezialisiert auf KI im Tourismus und in unserer Podcast Serie wollen wir ein bisserl über KI plaudern also kein deep dive Technik machen sondern einfach uns über die themen unterhalten

die uns beide beschäftigen. Und wieso reden wir gerade über

das Thema kann man ohne KI?

Der Eliot ist gerade Versuchskaninchen, ein bisschen unfreiwillig. Er ist nämlich, wenn er das Haus verlässt offline. Sprich du hast kein Handy mehr. Wie geht das?

**Eliot Mannoia:** Ja, super. Ja, danke, dass wir das ansprechen dürfen. Ich fühle mich gerade wie in einer Therapiestunde. Es ist schräg und besonders... Am Wochenende plötzlich in der Früh dreht sich mein Handy nicht auf also black screen of death und lasst sich aber nicht mehr einschalten und ja schräges gefühl ich habe die SIM Karte mein altes Handy aber das muss angesteckt bleiben oder die ist die Batterie bleibt nicht so lange aufgeladen wie du gesagt dass ich gehe außer Haus und meine Handy also ohne Handy und es ist es ist ein ganz schräges Gefühl, also nicht nur wegen Züge oder Wetter oder Online-BanKIng, aber auch die Kommunikation, also die diversen Kanäle ob das jetzt Signal oder WhatsApp oder LinkedIn, es ist, ja, also kannst du es dir vorstellen?

**Manuela Machner:** Nein.

**Eliot Mannoia:** Fängst du zu schwitzen an?

**Manuela Machner:** Ich gestehe wenn ich auf Urlaub bin, versuche ich das Handy möglichst wenig zu benutzen, es ist ja auch ein Unterschied ob du zu zweit unterwegs bist. Aber wenn ich jetzt allein, also allein die Vorstellung du wartest auf einen Zug oder auf die Straßenbahn oder irgendwas, oder?

Und schaust dann nur mehr die Leute an, die das Handy benutzen,

dann müsstest du ja so wie in früheren Zeiten dir im Vorfeld die Dinge überlegen und zu Hause vorbereiten also wann fahren die Züge und was tust du dann druckst du dann einen Zettel aus oder einen Schummelzettel oder was also

**Eliot Mannoia:** Ich hab da, Gott sei Dank, wenn es mit Navigation geht, da habe ich irgendwie ein also das kann ich irgendwie gut. Also ich kann viele Sachen nicht gut, auf jeden Fall also auf jeden Fall so Mathe Chemie also es gibt viele Sachen die ich nicht gut kann, aber irgendwie mit Orientierungssinn das habe ich. Aber du hast vollkommen recht, ich war Samstag mit der Familie essen und wollte eigentlich fast schon gehen, dann haben wir gedacht, ich weiß eigentlich nicht mal, wo ich essen gehe.

Weil ich habe es in WhatsApp gehabt und habe mir gedacht, ich schaue dann, ich weiß es ist 18 Uhr, so in einem neunten Bezirk, ich schaue dann einfach und dann musste ich mir überlegen nein, ich muss jetzt schon schauen, wo ich hin muss, weil ich später nicht schauen kann. Also dieses auf Abrufbar, das war schon...

Das musste ich mir wieder irgendwie bewusst machen und ich habe dann auf dem Desktop mit Google Maps geschaut, ah ok, dort ist es Porzellangasse und umher dort und so. Thai-Restaurant kann ich empfehlen Nummer 19, war echt gut. Ja, also ganz schräg

**Manuela Machner:** Aber stimmt, überlege mal, was hättest du gemacht, wenn du nicht daran gedacht hättest? Du bist dann irgendwann, steigst aus der U-Bahn oder keine Ahnung und denkst, ja und jetzt? Du kannst, es gibt keine Telefonzelle eigentlich mehr. Wüsstest du die Telefonnummern von deiner Familie auswendig?

**Eliot Mannoia:** Nein.

**Manuela Machner:** Du kannst einfach wieder heimfahren und wieder auf den Computer gehen.

Also du hast eigentlich keine Chance.

**Eliot Mannoia:** Ja, stimmt.

**Manuela Machner:** Also, aber sowas ähnliches, ich war Billy Eilish-Konzert am Wochenende, also am Freitag am Abend. Und wir haben uns als Gruppe ein bisschen verloren, was haben wir dann gemacht. Die Mädls haben den Standort geteilt, weil wenn 15000 Leute eine Halle verlassen, dann löst sich das natürlich irgendwie auf und wir sind dann mit dem Handy, und wie gut diese Standorteilung geht, sind wir dann... hingegangen und haben uns wiedergefunden und ich habe mir dann echt gesagt, stellt euch vor, wie wir das früher gemacht haben und dann sagt das eine Mädel zu mir, da hast du halt angerufen und ich habe gesagt, nein, wir haben auch kein Smartphone gehabt, wir haben nicht telefonieren können, sondern wir mussten uns ja vorher Gedanken darüber machen, wo werden wir uns nachher treffen.

**Eliot Mannoia:** Also das ist mir auch einmal passiert, da war ich in Abu Dhabi und habe dort einen alten Schulfreund getroffen und ich war fürs Wochenende dort von Dubai und ich wollte auch bei ihm schlafen. Also, ich steige im Taxi aus, gehe in diese Shopping Mall rein und plötzlich merke ich, dass ich mein Handy im Taxi vergessen habe.

Und ich denke mir, what? Ich bin jetzt in einem anderen Land, ich habe seine Nummer nicht, ich habe keine Ahnung, wie ich ihn kontaktieren soll. Ähm... Und das war dann schon, also da bin ich wirklich zurückgelaufen und Gott sei Dank hat dann ein anderer Taxi mir geholfen und hat eine internationale Nummer angerufen für mich, also mein Handy angerufen und Gott sei Dank war mein Handy auf laut und nicht lautlos und der Taxifahrer hat gehört und ist zurückgekommen.

Also wenn man dann reist, ist es dann noch ein Level mehr. Weil wenn man plötzlich, weiß ich nicht ein Monat Backpacking in Südamerika macht und man hat sein ganzes Online Banking und man hat alles dort, dann ist es nicht nur der Kontakt der fehlt, sondern auch viel mehr eigentlich, wenn man wirklich ein Monat unterwegs ist.

Also als Student vielleicht oder so.

**Manuela Machner:** Es reicht mir schon, wenn ich drei Tage unterwegs bin.

Der Vorteil ist ja bei all diesen Dingen, der Digitalisierung, dass wir die meisten Daten schon auf vielen Ebenen haben.

Das heißt, meistens hast du Dinge synchronisiert, das heißt du kannst deine e mail oder dein Whatsapp vielleicht am Computer abrufen aber das kannst ja nur machen wenn es das eingestellt hast, weil du könntest dich jetzt nicht hinsetzen am Computer in Dubai und auf deinem Whatsapp Account gehen ohne ihn zu synchronisieren mit deinem Handy.

**Eliot Mannoia:** Stimmt.

**Manuela Machner:** Das geht auch nicht, aber du kannst vielleicht in dein LinkedIn oder in dein Facebook Account und dort wieder Dinge aufrufen oder in deinen E-Mail Account oder Google Contacts oder was auch immer. Also diese Synchronisierung macht schon Sinn, aber man glaubt gar nicht, wie man, und das ist nicht nur, also überhaupt von dieser ganzen digitalen Welt abhängig ist, oder?

**Eliot Mannoia:** Und ich habe mein Handy zu einem Handy-Geschäft gebracht für die Reparatur und dann hat er gesagt, kannst du mir deine Telefonnummer geben, dann rufe ich dich an. Also ich habe ja ein altes Handy, also das hat dann geklappt, aber wenn ich jetzt wirklich, du hast ja glaube ich eine E-SIM, also wenn du jetzt kein Handy...

**Manuela Machner:** Ich habe nur keine Ahnung was ich mache, wenn mein Handy black ist. Weil ich habe eine eSIM. Ich weiß gar nicht, ob ich das dann zurücksetzen kann auf meine alte SIM. Die liegt, glaube ich, in irgendeiner Schachtel von irgendeinem alten Handy.

**Eliot Mannoia:** Ja das war Wahnsinn.

**Manuela Machner:** Ich habe keine Ahnung, was ich dann täte, ehrlicherweise. Der Wahnsinn ist, das muss man auch sagen, dass man ja über seine ganzen... Online-Geschichten ja auch alles abwickelt. Also ich habe inzwischen auch angefangen, stell dir vor, es passiert etwas bei uns, ja, und ich habe Termine.

Also meine Töchter kennen meine Zugänge zu meinem E-Mail-Account und zu meinem Kalender und ich trage inzwischen konsequent bei jedem Termin den ich habe, auch die Kontaktperson in den Kalendereintrag ein.

Weil stell dir vor, mich da schlägt ein Stein, Sagen wir mal so, ich liege jetzt nur im Krankenhaus und bin gleich tot, aber meine Kinder hätten

den Auftrag in meinen Kalender zu schauen und hoffentlich Termine absagen zu können für mich. Weil vorher habe ich halt meine Termine eingetragen gehabt und irgendwo, weil ich weiß ja, wenn da steht Podcast Eliot, dann weiß ich natürlich, wer du bist usw., Und wenn jetzt jemand meine Termine mit meinen Terminen weiterarbeiten sollte, muss er aber auch wissen, wie er dich erreicht. Bei uns ist es vielleicht noch egal, sage ich, aber wenn ich jetzt einen Kundentermin habe, wo vor Ort 30, 40 Leute dann warten und ich nicht auftauche und ich auch nicht erreichbar bin, macht es vielleicht auch Sinn, dass irgendwer auf meine Daten zugreifen kann.

**Eliot Mannoia:** Ja, sehr, sehr gescheit. Ja, das stimmt. Das ist ja, und jetzt werden wir das extrapolieren auf mit KI. Ja, wenn wir in ein paar Jahren alle einen KI-Assistenten haben, der für uns... So viel Logistik abnimmt, like Eliot, du musst jetzt gehen, oder du musst in fünf Minuten gehen, um den Zug zu erwischen, oder übrigens, nimm den Schirm mit, weil es wird regnen, oder hier ist die Kontaktdaten, die du gerade brauchst.

Was bedeutet das dann, wenn wir noch mehr diese Abhängigkeit abgeben?

**Manuela Machner:** Und du dann offline bist und dein, was auch immer, IoT, was auch immer das sein wird. Deine Brille, dein Handy, dein Patch oder was das dann auch immer ist. Wenn das dann nicht funktioniert, dann hast du nämlich gar keinen Plan mehr.

Ja, also, ja, auch wenn es vielleicht nicht Devices, weil vielleicht ist, was ist, wenn die Software auch mal einen Outage hat, also du hast einen KI-Assistenten der auf den Patch oder deine Brille oder, und was ist, wenn Chat GPT dann plötzlich mal einen Ausfall hat und plötzlich musst du, was, wir müssen wieder altmodisch auf Google Maps schauen oder wir müssen wieder auf Wetter.at schauen.

Was Händisch?

Spannender wird es, wenn du so wie in Spanien einen Blackout

**Eliot Mannoia:** Hm.

**Manuela Machner:** hast, der über mehrere Tage geht.

**Eliot Mannoia:** Naja.

**Manuela Machner:** Da muss man auch sagen, da hast du ja dann ist, du kannst jetzt, so wie

du gesagt hast. Du kannst am Computer ja noch in dein Whatsapp hinein, und da nachschauen, was habt ihr ausgemacht, aber wenn du keinen Strom hast und die Telefonmasten nicht mehr funktionieren und telefonieren nicht möglich ist, weil die Verbindung nicht aufgebaut werden kann und Internet sowieso nicht funktioniert und fast alles im Internet ist von uns und auch unsere Computer irgendwann out of Strom einfach sind auch wenn wir noch so viele Notstromaggregatsysteme haben, weil in unserem Bereich sind wir mit OSVs nicht so ausgestattet, dass man sagt, man überbrückt das länger.

Und es nutzt ja auch nichts, weil selbst wenn ich in meinen Kalender

Naja ich kann in meinen Kalender auch nicht mehr hineinschauen,

weil mein Kalender ist online. Also

**Eliot Mannoia:** Und wenn der Computer für sechs Stunden Batterie geht, geht das WLAN oder das Internet trotzdem nicht oder die Maske.

**Manuela Machner:** Das sind so die Horror-Szenarien für alle, die am Computer so viel arbeiten wie wir. Und andere denken sich jetzt sicher, ja mein Gott, nein, es gibt nichts Schöneres. Es ist ein bisschen so dieses Covid-Thema man klickt sich aus der Welt aus plötzlich.

**Eliot Mannoia:** Ja das geht eigentlich in die Richtung.

**Manuela Machner:** Wobei da haben wir uns mehr eingeklickt muss man sagen. Während Covid haben wir uns ja mehr in die digitale Welt eingeklickt weil wir uns aus der realen Welt ausklicken mussten.

**Eliot Mannoia:** Ja nein ich muss sagen es ist eigentlich eigentlich nicht so schlimm ist es ja also ich glaube wenn ich unterwegs wäre dann wäre also jetzt ist es eh Gott sei Dank eine ruhige Zeit diese diese Tage wenn ich jetzt ja, also mit viel unterwegs wäre ohne Handy, dann wäre das auf jeden Fall anders.

**Manuela Machner:** Schwierig.

Aber so wie es am Wochenende ist es eigentlich voll okay.

dann hättest du schneller ein neues Handy gehabt, also das musst du auch sagen. Da gehst du dann ins nächste Shop und kaufst dir ein Handy und steckst es in die SIM-Karte um. Ich glaube, wenn du jetzt im Businesslauf bist, dann ist dir das dann auch ziemlich egal, welches ob es jetzt wirklich Android, iPhone oder was auch immer ist.

Ich glaube sogar, dass du vom Zahlen her bereit bist, mehr zu zahlen weil du einfach sagst ich brauche sofort eine Lösung.

**Eliot Mannoia:** Ja ja wenn man da ist da glaube ich schon ja einfach wieder für business continuity also für dieses ja

**Manuela Machner:** du kannst auf Dauer nicht vertreten dass du nicht erreichbar bist. Also du kannst, auch wenn du den ganzen Tag in der Workshop bist, bist du auch nicht erreichbar. Aber ich denke trotzdem, dass das... schwieriger wird. Wenn du aber jetzt, abgesehen vom Handy, wenn wir uns anschauen, das lustige ist ja, wenn wir von KI reden, reden ja alle immer von Chat GPT eigentlich, oder viele reden von Chat GPT und solchen Geschichten.

Aber in Wirklichkeit haben wir diese ganzen Systeme gerade die Smartphones, sind ja ein Fundus von KI-Systemen in Wirklichkeit. Also da läuft ja schon sehr vieles drüber. Wenn du jetzt aber abgesehen jetzt vom Handy nimmst und vom klassischen Chat GPT, wenn man sich anschaut wie unser tägliches Leben ja schon organisiert ist und wie Systeme uns schon, also oder Abläufe steuern.

Wenn du dir vorstellst, dass die Sachen nicht mehr funktionieren, dann gehen wir wieder in ein analoges Zeitalter zurück. Wobei die Frage ist, ich habe gestern so ein spannendes Video gesehen, da hat eine dann gemeint ob es, es gibt immer dieses Trend, Gegentrend, aber ob es wieder einen Analogfrühling gibt sozusagen, dass Leute wieder stärker analog Dinge machen wollen, also eben im Tourismus auf Messen gehen oder irgendwo, um wegzukommen von diesem alles am Computer, alles am Handy, alles digital zu machen.

Glaubst du wirklich?

**Eliot Mannoia:** Das habe ich auch schon ein paar Mal gehört, auch in Bezug zu... den ganzen Content, den wir jetzt sehen und der jetzt vermehrt kommen wird, ob es jetzt Videos oder Musik ist, die mit generativer KI erstellt wurde, dass der menschliche Stellenwert oder made by you oder made by human auch wieder einen ganz anderen Stellenwert haben wird.

Also ich glaube schon, dass Face-to-Face-Meetings, also ich freue mich wahnsinnig immer, wenn wir uns... in echt sehen. Ja, also...

**Manuela Machner:** Nicht, dass wir das so oft daten ich will ja nur sagen, für alle da draußen, wir haben über 70 Podcastfolgen und wir haben uns in echt 4 Mal gesehen aber, wir sind inzwischen schon best friends, muss man auch sagen, also das geht auch,

Ja es geht schon auf jeden Fall, aber ja, es ist dann immer schöner in echt. Das stimmt. Ich glaube schon, dass es auch diese Gegenbewegung sein wird und ich glaube wir müssen das auch pflegen. Wie siehst du das zum Beispiel, du hast ja auch KInder, was glaubst du, sind die schon voll für diese Gegenbewegung oder muss man da was machen?

**Eliot Mannoia:** Was ist so deine Meinung dazu?

**Manuela Machner:** Ja meine sind schon, glaube ich, die sind gerade durchgeschlüpft, die sind vom

Alter her, vor diesen extremen Trends gewesen. Und da zwei extrem viel Sport treiben ist da natürlich ein ganz anderer Mindset, als wenn du jetzt nur am Computer sitzt.

Und die Dritte die arbeitet und hat extrem viel in ihrem Arbeitsleben mit Menschen zu tun und nicht mit Computern, in einer Apotheke,

also du hast ständig Kundenverkehr, Kollegen

und so weiter, also da kommst aus dem Ganzen nicht so raus.

Ich glaube, dass sie jetzt nicht die besten Beispiele sind. Ich sehe es aber viel bei den Schulungen die ich habe. Dass viele ganz, ganz Junge also da würde ich jetzt sagen unter 20 oder so in dem Level-Bereich sich wirklich schwer tun damit.

Also die halt sich lieber zurückziehen, hinter das Handy, hinter den Computer und diese Interaktion gar nicht so, oder nicht recht wissen, wie sie es angehen sollen. Also das erlebe ich schon auch. Und das Problem ist ja auch, dass wir als Umfeld ein Problem damit haben, weil wir alle soziale Wesen sind und der Meinung sind, die müssen ja, und umso mehr Druck entsteht, umso mehr Gegendruck. Ich meine so war es bei uns ja auch und unserer Elterngeneration.

Und ich glaube, dass das ganz, ganz wichtig ist, dass du von Kindheit an den Kindern unbedingt alternativen geben musst und sie nicht von Kleinstkind an schon mit Handy am Kinderwagen oder am Babysitz digitalisieren musst. Donald Trump hat ja ankündigt, er möchte KI-Schulung im KIndergarten schon machen.

**Eliot Mannoia:** Wirklich, ja.

**Manuela Machner:** Ja. Ich meine, okay, das ist

jetzt nicht unbedingt die Person, die man zitieren sollte. Aber wenn man sich das vorstellt. Er möchte halt, dass alle gewappnet sind und, dass die USA Vorreiter im Bereich KI ist aber, die Frage ist man dann noch für das tägliche Leben gewappnet? Da ist die große Verantwortung für uns Eltern zu sagen: Da gibts einen Wald, da gibt es eine Wiese, da gibt es einen Spielplatz, da gibt es andere Kinder, da gibt es Wasser, da gibt es Steine und da gibt es eine leere Schachtel aus der du etwas machen kannst. Also ich glaube, dass das ganz ganz wichtig ist.

**Eliot Mannoia:** Dass sehr viel Wert in Leerzeit oder wie sagt man das, in Langeweile, sehr fruchtbare Erde und sehr wichtig auch für die Gesellschaft.

**Manuela Machner:** Und das, was du vorher gesagt hast, finde ich so wichtig. Wir sind erst am Anfang der KI-Entwicklung. Also das, was jetzt passiert, ist eh noch in sehr vielerlei Hinsicht Spielerei. Und diese Agent-Entwicklung passiert ja. Also da

muss man sagen, du kannst ja jetzt... momentan ist es noch ein bisschen mühsam einen Agent aufzusetzen der gewisse Tätigkeiten für dich erledigt.

Aber es geht schon immer besser. Und... Eine Sache ist einmal Kontrolle hergeben. Du gibst ja dann einem Agent eine Kontrolle her, dass der

Dinge für dich erledigt. Also ich spiele mich ja mit Operator, das ist der Agent von ChatGPT, der kann jetzt auf der Browser-Oberfläche Dinge machen. Und jetzt habe ich einmal geschaut wie es wäre, kann er in Facebook Kommentare zu Freunden von mir machen und meine Freunde, keine Angst, die meisten Kommentare sind von mir. Ich hab es

nicht geschafft, diese Kontrolle tatsächlich abzugeben. Mich hat es interessiert ob er es kann und das muss ich sagen, war gar nicht schlecht. Also er hat dann irgendwo dazu geschrieben, war eine coole Idee oder sonst was. Ich meine, ich habe mir auch gepromptet dass er positiv und welche Themen er nicht darf und so. Aber ganz ehrlich, ich bin dabei gesessen und habe ihm so zugeschaut und habe mir gedacht, wenn du jetzt auf Facebook in meinem Namen irgendetwas kommentierst was ich nicht packe, wenn es positiv ist, also Kontrolle abgeben ist ein Thema. Und wenn wir dir mal abgegeben haben, ich glaube, wenn wir gewohnt sind, wenn ich ihm eine Stunde vielleicht zuschauen tätte, ich bin nur viel zu ungeduldig für sowas, und das wäre immer in meinem Sinne, dann gibst du vielleicht irgendwann die Kontrolle ab, Dinge zu machen, selber.

Und dann ist die Frage, weißt du ja nicht mehr, was da parallel in deinem Namen passiert.

**Eliot Mannoia:** Ja ich vergleiche es immer mit die Rolltreppe das ist für mich so eine schöne Metapher dafür. Die Rolltreppe ist so sanft und ruhig und man geht einfach die Rolltreppe rauf statt die Stiegen zu steigen. Und diese Bequemlichkeit, das schleicht sich so in unser Leben ein. Google Maps ist doch besser als eine Landkarte.

Und Online-Banken ist doch besser als jetzt, bei bestimmten Öffnungszeiten irgendwo hingehen zu müssen, wenn es regnet und Online-Bankengeschäft zu machen. Also ich finde, auch wenn es vielleicht, da gebe ich dir vollkommen recht, Also zu kommentieren in meinem Namen auf Social Media, das würde ich nicht so, aber vielleicht so mit Wetterupdates oder mit, oh, möchtest du dich vielleicht jetzt schon fertig machen, weil du hast deinen Termin in einer Stunde oder, also wer weiß, mit so kleinen Sachen.

**Manuela Machner:** Ja, Terminkoordination. Eines der schwierigsten Themen finde ich oft, von vielen Personen Termine zu koordinieren. Dann gibt es natürlich irgendwelche Tools, die das machen, aber wenn sich die KIs untereinander absprechen könnten, dann könnten die KIs sich ja ausmachen, unsere Agents wann haben wir das nächste Mal, weil für uns zwei ist das oft ein Thema, wann machen wir eine Podcast-Aufzeichnung und wann reden wir online miteinander und irgendwann hast du dann ja selbst gar nicht mehr die Kontrolle, über

die Dinge und auch gar keinen Einblick mehr, wie funktioniert das überhaupt noch. Jetzt ist der Termin vielleicht

drinnen, aha, ja, das… und eigentlich ist es jetzt schön draußen und ich würde gerne Radfahren gehen und das ist nicht eingetaktet von meinem Agent. Also das finde ich schon spannend und ich finde sogar, die Rolltreppe ist glaube ich nicht so das Thema und beim Online-Banking, weißt du was, wo ich das Kontrollverlust-Thema schon jetzt sehe, das hat nichts

mit Geld zu tun hat mit Digitalisierung zu tun, diese Kartenzahlung. Das Kartenzahlungssystem war ja auch schon, oder ist für viele auch schon ein bisschen ein Kontrollverlust. Wir haben

nicht umsonst so hohe Überschuldungen von jungen Menschen. Die halt überall mit dem Handy oder mit der Karte zahlen und du hast ja keine Kontrolle mehr. Früher hast du Geld in der Geldbörse gehabt und ich bin selber Kartenzahler. Und wie schwierig es ist, im Kopf dann noch irgendwo einzuordnen zu können, wie viel habe ich jetzt tatsächlich ausgeben. Weil da habe

**Eliot Mannoia:** Sehr guter Punkt, ja.

**Manuela Machner:** ich 2 Euro 50 auf der Karte und dort 10 Euro und dort 50, die 50 weiß ich noch, aber die 2 Euro 50, die 10 Euro vielleicht nicht mehr. Und und da begeben wir uns in Abhängigkeiten und haben aber irgendwo schon gar nicht mehr, wir verlieren das Gespür ein bisschen dahinter Also, oder auch Kalendereinbuchungen. Ich habe mir jetzt überlegt ob ich so Google Kalendergschichten aufmache, dass Leute sich einbuchen können, in meinen Kalender zu gewissen Terminen. Das hast du ja auch. Aber ehrlicherweise, ich habe mich da nicht darüber getraut, weil ich hab immer im Hinterkopf, morgen ist das, nächste Woche ist das. Meistens nicht im Detail, morgen hoffentlich schon, aber nächste Woche nicht im Detail, aber ich habe immer ein relativ gutes Gespür wie wo stehe ich. Termintechnisch,

und und und und da habe ich ehrlicherweise Angst davor dass ich da die Kontrolle über meine Termine und auch ich plane ja dann auch meine Freizeiten zum Arbeiten ...

**Eliot Mannoia:** da muss man wirklich auch blocken die Zeit die man braucht. Wenn man seinen Kalender offen legt wie ich das habe, dann muss man halt den Kalender ein bisschen anders pflegen. Es wird auch sehr wenig genutzt muss ich sagen, dass Leute bei mir direkt eine Kalenderbuchung machen. Aber ja, man muss da wirklich auch blocken blocken blocken auch die Reisezeiten zum Beispiel.

Es geht ja nicht nur der Workshop, sondern man muss ja auch vorher reisen wenn plötzlich irgendwer eine Einladung reinpoppt in der Reisezeit. Also ja, Arbeitersuche ist auch hart.

Offene

**Manuela Machner:** Kalender käme für mich, so gesehen eh überhaupt nicht in Frage, weil ich einfach zu viel auf Achse bin. Mit Termin freigeben, nein, es wäre oft praktisch wenn Leute sagen, können wir uns nicht abstimmen zu irgendwas und ich dann schreiben muss, ja, ich kann. Ich meine ich habe den Luxus, dass ich keine Zeit habe. Ich weiß nicht, aber es ist schon ein bisschen blöd wenn ich dann schreiben muss, ja, nächste Woche zwischen 12 Uhr und 12 Uhr 30 am Dienstag und am Mittwoch zwischen 17 und 18 Uhr und dann am Freitag zwischen 8 bis 9 Uhr, weil alle anderen Zeiten entweder eben im Zug sitze,

Oder

**Eliot Mannoia:** Wochen schon voraus manchmal, wenn man ständig unterwegs ist.

**Manuela Machner:** Und da ist es praktischer, wenn der den reservieren könnte.

Also das ist einfach die Überlegung.

**Eliot Mannoia:** Ja, ja.

**Manuela Machner:** Nein, abgesehen davon, das spielt jetzt da gar keine Rolle. Nein, weil diese Abhängigkeit die KI's das dann alles automatisch machen, habe ich überhaupt keinen Plan mehr, wann ich wo, wie bin.

**Eliot Mannoia:** Dann fragt meine KI, deine KI.

**Manuela Machner:** Ja, genau. Wobei bei uns zwei wäre das eh ok.

Das hätte ich gar nicht so das Thema. Aber es ist ein anderer Level, weil wenn irgendwas wäre, kann ich anrufen und sagen, oh das geht nicht,, meine hat sich geirrt im Kalender. Ich habe vergessen, meiner KI zu sagen, dass ich eigentlich im Zug sitze. Oder es hat sie nicht berechnet oder nicht bedacht.

Ja das

**Eliot Mannoia:** würde sie wissen. Der KI-Assistent wäre mit dir.

**Manuela Machner:** Sie reserviert meinen Platz, wobei das geht ja jetzt schon, das muss man auch sagen, also das geht mit Operator schon ganz gut, also die Platzreservierung, Zug aussuchen, Hotel buchen, das funktioniert jetzt schon.

**Eliot Mannoia:** Aber hast du deine Karte hinterlegt Hast du deine Karte hinterlegt zum Zahlen da noch?

**Manuela Machner:** Nein, so funktioniert es nicht. Er macht alle Vorarbeit und gibt mir dann die Seite und sagt, ich habe dir das Hotel ausgesucht.

Also du siehst einfach dann die bookin.com Seite zum Beispiel, du siehst die Buchung. Also du kontrollierst das nochmal, aber die Buchung ist bis zum Ende fertig ausgefüllt und du machst nur mehr die Bestätigung entweder gehst du in dein Booking-Konto rein oder hast du das vorher schon gemacht, das Booking-Konto aufgemacht und dann bestätigst du mit dem Code von deiner Kreditkarte. Also du... Soweit ist es noch nicht also er schließt nicht ab den Kauf den musst du am Ende abschließen ist mir noch ganz Recht also dafür bin ich doch zuviel Kontrollfreak naja Kontrollfreak bin ich

eigentlich gar nicht aber ich hab schon noch gern dass ich weiß wo ich schlafe damit ich das in den Kalender eintragen kann.

**Eliot Mannoia:** Und warst du zufrieden mit der Platzreservierung im Zug, was Fahrtrichtung und wo das Hotel war auch zufrieden?

**Manuela Machner:** Ja, also er hat genau die Kriterien erfüllt die mir relevant waren zum Beispiel, wobei ich habe es dann so gemacht bei der Hotelreservierung, er habe es mir auf booking rausgesucht und ich habe dann gesagt, gehe auf die Website und schaue, ob man direkt buchen kann, weil ich ja nicht, wenn es sich vermeiden lässt, eher direkt buche als über booking, weil ich ja weiß was die Provisionen sind, aber die KI macht die Vorselektion über booking. Also die KI geht jetzt nicht in einen Ort und sucht

dort 30 Hotels durch in der Nähe der Location, wo viele nicht einmal Online-Buchungssysteme auf ihren Webseiten haben, weil sie kann mir dann keine Antwort geben, also die Buchung Ich kann da nicht sagen, ja, das Hotel hat noch ein Zimmer frei oder nicht.

Nein, das funktioniert gut. Zugreservierung funktioniert auch schon. Also die Sachen funktionieren wirklich schon ganz gut. Das muss ich echt sagen. Und vor allem auch unter dem Aspekt, er arbeitet zwar vor sich hin und macht tausend Fenster auf, das ist ganz spannend, aber vor allem unter dem Aspekt dass... Ich sage, ich habe bis dann und dann einen Workshop, zum Beispiel, oder ich muss bis dann und dann dort sein. Also suche mir Züge heraus, die entsprechend sind,

wo ich möglichst wenig umsteigen muss, aber die Fahrzeit halt auch überschaubar ist. Reserviere mir einen Platz. Ich habe eine Vorteilscard hinterlegt und die zweite Geschichte ist dann bei der Hotelbuchung, dass ich wertlege

meistens dass das Hotel in der Nähe des Veranstaltungsortes ist. Dass es natürlich gewisses Preislimit hat, dass es nicht unbedingt ein Hotel sein muss es auch ein Privatzimmer sein, da habe ich einfach gewisse

Richtlinien, also was mir

wichtig ist. Und das ist auch ganz spannend, wenn du zuschaust weil man kann zuschauen, es ist nicht wie bei einer Google- oder Chat GPT-Suchabfrage, wo du einfach Lösungen kriegst, sondern du siehst auch, was er klickt, tatsächlich. finde ich nämlich ganz spannend. Und du siehst dann auch, er geht wirklich in den Maps-Ausschnitt, weil ich ja meistens sage, ich muss ins Tourismusbüro oder zu dem Kongresszentrum dort habe ich meine am nächsten Tag halt die Veranstaltung. Und dann sucht er sich wirklich heraus, welche Hotels im Umkreis sind.

Also das funktioniert wirklich verhältnismäßig

**Eliot Mannoia:** Und es wird nur noch besser, nur noch besser.

**Manuela Machner:** Definitiv, ja.

**Eliot Mannoia:** Wenn wir jetzt irgendwie rückblicken was wir alles abgedeckt haben. Wir haben ja angefangen heute mit Smartphones und vielleicht Google Maps.

**Manuela Machner:** Verlorene smartphone von dir.

**Eliot Mannoia:** Das war das Smartphone.

**Manuela Machner:** Verloren ist es ja gar nicht, eingegangenes.

**Eliot Mannoia:** Genau, einfach eingegangen. Bis hin zu jetzt, wo wir schon reden, wie es eigentlich Züge Hotels schon bucht.

Also ich glaube, unsere Abhängigkeit von diesen Technologien angefangen von Software bis hin zu KI mit Operators und Manus oder wie auch immer, Es ist schon, ja, wir gehen in eine Richtung, die uns wahnsinnig viel helfen wird und sehr viel abnehmen wird. Ich glaube, wenn uns bewusst bleibt, dass wir vielleicht auch Analog es schaffen sollten. Und ich glaube auch, was du gesagt hast, Manuela, das mit der Gegenbewegung, dass wir dann auch ab und zu uns disconnecten und auch mal ein bisschen analog und analog im Frühling und mit Menschen und auch Face-to-Face-Zeit miteinander verbringen, finde ich ganz ganz wichtig und ja, spannendes Thema.

Ich bin gespannt, wie wir auf dieses Thema in fünf Jahren zurückblicken und denken, boah die haben ja keine Ahnung gehabt. Also ich bin gespannt, wie unsere KI-Assistenten dann uns noch mehr unterstützen. Super. Vielen Dank.

**Manuela Machner:** Wir würden uns freuen euch auch offline einmal zu sehen zu treffen oder

**Eliot Mannoia:** Absolut.

**Manuela Machner:** Nicht nur online und wir zwei vor allem auch.

**Eliot Mannoia:** Yes.

**Manuela Machner:** Dann bis bald Eliot und da draußen.

Macht's es gut.

Ciao!