#71 Künstliche Intelligenz - Wer lernt von wem?

Lernt die KI von uns oder lernen wir von der KI? Manuela Machner und Eliot Mannoia diskutieren das gegenseitige Lernverhältnis zwischen Mensch und Maschine.

FAQ: Künstliche Intelligenz – wer lernt von wem?

Lernen wir von der KI oder lernt die KI von uns?

Manuela Machner stellt die Frage: Wer lernt eigentlich von wem? KI lernt aus unseren Daten, aber wir passen auch unser Verhalten an KI an. Es ist eine gegenseitige Beeinflussung, die wir noch nicht vollständig verstehen.

Manuela Machner

Wie verändert KI unsere Lernprozesse?

Eliot Mannoia beschreibt: KI-Tutoren, personalisiertes Lernen und sofortige Feedback-Systeme verändern, wie wir Wissen aufnehmen. Aber das Risiko besteht, dass wir oberflächlicher lernen, weil KI immer die Antwort liefert.

Eliot Mannoia

Was sollten wir von KI lernen?

Manuela Machner und Eliot Mannoia diskutieren: KI zeigt uns, wie Mustererkennung, Datenanalyse und schnelle Iteration funktionieren. Diese Denkweisen können wir auf unsere eigenen Lernprozesse anwenden.

Manuela Machner

Transkript

Mind/Machine. Emotionale Intelligenz trifft künstliche Intelligenz. Ein Podcast mit Eliot Mannoia und Manuela Machner.

**Manuela Machner:** Herzlich willkommen zur neuen Folge von Mind/Machine. Ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf Künstliche Intelligenz im Tourismus

Und heute sprechen wir über, wer

lernt eigentlich von wem? Wir von der KI oder die KI von uns?

**Eliot Mannoia:** Hi, mein Name ist Eliot Mannoia, ich bin digitaler Psychologe und mit diesem Podcast-Format dieser kurzen Plauderei, möchten wir Gedanken anstößen und Inspirationen liefern.

Manuela,

lernst du von der KI, lernt die KI von dir, was ist so dein Bauchgefühl da?

**Manuela Machner:** Also beides, definitiv beides. In meinen Workshops versuche ich den Leuten beizubringen wie die KI von ihnen lernen kann, hauptsächlich in der Art und Weise, wie... Texte geschrieben sein sollen, welche Formulierungen verwendet werden sollen, sodass es halt menschlich

klingt, oder dass es nach dem Verfasser klingt.

Aber ich habe schon das Gefühl, dass die Menschen, aber auch ich, gewisse Dinge von der KI natürlich lernen. Gutes aber vielleicht auch nicht so Gutes

**Eliot Mannoia:** Ja, sehr spannend, also ich glaube, wenn wir auch in diesen Frameworks wie man promptet also wenn man Befehle eingibt mit, du bist diese Rolle oder stell dir vor, du bist Marketingchefin, dann Kontext geben, dann bringt man der KI bei, mehr in einem Kontext zu agieren, aber wie glaubst du, wird es dann sein, wenn die KI dich wirklich ständig begleitet und wie ein KI-Assistent ist und du das eigentlich dann weniger machen musst?

Glaubst du, dass vielleicht Kinder mit einer KI aufwachsen?

**Manuela Machner:** Ja, das tun sie, glaube ich, jetzt schon. Aber was noch, um zurückzukommen zu dem, was du gesagt hast, wir prompten und die KI lernt aber in Wirklichkeit lernen wir auch jetzt eine neue Art der Kommunikation

**Eliot Mannoia:** Ja,

stimmt.

**Manuela Machner:** Weil einerseits ist es eigentlich genau das, wie sollte man auch Menschen Dinge erklären oder beibringen, nur bei Menschen sind wir oft viel, wie soll man sagen - wenige machen ein Kommunikationstraining im normalen Umfeld und sagen

der Kollegin erkläre ich Dinge so und so.

Also das tun wir im normalen Arbeitsumfeld gar nicht. Wir lernen aber, wie man mit der KI diese Dinge erklärt. Wenn es in Wirklichkeit fast die gleichen Prinzipien sind, ist das so lustig dass wir uns da jetzt schon anpassen, wie schreiben wir einen Prompt richtig, wie machen wir das, also da machen wir das ja schon, und dann halt lernen, was rauskommt.

Aber zu deiner Frage, ob Kinder mit KI aufwachsen werden, ja, das

**Eliot Mannoia:** Mit einer KI-Assistentin.

**Manuela Machner:** Eine KI-Assistentin. Ja, glaube ich schon. Also ich erlebe schon Kinder, die ganz natürlich mit Chat GPT reden oder solche Programmen halt und die das ja viel, viel viel natürlicher machen als wir. Also, die sagen, erzähl mir eine Geschichte und erzähl mir eine Geschichte, wo der Name Lena ist und mach dieses und mach

jenes. und wie macht

es.

Und da muss man sagen, das ist einfach ein Sparing-Partner, Kommunikationspartner. Und da lernen, glaube ich, auch Kinder ganz, ganz stark, auch von der KI, die Ausdrucksweisen, das Wording, diese ganzen Geschichten, die sie ja eigentlich von uns Eltern lernen, normalerweise.

**Eliot Mannoia:** Weil wir haben ja auch jetzt erst in einigen Wochen gibt es auch irgendwie so diese Berichte oder Kommentare von Menschen, dass Roboter, das ist ja auch, entwickeln sich ja auch wahnsinnig viel, dass da der iPhone-Moment auch demnächst passieren könnte ob das jetzt dieses Jahr oder nächstes Jahr ist.

Aber wenn plötzlich die Roboter dann da sind, dass sie wirklich sehr praktisch und zu Hause sein können. Und dann noch, wenn man sich Chat GPT anschaut und die Entwicklung, wenn das zusammenkommt, ich meine, wenn wir dann Roboter haben, die im Haus rumgehen und mit denen man wirklich so natürlich sprechen kann, pff, also...

**Manuela Machner:** Ja also ich glaube, das ist ja dann nur mehr die körperliche Verkörperung der KI. Ich finde ja, es super, wenn die dann Dinge arbeiten lassen können für uns, das ist überhaupt nicht das Thema, aber ich denke trotzdem, dieses Lernen ist ja schon das, was da ist oder das, wo die Reise hingeht, schon ein Riesenthema. Die Software wird sich auch immer stärker unseren Bedürfnissen anpassen. Also das, was wir brauchen, was wir wollen. Und da gibt es eigene Studien dazu und dass es da ja, glaube ich, auch mehrere Stufen gibt. Also momentan sind wir eher noch, wir lernen nach wie vor, wie sollen wir mit dem Computer reden und parallel versuchen eigentlich die Entwickler genau das andere herum, dass die Computer lernen, wie wir funktionieren.

Und der Chef von NVIDIA hat das ja so gebracht vor ein paar Wochen einem interview. In dem er gesagt hat, die Menschen haben die letzten 50 Jahre alles daran gesetzt, zu verstehen wie der Computer denkt und jetzt verstehen die Computer wir denken. Und dadurch können sie auch für uns leichter handeln. Also ich glaube, da gibt es schon ein bisschen so diese Kehrtwendung. Also der Computer lernt jetzt auch sehr, sehr viel von von uns und unserem Verhalten und versucht entsprechend sich anzupassen.

**Eliot Mannoia:** Sogar einen Schritt weiter. Denn diese Woche oder letzte Woche ist Google Alpha Evolve rausgekommen, wo die den eigenen Trainingsprozess optimieren schon. Also sie lernen nicht nur von uns, sondern sie lernen auch schon selber viel mehr und viel unabhängiger. Also dieses Machine Learning war ja immer schon, also nicht immer, aber war schon lange ein Ansatz, der wirklich stark in der KI wirklich viel weitergebracht hat.

Aber jetzt mit Alpha Evolve, wo sie auch neue Algorithmen vielleicht entdecken können und so, also es ist...

**Manuela Machner:** Ja,

das ist ein bisschen die Büchse der Pandora ist eh schon offen, das muss man jetzt auch ehrlicherweise sagen. Es haben schon viele Forscher gesagt, man darf eigentlich Computern nicht beibringen sich selbst zu programmieren unter Anführungszeichen, sich selbst zu verbessern in dem Sinn, dass sie selbst Eingriffe auf sich selbst machen können. Und es wird ganz spannend werden, was das dann auch wirklich bedeutet. Man muss aber auch sagen, dass viele Dinge, die man serviert oder gezeigt bekommt, noch gar nicht so selbstverständlich funktionieren.

Aber momentan, also die Frage wird einfach sein, dauert es ein halbes Jahr, dauert es ein Jahr, dauert es fünf Jahre, aber wir reden sicher nicht mehr, so wie es bis jetzt war, in Jahrzehnten oder irgend sowas.

**Eliot Mannoia:** Die Kurve wird schneller. Man kann es kaum eine Kurve noch nennen. Es ist schon so steil es ist unglaublich, kann ich jedem empfehlen. Da war ein TED-Talk mit Dr. Eric Schmidt, der war früher lange bei Google und der hatte einen echt guten... TED-Talk darüber kann ich empfehlen, wir können den Link dann auch unten stellen.

Was wir noch dazu sagen wollten mit dem Roboter, es war nämlich, mein Kommentar war eigentlich in Bezug zu das mit den Kindern und wir wissen ja, wie viele Eltern einfach ein Tablet vor dem Kind geben im Restaurant und da stelle ich mir vor, naja, was ist, wenn das ein Roboter ist? Also, wenn der Roboter sich mit den Kindern beschäftigt und sicherlich da, und ich sage nicht, dass es gut ist, aber ich Ich möchte nicht nur alles schwarz malen, ich bin sicher, es wird auch pädagogisch gut, weil ein unbeaufsichtigtes Kind oder ein Kind, das nur in die Röhre schaut, sicher nicht so gut wie eines, das mit einem Roboter hin und her agiert, wo Probleme gelöst werden, vielleicht debattiert.

Wie gesagt, ich sage nicht, dass es gut ist. Aber ich möchte es balanciert sagen, was wird das für Auswirkungen haben, werden wir vielleicht in allen Restaurants, nicht nur vier Plätze brauchen für eine Familie, sondern immer fünf für den Roboter der immer mitkommt und auf die Kinder aufpasst statt das Tablet.

Also werden wir vielleicht dann mehr Platz brauchen, wenn jeder einen Roboter hat.

**Manuela Machner:** Ja die Frage, was ich auch so spannend finde, wie wird sich da natürlich das ganze Thema auch Lernen allgemein verändern, das

muss man schon auch sagen.

Also wir diskutieren jetzt, ja, wie promptet man richtig und wie sollte man die Kinder da unterrichten. Viele Dinge werden sicher auch in Frage gestellt werden.

Also wozu lerne ich noch eine Fremdsprache, wozu mache ich all das, wenn das eine Maschine eh für mich erledigen kann. Wobei, einerseits denke ich mir, bei all diesen Szenarien die wir durchdenken, Also ich kann mich noch erinnern wie ich Kind war, da haben die Lehrer dann gesagt, naja ihr werdet alle verblöden, weil ihr alle vor dem Fernseher sitzt. Damals war das Fernsehprogramm in Österreich noch so, dass du zu Mittag hat es aufgehört und am Abend hat es wieder angefangen.

**Eliot Mannoia:** FS1 uns FS2.

**Manuela Machner:** Hast zwei Fernsehsender gehabt, also die Verblödungsgefahr war noch um einiges weniger, als das jetzt ist. Und es hat auch damals ja geheißen es werden keine Bücher mehr gelesen, weil es das Fernsehen gibt.

Und ich glaube, dass das, aber es ist trotzdem spannend, wie werden wir mit diesem ganzen Lernen umgehen und was bedeutet das auch fürs Lernen? Weil wo ich noch die große Problematik sehe,

ist, jetzt

ist dieses Wissen... Erstens dieses Wissen das ins Internet kommt, muss auch wer machen, sage ich jetzt einmal, aus dem die KI lernt.

Und wenn die KI das Wissen erzeugt und das dann ins Internet stellt und selber davon lernt und wir davon lernen könnten, ist noch die Frage, wollen wir überhaupt das noch lernen oder sagen wir naja, dann lehnen wir uns zurück und sagen, das Wissen ist eh da und da greifen wir zu, wenn wir brauchen. Und wie schaffen es wir dann noch, Kontrolle zu haben über das Wissen? Jetzt gar nicht über die KI, sondern über das Wissen eine Kontrolle haben,

Das ist für mich noch so eine ehrlicherweise ungelöste Frage. Weil wenn du jetzt anschaust, ich erlebe sehr sehr oft, dass Leute KI-Content erzeugen den sie ungefiltert wiederverwenden. Einfach weil sie eben ein Detailwissen nicht haben.

**Eliot Mannoia:** Ja.

**Manuela Machner:** Sie stellen das dann ins Netz und tun das wieder hinein, das heißt die KI Systeme lernen momentan, die Sprachsysteme aus dem Wissen aus dem Internet. Wenn viele Leute Content hineinstellen, der nicht wahr ist, dann lernen die KIs von falschen Informationen und werden noch falschere Informationen erzeugen. Und momentan haben wir alle aufgrund unserer Ausbildung, aufgrund unserer Erfahrungen aufgrund des Wissen noch einen gewissen wie soll man sagen, Je nach Branche und Bereich, in dem wir uns beschäftigen können wir Dinge noch als wahr einschätzen. Wenn das wegfällt, dann ist für mich die Frage, was ist überhaupt noch wahr?

**Eliot Mannoia:** Ja aber das hast du eh vor kurzem gesagt, dass ein bestimmtes Grundwissen... Sollte weiterhin gelehrt werden, also auf der Schule. Das fand ich echt gut, ich finde, das macht Sinn. Also so allgemeine Physik Physikregeln der Welt, Schwerkraft und solche Sachen, also die Erde ist rund, oder nicht. Ich finde, da hast du absolut recht.

Also ich finde, so bestimmtes Grundwissen sollte da sein.

**Manuela Machner:** Wir werden auch noch immer Expertisen brauchen. Wir brauchen glaube ich trotzdem auch Menschen, die ein spitzes Wissen haben.

Also nicht nur breites Grundwissen. Die Gefahr die ich schon sehe, ist als Mensch ist man schon faul, als Mensch möchte man alles optimieren, möglichst leicht. Dann lerne ich halt in der Schule nur mehr wirklich die Basis und nicht so viel, vielleicht auch Unsinnigkeiten die wir gelernt haben. Aber trotz allem haben wir glaube ich, irgendwelche Dinge im Kopf behalten. Und das finde ich ganz, ganz spannend, wo die Reise hingehen wird.

Also da ...

Und vor allem bin ich auch ganz gespannt, wenn jetzt die Maschinen von uns lernen und wir aber falsche Informationen ins Netz stellen. Weil die Maschine falsche Informationen gegeben hat, leben wir dann irgendwann in einer Welt, die eigentlich aus vielen Fake-Dingen besteht, weil es keiner mehr irgendwie einerseits verifizieren kann, aber andererseits natürlich auch nicht mehr steuern kann. Weil wenn die Blackbox das Ergebnis bringt, dass die Erde flach ist, und das Ergebnis wird nicht einmal gebracht, sondern millionenfach mal, Man braucht ja nur in die USA schauen momentan was man glauben will oder was man nicht glauben will. Dann wird das schon riskant.

**Eliot Mannoia:** Da war auch letzte Woche, war ich bei einem spannenden Vortrag und der Martin Moder, kann ich wirklich empfehlen, ein Biologe, der hat eine Rakete gezeigt, wie sie landet in China. Und er hat das Publikum gefragt, wer glaubt dass es CGI, also Computer Generated Image, wer glaubt dass es 3D Modeling ist, KI oder echt.

Und alle inklusive mir haben gedacht, das ist nicht echt.

Und es war echt. Und das ist ja eine weitere Herausforderung. Es geht nicht nur darum, dass wir Fake News nicht erkennen können, sondern dass wir echte News infrage stellen. Das kommt noch dazu und genau das, was du gerade erwähnt hast. Also was ist echt, was ist nicht echt.

Und deswegen finde ich habe ich eher ein paar Mal schon erwähnt vielleicht haben die Medienhäuser so wie Standard, Kurier, New York Times, vielleicht eine Renaissance, die hatten ja, mit der Digitalisierung ein paar Einbußen. Mit Goggle und Facebook und so. Vielleicht haben die eine Art Rennaissance, dass sie so die Leuchttürme der Real News werden, ich würde es hoffen.

**Manuela Machner:** Ja also ich glaube auch nichts mehr. Das ist eigentlich nicht unbedingt der beste Zugang muss man auch sagen, weil es ist einfach notwendig. Spannend wird ja, dass es auch in Richtung gedacht wird sozusagen.

Es gibt ja eigene Papers inzwischen zum Bereich AI Human Co-Evaluation, also dass die Entwicklung zusammen betrachtet wird.

Also ich glaube auch, das ist ein guter Ansatz also momentan sind wir in der Phase Human in the Loop, das heißt der Mensch ist Teil der Entscheidung. Und jetzt, glaube ich, wird es ganz wichtig, dass diese ganze Entwicklung, die ist, in Gesamtheit betrachtet wird. Also nicht hier entwickelt sich der Computer und hier entwickelt sich der Mensch, auch wenn wir es gerne so hätten, also wir entwickeln uns und der Computer ist uns zu diensten. Ganz so schaut es nicht aus, dass es sich entwickelt, sondern diese Entwicklungen, wie können diese Entwicklungen aufeinander erfolgen. Weil wir müssen die Entwicklung auch noch schaffen. Die technische Entwicklung ist die eine Seite, aber wie

**Eliot Mannoia:** Ja, aber

**Manuela Machner:** wird das mit uns?

**Eliot Mannoia:** Da ist meines Erachtens die größte Herausforderung die Geschwindigkeit und ich glaube, dass die Technologie wird ungefähr hier sein von der Geschwindigkeit, also ganz schnell, dann gefolgt vielleicht einige Jahre später die Regulatorik, genau wie im Auto, da haben wir glaube ich den Sicherheitsgurt haben wir 15 Jahre später erst bekommen.

Und dann würde ich sagen, kommt die Psychologie. Also schau wie lange wir gebraucht haben, um Social Media mehr infrage zu stellen. Also Social Media ist auch schon über ein Jahrzehnt alt und hat auch länger gebraucht. Etliche Katzenvideos und ich esse gerade was zu Mittag, bevor wir wirklich bemerkt haben, okay, das ist vielleicht doch nicht so ungefährlich.

Also ich glaube, die Psychologie wird leider da, außer wir machen mehr Bewusstsein das ist natürlich was... wir auch mit diesem Podcast, aber du auch mit deiner Human Intelligence, also wir versuchen ja, und es gibt digitalen Humanismus und es gibt ja Value-Based Engineering, es gibt ja viele Ansätze, Human-Centric AI und Design, dass wir da, aber sonst, wenn wir das unbeobachtet, also wenn wir das zulassen, wie wir Digitalisierung in den 2000ern gemacht haben, dann wird die Psychologie weit hinten sein und wir passen, weil wir ja nicht das Bewusstsein haben.

**Manuela Machner:** Die Geschwindigkeit der technischen Entwicklung ist wirklich erschreckend. So cool es ist auf der einen Seite so erschreckend ist es auch, und ich glaube, das ganze Fassen was da passiert ist fast nicht mehr möglich. Und jetzt lernt die KI nicht mehr nur aus den Daten, sie lernt jetzt auch sich an uns anzupassen also situativ auf uns zu reagieren. Also es gibt ja schon diese Modelle, wo du die Möglichkeit hast, dass dieses Sprachmodell zum Beispiel erkennt die Stimmlage von dir, die passt sich dann an und sagt, ja, wenn ich traurig bin, motiviert sie mich, wenn ich beleidigt oder sauer oder wütend bin, bringt sie mich wieder herunter.

Das heißt, sie lernt ja jetzt nicht nur dieses Wissen. Also,

lernen hat ja ganz, ganz viele Facetten. Und das ist ja so eine spannende Entwicklung. Menschen glauben ja immer noch, dass Computer oder Maschinen Menschen nicht verstehen. Und empathisch können nur Menschen sein und so weiter. Das ist ein Irrglaube Es tut mir leid Leute.

Also, wenn ihr glaubt ein Computer kann nicht empathisch formulieren nenne ich es. Er ist nicht empathisch. Er hat keine Emotionen. Das habt ihr

**Eliot Mannoia:** Nachmachen emulieren ja.

**Manuela Machner:** Aber er simuliert und er simuliert super weil er auch von den besten der besten gelernt hat, und jetzt lernt er auch in Echtzeit auf uns zu reagieren. Und da meine ich jetzt nicht, dass er eine Antwort gibt, die sachlich und inhaltlich passt sondern er lernt auch in Echtzeit zu reagieren auf seine Umwelt. Und da lernt er schon sehr viel von uns und der Unterschied ist, wie schwer tun wir uns, solche Dinge zu lernen. Also ich bin jetzt so ein typischer Elefant im Porzellanladen-Typus. Also

**Eliot Mannoia:** glaube, du bist super anpassungsfähig.

**Manuela Machner:** Anpassungsfähig bin ich super, aber ich vergiss manchmal einfach drauf, dass man nicht den Mund jedes Mal aufmacht oder dass man vielleicht... Bisschen zurückhaltender sein sollte. Sagen wir es einmal so. Ich kann mir extrem schnell anpassen an Situationen da hast du Recht, an

Menschen, aber manchmal ist es einfach so, dass ich mir denke, ganz ehrlich - Blödsinn- und nicht so empatisch reagiere oder denke. Und die KI ist so darauf trainiert, die passt sich der Situation an

und wird viel strategischer handeln, Und nicht so natürlich, wie ich es mache jetzt, aber das will ich einfach nur sagen. Also sie lernt, es geht nicht beim Lernen ja nur um das Thema Daten und Fakten Das ist ein Riesenthema Daten und Fakten und Wissen und wie geht es mit Wissen weiter, aber es geht beim Lernen schon auch darum, diese Verhaltensmuster sind ja auch wieder nur Muster.

**Manuela Machner:** Ich glaube, diese Differenz zwischen diesem Agilen sich anpassen und dieser Stabilität, die wir auch brauchen. Also wir Menschen sind eh sehr agil wie du gesagt hast vorher, also das Thema anpassungsfähig. Wir sind schon sehr anpassungsfähig das schaffen die Computer noch nicht so. Also da hat es auch, ich weiß nicht, was für ein Spiel gespielt wurde, aber es hat eine Studie gegeben, da haben, glaube ich, mehrere ein Strategiespiel gespielt und da ist es darum gegangen, wer kann sich

besser an die

neue Situation, in die neue Rolle einpassen in diesem Spiel am Computer selbst. Und die Menschen konnten sich sehr schnell in diese Rolle einfinden und jetzt sind sie einmal die Mutter und dann, nein, ich glaube es war nicht Mutter, aber in diese Rollen einfinden. Und der Computer musste aber zuerst immer alles analysieren. Also

der ist nicht so agil und flexibel momentan, das muss man auch sagen, das wird sich sicher ändern.

Aber was wir Menschen brauchen, ist nicht nur diese Anpassungsfähigkeit wir Menschen brauchen schon auch das Gefühl von einer gewissen Stabilität. Sonst entsteht bei uns so viel Unsicherheitsthematik Und das ist schon der Drang den wir haben, oder?

**Eliot Mannoia:** Ja, also Ungewissheit ist eine der schwierigsten Sachen für uns Menschen, weil es sehr stark mit Angst verbunden ist. Und Angst ist eine der stärksten Emotionen. Und leider, wir haben am Anfang von der Kurve gesprochen, die jetzt keine Kurve mehr ist, sondern eher eine ziemlich steile Linie. Ich glaube, wir bekommen nur noch mehr Ungewissheit als Gewissheit.

Und da brauchen wir dieses kritische Denken die emotionale Intelligenz diese Anpassungsfähigkeit. Diese Anpassungsfähigkeit ist ja ein Hauptmerkmal von der emotionalen Intelligenz, brauchen wir umso mehr und so schnell wie möglich. Also wirklich, wir brauchen in Schulen... debattieren lassen, also wirklich Unterricht wo man debattiert, wo man Konflikte löst oder Konfliktmanagement, wo wir lernen, miteinander umzugehen, vielmehr einfach reden miteinander, austauschen.

Also, ja, da muss ich, ich glaube, wir müssen dieses Menschliche wieder voll in den Vordergrund bringen.

**Manuela Machner:** Aber was ich mich jetzt gerade frage weil du das sagst, was ich ja ganz spannend finde, sind Systeme mit denen wir jetzt kommunizieren. Also sie sind von uns trainiert gelernt, so wie wir reagieren lernen auch von uns Verhaltensmuster, aber sie sind trotzdem, wie soll man sagen, manipuliert, insofern dass sie möglichst in positive Richtungen gelenkt sind, also so wie OpenAI,

Chat GPT von alleine,

sagt dir nicht, dass du einen Blödsinn redest, also er sagt zuerst wie gut du bist und dann aber schön verpackt. Übrigens ihr könnt das ausschalten bzw. sagen sei ehrlich, Ich will all diese Dinge nicht, ich weiß aber nicht ob ihr das dann mögt, weil das ist dann nicht mehr so lieb. Zu mir hat er dann gesagt, lass das Bullshit Bingo also das Wort Bullshit Bingo also das Wörter Bingo. Weil ich hab mir gedacht, ja das hättest du jetzt aber schon netter ausdrücken können.

Also zuerst habe ich gesagt, er soll nicht so flauschi-flauschi mit mir

reden, und dann redet er von Bullshit Bingo.

Ja, aber das Spannende ist, jetzt lernt er doch alle Verhaltensmuster von uns und ist trotzdem gelenkt, dass er sozusagen mehr die positiven Eigenschaften von uns lernt und das ist schon das Spannende, weil... Wie wird es da in die Richtung weitergehen? Auch die ganze negative Kommunikation wenn man schaut, welche Daten im Netz sind, man muss ja wirklich sagen, die Filter, die es da gibt,

diese Systeme müssen ja wirklich gut sein.

Weil wenn du so die reale Welt anschaust, von den

Kommentaren her, die es in Social Media gibt, was Leute veröffentlichen, was Leute kommunizieren, und da reden wir nicht, dass alles jugendfrei ist, dass das alles positiv ist.

Und in Wirklichkeit, das muss man schon sagen, diese Daten hat das System auch.

Es ist nicht so, dass die Trainingsdaten fürs Trainieren gefiltert worden sind. Die Daten sind sicher drinnen, also die sind sicher da.

**Eliot Mannoia:** Ja das ist gut. Das ist dann guter Punkt.

**Manuela Machner:** Sie werden nur nicht nach außen also da gibt es halt dann Barrieren dass solche Systeme das nicht duplizieren. Aber das finde ich auch eine spannende Geschichte, dahingehend wie geht das weiter? Wird das immer auf diesem Level bleiben, werden Systeme vielleicht auch kritischer, werden Systeme konsequenter, werden sie uns auch kritisieren, uns in Frage stellen, also das, was wir sagen, in Frage stellen viel stärker und nicht nur uns immer sagen, wie toll wir sind.

**Eliot Mannoia:** Ja, also du bist toll, Manuela.

**Manuela Machner:** Schön, dass du mir das auch sagst.

**Eliot Mannoia:** Ja, du hast recht. Da bin ich gespannt. Ob die Leute das dann vielleicht freiwillig einschalten oder nicht, oder sich einfach in diesem Cocon wohlfühlen von, ja, ich habe meinen Netflix zu Hause, mein Essen wird geliefert, ich habe meine Kompanie meine Freunde, man sagt dass alles toll ist, warum soll ich rausgehen?

Aber ja, genau. Also, spannendes Thema. Ich glaube eigentlich, Manuela, du hast das eigentlich super, wirklich toll zusammengefasst. Wo bringt uns die Zukunft hin? Jetzt lernen die Maschinen noch sehr viel von uns.

Gleichzeitig,

Fangen sie auch schon sehr stark an, sich selber auch schon zu optimieren. Und da geht dieser Fortschritt mit neueren Algorithmen auch ziemlich schnell und rasant dahin.

Wir haben auch besprochen, dass diese Kurve kaum Kurve noch ist, also wirklich schon fast eine gerade Linie. Und was sich da alles tut, Vorteile, Nachteile für Kinder, die vielleicht... mit berufstätigen Eltern oder so oder alleinstehenden Eltern vielleicht weniger Kontakt haben und da vielleicht mit dann auch mal Roboter, was tut sich mit KI und Roboter sich zusammenkommen und was wird das für unsere Gesellschaft bedeuten?

Unglaublich spannend, wahnsinnig wichtig, dass wir da die Augen offen halten und dass wir das so antizipieren, wie nur geht mit dieser Geschwindigkeit. Du hast sehr oft gesagt, agil, dass wir agil bleiben als Menschen, dass wir das eh schon sind, aber dass wir da glaube ich noch agiler sein müssen und einfach mit diesem rasanten Tempo von Technologie mithalten können.

Wir freuen uns, euch nächste Woche wieder zu sehen und Ja, lasst uns in den Kommentaren gerne eure Ideen dazu. Wir würden gerne von euch hören, was ihr so denkt.

**Manuela Machner:** Alles Liebe. Macht es gut.

**Eliot Mannoia:** Ciao.