#70 Wie viele nutzen KI

Statistik Austria hat neue Zahlen zur KI-Nutzung veröffentlicht. Manuela Machner und Eliot Mannoia analysieren, was die Daten wirklich bedeuten.

FAQ: Wie viele nutzen KI wirklich? – Statistik Austria

Was zeigt die Statistik Austria über KI-Nutzung in Österreich?

Eliot Mannoia und Manuela Machner analysieren eine aktuelle Auswertung der Statistik Austria: Wie viele Österreicherinnen und Österreicher nutzen KI, wofür und wie intensiv? Die Zahlen überraschen.

Eliot Mannoia

Warum unterscheiden sich Selbsteinschätzung und tatsächliche KI-Nutzung?

Viele Menschen nutzen KI, ohne es zu wissen, weil sie KI-Anwendungen nicht als solche erkennen. Manuela Machner erklärt, warum Statistiken zur KI-Nutzung oft unterschätzen, wie weit KI bereits verbreitet ist.

Manuela Machner

Was bedeuten die Statistiken für die KI-Bildung in Österreich?

Eliot Mannoia zieht Schlüsse: Wenn viele Menschen KI nutzen, ohne es zu verstehen, brauchen wir mehr Grundlagenwissen in der Breite, nicht nur Expertenwissen in der Tiefe. KI-Literacy ist eine gesellschaftliche Aufgabe.

Eliot Mannoia

Transkript

Mind Machine. Emotionale Intelligenz trifft künstliche Intelligenz Ein Podcast mit Eliot Mannoia und Manuela Machner.

**Eliot Mannoia:** Hey und Willkommen zur nächsten Folge von Mind/Machine.

Mein Name ist Eliot Mannoia, digitaler Psychologe und heute reden wir über die neue Statistik Austria, Auswertung über das Wissen von KI in Österreich und wie sich das mit unseren eigenen Erfahrungen spiegelt und wo es da auch Unterschiede gibt oder was unsere Wahrnehmung vielleicht nicht so ganz mitbekommen hat.

**Manuela Machner:** Und ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf KI im Tourismus. Und wir machen hier so eine KI-Plauderei, also wir unterhalten uns über Themen rund um die KI. Heute hat es uns ein bisschen mit dem Versplaudern. Aber jetzt abgesehen davon, es soll jetzt keine Statistikauswertung sein, aber ich habe jetzt die aktuelle Statistik Österreich, die eben besagt, dass 73 Prozent der österreichischen Bevölkerung schätzen über ihr eigenes Wissen über KI als gering oder nicht vorhanden ein.

Und für uns glaube ich, ist das beide schon von den Zahlen her sehr erschreckend Oder? Weil in der echten Wahrnehmung oder in unseren Bubbles schaut die Geschichte ein bisschen anders aus.

**Eliot Mannoia:** Ja also wir arbeiten ja mit so vielen verschiedenen Kunden, also du im Tourismus und vielleicht eh ganz Österreich, wo du unterwegs bist, ich auch hier vom Roten Kreuz bis zum Bundesministerium und da gab es schon immer so ein bisschen ein Wissen vorhanden auf jeden Fall bis hin zu täglicher Nutzung Also ich habe gedacht, dass das Wissen schon viel mehr verbreitet ist, weil es ja so immer in den Nachrichten also wie du es auch erwähnst, oft so omnipräsent.

Also ich habe gedacht dass das Wissen viel mehr da ist, als eigentlich die Statistik zeigt. Also diese 73% überraschen mich, weil wie gesagt, von meinen Kunden zumindest, war das Wissen immer viel mehr da, als diese Studie jetzt zeigt.

**Manuela Machner:** Naja, wahrscheinlich, also in Wirklichkeit hätte es mich gar nicht so überraschen sollen, weil ich denke jetzt, wenn ich an die Schulungen von der letzten Woche überlege, ja ähm und wahrscheinlich stimmt das, dass ein dreiviertel der Leute noch keinen Berührungspunkt hatten. Also keinen generativen KI-Berührungspunkt.

Das redet nicht davon, dass sie ein Navi benutzen oder eine Entsperrung am Handy oder was auch immer, sondern wirklich diese Dinge. Und in Wirklichkeit stimmt es. Also ich glaube, die Zahl spiegelt sogar meine Kursteilnehmer sehr gut wider. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich sehr viel in ländlichen Gebieten unterwegs bin, sehr viel in...

kleinen Betrieben unterwegs bin. Also die Statistik ist ja ganz spannend, weil sie auch beleuchtet wer sind jetzt eigentlich die Leute und ich glaube zwei Hauptfaktoren sind beleuchtet worden. Das eine ist die positive Beurteilung, wie sehen die Leute das Thema KI und das andere ist auch das Thema, wie viel nutzen sie es, also beides.

Also man muss ja sagen, das erste ist der Mindset, wie gehe ich auf das zu, wie gut finde ich die Entwicklung, oder glaube ich, dass es für die Gesellschaft, das ist nämlich auf die Gesellschaft bezogen gewesen, gut ist. Und das zweite ist dann auch, wie nutze ich es. Und das muss ja auch nicht über eine relativ enge Zeitfenster

Ich glaube, das ist auch sinnvoll, weil momentan tut sich so viel, dass manche Leute sicher vor drei Monaten noch nichts getan haben und in den letzten drei Monaten angefangen haben damit.

**Eliot Mannoia:** Die Studie ist von Mai, also die ist wirklich aktuell, Mai 2025. Ja, ich glaube viele Leute, wie du auch sagst mit generativer KI und so, die wissen auch oft nicht, dass sie schon KI sehr, sehr viel nutzen, ob das jetzt mit der Handy-Entsperrung ist, Social Media, Spam-Filters und so weiter, etc

**Manuela Machner:** Ja, aber die Frage war auch auf generative KI ausgerichtet. Also genau diese Programme wie Chat GPT oder was auch immer. Was halt auffallend ist, ich glaube, das, was uns beide so überrascht hat, ist, dass die Statistik sagt, dass in den Städten die Nutzungsquote bei 36,2% liegt. Also im Prinzip hätte ich mir vorgestellt, dass das ein bisschen über ein Drittel der Bevölkerung in Städten, also bei unserem Land, okay, aber in den Städten glaube ich, hätten wir damit nicht gerechnet.

Da hätten wir glaube ich nicht eine höhere Durchdringungsquote gehabt oder geschätzt dass das ist. Was glaube ich weniger überraschend ist, also für mich war es trotzdem überraschend, wir haben im Vorfeld diskutiert das Altersverteilung, dass halt die 16-24-Jährigen ganz viel nutzen, also die Hälfte davon und dann die 25-34-Jährigen bei 40% liegen.

Das Spannende finde ich, das erlebe ich überhaupt nicht. Der Eliot schon, ich nicht. Also man sieht, es gibt da Riesenunterschiede. Bei mir ist es sehr, sehr oft der Fall, dass die MitarbeiterInnen im Alter zwischen 25 und 35 KI nicht nutzen. Und ich habe das immer so versucht, mir zu erklären, wie das sein kann.

Das sind oft die, die die Schule schon verlassen haben, bevor das Thema KI kam oder das Studium verlassen haben und dann gerade hineingeschlüpft sind in die Arbeitswelt und dann diesen Berührungspunkt irgendwo nicht gefunden haben. Also das hätte ich mir halt so hergeleitet. Aber die Statistik widerspricht mir.

Also offensichtlich habe ich immer die von den 60% in meinen Kursen und weniger von den 40%. Also ich habe sicher in meinen Kursen bei dem Altersschicht keine 4 zu 6 Verteilung. Also da habe ich so, ja.

**Eliot Mannoia:** Ich kann das auch hier beim Erwerbsstatus, dass erstens die Studierenden die meiste generative KI-Tool-Nutzung in den letzten drei Monaten haben mit 75%, also das war die höchste von allen Bereichen. Und dann

Auch spannend, Arbeitslose mit 29 Prozent, also das fand ich auch, also Arbeitslose und Studierende, eine generative KI wirklich in den letzten drei Monaten zumindest genutzt zu haben.

**Manuela Machner:** Ja aber was das Spannende ist, wir wollen jetzt nicht an Zahlenfriedhof aufmachen, aber was wir noch das Spannende gefunden haben, Arbeitslose verwenden um eine Spur mehr die KI als Erwerbstätige. Das heißt, und das glaube ich ist eine spannende Folgerung, man benutzt KI nicht nur für die Arbeitswelt Und das ist glaube ich auch etwas, was wir total unterschätzen weil wir sehr viel halt schulen im Business-Bereich aber ich erlebe schon, das muss ich schon sagen, dass gerade junge Leute mir dann sagen, ich nutze das jetzt, jetzt habe ich eine junge Frau gehabt, die nutzt es wirklich, um ihre Ernährung zu tracken um zu schauen, wie ihre Haut auf die Ernährung reagiert weil sie halt die Haut reagiert, aufgrund Ernährungsgeschichten und sie versucht halt ihre Ernährung so einzustellen dass die Haut halt nicht reagiert und dafür nutzt sie Chat GPT also ganz andere wie soll man sagen Nutzungsgeschichten kommen da und man sieht

**Manuela Machner:** Dass es auch abseits der Arbeit viele viele Anwendungszwecke gibt ja wo man sagt man tut aus dem privaten Umfeld etwas machen tut schauen schauen wenn man für seine Kinder Spiele macht oder jemand hat mir jetzt gestern erst gesagt der größte Aufwand im Chat GPT das finde ich das genialste wenn mir Unternehmerin sagt sie den plus gratis Account und für die Arbeit reicht das der aus, wo ich mich schon frage, okay.

Aber gut, für die Arbeit reicht er aus, aber sie hatte das Problem, dass sie die Geburtstagsfeier vom Vater oder so organisiert hat und dort ein spezielles Familienspiel entwickelt hat und das war dann schon blöd dass der Gratis-Account immer abgebrochen ist und dann habe ich schon gedacht, das ist voll spannend, oder, dass man mit dem Gratis-Account beim privaten Setting viel mehr ans Limit gerät als beim beruflichen

**Eliot Mannoia:** Setting

Ja, also das würde mich interessieren bei dir, was würdest du sagen, ist dein Verhältnis zwischen Privat und Business, ist es so 80% Business, 20% Privat,

**Manuela Machner:** meinst du jetzt mein Leben oder meine Kommunikation mit Chat CPT?

**Eliot Mannoia:** mit KI, was würdest du sagen, oder beides?

**Manuela Machner:** Beides. Also ich glaube das Grundproblem ist, dass mein Leben ohne Arbeit schon mal das Verhältnis nicht sehr ausgeprägt ist. Ich gestehe selbstverständlich, ich glaube mein Privatleben außer schlafen, wenn man schlafen außen vornimmt und essen, ist mein Privatanteil meines Lebens bei 10%, vielleicht 20% manchmal an den Wochenenden wenn es jetzt ausgeht, aber im Chat GPT Umfeld ist es 99% Business, also vielleicht 95%, also dass ich halt irgendwas frage wenn ich schnell irgendwas brauche im privaten Kontext, bitte suche mir das raus, wie kann ich irgendwas lösen, wenn der Staubsauger jetzt nicht funktioniert oder solche Geschichten.

Aber Privat, also, aber es liegt bei mir sicher daran, dass ich kein Privatleben habe eigentlich. Also, da bin ich ja schlecht. Ja, es ist ich habe mich heuer schon sehr bemüht, mehr Privatleben zu implementieren. Ja, ich bemühe mich noch immer. Aber jetzt, Eliot, umgekehrt wie geht es dir?

**Eliot Mannoia:** Ich würde sagen so 80-20, also 80 Business und 20 so für private Sachen wie

schau dir bitte meine Pflanze an, braucht sie Wasser, ich habe keinen grünen Daumen, also da so für Pflanzen gießen oder so für Sachen Sachen in Deutsch übersetzen auch so, also, ja. Oder vielleicht 10%.

**Manuela Machner:** Also bei uns im Garten soll ich jetzt die Pflanze schon raussetzen. Überwie schafft sie es, also Süßkartoffeln sind so. kälteempfindlich wusste ich auch nicht, jetzt haben wir die Pflanze gehabt und es war noch kalt gewesen, was tue ich jetzt eigentlich, was tue ich mit der Pflanze, also so Sachen, ja, also natürlich, oder Haustier Haustierpflege war ein großes Thema, also was machen wir, Hühner hatten wir,

**Eliot Mannoia:** genau, genau, natürlich stimmt,

**Manuela Machner:** Aber leider in der Vergangenheit, die haben die letzten Wochen leider ihren Löffel abgegeben.

Und ja, für alle, die sich denken, warum der Eliot sagt, tut mir leid das waren wirklich unsere Haustiere. Also es ist, das sind, genau.

**Eliot Mannoia:** ja.

**Manuela Machner:** Nein, sie sind keine Suppenhühner geworden. Sie wurden dann schön beerdigt. Sie haben ein Grab gekriegt. Aber dabei auch alles, wie sie krank geworden sind, was könnte es sein, was kann helfen, wo kann man nachhelfen.

Aber die Statistik zeigt halt, dass das Private durchaus ein Faktor ist. Ich glaube, das ist auch das, was man schon auch bei Schulungen wahrnimmt, dass die Leute die Sachen durchaus auch privat nutzen, aber ganz oft auch nicht das Verständnis haben, wo kann mir die Sache jetzt wirklich helfen, oder? Also ich glaube auch, dass 75% oder 73% sagen, sie benutzen es nicht, oder haben kein Wissen oder wenig Wissen darüber, zeigt mir schon, dass die, wie soll man sagen, die Erkenntnis noch fehlt, wie kann es mir konkret in meinem Arbeitsalltag helfen.

**Eliot Mannoia:** Absolut. Sonst würden sie es fix nutzen und das zeigt das Bedürfnis, das wir als Gesellschaft haben, insbesondere in Österreich, da wirklich rasant mehr Aufklärung zu machen, weil das ein so rasantes Thema ist und psychologisch das können wir nicht so schnell mithalten wie

die Technologie und wir sind jetzt schon psychologisch dahinter, also wir laufen jetzt schon nach und das muss man bald schon aufklären

das hat viel mit Ängsten und mit vielen verschiedenen Themen zu tun und da muss Aufklärung, also unglaublich.

**Manuela Machner:** Ja, und es geht ja nicht darum, dass die Arbeit weg ist oder was auch immer, sondern dass man die Möglichkeiten nutzt. Also keiner würde sich heute die Frage stellen, kaufe ich mir eine Waschmaschine Oder? Also ich kenne niemanden der mit der Hand seine Wäsche wascht vielleicht eine Studentin die nur alle zwei Wochen nach Hause fährt und einmal die Unterwäsche auswäscht oder was.

Aber im Normalfall würde keiner auf die Idee kommen, mit der Hand zu waschen Und ein bisschen ist es so das Gefühl, die einen, die waschen halt schon mit der Superwaschmaschine integrierte Trocknerfunktion und die anderen rippeln noch am Waschbrett und erkennen aber nicht, was bringt ihnen die Waschmaschine.

Und das Problem ist aber, dass natürlich die, die die Wäsche mit der Waschmaschine waschen einfach viel schneller sind, die Zeit haben dann noch zu bügeln und andere Dinge zu erledigen. Und die, die noch immer an der Waschrumpel stehen, irgendwann nicht mehr wissen, wie sie die Waschmaschine vielleicht bedienen können.

Ja, das glaube ich gar nicht. Aber die anderen sind einfach schneller.

**Eliot Mannoia:** Ja, es ist auch ein Phänomen mit neuer Technologie, also ich finde die Waschmaschine-Analogie super.

**Manuela Machner:** Habe ich von dir geklaut.

**Eliot Mannoia:** Achso, ja. Ich finde es auch, es ist dieses Phänomen mit der neuen Technologie, dass wir neue Technologien so annehmen, wie etwas, das wir kennen. Also wenn man sich die ersten Autos anschaut schauen die eigentlich aus wie Pferdekutschen ohne Pferde. Oder angeblich die erste Fernsehsendung war eigentlich wie eine Radiosendung aber mit einer Kamera da.

**Manuela Machner:** Ja,

**Eliot Mannoia:** Ich glaube viele nutzen zum Beispiel Chat GPT wie Google

**Manuela Machner:** Ist so.

**Eliot Mannoia:** Da haben wir es dann. Sie geben es ein, Hauptstadt von Frankreich Paris, na okay, das hat mir Google auch gezeigt. Was ist da der Unterschied?

**Manuela Machner:** Aber es ist auch total schwierig. Ich habe wirklich ein Gespräch gehabt, da habe ich versucht eben kurz was zu zeigen, was es kann. Und dann habe ich halt auch irgendwas gezeigt, um es nachvollziehbar zu machen. Und die Dame hat dann auch gesagt zu mir, das kann Google auch. Und es ist natürlich total schwierig, schnell einmal komplexe Beispiele herunterzubringen Also zu sagen, jetzt kannst du eine E-Mail beantworten oder wie auch immer.

Das ist im Herzeigen oft gar nicht so trivial, muss ich ganz ehrlich sagen.

**Eliot Mannoia:** Oft probiert man es eher am Desktop oder am Smartphone auf der Webseite, also auf der Chat GPT vielleicht auf der Webseite. Und die App, die muss man sich runterladen Und die Kamera- und Mikrofonfunktion ist halt

vielleicht nicht gleich erkennbar.. Ja okay.

Bei Chat GPT ist ja eigentlich das Mikrofonsignal-Symbol dafür, dass man diktiert und es übersetzt in Text. Und die Sprachfunktion hat ein anderes Icon. Und ich glaube, unterschätzen oder merken die Leute oft nicht, wow, die KI kann echt gut sehen schon, also du kannst wirklich hinhalten zu den Pflanzen oder kannst was hinhalten oder das Mikrofon, also die Sprache ist viel besser als Alexa und Siri.

Und ich glaube, wenn Leute die Sprache und die Kamera erleben, dann geht bei ihnen dann oft schon ein Licht an, wo sie sagen, wow, okay.

**Manuela Machner:** Also das ist überhaupt nicht präsent, auch in meinen Schulungen. Also ich frage immer, wer spricht mit seiner KI, weil die, die halt schon Chat GPT nutzen oder herumprobieren oder experimentieren die ersten Versuche machen. Und wenn ich dann frage wie viele nutzen sie, sage ich wenn es von 30 Leuten zwei sind.

Das ist so in etwa das Verhältnis, was ich erlebe. Und dann das Aha-Erlebnis also Sprachfunktion ist echt ein Aha-Erlebnis für die Leute. Vor allem dass sie am Handy reden können und am Computer weiterarbeiten können. Also auch in, ich meine, ich habe immer das Arbeitssetting sage ich jetzt dahinter, eher im Fokus. Aber was schon spannend ist, ist, dass Ja, einerseits das wie wenig es einerseits nutzen, was ich aber spannend finde, dass mehr Leute der Meinung sind, dass die positive Beurteilung für die Nutzung von der KI in der Gesellschaft, dass das höher positiv bewertet wird als Leute, die wirklich generativ KI nutzen in den letzten drei Monaten das finde ich einen spannenden Aspekt.

Das heißt, die Leute sehen den Nutzen für die Gesellschaft durchaus positiv, nutzen es aber selber gar nicht. Also ich weiß nicht, wie du das interpretieren würdest, aber das gesamtheitlich gesehen, 34% sehen positiv.

**Eliot Mannoia:** der zunehmenden Nutzung. Also nicht, dass vielleicht sie es nutzen, aber dass man das so, da bist du als Deutsch besser als

**Manuela Machner:** aber dass die Gesellschaft das mehr nutzt wird positiv gesehen, aber selber nutzen sie es weniger. Ich finde es spannend, dass zumindest jetzt, ich meine, man kann es im Gesamtheitlichen negativ betrachten oder positiv betrachten, aber wenn ich sage, dass 34 Prozent sagen, nein, eigentlich für die Gesellschaft ist es super für die Nutzung Und in Wirklichkeit tun es nur 28, gut, dann weiß ich nicht, warum 6% es zwar positiv finden, aber sagen, mich betrifft es nicht.

Es muss da irgendwo noch diese Geschichte sein. Ich es so gut auf einer Tagung einmal erlebt, da hat ein Redner gesprochen und gesagt, das Problem ist, In Österreich dauert alles ein bisschen länger und er hat so ein gutes Beispiel gesagt, wenn die Welt untergeht, dann kommt nach Österreich, weil das dauert fünf Jahre länger, bis sie bei uns untergeht.

Genau, und der Schweizer der da oben gesessen ist am Podium hat dann gesagt, nein, ihr kommt zuerst in die Schweiz, weil wir diskutieren noch drei Jahre darüber, ob sie überhaupt untergeht. Genau. Also es ist schon auch diese kulturelle oder gesellschaftliche Geschichte, die wir hier in Österreich, glaube ich, haben.

Also wir haben nicht so diesen Mindset, da ist was Neues wir probieren aus, wir sind neugierig es brennt unter den Nägeln, was Neues auszuprobieren oder was Neues zu machen. Also ich glaube, wir sind eher so dieses Abwarten, der wird schon gehen. Schauen wir mal.

**Eliot Mannoia:** Schauen wir mal, dann sehen wir mal.

**Manuela Machner:** Ja, genau. Schauen wir mal, wie die anderen tun. Ich kann mich erinnern wie ich begonnen habe vor eineinhalb Jahren im Tourismus und über KI zu sprechen. Da hatte ich durchaus Aussagen von Geschäftsführern von großen Institutionen die mir gesagt haben, wir müssen nicht immer die Ersten sein. Also wir schauen uns das einmal an und dann schauen wir mal, ob das für uns was ist.

Und ich glaube, wir haben noch sehr viel dieses schauen wir mal Mindset.

**Eliot Mannoia:** Und ich glaube das auch was, um das nochmal kurz anzusprechen mit dem Sprachmodus kam ja im Dezember letztes Jahr, 2023 raus, aber in der EU halt nicht. Und ich glaube deswegen ist es sehr untergegangen, weil genau was du gesagt hast, mit so zwei, drei Leuten, habe ich in meinen Workshops auch, auch wenn es wirklich Leute sind, die Chat-GPT öfters nutzen, die Sprachfunktion ist wirklich sehr untergegangen. Und das mit der Kamera, also dass man sprechen kann und dann auch Video, dass die KI hören und sehen kann, das ist, ja,

**Manuela Machner:** Ja, das ist aber relativ spät so wie du sagst ausgerollt worden im Verhältnis also für die, die

**Eliot Mannoia:** ist dann in Europa nicht angekündigt worden, weil das war schon in den...

**Manuela Machner:** Ja in der bezahlten Version, also der Videocall ist nur in der bezahlten Version, soviel ich weiß. Und auch der Sprachmodus war relativ lang, erst in der bezahlten Version und nicht in der gratis. Und wir haben in Österreich schon ein bisschen diese Gratis-Mentalität, also es soll am besten alles gratis sein.

Und wenn es halt gratis nicht funktioniert hat, dann hat man es sowieso nicht gesehen und wahrgenommen. Und für alle, die nicht wissen mit der Videofunktion was der Eliot meint, ihr könnt einen Videocall machen im Prinzip mit ChatGPT. So könnt ihr es euch vorstellen, wie ein Videocall auf WhatsApp. Und da könnt ihr entweder reinreden oder die Kamera zeigen.

Oder ihr könnt sogar den Screen vom Handy zeigen, also wenn ihr irgendein Problem habt, am Handy mit Einstellungen, könnt ihr Chat GPT den Screen zeigen und sagen, wo muss ich das App installieren oder wie auch immer, wie kann ich das jetzt machen. Ja, ich glaube, dass das einfach einerseits es noch nicht so, wie soll man sagen, die Leute noch nicht checken wie einfach es eigentlich nutzbar ist.

Die Barriere da ist, dass das irgendwas abstraktes technisches weit weg ist. Aber ich glaube ganz einfach, sie sehen den Nutzen für sich nicht. Es gibt ja diesen Spruch, du brauchst den Leuten nicht beibringen Boote zu bauen, nur die Sehnsucht nach dem Meer.

**Eliot Mannoia:** ja.

**Manuela Machner:** Und ich glaube, wenn sie die Sehnsucht hätten, schneller, effizienter arbeiten zu wollen und sich Arbeit zu sparen und die Erkenntnis hätten, dass das mit dem Werkzeug ginge, dann würden sie sich viel enthusiastischer oder mit viel mehr Interesse sich damit widmen.

**Eliot Mannoia:** Ja da hast du auf jeden Fall recht. Wie würdest du das angehen? Wenn du jetzt Politikerin wärst, wie würdest du das Österreich angehen?

**Manuela Machner:** Also ich glaube, ich würde zumindest einmal selbst mit damit beschäftigen. Also das... das würde ich jetzt einmal so sehen. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass auch so bis zum Reden Schreiben die KI auch in der Politik noch nicht wirklich angekommen ist. Und man muss sagen, man muss einfach Best Cases vorne hinstellen.

Man muss einfach hinstellen, also du bist Gründer, du kannst mit KI das und jenes machen. Das Problem, was wir aber haben in der Politik, muss man auch sagen, oder für die Wirtschaftskammer oder was auch immer, Sie haben natürlich Angst, was das bedeutet. Also wenn ich jetzt einen Workshop mache und ich mache den für Gründerinnen zum Beispiel und ich zeige denen, ihr könnt das Logo auf Knopfdruck machen, ihr könnt euren Acclaim auf Knopfdruck machen, ihr könnt eure Social Media Postings automatisieren, ihr könnt eine Website mit Hilfe von KI in, weiß ich nicht in vier Stunden, aufbauen anstatt mit einer Agentur oder was auch immer.

Oder in 20 Stunden oder 100 Stunden. Wenn ich das den Leuten beibringe, was passiert dann natürlich? Ich gebe ihnen an die hand Möglichkeiten Dinge selbst zu tun und damit tue ich wieder gewissen branchen gegenarbeiten das muss man schon sagen ja also ob das jetzt Dolmetsch ist Grafikdesign

**Manuela Machner:** viele viele Jobs werden sich hier sehr stark verändern müssen und ich glaube dass da auch ein bisschen in der öffentlichen Bewerbung der Thematik, nenne ich jetzt einmal, natürlich auch die die die die Interessensgruppen sehr stark sind, die sagen, das braucht es bitte nicht nach vorne stellen, weil ihr nehmt sonst unsere Aufträge weg, ihr nehmt sonst unsere Jobs weg.

Also ich glaube, dass das schon ein Faktor ist, dass diese Verzögerung vielleicht auch gewollt ist.

Weil wir einfach noch nicht wissen was

kommt nach, was sind jetzt die neuen Berufsfelder, wie musst du dich adaptieren und es geht einfach so schnell und dadurch, dass, sage ich jetzt einmal, die Menschen träge sind, haben durchaus die Unternehmer noch die Möglichkeit, sich neu zu positionieren oder die, die halt aktiv sind, die sollten sich auch neu positionieren, aus meiner Sicht.

**Eliot Mannoia:** Ja, ich bin ja halber

US Amerikaner halber Österreicher und ich finde das eigentlich sehr gut, wie Österreich das macht. Zum Beispiel mit Uber, das

war ja sehr destruktiv,

sehr schnell und sehr destruktiv. Und man hat sie, um 6, 7 Euro bekommen, also wirklich... Ganz, ganz billig und Österreich hat das dann jetzt reguliert und ich finde, es ist jetzt eigentlich kommt, ich

bin jetzt auch kein

Experte, aber ich finde, als Konsument kommen beide zu Gunsten, weil dadurch dass es reguliert ist, bekommen die Taxifahrer ein gutes Gehalt.

Es wurde angepasst das sind nicht nur Spottpreise aber die Konsumenten bekommen trotzdem noch die Infrastruktur, die Uber erlaubt. Also dass ich nicht im Regen ein Taxi suchen muss, sondern dass ich am Handy mir einen Taxi bestellen kann und sehen kann, wo es ist. Das mit den Rezensionen also dass ich auch die Bewertungen dass ich sehe, okay, vielleicht mit einer jungen Tochter oder so, oder auch Kinder, Teenager, vertraue ich, dass ich jetzt, dass da ein Taxi nach Hause nimmt, dass er mehr Vertrauen vielleicht auch da

oder, dass man auch ohne

Bargeld zahlt.

Also ich finde, das hat Österreich gut gelöst, sprich Innovation, Technologie irgendwie erlauben aber trotzdem noch irgendwie...

**Manuela Machner:** Naja, was glaube ich, Uber ist ein gutes Beispiel oder auch Airbnb ist so ein Beispiel, also das, was ja viele glauben, ist, dass jetzt mit Technologie mache ich eine alte Sache, Taxifahren, Und ich kann es, weil es über eine neue Technologie läuft, an der gesetzlichen Regelung herumschiffen. Und in Wirklichkeit ist Uber nichts anderes als Taxi gewesen.

Und in anderen Ländern wird es halt nicht, also Taxifahren ist bei uns, da musst du eine Prüfung machen und, und, und und. Also das ist nichts, was du einfach so machen kannst. Ich kann mich nicht hinsetzen in meinem Auto und sagen, ich bin jetzt ein Taxifahrer. Das ist dann aber passiert bei Uber, weil das war dann irgendwie so eine zweite, Klassengesellschaft, unter Anführungszeichen.

Aber es ist in Österreich halt Reglementiert. Du hast ein Gewerbe anzumelden, du kannst es nicht so machen. Das Gleiche bei Airbnb, Privatzimmervermietung. Ich kann mein Kinderzimmer vermieten, ich muss es aber melden. Ich bin in Österreich verpflichtet dazu, wenn ich das mache. Und da gibt es einfach Grundgesetze und ich finde es, bei Airbnb im Tourismus das war unser Thema, ich finde es so spannend, dass Leute glauben, naja weil ich das jetzt mit dem Kinderzimmer mache, trifft das nicht das Gesetz?

Wenn ich mit meinem Auto jemanden gegen Bezahlung abhole und irgendwo hinbringe trifft das nicht das Gesetz? Und das stimmt eigentlich nicht. Und da muss ich schon sagen, finde ich auch wichtig, dass das sauber wieder hineindefiniert wurde in die Gesetze. Und Technologie für mich ist jetzt nur Technologie. Das ist ja nur das wie ich es bestelle oder wie ich es bezahle.

Aber in Wirklichkeit, die Leistung ist ja die gleiche. Die Leistung ist, ich chauffiere jemanden von A nach B und die

**Eliot Mannoia:** Wenn die Robotaxis kommen, ja, Wahnsinn.

**Manuela Machner:** aber da gibt es dann vielleicht nicht den Kollektiv für die Robotertaxis.

**Eliot Mannoia:** Was ich dich noch fragen wollte ist was glaubst du, wird dadurch, dass KI auch mehr und mehr in den Tools eingebaut wird, wie bei WhatsApp zum Beispiel oder Instagram oder

Snapchat.

Wie glaubst du, wird das die Benutzung oder die positive Beurteilung beeinflussen?

**Manuela Machner:** Also ich glaube, dass die Leute einfach nicht checken bei vielen Dingen, dass es KI ist. Also das ist einmal das Erste, also ich glaube, dass, so wie du sagst, wir haben schon so viele KI-Systeme und das wird noch immer stärker, ob das jetzt Word am Computer ist oder wenn du Dinge ansagst in WhatsApp als Sprachnachricht oder was, also ich glaube, das kommt noch viel stärker und sie werden es wieder nicht wahrnehmen, dass sie eigentlich schon mit KI arbeiten, das glaube ich.

In der positiven Beurteilung ich glaube sogar, umso mehr sich die Leute damit beschäftigen und ein bisschen hat sich das ja auch gezeigt in diesen Statistiken Hochschulprofessoren, Hochschulabgänger arbeiten viel mehr mit generativer KI, also das ist die höchste Quote mit über 50%.

**Eliot Mannoia:** Ja

**Manuela Machner:** Aber die positive Bewertung für die Gesellschaft ist geringer. Das heißt, ich habe schon das Gefühl, dass Menschen, die sich sehr stark damit beschäftigen und es auch aktiver wahrnehmen, sehr viel kritischer sind. Ich glaube, das sieht man auch in unseren Reihen. Und damit rede ich nicht von diesen Angst-Videothemen, dass Terminator-Vorstellungen kommen oder sonst was.

Darum geht es überhaupt nicht. Aber die kritische Auseinandersetzung, wie weit geht man mit KI, wie weit darf KI auch uns Menschen steuern oder steuern wir Menschen die KI, ich glaube, das sind so Themen, umso stärker man sich damit beschäftigt, umso kritischer sieht man es dann schon auch.

Abgrenzender, also durchaus auch in der Verwendung wann und wie und wie viel. Und umso mehr es natürlich in den Alltag hineinflutscht und die Leute sich gar nicht mehr damit beschäftigen müssen, weil es eh ein Teil des Alltags ist, glaube ich, dass die Kritik schwächer werden wird. Oder diese Geschichte, weil keiner von uns hinterfragt die Nachhaltigkeit eines Staubsaugers oder einer Waschmaschine.

Also wenn man da über solche Dinge immer diskutiert, wenn man es im Alltag nutzt dann ist es kein Thema mehr. Und das glaube ich auch, dass es da in die Richtung gehen wird, dass es kritikloser wird, wenn es in den Alltagstools drinnen ist.

**Eliot Mannoia:** Ja, spannend.

**Manuela Machner:** Also, würde ich jetzt einschätzen.

Ja, also ich muss sagen, ich glaube, es war eine ganz spannende Geschichte, die Statistik herzunehmen als Ausgang für unsere Diskussion. Was wir zwar gelernt haben, wir haben noch viel Arbeit vor uns, also wir werden noch Aufträge haben in den nächsten Jahren, weil so schnell werden wir nicht von einer Nutzung von 28 oder 30 Prozent...

**Eliot Mannoia:** 73 Prozent unwissend.

**Manuela Machner:** Also da haben wir noch was zu tun

aber jetzt abgesehen davon Es geht ja nicht unbedingt dazu, dass, wie soll man sagen, wir wollen ja niemanden überfahren und sagen, ihr müsst es unbedingt, also wenn ihr bisher das KI noch nicht genutzt habt oder nicht wirklich nutzt, es muss auch nicht für jeden eine Lösung sein, muss man auch sagen, es hängt sehr stark davon ab, in welchem Kontext bist du und was sind deine Schwerpunkte was ist deine Arbeit.

Überlegt euch gut, wo ihr es einsetzen könnt, so wie die Waschmaschine. Ist es etwas, wo ihr euch tatsächlich Arbeit erspart, wo ihr euch Dinge leichter machen könnt? Diese Dinge solltet ihr bitte für euren eigenen persönlichen Vorteil nutzen. Es geht nicht darum, Dinge, die ihr gerne macht, zu ersetzen oder Dinge, wo ihr perfekt seid.

Also eine KI, davon bin ich auch absolut überzeugt wenn ihr der perfekte Texter seid und geniale Texte machen könnt, dann wird die KI das nicht besser machen als ihr. Aber vielleicht möchtest du trotzdem keine Förderprotokolle schreiben. Also dann texte sie Dinge, die geil sind und das, was ihr heute machen müsst, lasst die KI machen.

Ich glaube, dass das Wichtige ist, dass man es effektiv nutzt, dass man für sich selbst die Vorteile findet und dass man trotzdem noch immer kritisch bleibt. Und die Dinge hinterfragt, die Ergebnisse hinterfragt auch die Nutzung hinterfragt, aber traut euch einfach. Es ist bei Weitem nicht so komplex wie viele glauben im Gegenteil und das haben wir heute angesprochen.

Inzwischen kann man einfach reden mit KI-Systemen wie mit einer Kollegin und die gibt uns Antworten die kann uns weiterhelfen in Alltagsproblemen. Eben vertragt meine Haut das Essen, also genauso ist im privaten Kontext und vor allem die Pflanzenpflege beim Eliot und bei mir, Genauso im privaten Kontext als auch im Business-Kontext.

Und vielleicht fangt ihr auch einfach mit solchen Dingen an. Einfach mit Dingen, wo ihr einfach gerne schnell eine Hilfestellung gehabt hättet. Fangt vielleicht damit an, wenn ihr es bis jetzt noch nicht tut. Und vielleicht schaffen wir es ja, dass wir in einem Jahr bei der nächsten Podcast-Folge schon bei 50% liegen.

Schauen wir mal. Also, wir wünschen euch viel Spaß beim Experimentieren beim Ausprobieren, beim neuen Entdecken und sonst viel Spaß bei der nächsten Folge von uns. Tschüss Baba!