Transkript
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Mind Machine – Emotionale Intelligenz trifft Künstliche Intelligenz. Ein Podcast mit Eliot Mannoia und Manuela Machner. Hi und willkommen zur nächsten Folge von Mind Machine. Heute geht es über Frauen und KI. Mein Name ist Eliot Mannoia, digitaler Psychologe.
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Hallo, ich bin Manuela Machner, Beraterin für KI im Tourismus und unser Podcast soll immer so Gedankenansätze zum Thema KI bringen. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist das so ein Thema, das mir unter den Nägeln brennt. Warum? Es hat im letzten Jahr einige Studien gegeben, wie viele Frauen KI-Systeme nutzen im Vergleich zu Männern.
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Und man muss sagen, wenn man die Verhältnismäßigkeiten anschaut, da liegen wir so Männer bei 50 Prozent, Frauen bei 37 Prozent. Also doch sehr abgeschlagen, sage ich. Und ich finde das eine eigentlich beängstigende Entwicklung. Und ich kann mir nicht ganz, also es gibt unterschiedlichste Studienzugänge, warum das jetzt so ist. Also ich kann es persönlich natürlich nicht so ganz nachvollziehen, aber ich erlebe es natürlich auch sehr stark.
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Und was sind so die Hintergründe? Also viele Frauen glauben, dass KI-Systeme allein, weil es mit Computern zu tun hat, Technik ist. Also dass die sehr technisch sind und da entsteht dann für manche schon eine gewisse Hürde. Kann ich das? Verstehe ich das? Ist das mir zu kompliziert? Und wozu offensichtlich Frauen neigen, ist, sie wollen etwas nur nutzen oder machen, wenn sie genug Wissen dazu haben.
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Also nicht einfach sagen, ich probiere es, sondern viele Frauen haben dann die Aussagen getroffen in den Interviews, naja, sie bräuchten mehr Informationen, sie brauchen mehr Schulungen, bevor sie überhaupt beginnen damit. Und das finde ich einen spannenden Aspekt, der es uns Frauen natürlich schwieriger macht, wenn wir so an die Sachen herangehen.
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Also ich habe bemerkt von den Workshops, die ich jetzt dieses Jahr gemacht habe und letztes Jahr, dass die Männer kommen oft mit Angstfragen. Also gibt es meinen Job noch in der Zukunft? Eher war zumindest meine Wahrnehmung. Und die Frauen haben eher so ethische Fragen und die waren sehr bedacht auf die ethischen Sachen.
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Hast du da irgendwie was in deinen Workshops gemerkt, was für Fragen auch kommen? Ich habe keine Männer in meinen Workshops. Ah, okay. Also im Tourismus, der Tourismus tatsächlich, also nicht auf Geschäftsführerebene, muss man jetzt auch ehrlicherweise sagen, aber in der Mitarbeiterebene sind wir sehr, sehr weiblich.
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Also ich habe ganz selten Kurse, also ich glaube noch nie einen Kurs gehabt, wo ich 50 Prozent Männer gehabt habe, also noch nie. Also ich habe immer so 70 bis 80 Prozent Frauen und teilweise reine Frauenkurse. Also dadurch kann ich die Menschen nicht beurteilen. Ja, aber da musst du echt gut beitragen, um die Frauenquote anzuheben.
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Ja, definitiv. Also wir haben natürlich dann alle möglichen Fragen. Also natürlich ist dieses Thema Ethik und wo geht die Reise hin, ist ein großes Thema. Also das Lustige ist, dass die Leute immer glauben, weil ich voller Begeisterung die Möglichkeiten erzähle, dass ich so völlig kritiklos bin.
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Also das stimmt jetzt auch nicht. Und da habe ich dann oft die Situation, dass Frauen mir so zu verstehen geben, naja, glaubst du, dass das alles auch gut ist? Ja, und was heißt das für uns? Das habe ich natürlich. Ich glaube, das haben wir alle in den Kursen, Menschen, die auch zu Recht sich solche Gedanken machen. Genau.
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Das, was ich halt merke, ist, dass dieser erste Schritt hin, also erstens brauche ich das, diese Wahrnehmung des wirklichen Brauchens, das Thema ist. Und dann halt, wie mache ich es richtig? Also ja, keinen Fehler machen. Ich weiß nicht, warum wir Frauen, also das Gefühl habe ich schon, ich weiß nicht, ob du dir mal recht gibst, weil du ja die Männerseite mehr hast als ich. Aber wir Frauen neigen dazu, wenn wir was machen, muss es ganz richtig sein.
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So Angst vor Fehlern haben wir viel, viel stärkeres Gefühl. Also die Männer meinen Kursen, die probieren herum und dann funktioniert was nicht und dann probieren sie noch einmal herum. Fragen du uns sowieso nur im äußersten Notfall, ja, statt dazu eine Frau fragen, ja. Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Aber die Frauen, bevor sie beginnen, Dinge zu machen, oft schon, ja.
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Also wenn ich sage, ja, schreibt es da was hinein oder tut es dieses oder jenes, dann habe ich schon oft die Situation, dass sie sagen, also ich würde das jetzt so machen. Ist das richtig? Und diese Angst davor, was falsch zu machen, weil man eh nichts falsch machen kann, weil dann sagt halt, JGPD, das war ein Schwachsinn oder das Bild wird halt nichts oder wie auch immer.
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Aber man sieht es ja auch bei Bewerbungen, bei Jobs, dass Frauen eher tendieren zu schauen, dass sie alle zehn Fähigkeiten, die angefordert sind, erfüllen. Und bei den Männern, wenn sechs, sieben von den Skills, wenn die Fähigkeiten erfüllt werden, ja gut, das passt schon, probiere ich mal. Also ja, da ist auf jeden Fall ein Unterschied da.
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Vielleicht auch evolutionär, dass beim Jagen, dass man da vielleicht mehr Risikos eingehen auch vielleicht musste. Aber dieses, die Fragen stellen und das Ethische, das ist genau das Wichtige. Und das ist so wichtig, dass wir dann mehr Frauen auch in dieser Branche brauchen. Einfach um dieses Empathische, diese Ethik, dieses Hinterfragen. Weil wenn man das nur den Männern überlasst, das haben wir ja gesehen, was das in den letzten 100 Jahren so gemacht hat.
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Das ist dann, dann werden oft ganz wichtige Aspekte nicht berücksichtigt. Ja, gefährlich. Ja, ich denke gerade bei KI-Systemen ist das Thema Ethik, Ethik und Bias. Also diese Vorteile, die KI-Systeme haben, ein ganz, ganz wichtiger Faktor. Und da muss aktiv dagegen vorgegangen werden. U...2429 bytes truncated...