Google DeepMind hat mit KI tausende neue Materialien entdeckt. Das ist kein Zukunftsszenario, das ist jetzt. Und dieselbe Logik, die dahintersteckt, kann man auch für eine Speisekarte, ein Tourismusprodukt oder eine Kampagne nutzen.
Google hat alle verfügbaren Daten durchlaufen lassen und tausende neue Materialien entdeckt, die bisher nicht bekannt waren. Besonders interessant: potenzielle Alternativen zu Kobalt und Lithium für nachhaltigere Batterien. Manuela Machner erklärt, dass das erst der Anfang ist: Aus diesen Materialien werden neue Produkte entstehen, die wir heute noch nicht kennen.
Manuela Machner
Cross-Domain-Prompting ist ein Ansatz von Stanford: Man nimmt die eigene Frage und fragt KI, wie eine völlig andere Domäne damit umgehen würde. Beispiele: Wenn man Ärztin ist, fragt man, wie eine Veranstaltung in Disneyland aussehen würde. Oder: Wie würde Thomas Edison dein Produkt angehen? KI hat den Datenschatz, um über Domänengrenzen hinweg neue Insights zu liefern. Man bekommt auch eine Liste von Sachen, die man nicht machen möchte, was genauso wertvoll ist.
Eliot Mannoia
Cross-Model-Prompting bedeutet: Die Antwort von ChatGPT nimmt man und gibt sie bei Anthropic oder Google Bard ein und fragt: "Was meinst du dazu?" Plötzlich hat man ein ganzes Sparring-Team. Eliot Mannoia findet das auch ein bisschen gruselig: Wenn KI-Systeme miteinander reden und sich gegenseitig hinterfragen, ist das cool, aber auch ungewohnt.
Eliot Mannoia
Manuela Machner zeigt zwei Ansätze: Erstens Bild-zu-Geschichte: Ein Foto hochladen und eine Märchengeschichte oder Storytelling-Geschichte erstellen lassen. Theresa Karan von der Österreich-Werbung hat das mit kleinen Figuren gemacht. Zweitens Cross-Domain innerhalb der eigenen Domäne: "Wie könnte ich den Überraschungseffekt einer Schokolade auf dem Polsterkissen im Hotel in einer Speisekarte umsetzen?" Wenn Kunden ein Foto davon machen, werden sie zu Multiplikatoren.
Manuela Machner
Manuela Machner und Eliot Mannoia betonen: Innovation steckt im kleinsten Unternehmen. Eine neu gestaltete Speisekarte ist auch eine Innovation. Der Mut, verrückte Fragen zu stellen, ist das A und O. Eliot Mannoia: "Lasst euch ein Märchen über eure Firma schreiben. Dann seid ihr der Held eurer Geschichte."
Manuela Machner und Eliot Mannoia
**Manuela Machner:** Herzlich willkommen zu unserer neuen Podcast-Folge Mind and Machine. Ich bin die Manuela Machner, eigentlich Touristikerin, die sich spezialisiert hat auf das Thema Künstliche Intelligenz. Mich interessieren die technischen Aspekte, ob was funktioniert.
**Eliot Mannoia:** Hallo, mein Name ist Eliot. Ich bin digitaler Psychologe und komme von der Kommunikationsseite. Ich war sehr lang in der Kommunikationsbranche tätig, jetzt selbstständig bei Brand Karma, wo wir uns auf die psychologischen Aspekte von Technologie und KI auseinandersetzen. Mit der Manuela habe ich im September letzten Jahres zusammengearbeitet, und so hat unsere Reise angefangen.
Heute haben wir uns als Thema ausgesucht: KI und Innovation. Wie können wir besser, schneller und leichter Innovation betreiben mit KI? Unsere Sessions sind kurz, fünfzehn Minuten, und es geht nicht um Schulung, sondern um Inspiration und Denkanstöße.
**Manuela Machner:** Auf die ersten Podcasts haben wir einiges an Feedback bekommen. Man sieht, wer KI schon im beruflichen Alltag nutzt. Beim Thema Innovation kann KI wirklich hilfreich sein, weil wir alle in einer Blackbox stecken, mit unseren Erwartungen und Erfahrungen. Und oft ist es schwierig, da herauszukommen, wenn man nicht gleich eine ganze Forschungsabteilung hat.
Ein geniales Beispiel: Google hat alle Daten, die es hat, durchlaufen lassen und unzählige neue Materialien entdeckt, die man einsetzen kann. Vor allem interessant in Richtung erneuerbare Energien: Es soll ganz andere Speichermedien geben, die die Speichermöglichkeit von Energie optimieren können. Das zeigt, dass die Menge der Daten uns Dinge eröffnet, die wir bisher nicht sehen konnten.
**Eliot Mannoia:** Google DeepMind wird auch das Gesundheitswesen sehr beeinflussen. Einen spannenden Ansatz, den ich von Stanford gehört habe, ist Cross-Domain-Prompting: über eine andere Domäne hinaus denken. Wenn man im Bauwesen oder im Gesundheitswesen ist, fragt man: Wie würde eine ganz andere Branche diese Frage angehen? Wenn man Ärztin ist: Wie würde eine Veranstaltung in Disneyland aussehen? Wie würde Thomas Edison dein Produkt angehen?
Das funktioniert, weil KI diesen riesigen Datenschatz hat und über verschiedene Domänen hinweg neue Insights liefern kann. Man bekommt auch eine Liste von Sachen, die man nicht machen möchte, was genauso wertvoll ist.
**Manuela Machner:** Dann gibt es Cross-Model-Prompting: Man nimmt die Antwort von ChatGPT und gibt sie bei Anthropic oder Google Bard ein und fragt: "Ich hab diese Antwort bekommen, was meinst du dazu?" Plötzlich hat man ein ganzes Sparring-Team um sich.
**Eliot Mannoia:** Bisschen spooky, oder? Es gibt dieses Video, wie Google und Alexa die Menschen aus dem Haus schmeißen. Wenn die KIs miteinander reden und sich gegenseitig hinterfragen, ist das cool, aber auch ein bisschen gruselig.
**Manuela Machner:** Was ich total cool finde: Man kann Bilder hochladen und eine Geschichte dazu erstellen lassen. Im Tourismus weiß man oft schon, wie man Dinge beschreiben soll. Aber dann kommen ganz neue Varianten heraus, ein Märchen, eine Storytelling-Geschichte, auf die man normalerweise gar nicht kommt.
Eine Bekannte von uns, Theresa Karan von der Österreich-Werbung, hat das gepostet: Sie hat mit ihrer Tochter kleine Figuren gebastelt, ein Foto davon gemacht, und eine ganze Geschichte ist daraus entstanden. Das ist eine super Idee fürs Storytelling: "Ich habe ein neues Produkt, bitte erzähl mir eine Märchengeschichte dazu, um es emotional aufzuladen."
**Eliot Mannoia:** In Holland haben sie das gemacht: Man kann jede Stadt oder jeden Straßenzug holländisch machen, also mit Blumen, Fahrrädern, Radwegen. Das ist eine neue Möglichkeit, Innovationen in Städte zu bringen. Man legt ein anderes Muster darüber und sieht vielleicht einen Aspekt, wie man seine Stadt neu betrachten kann.
**Manuela Machner:** Innovation steckt im kleinsten Unternehmen. Wenn ich eine Speisekarte neu gestalte, ist das auch eine Innovation. Wenn man bei jeder Schnittstelle mit dem Kunden denkt: "Wie kann ich das besser gestalten, so gut, dass Leute ein Foto davon machen?" Dann werden Kunden zu Multiplikatoren.
Man neigt dazu, nur Probleme zu lösen. Aber wer hat mal wirklich was Verrücktes ausprobiert? Der Überraschungseffekt ist so toll: Wie könnte ich den Überraschungseffekt einer Schokolade auf dem Polsterkissen im Hotel in einer Speisekarte umsetzen? Das ist Cross-Domain innerhalb derselben Domäne.
**Eliot Mannoia:** Mein Appell an alle: Probiert Dinge einfach aus. Das ist das A und O beim KI-Thema. Stellt auch mal eine verrückte Frage. Lasst euch ein Märchen über eure Firma schreiben. Dann seid ihr der Held eurer Geschichte.
**Manuela Machner:** Wir haben heute über KI als Hilfe zur Innovation gesprochen: Google DeepMind mit der Analyse riesiger Datenmengen für neue Materialien, Cross-Domain-Prompting über verschiedene Branchen, Cross-Model-Prompting über verschiedene Modelle, und Bild-zu-Geschichte für Storytelling. Nächstes Mal reden wir über KI und Gesundheitswesen. Bis bald. Ciao.