Eliot Mannoia zeigt seinen Face Swap als Marty McFly aus Back to the Future. Manuela Machner erzählt, wie sie mit Suno AI Stunden verbringt, obwohl sie eigentlich nur kurz reinschauen wollte, und wie ein KI-Gespräch auf der Couch sie zur Idee einer Reflexionszone für einen Messestand gebracht hat.
Manuela Machner empfiehlt Suno AI und Udio für Musikgenerierung, Lexica.art für Kunstbilder im Aquarell- oder Gemäldestil und Face-Swap-Tools für lustige Experimente. Eliot Mannoia nutzt TikTok-Filter und Cross-Model-Prompting. Der Einstieg ist niederschwellig und braucht keine technischen Vorkenntnisse.
Manuela Machner und Eliot Mannoia
Cross-Model-Prompting bedeutet, die Antwort von ChatGPT zu nehmen und bei Gemini, Copilot oder Claude nachzufragen: Was meinst du dazu? Eliot Mannoia beschreibt es als eine Sparring-Diskussion alleine, umgeben von verschiedenen High-Power-Models. Man bekommt unterschiedliche Perspektiven auf dasselbe Problem, ohne selbst Gesprächspartner zu sein.
Eliot Mannoia
Eliot Mannoia hat ChatGPT Witze schreiben lassen und musste sehr oft darüber lachen, was ChatGPT glaubt, was witzig ist. Die Witze sind oft auf Kinderwitz-Level und treffen den Point nicht. ChatGPT versteht Humor noch nicht ganz, weil Humor von Timing, Kontext und kulturellen Codes abhängt, die schwer zu lernen sind.
Eliot Mannoia
Manuela Machner brauchte eine ausgefallene Idee für einen zweimal zwei Meter großen Messestand zum Thema emotionale Intelligenz. Sie setzte sich auf die Couch und redete fast eine halbe Stunde mit ChatGPT. ChatGPT schlug Spiegel zur Selbstreflexion vor. Durch das Gespräch entwickelte sie daraus die Idee einer Reflexionszone, ohne Spiegel, aber mit dem gleichen Effekt.
Manuela Machner
Manuela Machner hat ganz am Anfang ihrer KI-Arbeit ein Malbuch für touristische Ausflugsziele erstellt und die Ausmalbilder mit KI generiert. Die Herausforderung war, die Themen der Ausflugsziele im Malbuch wiederzufinden. Das ist ein frühes Beispiel dafür, wie KI kreative Produkte für den Tourismus ermöglicht, die vorher zu aufwendig gewesen wären.
Manuela Machner
**Eliot Mannoia:** Hallo und willkommen zur nächsten Folge von Mind/Machine. Ich bin Eliot Mannoia, digitaler Psychologe, und konzentriere mich auf emotionale Intelligenz und Künstliche Intelligenz und das Zusammenspiel zwischen Maschine und Mensch.
**Manuela Machner:** Hallo, ich bin Manuela Machner und berate touristische Betriebe zum Thema Künstliche Intelligenz.
**Eliot Mannoia:** Heute haben wir als Thema: KI macht auch Spaß. Sie kann auch zum Entertaining-Aspekt im Täglichen sehr viel beitragen. Hast du Momente, Manuela, wo du dich mit der KI austobst?
**Manuela Machner:** Ja, immer wieder. Was mir richtig Spaß macht: Musik generieren über KI. Ich liebe Musik, kann sie aber nicht machen. Über Udio oder Suno AI Lieder generieren zu lassen, das ist voll spannend. Da verbringe ich Stunden, obwohl ich eigentlich einen anderen Grund hatte, Suno AI zu öffnen.
**Eliot Mannoia:** Was bereitet dir am meisten Freude?
**Manuela Machner:** Bilder und Musik erstellen. Wenn ich mit Kunden zu tun habe und ihr Unternehmen, ihre Produkte oder Dienstleistungen in einer kreativen, lustigen Art unterbringen kann, um zu zeigen, was KI machen kann, das macht Spaß. Das ist das Sahnehäubchen, wenn man sich kurz austoben kann.
**Eliot Mannoia:** Musik fix auch. Ich bin ein sehr leidenschaftlicher Musikzuhörer, früher DJ. Was man da machen kann, ist unglaublich.
**Manuela Machner:** Was ich auch voll cool finde: Bilder generieren. Abgesehen von den klassischen touristischen Bildern finde ich Face Swapping genial. Mein Gesicht plötzlich auf einem Roboter. Die Ergebnisse sind nicht unbedingt veröffentlichenswert, aber lustig, was alles funktioniert. Es gibt ein Tool, da kannst du tanzen lassen, weil du dich so bewegt hast.
**Eliot Mannoia:** Ich habe einen Face Swap gemacht mit Michael J. Fox aus Back to the Future, einem meiner Lieblingsfilme. Es schaut wirklich gut aus, als ob ich in dem Film wäre.
**Manuela Machner:** Das musst du schicken. Reise in die Zukunft mit Eliot Mannoia.
**Eliot Mannoia:** Bildgenerierung finde ich voll spannend. Die Leute kennen meistens nur die realistischen AI-Bilder von ChatGPT oder Midjourney. Aber Lexica.art zum Beispiel macht Kunstbilder sehr schön.
**Manuela Machner:** Plötzlich kann ich Aquarelle malen, moderne Gemälde machen.
**Eliot Mannoia:** Du hast im Tourismus was Spannendes gemacht.
**Manuela Machner:** Ganz am Anfang haben wir ein Malbuch gemacht und die Ausmalbilder habe ich mit KI gemacht. Wie schafft man es, dass die Themen von Ausflugzielen im Malbuch wiederzufinden sind? Das macht Spaß.
**Eliot Mannoia:** Du nimmst ChatGPT auch als Kreativwerkzeug.
**Manuela Machner:** Ja, vor ein paar Wochen brauchte ich für einen Messestand eine ausgefallene Idee. Zweimal zwei Meter, kein Riesenbudget. Ich wollte emotionale Intelligenz wirklich erlebbar machen. Ich hab mich auf der Couch hingesetzt und fast eine halbe Stunde lang mit ChatGPT geredet. Das hat riesig Spaß gemacht. Im Gespräch promptet man viel länger als beim Schreiben. Es hat nicht die Idee geliefert, aber es hat mich zur Idee gebracht. Zuerst hat es gesagt: Spiegel hinstellen zur Selbstreflexion. Dann bin ich durch das Gespräch auf die Idee einer Reflexionszone gekommen. A little nerdy, aber hat Wahnsinnsspaß gemacht.
**Eliot Mannoia:** Ich bin auf TikTok unterwegs seit COVID. Für alle, die glauben, TikTok heißt nur Lipsync oder Tanzen: Es ist auch eine Informationsquelle. Was mit KI zu tun hat bei TikTok: Diese ganzen Filter. Ich kann mich filmen und plötzlich bin ich uralt, ganz jung, habe rote lange Haare, bin mega schlank. Das ist aufwendig bei Fotoprogrammen, aber dort hast du Filter in Sekunden.
**Manuela Machner:** Ich gestehe, manchmal finde ich das echt lustig. Die veröffentliche ich aber eher nicht, sonst nimmt mich überhaupt keiner mehr ernst. Mein Bruder war in der Türkei. Ich habe ihm ein Foto geschickt mit wallendem Haar. Er hat das gleich auf Facebook gepostet: Ich war in der Türkei. Viele haben das fast geglaubt. Dann hat er gesagt: Magst mir nicht einmal ein Sixpack machen? Ich hab gesagt: So viel Speicherplatz habe ich nicht.
**Eliot Mannoia:** Hast du schon mal Witze schreiben lassen von ChatGPT?
**Manuela Machner:** Nein, noch nicht.
**Eliot Mannoia:** Ich gestehe: Die Witze sind oft nicht witzig. Aber es ist so witzig, was ChatGPT glaubt, was witzig ist. Ich muss sehr oft darüber lachen, welche Komplexe es hat und wo es glaubt, dass der Humor liegt. Den Witz könnte ich selten jemandem erzählen, weil er mich anschauen würde und sagen: Das ist nicht witzig.
**Manuela Machner:** Kinderwitz-Level oft.
**Eliot Mannoia:** Er versteht noch nicht ganz, wie ein Point sein muss. Ähnlich mit schreib humorvoll. Hast du das probiert?
**Manuela Machner:** Ja, hat ab und zu funktioniert. Ein bisschen cringy. Einmal habe ich als Custom Instruction eingestellt, dass ich Österreicherin bin und österreichische Begriffe verwende. Dann war die Kommunikation auf Level von Mundl. Das hab ich schnell wieder rausgelöscht.
**Eliot Mannoia:** Es lernt aber noch. Was mir auch Spaß macht: Cross-Model-Prompting. Die Antwort von ChatGPT nehmen, zu Gemini oder Claude gehen und sagen: Ich hab diese Antwort bekommen, was meinst du dazu? Plötzlich hat man eine Sparring-Diskussion alleine, umgeben von verschiedenen High-Power-Models.
**Manuela Machner:** Weißt, was wir mal ausprobieren müssen? Mit zwei Handys, die miteinander reden. Da gibt's die coolsten Videos. Jeder sagt: Ich will dir helfen. Und das andere Handy sagt: Ich bin da, um dir zu helfen.
**Eliot Mannoia:** Gut, das war heute eine lustigere Folge über das, was wir gerne machen, just for fun mit KI. Ob das auf der Couch mit ChatGPT neue Dinge überlegen ist, Musik generieren, Bilder generieren, neue Filter ausprobieren. Man kann das auch for fun machen. Man darf nicht alles immer so ernst nehmen.
**Manuela Machner:** Nächstes Mal: Was ist Arbeit wert? Was macht KI zur Arbeitswelt und was ist der Stellenwert von Arbeit? Wir freuen uns, euch dann wiederzusehen. Alles Liebe, macht's gut. Tschüss, baba.
**Eliot Mannoia:** Tschau.