#128 Wie menschlich sollen humanoide Roboter sein?

Titelgrafik zur Folge 128 des Podcasts Mind / Machine: Eliot Mannoia, digitaler Psychologe, und Manuela Machner, Tourismus KI-Coach, in einem warm beleuchteten Wohnraum, darüber der Titel "Wie menschlich sollen humanoide Roboter sein?" und die Adresse www.mind-machine.at.

Humanoide Roboter laufen Halbmarathons, an einem Wäschekorb in einer fremden Wohnung scheitern sie aber noch. Manuela Machner und Eliot Mannoia sprechen über verkörperte KI: was Roboter heute können, warum sie schneller lernen könnten als gedacht und wie menschlich wir sie überhaupt haben wollen.

Themen: Technik & Tools, Psychologie & Mensch

FAQ: Wie menschlich sollen humanoide Roboter sein?

Was sind humanoide Roboter?

Humanoide Roboter sind Maschinen in Menschengestalt mit Kopf, Armen und Beinen. Kombiniert mit KI-Sprachmodellen können sie sprechen, hören und zunehmend Aufgaben übernehmen. In Unternehmen gibt es Roboter schon lange, im Haushalt und auf der Straße stehen sie erst am Anfang.

Manuela Machner und Eliot Mannoia

Warum scheitern Roboter noch an Haushaltsaufgaben?

Roboter sind meist auf bekannte Laborumgebungen trainiert. Bei einem Roboterwettbewerb in China mit rund zweihundertzwanzig Robotern scheiterten fast alle an einer Haushaltsaufgabe in einer unbekannten Wohnung. Ein Roboter blieb mit der Wäsche mitten im Wohnzimmer stehen. Eine andere Stiege oder eine Pflanze im Weg reicht oft schon, um ihn aus der Bahn zu werfen.

Manuela Machner

Wann kommen Roboter in unseren Alltag?

Viele rechnen mit dreißig oder vierzig Jahren. Manuela Machner und Eliot Mannoia halten das für zu lang und tippen auf weniger als zehn Jahre. Roboter könnten mit Weltmodellen aus Videos lernen und ihr Können sofort an andere Roboter weitergeben, die Entwicklung verläuft exponentiell statt linear.

Manuela Machner und Eliot Mannoia

Warum sollen Roboter nicht zu menschlich aussehen?

Menschen übertragen sehr schnell menschliche Eigenschaften auf Maschinen, in der Psychologie Anthropomorphisierung genannt. Wir geben Staubsaugern und Autos Namen. Je menschlicher Roboter mit Stimme, Mimik und Haut wirken, desto schwerer fällt es, Grenzen zu setzen. Eliot Mannoia plädiert deshalb dafür, Roboter bewusst unmenschlich aussehen zu lassen.

Eliot Mannoia

Soll eine KI einen menschlichen Namen bekommen?

Manuela Machner nennt ihre E-Mail-KI Trixi, die sich gemäß Kennzeichnungspflicht klar als KI vorstellt. Eine Kundin fragte, warum ein technisches Werkzeug einen Menschennamen braucht. Der Name fördert die Vermenschlichung, eine sachliche Bezeichnung macht klarer, dass es sich um ein Werkzeug handelt.

Manuela Machner

Wie startet man mit Sprach-Prompting?

In der ChatGPT-App diktiert das Mikrofon neben dem Eingabefeld nur, das Wellen-Symbol daneben startet ein echtes Gespräch, bei dem die KI antwortet. Auch Dialekt wie Steirisch funktioniert meist gut. Antwortet die KI auf Englisch, reicht die Anweisung, Deutsch zu sprechen.

Manuela Machner

Checkliste: Wie menschlich sollen humanoide Roboter sein?

Sechs Schritte für Betriebe und Führungskräfte, um verkörperte KI im eigenen Betrieb bewusst vorzubereiten.

  1. Mit der KI sprechen statt nur tippen: Teste in der ChatGPT-App das Mikrofon zum Diktieren und das Wellen-Symbol für ein echtes Gespräch. Auch Dialekt funktioniert meist gut. Wer das einmal erlebt hat, versteht, wie nahe die Entwicklung schon ist.
  2. Abläufe zeigen, aber vorher hinterfragen: KI und Roboter lernen zunehmend durch Zuschauen, etwa wenn du einen Ablauf am Bildschirm vorzeigst. Prüfe vorher, ob dein Weg wirklich der beste ist, sonst lernt die Maschine deine Umwege mit.
  3. KI bewusst benennen und kennzeichnen: Ein Menschenname für ein Werkzeug fördert Vermenschlichung. Lege fest, wie eure KI-Assistenten heißen und dass sie sich gegenüber Gästen und KundInnen klar als KI zu erkennen geben.
  4. Grenzen der Vermenschlichung festlegen: Menschen bauen schnell Bindungen zu sprechenden Maschinen auf. Kläre im Team, wofür ihr KI einsetzt und wo bewusst ein Mensch bleibt, gerade im Gästekontakt und bei sensiblen Themen.
  5. Räume und Wege mitdenken: Bei Umbau oder Neubau von Hotel, Restaurant oder Büro an Breiten, Schwellen und Wege denken. Was Robotern hilft, hilft auch Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Koffer.
  6. Exponentiell statt linear planen: Was ein Roboter heute nicht kann, können morgen alle, weil sie Gelerntes teilen. Plant nicht mit dreißig Jahren, sondern beobachtet die Entwicklung laufend und prüft einmal im Jahr, was sich geändert hat.

Transkript

Manuela Machner: Herzlich willkommen zur aktuellen Folge von Mind/Machine, dem Podcast über KI und die digitale Welt. Ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf KI im Tourismus

Eliot Mannoia: Hallo meinerseits, Eliot Mannoia, digitaler Psychologe und heute reden wir über verkörperte KI, also KI, die dann auch sozusagen in Roboter oder verschiedene Geräte sind. was, was kommt dir da zuerst in den Kopf, Manuela, wenn du das hörst?

Manuela Machner: Na ja, also verschiedenste Dinge. Also wir haben ja immer mehr die KI, die, in Geräten drinnen ist, KIs, die uns antworten, die, die die Stimme haben. Ich hab grad vorher scherzweise gesagt, seit der neuen Stimme von ChatGPT nehme ich sie viel weniger. Also die KI kann ja zurückreden und irgendwie habe ich, glaube ich, die falsche Stimme für mich ausgewählt, weil meine Stimme sagt jetzt: "Ja, Manuela, schön, dass du wieder da bist.

Seufz." Ja, und ich sag euch, wenn ich das höre, werde ich schon aggressiv, weil ich habe überhaupt keine Zeit, ihr beim Seufzen zuzuhören. Und, der Zweck ist, dass sie menschlicher klingt. ja, das mag durchaus so sein, nur das ist eigentlich nicht das, was ich von ihr will. Also mir gefällt die Stimme nicht, dir gefällt die Stimme ja wiederum sehr gut.

Wobei, du hast einen Mann, ich muss einmal die Männer ausprobieren. Aber wisst ihr, warum das nicht geht? Ich lasse mir gern ich lasse mir nicht gerne was von einem Mann sagen. Deswegen kann ich keinen Mann nehmen. Ja.

Eliot Mannoia: Also hab, da ist eigentlich Geschlecht nicht. Also, ich find, ich fand einfach die, die männliche Stimme fand ich ein bisschen ruhiger, und, und, ich weiß nicht, der Akzent hat mir einfach gefallen. in Englisch ist es zumindest ein bissl langsamer und ruhig. Also es ist, es gibt schon ein paar, die, die, lauter sind, auch von den Männern, aber ich hab so eine Stimme ausgewählt, die so ein bisschen eine tiefere Stimme hat und das fand ich also und in Englisch und das ist irgendwie, ja.

Manuela Machner: Das ruhig ist ja genau mein Problem. Also wenn sie da braucht drei Sätze zum Nachdenken, ja, weil sie so langsam spricht. Ja, ja, eh beides. Sie spricht ja auch so langsam mit mir.

Eliot Mannoia: das ist mühsam.

Manuela Machner: Ja, genau. Aber jetzt abgesehen von

Eliot Mannoia: Also in Englisch, ja, aber ja

Manuela Machner: Er muss ja ausprobieren, ja. Ich muss einfach wieder mal wechseln. Ich hab einfach meine Stimme, die ich immer hatte, beibehalten und die hat plötzlich einen neuen Charakter bekommen.

So viel zu dem Thema. Charakter bekommen, ja, also einen Stimmcharakter, eine Stimmfarbe bekommen. es ist schon lustig, dass man gewohnt wird natürlich, mit welcher Stimme spricht man und wenn plötzlich die Stimme anders wird oder auch das Sprechverhalten, wie störend das dann einfach ist. Also es wär so, wie wenn euer Mann oder eure Frau plötzlich mit einer ganz na ja, nicht ganz so vergleichbar, aber mit einer komplett anderen Stimme sprechen würde. Das wäre ja auch irritierend, muss man sagen. Aber jetzt abgesehen davon, die KI in, in, in echten Dingen, sage ich jetzt einmal, wenn die KI nicht nur eine Stimme kriegt, sondern die KI auch irgendwann einen Körper kriegt. Wir reden da sehr stark von Robotik. Es taucht ja jetzt auch in der realen Welt immer öfters schon Robotik auf.

Bei uns noch ein bisschen weniger vielleicht wie in anderen Ländern. Was glaubst du, wie lange dauert es, bis wir tatsächlich einem Roboter auf der Straße begegnen?

Eliot Mannoia: Ich denk mir das eh auch mittlerweile schon manchmal, wenn ich in einem Kaffeehaus oder wo sitz, wo ich mir denk, ich, ich w ich, ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich zurückblicken werde in 20 Jahre und mich erinnern werde, wie's, wie's war ohne Roboter. Aber ich glaub, kommen. die, Roboter in Firmen gibt's ja schon seit Langem und das, das, das wird weiter und schneller passieren.

Ich glaub, so mit Haushaltsroboter, ich glaub, da gibt's so viele Edge Cases, also so viele verschiedene Fälle, von, da gibt's immer diesen, diesen berühmten, so: Man möchte ja nicht, dass der Roboter die Katze faltet, ja, sondern die Wäsche, ja, zum Beispiel.

Manuela Machner: Oder in die Waschmaschine steckt.

Eliot Mannoia: oder, oder ein Baby als Spielzeug ver-verwechselt oder so, solche.

Also, es gibt schon so sehr viele, ja, ein Glas im Geschirrspüler oder Staubsaugen oder Wäsche falten und, also es gibt schon so viele verschiedene, Fälle, dass das, glaub ich, schon noch ein bissl länger dauert, als wir denken. ich

Manuela Machner: Aber das definitiv also länger dauern, als wir denken, weiß ich nicht, weil die meisten glauben, das dauert dreißig, vierzig Jahr und das glaube ich nicht, dass das so lange dauert.

Eliot Mannoia: es stimmt

Manuela Machner: Aber, aber weil du sagst, es hat, ist lustig. Es hat ja vor paar Monaten oder vor paar Wochen hat's ja einen großen Roboterwettbewerb in China wieder gegeben.

Da haben glaube ich von zweihundertzwanzig Firmen oder so haben Roboter oder zweihundertzwanzig Roboter teilgenommen und man hat ja sehr viel gehört über diesen Wettbewerb und da ist es um sportliche Disziplinen gegangen. Aber was kaum jemand gehört hat, es gab auch einen Haushaltsdisziplin als Wettbewerb für die Roboter.

Ja, weil es war nämlich eine Messe parallel, eine Robotermesse und ich denke, wahrscheinlich haben sie deswegen auch diese Disziplin gemacht. Und das Besondere war halt für die Roboter, das waren Haushaltsroboter, die dort angetreten sind. Also diese Roboter, die in den verschiedenen Disziplinen im Sport auch angetreten sind, waren alle speziell trainiert auf diese Kategorien.

Also man hat nicht einen klassischen Haushaltsroboter genommen und gesagt, du gehst jetzt weit springen oder so. Und der Haushaltsroboter musste antreten. Und das Besondere für die Roboter waren, dass die ja nicht vortrainiert auf das Setting waren. Also die haben den Räumlichkeiten und die tatsächliche, keine Ahnung, Wäsche, Waschmaschine und sonst was nicht im Vorfeld gekannt.

Also bisher sind die ja immer eher in diesen Labor Settings, wo sie sehr, sehr gut sind, wo sie aber genau wissen, das ist jetzt ein Kasten und das ist mein Kasten und dort gehört die Wäsche rein und das ist diese Waschmaschine und die wird so bedient und das gehört so. Und soweit ich die ganzen Videos, die ich dazu gefunden habe, weil extra dann gesucht, weil darüber war, ist am wenigsten berichtet worden.

ich glaube, es haben, sind fast alle Roboter, die angetreten sind, gescheitert an dieser Aufgabe. Am Laufen nicht und am Springen, gell, aber am Haushalt. und einer hat zum Beispiel mittendrinnen, der hat aufräumen müssen im Wohnzimmer und da liegen halt dann irgendwie wie in echt Socken herum und sonstiges.

Und er hat die Sachen zwar dann aufgeräumt und er hätte müssen die Wäsche glaube ich zur Waschmaschine bringen und der ist einfach stehen geblieben mitten im Wohnzimmer, weil er sich nicht orientieren konnte, nicht wusste, was er jetzt wirklich tun soll mit der Wäsche und wo die jetzt tatsächlich hingehört und hat sozusagen aufgegeben im Wettbewerb, weil er's nicht geschafft hat.

Und da hat's viele solche Kleinigkeiten gegeben, dass, dass die Roboter nicht weitergekommen sind in ihren Settings, weil's halt nicht vortrainiert war. Weil wenn du einfach und unsere, und unsere reguläre Welt ist einfach so unterschiedlich. Also du kannst alles Mögliche trainieren und dann ist vielleicht eine Stiege anders oder, eine Pflanze oder keine Ahnung steht im Weg und das bringt den Roboter völlig aus der, aus der Bahn, weil er nicht erkennt, dass das jetzt eine Pflanze ist, weil er die Pflanze noch nie trainiert hat.

Also habe ich total witzig gefunden.

Eliot Mannoia: da, da kann ich mir aber vorstellen, also nur jetzt theoretisch und ich bin kein, kein World, World-Model-Experte, weil man sagt ja, dass man die Sprachmodelle schon viel machen können, aber dass man auch, so gesagt, Weltmodelle braucht, also ein Weltmodell, also mit wirklich mit, mit, Physik und, und, Schwerkraft, also diese ganzen, so gesagt, Anhaltspunkte oder Datenpunkte auch. Und ich kann mir schon vorstellen, dass wir dann irgendwann eine KI bekommen, die so gut ist mit so 'nem Weltmodell, dass, weiß nicht, dass, dass die KI, weiß nicht, 100.000, 10.000 Stunden, Haushaltsvideos anschaut

und dann es kann und dieses Können dann auch einfach, so gesagt, weitergeben kann an die 10.000 andere Roboter dass es dann plötzlich, weiß nicht, von, von einer Woche zur nächsten können sie's. das hat der, der Mo Gawdat. ich weiß nicht, ob du den kennst, der Mo,

Manuela Machner: Na, sagt man nicht?

Eliot Mannoia: Das ist ein Ägypter, der war lange bei Google, der Chef, der war der Chef von der Google X, also diese

Spezialprojekte. Und er hat, in einem Podcast mal erwähnt, er hat gesehen, durch dem Fenster, die, die mussten irgendwie verschiedene Bälle aufheben oder

die mussten irgendwas machen. Und er ist jeden Tag, jede Woche, Monat für Monat vorbeigegangen und die haben's nicht geschafft. Und dann plötzlich einmal hat's einer geschafft und am nächsten Tag haben's alle gemacht.

Manuela Machner: Ah, spannend, ja, ja.

Eliot Mannoia: Also, e-es kann

Manuela Machner: Selbst verbessern, das Lernen, wenn sie's einmal haben, ja

Eliot Mannoia: kann's schnell gehen. Also das ist etwas, was wir auch vielleicht nicht so

Manuela Machner: Am Schirm haben, ja

Eliot Mannoia: am Schirm haben und das ist, wir, wir denken sehr linear, aber ja, exponentiell ist,

Manuela Machner: ja.

also d-das spricht ja dafür, wenn du schaust, man sagt ja auch, diese Roboter teilweise trainiert werden oder sollen trainiert werden, indem sie zuschauen, also indem sie deine Tätigkeit zuschauen und nachahmen versuchen, ja. und wir haben das eigentlich am Computer schon die Möglichkeit. Also wenn man Claude nutzt zum Beispiel und man möchte einen Skill anlegen, ein Skill ist, kann eine automatisierte Tätigkeit am Computer sein, dann hat man jetzt die Möglichkeit, dass man dort auf die Kamera drückt und man zeigt Claude am Computer, wie man selbst diese Tätigkeit normalerweise durchführt und auf Basis meiner Tätigkeit analysiert Skill dieses Video, was du da jetzt machst auf deinem Rechner und versucht, das eben nachzuahmen.

Teilweise natürlich nicht auf deiner Computeroberfläche, sondern im Code oder anders, aber dennoch er weiß jetzt deinen Ablauf. Wobei ich denk mir dann manchmal bei gerade solchen Dingen, bin mir nicht sicher, dass es immer das Klügste ist, sich das vom Menschen abzuschauen. Weil das kennt man ja selber, ältere Generationen zum Beispiel haben immer das so und so gemacht, weil es damals vielleicht einen Grund gab.

Inzwischen gibt's technische Möglichkeiten und wir Jungen würden oft sagen: „Na, das macht ja überhaupt keinen Sinn, was du machst.“ Und ich glaube, in Wirklichkeit würde sehr viel KI oder Robotik, auch wenn er uns zuschaut, wie wir Dinge lösen, sagen: „Ich mein, umständlicher geht's noch.“ Ja.

Eliot Mannoia: Dann ja. Aber also für alle, die, die uns jetzt zuhören, zuschauen, ich w-wirklich empfehlen, die es noch nicht gemacht haben, mal mit ChatGPT am Handy zu reden. ich bin noch überrascht, wie viele Personen

das nicht machen und, es, es ist wirklich sehr natürlich, auch wenn's jetzt vielleicht grad nicht immer optimal ist, wie gesagt, in Englisch f-find ich's okay, aber probiert es mal.

Es ist wirklich wie in einem Science-Fiction-Film, dass ihr sozusagen mit einem Handy, also mit einem, einem Gerät, einer, mit einer Latenzzeit von Millisekunden, redet. Und es ist wirklich, als ob die Person am Telefon mit euch ist und ihr könnt wirklich ein natürliches Gespräch führen. Ihr könnt auch schnell reden und es versteht alles,

Manuela Machner: das, das ist, ist auf jeden

Eliot Mannoia: Also kann ich echt empfehlen. Es gibt,

Manuela Machner: Also wir haben X

Eliot Mannoia: wissen die ma es gibt ja drei Arten von Prompting. Die meisten texten Prompten noch, auch schön und gut, aber es gibt auch Voice Prompting und es gibt auch Image Prompting. Und das ist ja eins, ein, ein, ein toller Fortschritt von der KI, dass es dieses unstrukturierte Daten, also wirklich, was man spricht oder Bilder, diese unstrukturierten Daten so schön strukturieren kann und transkribieren und verstehen kann.

Das ist wirklich, es ist wirklich Science Fiction. Es ist unglaublich.

Manuela Machner: Für jeden, der sich jetzt fragt: Wie mache ich das, falls ihr das Handy-App habt oder auch das Computerprogramm, es ist egal. Dort, wer normalerweise die Buchstaben eintippt, ah, ist direkt daneben ein Mikrofon. Das ist nur ein Diktiergerät. Das heißt, da spricht keiner mit euch zurück. Also vielleicht auch für den Einstieg fürs Prompten mit Sprache.

Also das klingt ja alles immer so kompliziert. Prompten heißt eigentlich, dass wenn ihr eine Frage stellt in ein KI-System oder einen Auftrag gebt. Also einfach das, was ihr tippt, ist Prompting. Wenn ihr nur aufs Mikrofon klickt, für den Anfang vielleicht einmal ganz nett, dann diktiert ihr, so wie man früher Diktiergeräte gehabt hat.

Da passiert gar nichts. Ihr schickt das ab, dann seht ihr das Transkript. Und selbst wenn die KI nicht alles ganz genau verstanden hat, sie schafft's meistens zu interpretieren, wovon ihr redet. Es geht auch im Dialekt, mein Steirisch ist gar kein Problem. Holländisch haben wir festgestellt, ist durchaus schwierig für KI-Systeme.

Latinisch geht übrigens auch nicht, haben wir auch schon festgestellt. Also wir testen, egal wo ich bin, in welcher Region immer, die Dialekte durch. also das ist, geht das. Und dann habt ihr direkt neben diesem Mikrofon so einen komischen Kreis mit einer Welle und das ist die Funktion, wenn ihr da draufspre-, drückt, dann redet die KI zurück und am Anfang schreckt euch nicht, wenn die irgendwas sagt, und mit euch redet.

Und falls sie nicht zufälligerweise gerade Deutsch spricht, weil sie glaubt vielleicht, sie ist Englisch eingestellt oder was, ihr braucht einfach nur sagen „Sprich Deutsch mit mir" und dann spricht sie auch Deutsch mit mir, mit euch. Also einfach ausprobieren.

Eliot Mannoia: Wenn man sich, wenn man das mal gesehen, gehört und erlebt hat, dann kommen die anderen Entwicklungen plötzlich auch so, ein bisschen,

Manuela Machner: realistischer, realer vor

Eliot Mannoia: na, ist nicht, was ich sagen möchte. Also eigentlich, wenn man mal das und Reden gehört hat, dann sind die anderen Entwicklungen auch von einer anderen Bedeutung.

Weil es gibt Roboter, die in China schon, also wie die Manuela gesagt hat, Olympiade und, und Rekorde brechen. Es gibt aber auch eine Firma in England, die arbeiten an Gesten und Mimiken und die machen wirkliche ziemlich menschliche Gesten und Mimiken. Also es ist, ich weiß nicht warum, ich brauche das ehrlich gesagt nicht, aber, das ist eben was die arbeiten. Und dann gibt's auch in der, University of Tokyo, kann man auf Google, auf YouTube nachschauen, da gibt's einen Bericht von, von Reuters, haben sie in der University of Tokyo menschliche Haut gewachsen. also echte menschliche Haut. Die kann auch Narben bilden. Sie überlebt noch nicht, weil sie noch nicht durchblutet ist, aber es ist Haut. ich hoffe, dass sie's zum Beispiel auch für, für Brandwunden oder wirklich tolle Sachen nutzen, aber sie wollen's auch für Roboter nutzen. Und wenn man dann sieht, okay, gut kann die KI schon reden und hören und zuhören und alles, dann gibt's schon Roboter mit Gesten und Mimiken und dann arbeiten wir schon an menschlicher Haut. Also und das zusammengeben, dann, man sich vorstellen, wo, was wir vielleicht in fünf oder in zehn Jahren vielleicht auf der Straße gehen haben. Also es ist ziemlich crazy, in, welchen Science-Fiction-Filmen wir wirklich leben und da müssen wir wirklich auch ganz ernste Fragen stellen auch als Menschen.

Also als digitaler Psychologe würde ich sehr stark dafür argumentieren, dass wir sie sehr unmenschlich aussehend lassen.

Also so, das, das macht mir eher Bedenken, dass wir sie so menschlich machen, weil genau, was wir auch schon vorher besprochen haben, dieses Anthropomorphizing, also das ist so ein Begriff in der Psychologie, dass wir als Menschen sehr, sehr, sehr schnell und stark und fast ungewollt menschliche Attribute auf Maschinen projizieren.

Ja, also Anthropomorphizing. und das passiert. Menschen geben ihre Staubsaugern Namen, Menschen haben Namen für ihr Auto. und wenn dann solche Roboter, die wirklich gehen, reden, sehen, hören und so echt aus, wirken, dann wird das für uns, sehr schwierig sein, da Grenzen zu setzen.

Manuela Machner: Ich glaub, dass die Grenzen, so wie du sagst, so schon oft schwierig zu setzen sind, weil wir brauchen nur zurückdenken, wie ChatGPT das Modell vier Punkt null eingestellt hat, das sehr menschlich hat und umgestiegen ist auf ein Modell, das einfach nüchterner kommuniziert hat, also nicht so Flauschi Flauschi, sag ich immer, weil wir im Tourismus immer Flauschi Flauschi machen.

Und das hat, haben die Leute überhaupt nicht verkraftet, dass ihre Freundin sozusagen da weg ist, weil sie so kommuniziert. Da brauchen wir nämlich nicht einmal extra ech-echte Haut oder echte Mimik und, und, und, und Gesichter.

Eliot Mannoia: passiert sowieso schon, ja

Manuela Machner: Es passiert sowieso schon und das ist auch, ich hab grad im Vorfeld erzählt, ich hab, ich experimentiere ja mit allen möglichen Systemen und ich hab jetzt grad, in meinem E-Mail eingestellt, dass meine Trixi antwortet, wenn ich nicht erreichbar bin, meine E-Mails, wenn sie glaubt, antworten zu können.

Im Prinzip ist das eine klassische Automatisierung, wo ein KI-Modell im Hintergrund halt, versucht, eine Antwort zu geben, die passend ist zu der E-Mail. Und sie stellt sich natürlich auch vor, wir haben Kennzeichnungspflicht. Das heißt, sie sagt ganz klar: "Hallo, ich bin Trixi, die KI, E-Mail-KI von Manuela.

ich teste gerade, also ich werde gerade getestet" und dann halt einsteigt auf das Ganze. Und dann hab ich durchaus berechtigt, von einer Kundin das Feedback bekommen: Warum gibst du ihr eigentlich einen menschlichen Namen? sollten wir nicht schon sehr bewusst die KI das sein lassen, was sie ist, ein technisches Werkzeug und einem technischen Werkzeug Trixi zu nennen, muss das sein.

Und muss ich auch sagen, ich bin am Überlegen, wie, wie war der Roboter R2D2 oder sonst was, irgend so einen Namen vielleicht

Eliot Mannoia: ja, aber es kann auch ein, ein Name, der einfach nicht menschlich ist, aber es muss jetzt keine, keine

Manuela Machner: Eine Bezeichnung?

Eliot Mannoia: Genau, es sein wie oder wie, weiß ich nicht,

Manuela Machner: Ja, ja. Also, aber eben es geht weg. Es, es ist durchaus natürlich berechtigt zu sagen, warum neigen wir dazu? und ich hab mir selber auch fragen müssen. Also ich hab mir über das in dem Moment, wie ich sie Trixi genannt hab, keinen Gedanken gemacht. Ich kenn niemanden, der Trixi heißt, deswegen hab ich ja keinerlei emotionale Bindung zu dem Namen gehabt und hab mir einfach, dazu hab ich mir gar nix gedacht, sag ich jetzt einmal.

Und das ist schon spannend, weil's für mich so Selbstverständlichkeit ist, dass wenn das Ding spricht oder schreibt wie ein Mensch, ich ihr auch eine menschliche Bezeichnung gebe und nicht irgendeinen, eine Kunstbezeichnung. Und das wird natürlich noch krasser werden, wenn diese Teile aussehen wie ein Mensch, muss man auch sagen und natürlich auch noch mehr menschliche Dinge machen können.

Eliot Mannoia: Ja, also ich, wie gesagt, ich seh kein Bedürfnis und kein Grund, dass sie so menschlich mit Gesten, Mimiken und mit allem. Also ich find, die Stimme kann ruhig angenehm sein, und auch dass es, dass es besser in der, also auch, ja aber auch natürlicher in, in so, in Englisch sagt man turn taking, also

in, wann wer drankommt.

Also dass dass

die KI weiß, wann du redest und noch kurz nachdenkst und nicht gleich antwortet. also das find ich natürlich hilfreich, wenn die KI einfach ruhig zuhören kann und nicht gleich in dem Wort

fällt, weil du denkst ... Also das find ich schon hil-, aber Gesten, Mimiken, Augen, solche Sachen, Haut, also das seh ich nicht ein, nein.

Also ja.

Manuela Machner: Ja, ich bin

Eliot Mannoia: w-w-wie, wie, was denkst du über das brain computer interface, Das ist ja dann so gesagt die nächste, weil, äh, jetzt, jetzt gibt's Menschen, bald kommen Roboter und dann die dritte Instanz, wo eigentlich, nicht nur Science-Fiction-Reiter, aber auch, Entwickler manche Firmen, daran arbeiten an diese Fusion, ja.

Also dass wir dann auch so gesagt, und es passiert jetzt schon mit Neuralink und mit anderen Firmen, wo

Manuela Machner: Na ja, und sehr, sehr viel medizinischen Hintergrund hat es derzeit ja auch. Also das sind immer so die Dinge, genau, das sind immer so die Dinge, wo man lei-leicht sagt, so einen Schwachsinn will ich nicht und, das können wir als gesunde Menschen sehr, sehr gut sagen. Ich will nicht, dass ich mit meinem Gehirn einen Roboter steuern kann oder mit meinen Gedanken.

Für jemanden, der aber im Rollstuhl sitzt und über seine Gedanken seinen Roboterarm oder seine Beine sozusagen, mobilisieren kann und dann in der Lage ist, wieder zu gehen und am Alltag teilzunehmen und die sehr viele dieser Entwicklungen gehen ja in diesen medizinischen Bereich, der, der wartet auf solche Lösungen, ja.

Und ich glaub, dass man da ganz vorsichtig sein muss, das auch irgendwo einfach wieder schwarz-weiß zu sehen. also die Frage wird immer sein: Wie nutzen wir dann tatsächlich im Alltag die Geschichten? Und für, für manche Menschen mag das, lebensverändernd sein. Die Frage ist, wenn es eine coole Geschichte ist, werden's die anderen Menschen auch machen.

nicht weil's für sie wirklich notwendig wär, sondern weil's vielleicht bequem ist, weil's schneller geht, weil man damit gewisse Dinge sozusagen besser steuern kann. Also ich bin da gespannt, wie die Entwicklung da geht. Ich glaub, wir Menschen haben oft nicht diese Grenze zu sagen, brauchen wir irgendwas wirklich, sondern wenn's uns das Leben wirklich einfacher macht, dann machen wir's halt.

Und

Eliot Mannoia: Und für Inklusion und Barrierefreiheit ist es natürlich ein Wahnsinn, dass manche Menschen vielleicht durch solche Implantate dann wieder sehen können, oder wie du gesagt hast, bestimmte Körperteile wieder bewegen können oder wieder, also diese, diese Unabhängigkeit und dieses, dieses, Agency, also dass sie dann auch wirklich so gesagt über ihr Leben wieder,

Manuela Machner: Selbst bestimmen können, genau

Eliot Mannoia: Selbstbestimmen, ja. Also das ist echt toll. und genau über solche Wege halt dann kommt es dann halt zu anderen,

Manuela Machner: Anwendungen auch, ja.

Eliot Mannoia: Genau und, das ist auch spannend, ja, was manche Länder erlauben, andere Länder nicht. Und dann, weiß ich, gibt's vielleicht einen, einen Tourismus, dass man vielleicht, weiß nicht, in ein Land fliegt, weil man dort, weniger Regulierung hat und man bekommt einen Chip und hat dann plötzlich, weiß nicht, kann zwanzig Sprachen sprechen und wer weiß, etliche Maschinen bedienen,

Manuela Machner: Also davon bin ich überzeugt. Also ich glaub, wenn wir solche Dinge, also vor allem Dinge, die wo die man unter Anführungszeichen mitnehmen kann, ja. Also wenn das in einem Land zugelassen ist und im anderen Land nicht zugelassen ist und man sieht das auch bei all diesen Dingen, ob das jetzt Leihmutterschaft oder solche Geschichten sind, wenn es die Möglichkeit irgendwo anders gibt und es in einem Land verboten ist, dann wird es halt in einem anderen Land gemacht.

Und das muss man sich schon auch die Realitäten vor Augen führen. Also, zu glauben, dass, dass unsere Regulierung in einer, in einer Welt, die so offen ist, für uns Gott sei Dank so offen ist, in ein, dass Regulierungen wirken, ist oft sehr eng gesehen. Also sie wirken dort, wo man sagt, okay, ich kann vielleicht eine App nicht installieren oder irgendeine Funktion in meiner Meta-Brille, es funktioniert hier in Österreich oder in Europa nicht, dann, da kann ich sagen, das schränk ich ein.

Aber wenn ich sage, es ist irgendetwas, wo ich hinfahr, mir was implementier, implant, impl, implantieren lasse oder was, die Leute werden's tun. Und wir haben diese, diesen, diesen, ich nenn's jetzt vielleicht Ges-Gesundheitstourismus oder diese Geschichte schon immer gehabt. Also ich kann mich noch erinnern oder es ist heute zum Teil noch so, die Österreicher fahren alle nach Ungarn zum Zahnarzt, war immer so a Thema, ja.

Weil dort war's einfacher, billiger und man muss auch sagen, ich kann mich erinnern, wie vor 30 Jahren, wie's dann geheißen hat, um Gottes willen und der Zahnarzt und wie's dort aussieht und ich weiß nicht, was halt alles. Heute san, sind dort die modernsten Kliniken und da die nichts anderes tun, sind ja extrem gut aufgestellt oft, ja.

Und solche Entwicklungen werden wir haben, davon bin ich auch überzeugt, ja.

Eliot Mannoia: Ja, das ist dann die Frage, ne? da gibt's einen Film dazu, Gattaca. Da geht's jetzt weniger um, um Implantate, sondern eher genetisch, Aber auch ein, ein, ein guter Science-Fiction-Film. Da sieht man auch so gesagt, diese Zweiklassengesellschaft, die, die manipuliert sind und was die für Möglichkeiten haben und halt die, zurückgeblieben, also so gesagt zurückgelassen und, und jetzt irgendwie, nicht diese Genmanipulation haben, ja. Also

Manuela Machner: Ja, also die Zweiklassengesellschaft, die wir ja auch derzeit in Wirklichkeit haben, einfach durch die Möglichkeiten, die die Kinder in, im Aufwachsen über ihr Equipment und, natürlich über vor allem über das Elternhaus mitbekommen und unter welchen Rahmenbedingungen und dann wird das schon noch krasser.

Ich glaub, das, was das Spannende schon ist bei dieser ganzen Robotikgeschichte, so wie du sagst, einerseits inwieweit muss es menschlich sein, wobei wir Menschen eh dazu neigen, es menschlich zu machen, egal ob das jetzt echte Haut hat und echte Mimik. Wir sehen in den, in der Nicht-Mimik oder wir bilden uns ein in dieser Nicht-Mimik des Roboter-Dings allein durch die Stimme schon so viel, Emotion oder so viel Charakter.

und ich glaub, dass, dass das eine interessante Entwicklung wird. Es gibt jetzt einen Influencer, in Tschechien ist der, glaub ich, unterwegs, der, dieser Roboter, also eigentlich ein Team mit einem Roboter, die TikTok-Videos machen. Also ich seh's halt auf TikTok wahrscheinlich wie auf allen Kanälen und der geht einfach durch die Gegend und redet die Leute an, die natürlich voll, also der ist so ein Meter fünfzig, typischer Roboter, also kein echtes Gesicht, sondern so dieser Halbkreis, der in der, durchsichtig in der Mitte ist und er spricht die Leute an und die Leute sind alle zwischen, erschrocken und neugierig und machen natürlich Fotos und filmen und antworten und, und er ist inzwischen sozusagen ein Star in der, in der digitalen Welt.

Hat natürlich Millionen von Followers, weil jeder neugierig ist, wen er wieder anspricht und vor allem, was diese KI dann auch sagt und was die Menschen sagen und wie die KI dann auch antwortet drauf. Und ich habe die, es gibt jetzt auch eine Speakerin in Deutschland, die gerade genauso einen Roboter sich herrichten lässt, um auf der Bühne ihn mitzunehmen, sozusagen, um das auch zu zeigen im Alltag, was ich sehr spannend find.

Sie zeigt auch die Entwicklung dahinter. Also man darf sich momentan das offensichtlich und da, ich schau, ob ich den Link find zu ihr, zu ihrem Kanal. man darf sich's nicht so vorstellen, das zeigt sie auch ganz ehrlich. Man kriegt da mit dem Paket einen Roboter und packt den aus und der spaziert dann im Haus herum und redet mit dir und macht alles, ja.

So schaut's offensichtlich noch nicht aus. der ist einfach dumm eigentlich. Also er ist zwar mobil, aber dumm. Und, das Sprachinterface richtig mit zu koppeln mit einem Sprachmodell, eine Kamera richtig erst zu installieren und zu koppeln. Also dass zumindest den Rechner, den sie da bekommt oder der Roboter, das ist vom Typ her der gleiche, der in der Tschechei unterwegs ist, scheint ein größerer Aufwand zu sein, als wie es uns ein bisschen vermittelt wird, ja.

So nach dem Motto, ja, Fixfertiges packelt und der, der macht alles für uns, ja. Und das find ich schon auch spannend, aber trotzdem auch diesen Prozess sozusagen zu sehen, wie so aus einem dummen Blechhaufen, nenn ich's jetzt einmal, dann doch ein Teil wird, das im Alltag Zumindestens, intelligent wirkt, ja, das sicher und das

Eliot Mannoia: werden, ich mein, es wird, die werden einmal einfach top sein. Die werden

Manuela Machner: Ja klar

Eliot Mannoia: persistent memory haben, oder, also ein, ein, ein, ein durchgängiges

Gedächtnis, Langzeitgedächtnis, das dich erinnern kann auf alles Mögliche und

Manuela Machner: Gesichter und so weiter

Eliot Mannoia: Gesichter und auch Sachen, die ich, vielleicht planen soll: „Hey du, weißt du eigentlich, warst du jetzt vielleicht nicht, weiß nicht, nach sechs Monaten solltest du vielleicht zum Zahnarzt wieder gehen?“

Also auch Sachen, die du nicht aktiv, sondern dass es auch schon so proaktiv

irgendwie, für dich da ist. abgesehen von den ganzen Haushalt, hilfen, ich hab's auch in meinem Buch geschrieben, Friction. Ich kann mir vorstellen, dass in der Zukunft eine Familie von vier Personen vielleicht einen Tisch für fünf reserviert, das Kind dann nicht mehr am iPad sitzt, sondern vielleicht mit dem Roboter, und dass der Roboter sozusagen, das Kind, bespaßt, schockierend ist, aber eigentlich von der psychologischen Perspektive zumindest besser als der iPad, mit einem Roboter lernt man zumindest ein bissl Interaktion und es ist nicht nur so eine, eine, wie sagt man, Genau, nicht nur frontal, sondern es ist ein bisschen so, ma, der Roboter könnte zum Beispiel, weiß nicht, Matheübungen oder Sprach, lernen oder irgendwie Geschichten erzählen. Also es könnte ein bisschen mehr engaging sein, aber natürlich schockierend. Also natürlich als Psychologe hoffe ich, dass wir mehr menschlich, dass wir wieder menschlicher werden und dass wir eher uns mit Menschen umgeben und dass die Roboter uns eigentlich die Arbeit abnehmen, sodass wir mehr miteinander sein können. ich vermute halt unsere,

Manuela Machner: Dass die Realität ein bisschen anders ausschauen, ja

Eliot Mannoia: für Optimierung und für Performance, dass wir dann halt vielleicht es leider so auch nutzen werden. Aber ich kann mir das auch so wirklich vorstellen, dass die

Manuela Machner: Was ich so sp

Eliot Mannoia: essenziell bekommen werden.

Manuela Machner: Was ich so spannend find und ich glaub, das, was, was noch gar nicht so mitgedacht wird, also aus heutiger Sicht, wenn ich ein Haus bauen würd, wenn ich ein Hotel bauen würd, ja, ich würd schon ganz gewisse Dinge anders denken. Ich würd schauen, dass es barrierefreier ist. Das Tragische ist, find ich, ja, dass wir Barrierefreiheit sehr oft jetzt wegen KI-Systemen machen statt für Menschen in den letzten Jahrzehnten, was total schlimm ist, das muss ich schon sagen.

aber dass halt diese ganzen Systeme schneller die Teller transportieren können und, und, und, dass du gewisse, Breiten hast, dass du das mitdenkst. ich sag's dir, ich hätte einfach nur gern, ich würd mir den, also wenn die Speakerin jemals diesen Roboter verborgen täte, ich tät mir nur mal gern ausborgen und würd damit in die ÖBB einsteigen.

Und ich würde dann gerne diskutieren mit der Schaffnerin oder am liebsten mit jemandem von den ÖBB-Verantwortlichen, weil ich möcht dann die Diskussion sehen, was passiert, wenn ich einen Roboter mitnehmen, nehme

oder auch Deutsche Bahn, brauch ich ein Ticket, ja. wie funktion

Eliot Mannoia: du eins und für Hund. Also für

Manuela Machner: Ja, die sind definiert. Die sind definiert. Es ist aber nirgends definiert, wie man mit einem großen Gegenstand, der selbstständig herumgeht und sich vielleicht auf einen Sitzplatz setzen kann, umgeht. Und ein Roboter könnt theoretisch sich auch in eine Ecke setzen, dort, wo der Koffer drinnen ist, ja. Der krümmt sich halt zusammen und im Not-Notfall, wenn kein Platz frei ist, geht er auf den Kofferplatz, ja. allein diese Dinge, das wird ko Ja,

Eliot Mannoia: zahlen müssen. Sicher. Und

Manuela Machner: bin ich auch überzeugt. Aber gibt's dann ein Klimaticket? Weil fürs Klimaticket brauche ich einen Ausweis. Ja. gibt's dann einen Ausweis für Roboter? Eine ID, eine Roboter-ID? Würde sogar

Eliot Mannoia: auch überzeugt davon, we-weil wir gesprochen haben von, von dieses Anthropomorphizing, also

dass aufbauen. werden, nicht eine kleine kleine Menge, also ich, es werden eine eine ziemliche, signifikante Anzahl an Menschen für, für Roboterrechte protestieren. Das seh ich jetzt

schon Also

für Na ja, also Menschen, die vielleicht keine Kinder haben konnten und haben da irgendwie, weiß ich, so 'ne Beziehung aufgebaut, also Menschen, die andere, Trauma haben oder Menschen, die einfach eine Beziehung,

Manuela Machner: Im, im

Eliot Mannoia: Beziehung haben. Also jegliche Formen von, von, Gefühle wir auch dann auch da sehen können, ob das jetzt romantisch ist, ob das,

Manuela Machner: Negativ ist. Na, es kann auch negativ sein auch. Ja, also ich glaub, dass es auch, auch Hass darauf geben wird. Es wird auch Konflikte damit geben. Also, ich, das, das glaub ich auch. Also und die Beziehungen, du siehst Menschen, die mit Hunden oder Tieren eine so innige Beziehung haben, als wäre es ein Familienmitglied und auch das legitim, sage ich jetzt einmal.

Bei einem Hund würde keiner sagen, wenn der stirbt und, im Gegenteil, wenn ein Mensch sagt: „Oh, mein Hund ist gestern gestorben. Der war vierzehn Jahre mein Hund. Egal, ich hab ihn zur Körperverwertung gebracht." Ja. dann würde, glaube ich, jeder sagen: „Oh mein Gott, das war, das ..." Du würdest dann eher als unmenschlich gelten, wenn du das recht emotionslos erleben würdest, ja.

Und ich glaub, dass, dass diese Dinge, passieren werden. Das und man sieht ja auch schon im asiatischen Raum, wo auch wirklich, die Leute heiraten unter Anführungszeichen oder halt auch diese Beziehungen leben mit solchen Objekten. und ich würd mir jetzt nicht anmaßen wollen, das muss ich schon auch sagen.

Es ist immer leicht zu sagen, der ist verrückt oder die spinnen oder was auch immer. ich glaub, dieses Bewerten, was wir sehr gerne tun, als Menschen, damit wir uns rechtfertigen, dass wir die besseren Menschen sind, dieses Bewerten muss man vorsichtig sein. Aber wir werden sehen, was die Ku die Zukunft bringt.

Eliot Mannoia: Und wie schnell, ja? Schauen wir

Manuela Machner: Wie schnell vor allem auch, ja.

Eliot Mannoia: du auch recht. 30 Jahre wird's auf jeden Fall nicht sein. Also

Manuela Machner: Glaub ich auch nicht.

Eliot Mannoia: ja, weniger als zehn

Manuela Machner: Aber wenn du,

Eliot Mannoia: vielleicht circa

Manuela Machner: wenn du denkst, denk zurück. Wenn ich vor, wenn mich wer vor fünf Jahren gefragt hätte: Erstens, glaubst du, dass du mit deinem Computer sprechen kannst wie mit einem normalen Menschen? glaubst du, dass dein Computer selbstständig Dinge tun kann, wo du nimmer kontrollierst?

Glaubst du, dass es Roboter noch, ge-geben wird, bevor du irgendwann in Pension gehst? Dann hätte ich vor fünf Jahren gesagt: „Geh hör auf. Nie." Ja, also vielleicht in dreißig Jahren. Vor fünf Jahren hätte ich das wahrscheinlich noch gesagt. Heute würde ich mir da nicht einmal, ich würd mir nicht einmal sagen trauen, dass mir nicht morgen ein Roboter übern Weg läuft.

Also

Eliot Mannoia: Ja, ja Absolut. Na gut, also wir bleiben dran. Also ich glaub, wir werden auf jeden Fall, von verkörperte KI, einige Male, diskutieren, weil ich glaub, die nächsten Monate, wird kontinuierlich was Neues, zu liefern haben. lasst uns auch hier wieder, gerne in den Kommentaren wissen, wenn, was ihr da meint, was ihr denkt.

Also wollt, würdet ihr einen Haushaltsroboter haben? Das ist die Frage. Zu Hause ein Roboter. Ja.

Manuela Machner: Wo schlaft der? Wichtigste Frage. Ich sag's euch, sperrt sich die Tür dann zu? Das sind so Fragen, die mir da schon gestellt hab, ja. Ich hätt ja irgendwie gern so ein Ding, aber wo könnt ich den dann einsperren, dass ich sicher wär, dass der net des Nächtens dann irgendwann neben meinem Bett steht, weil er der Meinung ist, jetzt muss er vielleicht staubsaugen unter meinem Bett oder so, ja.

Also

Eliot Mannoia: Du wachst auf und er ist neben dir. Ich schau nur beim Schlafen zu.

Manuela Machner: Ja, genau. Das, ich muss lernen, wie schlafen Menschen?

Eliot Mannoia: Ja. Ciao.

Manuela Machner: Genau. Na, macht's es gut mit oder ohne Roboter. zumindest mit einem Roboterstaubsauger oder Rasenmäher. Schreibt's uns in die Kommentare, ob ihr denen einen Namen gegeben habt.

Eliot Mannoia: Genau und wir sehen uns nächste Woche

Manuela Machner: Und hoffentlich bis bald. Alles. Alles Liebe. Macht's es gut.