
Wenn über KI in Organisationen geredet wird, geht es fast immer um Unternehmen. Sepp Schachermayr macht Marketing für Kiwanis Österreich, ehrenamtlich, neben einem Hauptberuf und einem sechsjährigen Sohn. Was er in eineinhalb Jahren aufgebaut hat, ist weiter als das, was viele Firmen im Einsatz haben: Ein beantragter Spendenscheck ist nach drei Minuten fertig, ein eingereichter Clubartikel läuft ohne weiteres Zutun auf fünf Kanäle. Aus zweihundert Stunden Aufwand im Monat sind hundert geworden.
Sepp Schachermayr hat bei Kiwanis Österreich drei Abläufe automatisiert. Erstens den Antrag für Spendenschecks und Urkunden: Ein Mitglied trägt auf der Vereinshomepage Namen, Betrag und Projekt ein und bekommt das fertige Dokument im Idealfall drei Minuten später zugeschickt. Zweitens die Artikelverarbeitung: Ein eingereichter Clubartikel wird korrekturgelesen, bekommt eine Überschrift, der Clubname wird aus dem Text extrahiert, die Bilder werden abgelegt, und daraus entstehen Beiträge für Facebook, Instagram, LinkedIn, YouTube und die Vereinshomepage. Drittens eine Presseschau über einen Google Alert, die in zwei Jahren über fünfhundert Artikel gesammelt hat.
Sepp Schachermayr
Sepp Schachermayr leistet rund hundert Stunden im Monat ehrenamtlich für Kiwanis. Ohne die automatisierten Abläufe wären es nach seiner Einschätzung zweihundert. Der Aufbau hat ihn am Anfang etwa zwei Wochen intensives Ausprobieren gekostet, mit Phasen, in denen nichts funktioniert hat. Danach läuft das System weitgehend von selbst, Fehlermeldungen kommen automatisch per Benachrichtigung.
Sepp Schachermayr
Im Einsatz sind ChatGPT für Texte und für vier definierte Personas, Make als Automatisierungsschicht, Airtable als Datenbank für die geplanten Postings, Placid für Bild-Overlays und SharePoint als Ablage. Die Auswahl erfolgte nicht nach Funktionsumfang, sondern nach Kostenstruktur, weil ein Verein auf die Kosten schauen muss. Für die Fehlersuche in Make-Blueprints und für Landingpages kommt inzwischen Claude dazu.
Sepp Schachermayr
Kein Automatisierungsablauf, sondern ein einziger gut gebauter Prompt. Sepp Schachermayrs erster Prompt war zwei DIN-A4-Seiten lang und hat eine Aufgabe erledigt: eingereichte Texte korrigieren. Rechtschreibung und Kommasetzung, bestimmte Formulierungen austauschen, Datumsangaben vereinheitlichen, Großschreibung entfernen, und am Ende anzeigen, was geändert wurde. Dieser letzte Punkt ist wichtig, weil man dadurch beim Lesen mitlernt. Erst danach kam ein zweiter Prompt für Social Media mit klarer Rollenbeschreibung und Längenvorgabe.
Sepp Schachermayr
Nicht automatisch, aber es braucht bewusste Gegenbewegungen. Sepp Schachermayr führt eine Fotoserie mit echten Mitgliedern im Vordergrund, bei der nur das Logo als Overlay dazukommt, und schickt den knapp hundertachtzig Mitgliedern unter vierzig einen altmodischen Brief im Kuvert, gerade weil er heraussticht. Knapp tausend Postings sind draußen, kaum eines hat er selbst geschrieben, aber jedes einzelne hat er kontrolliert.
Sepp Schachermayr
Das Ziel waren hundertfünfzig zusätzliche Facebook-Follower in sechs Monaten, ausgehend von tausenddreihundertfünfzig. Erreicht wurden dreihundert in drei Monaten, allein durch regelmäßiges Posten mit einer Strategie dahinter statt zufälliger Einzelbeiträge. Auf LinkedIn kamen in sechs Monaten rund hundertsechzig Follower dazu. Mit zusätzlichem Werbebudget werden zehn- bis fünfzehntausend Personen erreicht, die zum ersten Mal mit der Organisation in Berührung kommen.
Sepp Schachermayr
Manuela Machner: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mind / Machine, dem Podcast zum Thema KI und Menschen. Ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf KI im Tourismus, mein Co-Host ist Eliot Mannoia, digitaler Psychologe, spezialisiert auf den menschlichen Faktor. Und heute haben wir einen Gast, den ich schon ganz lange kenne: Sepp Schachermayr, Marketingverantwortlicher für Kiwanis Österreich. Kiwanis ist ein Serviceclub, das verbindet den Sepp und mich schon seit ein paar Jahrzehnten. Jetzt werdet ihr sagen: Was hat KI mit einem Serviceclub oder einem Verein zu tun? Man glaubt gar nicht, wie viel man mit KI im Vereinsalltag machen kann. Darüber wollen wir heute reden.
Sepp Schachermayr: Freut mich.
Manuela Machner: Wir zwei folgen einander auf den verschiedensten Plattformen, und irgendwann ist mir aufgefallen, dass der Sepp ständig meine Videos als KI-Oma liked. Dann sind wir ins Reden gekommen, und ich habe mit Begeisterung festgestellt, dass du KI in der Vereinsarbeit mit Vollgas einsetzt. Magst du zuerst erzählen, was Kiwanis überhaupt ist? Ich glaube, für manche da draußen ist das eine Bildungslücke. Und danach, was du damit machst.
Sepp Schachermayr: Gerne. Kiwanis ist eine Organisation von Freiwilligen, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Wir agieren weltweit und sind ungefähr vierhundertfünfzigtausend Mitglieder. In Österreich sind wir knapp zweitausendfünfhundert. Jeder von uns macht das mit Leidenschaft. Es geht darum, Geld für Charity-Aktionen aufzutreiben, auf ganz unterschiedliche Art: Die einen machen ein Konzert, in Sankt Pölten zum Beispiel ein Jazzkonzert, Faschingskrapfen werden ungefähr neunzigtausend Stück pro Jahr in Österreich verkauft. Es gibt Kabaretts, Golfturniere, alles, was Geld hereinbringt, hilft.
In Österreich haben wir ein Spendenvolumen von ungefähr zwei Millionen Euro im Jahr, das wir hauptsächlich regional wieder einsetzen, manchmal national, manchmal international. Bei Hochwasserkatastrophen sind wir immer dabei. Beim letzten Hochwasser waren es über dreihunderttausend Euro, die unsere Clubmitglieder gespendet haben.
Ich war lange Zeit auch für das europäische Marketing zuständig, und da war immer das Thema der Freiwilligkeit präsent. Freiwillig heißt: Man beschäftigt sich mit einem Thema in seiner Freizeit. Ich habe vor Jahren begonnen, das Marketing in Österreich voranzutreiben, und war immer auf der Suche nach Dingen, die man verallgemeinern und einfacher machen kann.
Eines davon war der Kiwanis-Folder, die Werbebroschüre für jeden einzelnen Club. Eine Seite allgemein, auf der Rückseite die Möglichkeit, den Clubnamen einzudrucken. Als die Onlinedruckereien aufgekommen sind, war es relativ einfach, fünfzig oder hundert Stück zu drucken. Dann kam das nächste Thema: Wir übergeben bei Veranstaltungen immer einen Scheck, und das waren immer sehr schöne Schecks der Banken. Ich wollte aber einen Kiwanis-Scheck. Also haben wir das umgesetzt. Und dann war die Frage: Wie kommt dieser Scheck auf einfache Art zu unseren dreiundachtzig Clubs in Österreich?
Ich habe eine InDesign-Datei angelegt, für jeden Club eine eigene Ebene mit dem Clubnamen, habe dann nur mehr den Betrag eingetragen, den Scheck als PDF umgewandelt und ausgeschickt. Der Ablauf hat mich pro Scheck und pro Folder zwischen fünf und zehn Minuten gekostet.
Und dann bin ich auf TikTok gestoßen. Ich bin inzwischen sechzig Jahre alt, und da geht es mir wie dir, Manuela. Auf TikTok habe ich einen Schweizer gesehen, der Automatisierungen mit Make.com gemacht hat. Der hat seine Eingangsrechnungen in einen Ordner abgelegt, und der Rest ist automatisch passiert. Da bin ich gesessen und habe mir gedacht: Das ist genial. Dann habe ich auf YouTube eine Amerikanerin entdeckt, die einen Link in eine Google-Tabelle eingetragen hat, von dort den Link in Perplexity aufgerufen, sich die Informationen zusammengesucht, das Ganze nach ChatGPT verfrachtet und auf allen Plattformen gepostet hat, Facebook, LinkedIn und so weiter. Da war ich mir sicher: Das brauchen wir.
Ich bin nämlich auch für das Mitgliedermagazin in Österreich verantwortlich. Wir haben eine Auflage von dreitausendachthundert Stück, damals zwischen zwölf und sechzehn Seiten. Inzwischen sind wir bei sechzig Seiten, weil die Artikel der einzelnen Clubs hereinkommen. Jeder Club, der eine gute Veranstaltung macht, schickt uns einen Artikel mit Foto. Ich habe das für die Zeitung aufbereitet und mir gedacht: Das wäre doch geschickt, wenn das auch Richtung Facebook und LinkedIn geht. Nachdem ich noch eine Ausbildung zum Social Media Manager gemacht habe, habe ich mir gedacht: Genial wäre, wenn eine Strategie dahinter steht und wir nicht einfach nur auf Facebook posten.
Das war die Ausgangsbasis, wo ich mich intensiver mit künstlicher Intelligenz auseinandergesetzt habe. Ich habe mir verschiedene Werkzeuge angeschaut. ChatGPT war klar, das war zu dem Zeitpunkt das Maß der Dinge. Dann sind Make und n8n dazugekommen, und ich habe mir die Kosten angeschaut, weil man als Verein auf die Kostenstruktur schauen muss. Make hat für mich gepasst. Für die Daten, die ich zwischenspeichern muss, bin ich auf Airtable gestoßen. Und weil ich fertige Postings mit Inhalt und Foto machen wollte, mit einem Overlay darüber, ist Placid dazugekommen. So hat sich das langsam zu einem ziemlich umfangreichen System aufgebaut.
Inzwischen habe ich mehrere Stoßrichtungen. Die eine: Wenn ein Mitglied eine Neumitglieder-Urkunde oder einen Scheck beantragt, trägt es auf unserer Homepage seinen Namen ein, dazu den Betrag und das Projekt, das unterstützt wird. Im Idealfall bekommt es drei Minuten später den fertigen Scheck geliefert. Ich tue nichts mehr, ich sehe es nur. Eingreifen kann ich, wenn etwas nicht stimmt, aber das ist bis jetzt nicht vorgekommen. Es funktioniert vollautomatisch.
Der zweite, viel größere Schritt, und das war eigentlich der, von dem ich ausgegangen bin: Es kommt ein Artikel für die Zeitung herein. Der ganze Text wird korrekturgelesen, es wird eine Überschrift herausgesucht, der Clubname aus dem Text extrahiert, die Bilder werden bei uns auf SharePoint gespeichert. Ich mache Facebook-Bilder, Instagram, LinkedIn, Reddit ist vorbereitet. Wenn es ein Video ist, wird es automatisch auf YouTube gepostet. Und das Schönste für mich ist, dass der ganze Text automatisch auf der Homepage landet. Ab dem Moment, wo ich auf unserer Homepage auf Absenden drücke, greife ich nicht mehr ein.
Dann habe ich einen Google Alert eingerichtet, der anschlägt, wenn das Thema Kiwanis auftaucht. Pro Tag kommen bis zu fünf Online-Zeitungsartikel herein. Ich nehme den Link, setze ihn über ein Formular auf unserer Homepage in Airtable ein, und er wird automatisch in unseren Presseartikeln veröffentlicht. Das sind im Lauf der letzten zwei Jahre über fünfhundert gewesen.
Und dann habe ich noch einen Ablauf für die geplanten Postings. Ich habe inzwischen eine wirklich massive Airtable-Datenbank mit tausend Postings für die unterschiedlichen Kanäle, hauptsächlich Facebook, LinkedIn und Instagram. Das postet mir jeden Tag vollautomatisch. Ich bin schon im September mit der Planung, weil wir keine saisonal bedingten Themen haben, sondern eher: Wir unterstützen Kinder. Ich habe einen Kalender, ziehe die Postings hinein, und dann läuft es. Das hat mir massiv Zeit erspart. Zwei Monate Postings heißt: Ich muss sie nur mehr vorbereiten, da sitzt man einmal zwei, drei Stunden. Ab diesem Zeitpunkt muss man gar nichts mehr machen.
Und das ist die Thematik, die ich bei jedem Verein sehe. Die Vereine sind alle irgendwo auf Social Media unterwegs, haben aber immer noch das Problem, dass sie händisch eingreifen müssen. Mein nächstes großes Ziel ist TikTok. Das wird komplizierter. Unsere Kiwanis-Gemeinschaft hat einen TikTok-Kanal auf europäischer Ebene, und ich habe mir einmal erlaubt zu fragen, wie oft dort gepostet wird. Antwort: einmal vor sechs Monaten. Aber man will den Kanal offenhalten. Das sind die Dinge: Wenn man einen Kanal nicht versteht, sollte man sich entweder erkundigen oder es lassen. TikTok heißt mindestens einmal täglich, bis zu viermal wäre ideal. Und das sind Videos, das dauert länger.
Eliot Mannoia: Das ist eine One-Man-Marketing-Show, wirklich beeindruckend, was du da alles machst, bis hin zur eigenen Press-Clipping-Agentur über Google Alerts. Wie schaut es mit der Wartung aus? Wenn sich Modelle oder Werkzeuge verändern, musst du da jede Woche hineinschauen, einmal im Monat, oder läuft das einfach?
Sepp Schachermayr: Es läuft im Prinzip. Ich bekomme von Make einen Hinweis, wenn etwas nicht funktioniert. Gestern habe ich eine Benachrichtigung bekommen, dass sich Reddit wieder einmal verändert, wobei mich das noch nicht betrifft, weil wir dort noch nichts machen. Wir haben uns ja bewusst für Facebook entschieden, weil unsere Hauptzielgruppe bei vierzig anfängt und bis hundert geht, und die sind immer noch auf Facebook. Das zeigt jeder Social-Media-Radar. Wir versuchen es natürlich auch auf LinkedIn, da sind in sechs Monaten etwa hundertsechzig Follower dazugekommen, was ich nicht schlecht finde. Und dann haben wir Instagram, das ist für die Jungen.
Ich habe im Hintergrund in ChatGPT vier Personas mit unterschiedlichen Thematiken definiert, entsprechend werden die Postings aufbereitet. Man kann hier sehr viel machen, und das macht dann auch wirklich Spaß. Ich habe mich heuer im Jänner im Urlaub hingesetzt und diesen Make-Ablauf durchgemacht, ohne eine Ahnung zu haben, wie Make funktioniert. Die künstliche Intelligenz ist da eingesprungen: Bei einer Fehlermeldung eine Bildschirmkopie machen, in die KI einsetzen und fragen, wo der Fehler liegt. Inzwischen mache ich es mit Claude noch viel einfacher: Ich lade den ganzen Blueprint hinein und sage, korrigier mir das und gib mir den neuen Blueprint aus. Da muss ich nicht wirklich prompten können.
Und dann habe ich, das habe ich bei der Manuela auch gesehen, die ersten Landing Pages für Kiwanis gemacht. Ich war baff. Wir haben das Design mit Farben und Logos hinterlegt, und das funktioniert sensationell gut. Letzte Woche habe ich wieder eine Landing Page gemacht, unglaublich.
Manuela Machner: Man muss schon sagen: Wir beide sind ein bisschen die Techie-Typen, wir fuchsen uns gern in solche Geschichten hinein, und das macht uns Spaß. Das Problem, das wir in unseren Vereinen sehen, ist ein anderes. Ich bin ja auch Kiwanis-Dame in Leoben, wobei ich zugeben muss, falls mich jemand aus meinem Club hört: Entschuldigt mich für den Rest des nächsten Jahres. Ich bin momentan passives, unterstützendes Mitglied, weil ich keine Zeit habe.
Was du beschrieben hast, sind die ganz großen Dinge. Für viele ist der Einstieg im Kleineren notwendiger. Texten, das kommt langsam, du wirst das ja an den Artikeln sehen, die hereinkommen, dass die Rechtschreibkorrektur nicht mehr so oft notwendig ist, weil ChatGPT oder Co. mitgeschrieben haben. Aber wenn du das herunterbrichst auf die kleinen Vereine, und ich rede jetzt nicht nur von Kiwanis, sondern von allen Vereinen und allen Ehrenamtlichen, die sich denken: Oh mein Gott, was der da macht, ich weiß ja nicht einmal, wie ich mein Kastl einschalte, oder ich mache alles am Handy. Was sind aus deiner Sicht die Dinge, die allen Ehrenamtlichen im Vereinsgeschehen helfen können?
Sepp Schachermayr: Das ist relativ simpel. Alle Vereine haben das Problem der Bekanntheit. Und Bekanntheit bekommst du nur, wenn du entweder regelmäßig postest oder mit den regionalen Medien in Kontakt kommst und dort regelmäßig etwas hinlieferst. Jetzt ist der Großteil kein Texter, kein Journalist, kein Artikelschreiber.
Meine ersten Schritte waren, einen Prompt aufzubauen, der über zwei DIN-A4-Seiten gegangen ist. Jeder Artikel muss auf Rechtschreibung und Kommasetzung korrigiert werden. Wenn bestimmte Phrasen auftauchen, bei uns ist es ein bestimmter Satz, tausch ihn bitte gegen "Serving the Children of the World" und pass den umgebenden Satz an. Ich brauche keine Großbuchstaben, weil ich in der Zeitung meine eigenen Formatierungen habe, also wandle alle großgeschriebenen Wörter um. Wenn jemand "am ersten August" hineinschreibt, hat ChatGPT das automatisch auf "Anfang August", "Mitte Mai", "Ende Juni" umgewandelt. Es hat keinen Text gegeben, wo nicht irgendeine Korrektur aufgetaucht ist. Gleichzeitig habe ich gesagt: Bitte zeig mir auch, was du korrigiert hast, weil man nur dann daraus lernt.
Damit hatte ich einen fertigen Pressetext, den ich an die regionalen Medien schicken konnte. Das war Schritt Nummer eins. Schritt Nummer zwei war Facebook, damals noch ohne Automatik. Da war ein anderer Prompt zuständig: Du bist jetzt Social Media Manager, spezialisiert auf Facebook. Mach mir einen Post mit maximal hundertsiebzig Wörtern zu dem und dem Thema, häng unten die Hashtags dazu. So war das wirklich Schritt für Schritt der Aufbau.
Und ganz ehrlich: In jedem Verein ist jemand dafür zuständig, in diesem Bereich etwas zu tun. Du hast recht, es sind nicht immer die Leute aus dem Fachbereich. Ich habe den Vorteil, ich habe irgendwann einmal Marketing studiert, ich hatte zumindest eine Grundahnung. Aber sehr oft sind es Freiwillige, die Spaß am Hobby haben, die Imker, die Snooker-Freunde. Denen hilft es, weil sie zwar etwas im Kopf haben, es aber teilweise nicht formulieren können. Und da ist es egal, welche künstliche Intelligenz ich nehme, auch die kostenlosen Varianten, zumindest jetzt noch. Claude, Mistral, egal was. Ich gebe meine ersten Wörter ein und sage: Bitte schreib mir einen Artikel zu dem Thema. Und dann kommen wirklich gute Artikel heraus.
Wir hatten bei uns im Kiwanis-Magazin eine Doppelseite über Apnoetauchen. Derjenige hat keine Zeit gehabt, einen Artikel zu schreiben. Also: Schreib mir einen Artikel über Apnoetauchen, und der Artikel war super. Und es wird ja immer besser. Ich habe wirklich im Jänner 2023 begonnen, mich mit OpenAI auseinanderzusetzen, und war überrascht, was das kann. Man denkt oft gar nicht daran, was möglich ist. Bei mir im Büro unterrichten wir arbeitslose Akademikerinnen, und da haben wir immer das Thema Bewerbung. Plötzlich kannst du mit der KI ein Bewerbungsgespräch durchspielen. Da muss ich nicht der große Profi sein, das ist eine spielerische Entdeckung von Dingen. Ich muss mich nur darauf einlassen.
Und ehrlicherweise, Manuela: Wir sind zwar nicht die Zielgruppe von TikTok, aber wenn man sich den Algorithmus entsprechend aufbaut, kommen dort wirklich gute Sachen daher, wo man immer etwas lernen kann. Ich mache teilweise auch Schulungen für PowerPoint, Outlook und Word. Alle meine PowerPoint-Kenntnisse habe ich inzwischen von TikTok, weil sie meiner Aufmerksamkeitsspanne entsprechen. Alles, was mich nicht in sieben Sekunden packt, ist vorbei. Und dort ist in dreißig Sekunden eine gute Geschichte erklärt und fertig.
Manuela Machner: Im Ehrenamt haben wir die Thematik, dass Leute ohnehin schon relativ viel Zeit hergeben, von ihrer privaten Zeit und ihrer Lebenszeit. An alle da draußen, die in einem Verein arbeiten: Es ist großartig, dass ihr Lebenszeit für eure Leidenschaft oder für ein soziales Projekt hergebt. Unsere ganze Gesellschaft würde ohne viele dieser Vereine überhaupt nicht funktionieren, abgesehen von den Serviceclubs auch die wirklichen Hilfsorganisationen, die ja Vereine sind und davon leben, dass Menschen ihre Lebenszeit für andere Menschen einsetzen. Höchsten Respekt.
Und das Problem ist: Man gibt schon so viel Lebenszeit her und hat dann das Gefühl, jetzt muss man auch noch Marketing machen, Dinge, für die man vielleicht gar nicht affin ist und von denen man keine Ahnung hat. In Wirklichkeit ist man ja in einem Verein, weil man helfen will, weil man Gemeinschaft erleben will, und nicht, weil man Markenkommunikation betreiben will. Ich glaube, es gibt gute Möglichkeiten, in den Werkzeugen einfach herumzuspielen und am Anfang zu fragen: Wie kannst du mir überhaupt helfen? Ich mache das und das im Verein. Vielleicht erspart ihr euch damit Zeit, die ihr dann für das verwenden könnt, was ihr gern tut, für die Menschen und die direkte Kommunikation, und nicht für Sachen, die halt auch dazugehören, wie die Buchhaltung.
Mitgliederkommunikation finde ich eine ganz spannende Geschichte. Ich rede jetzt nicht von der WhatsApp-Gruppe im kleinen Kreis. Fast alle Vereine haben auch eine große Struktur, in der Kommunikation erfolgt. Bei uns war es immer so: Ich war einmal aktiv in meinem Club, und dann habe ich immer dem Sepp oder der Zentrale Dinge schicken und Informationen geben müssen. Es gibt ein neues Mitglied, das müssen wir melden. Ich gestehe, das war immer die Aufgabe, die wir hin- und hergeschoben haben. Einmal im Jahr eine Mitgliedermeldung, dann haben wir es schlampig gemacht, das stimmt eh noch alles. Und irgendwann habe ich festgestellt, meine Adresse ist schon seit drei Jahren nicht mehr richtig. Ist das etwas, wo du sagst, das ist eine typische KI-Geschichte, wo man sich organisatorisch etwas erleichtern kann?
Sepp Schachermayr: Natürlich. Es gibt die unterschiedlichsten Systeme, wo Mitglieder verwaltet werden. Wir haben eine etwas größere Datenbank, weil Deutschland, Schweiz und Österreich mit insgesamt neun- bis elftausend Mitgliedern in einer Datenbank sind. Es ist immer schwierig, den Meldungen hinterherzulaufen. Ich sehe das auf der anderen Seite, wenn ich einmal im Monat den Newsletter mache und jedes Mal draufkomme, dass dreißig bis vierzig E-Mail-Adressen falsch sind.
Bei uns ist es auch die Altersstruktur. Wir haben ein Durchschnittsalter von knapp über sechzig Jahren, es gibt Vereine, wo es siebzig ist, und da weiß ich, dass die lieber noch einen berittenen Boten hätten. Aber die Zeiten ändern sich. Inzwischen sind die Sechzigjährigen auch auf einem Level, wo sie weiter sind. Du und ich sind wahrscheinlich noch eine Spur weiter vorne, aber die anderen kommen langsam nach und sehen, wo sie sich das Arbeitsleben erleichtern können.
Ich habe meinen eigenen Vogel, was Kiwanis betrifft: Ich komme pro Monat auf ungefähr hundert Stunden, die ich zusätzlich für die Serviceorganisation leiste. Ich wollte mir einfach das Leben erleichtern. Und jetzt arbeite ich statt zweihundert Stunden nur mehr hundert, weil viele Dinge automatisiert ablaufen. Natürlich habe ich mich am Anfang intensiv damit auseinandersetzen müssen. Zwei Wochen sind da gar nichts, weil man sich ein YouTube-Video nach dem anderen anschaut, zu experimentieren beginnt, dann wieder den Hut draufhaut, weil es nicht funktioniert, und am nächsten Tag denkt man sich: Nein, das könnte man vielleicht doch. Das dauert einmal.
Wir haben bei uns im Haus einen eigenen Zehn-Wochen-Kurs über Digitalisierungsmanagement, wo es genau um diese Themen geht. Die Teilnehmenden sind immer völlig fertig, weil ich ihnen an einem Praxisbeispiel zeige, wie viel Zeit die Automatisierung tatsächlich einspart. Dann kommt immer die Diskussion: Gefährdet das Arbeitsplätze? Da bin ich sehr entspannt, denn ja, es wird sich verschieben. Der klassische Grafiker muss sich umstellen, aber die Kreativität braucht er selber noch. Ich kann jedem Bildmodell etwas mitgeben, aber die grundsätzliche Idee brauche trotzdem ich. Dass sie dann grafisch anders umgesetzt wird, ist ein zweites Thema.
Man muss verschiedene Werkzeuge ausprobieren. Die Sechs-Finger-Problematik haben wir nicht mehr, aber alles andere ist manchmal noch nicht so gut. Inzwischen kippt es auch schon wieder, weil die KI-Bilder alle irgendwie generisch sind und fast gleich ausschauen. Jetzt erwischt uns das andere Ende der Medaille. Aber es hilft einfach. Zeit ist für mich das wertvollste Gut. Ich habe einen sechsjährigen Sohn, der meine Zeit in Anspruch nimmt. Ich brauche die Zeit, dass ich mich um andere Dinge kümmere und dieses schöne Wort Work-Life-Balance genießen kann.
Manuela Machner: Ich möchte da etwas ergänzen, auch wenn es nicht direkt dazugehört. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst: Anthropic bietet derzeit tausend Fellowships für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger an, die für NGOs und ehrenamtliche Organisationen Dinge mit Hilfe von Claude entwickeln wollen, und zwar in bezahlter Form. Das Gehalt beträgt, glaube ich, fünfundachtzigtausend Dollar im Jahr plus Benefits, dazu fünf Stunden Schulung pro Woche, Mentoring und technischer Support. Da kann man sich bewerben und lernt, für eine NGO Dinge umzusetzen. Ich finde das einen ganz spannenden Ansatz. Falls da draußen jemand Berufsanfängerin oder Berufsanfänger ist und sagt, ich täte gern etwas Ehrenamtliches machen, ich weiß noch nicht, was ich studiere: Bewerbt euch. Und ihr dürft gerne ein Projekt mit Kiwanis machen. So, Werbeschaltung zu Ende.
Eliot Mannoia: Claude ist auf jeden Fall meine Lieblings-KI, auch aus diversen ethischen Gründen. Und danke für das, was du alles machst. Hundert Stunden im Monat ist wirklich unglaublich, nicht nur für Hochwasserhilfe, auch für Jugendliche. Du hast das Menschliche schon angesprochen, Zeit ist das größte Gut, und ihr habt hundertsechzig Follower auf LinkedIn dazubekommen. Was mich als digitaler Psychologe interessieren würde: Was hat diese Automatisierung für einen menschlichen Impact gehabt? Größere Community, mehr Interaktionen, mehr Kontakte, mehr Spenden, mehr Austausch?
Sepp Schachermayr: Die Grundvoraussetzung war, dass Kiwanis als Organisation kaum jemand kennt. Du hast im Vorgespräch selber zugegeben, dass du es nicht gekannt hast. So geht es vielen. Eines der Themen im Marketing ist Bekanntheit oder Wiedererkennung. Wenn jemand einmal mit Kiwanis in Berührung war, erkennt er uns wieder. Nur der Bekanntheitsgrad ist gering, weil von unseren vierhundertfünfzigtausend Mitgliedern nur fünfundzwanzigtausend in Europa sind.
Als Marketer versucht man zu zeigen, was wir leisten. Wir sind dafür da, Kinder und Jugendliche in jeder Form zu unterstützen. Sei es, dass wir die Hemdsärmel hochkrempeln und ein Badezimmer für einen behinderten Menschen umbauen, im Hochwasser den Schlamm herausschaufeln, oder dass wir unter Anführungszeichen nur Geld spenden. Damit der Bekanntheitsgrad größer wird, war immer der Gedanke: Wir müssen uns an Zeitungen wenden. Nur schreiben Zeitungen teilweise bewusst, teilweise unbewusst nicht wirklich über die Leistungen. Wenn die Oma vom sechzehnjährigen Enkel erschossen wird, ist das eine Mega-Headline. Wenn Kiwanis dreihundertfünfzigtausend Euro beim Hochwasser spendet, ist das nicht einmal eine Randnotiz. Daher waren wir gezwungen, auf Social Media auszuweichen.
Mein Vorgänger, der leider schon verstorben ist, war sehr bemüht und hat alles hochgepostet, was Kiwanis gemacht hat. Das war kreuz und quer, ein bunter Haufen. Ich habe dann das erste Mal eine Strategie dahintergehängt und Ziele definiert. Damals hatten wir tausenddreihundertfünfzig Follower auf Facebook, und ich wollte innerhalb von sechs Monaten hundertfünfzig mehr. Bekommen habe ich dreihundert innerhalb von drei Monaten, weil wir diese Regelmäßigkeit eingeführt haben. Ganz abgesehen davon, dass wir dann noch ein halbes Jahr bei Facebook gesperrt waren, weil sogar unsere Hauptorganisation wegen Markenrechten gesperrt war.
Wir sind momentan immer noch in unserer eigenen Bubble. Wenn ich mir anschaue, wer liked, sind es hauptsächlich Kiwanier. Aber jeder, der etwas weiterleitet, erweitert unsere Bubble und unseren Bekanntheitsgrad. Und inzwischen haben wir, dank unseres Governors, der mir Budget zur Verfügung gestellt hat, auch Facebook-Werbung. Da sehe ich, dass wir teilweise zehntausend bis fünfzehntausend Personen erreichen, die das erste Mal mit unserer Marke in Berührung kommen. Darum geht es mir: um die Erhöhung des Bekanntheitsgrades. Je bekannter wir werden, desto mehr Gelder können wir einnehmen. Jeder, der sieht, was wir machen, ist auch bereit, ein bisschen Geld auf den Tisch zu legen. Und wir reden nicht von großen Summen, wir sind über zehn oder zwanzig Euro genauso glücklich, weil wir damit etwas erreichen können.
Manuela Machner: Es ist schon immer ein bisschen eine Gratwanderung, oder? Social Media ist überschwemmt von KI-Bildern und KI-Darstellungen. Du hast gesagt, du denkst in Richtung Reddit. Das ist ein Forum, wo sich Menschen in Echtzeit austauschen, und übrigens auch für KI-Suchsysteme absolut relevant. Aber als Serviceclub lebst du ja davon, dass echte Menschen im Fokus stehen. Jeder von uns kennt das aus seinem Club: Wenn wir Gruppenfotos machen, sind wir nicht immer die Hübschesten, aber wir machen viele Dinge mit Stolz. Ist es nicht ein bisschen eine Gefahr, dass wir die echten Bilder und die echten Menschensichtweisen verlieren, wenn wir alles vollautomatisieren? Es ist oft ein Grenzgang zwischen Professionalität auf der einen Seite und, ich bin mir manchmal nicht mehr sicher, obwohl ich mich genug mit KI beschäftige, ob das Unprofessionelle in Zukunft vielleicht wieder mehr ziehen wird als das, was wir jetzt vollautomatisiert professionalisieren.
Sepp Schachermayr: Ich habe zwei Beispiele. Beispiel Nummer eins: Wir wollen unsere unter Vierzigjährigen bei Kiwanis erreichen, das sind knapp hundertachtzig. Und ich habe mich darauf versteift, dass wir denen wieder einen Brief schicken, einen altmodischen Brief in einem schönen Kuvert, weil er herausstechen wird. Porto und Druckkosten sind mir egal, es geht darum, wieder aktiv zu werden.
Beispiel Nummer zwei: Auf meiner Facebook-Seite siehst du zwar Fotos, die durch künstliche Intelligenz erzeugt werden, aber ich versuche viel mehr, die Personen dahinter zu zeigen. Ich habe eine eigene Serie, die heißt "Menschen hinter Kiwanis", weil ich der Ansicht bin, dass es die Personen sind, die uns tragen. Das sind wirklich Fotos mit den Personen im Vordergrund, und nur das Logo ist ein Overlay.
Ich bin verzweifelt auf der Suche nach Fotos von Mitgliedern, die ich verwenden kann, weil ich eine Serie habe, die heißt "Team Österreich", und da möchte ich alle Kiwanier in Österreich vorstellen. Die dreitausend Postings für die nächsten Jahre habe ich schon. Ich brauche nur die Fotos dazu.
Und du hast recht: Du merkst beim Hinschauen, ob etwas künstlich ist oder nicht, wenn du zumindest ein bisschen Erfahrung hast. Unser Governor hat vor zwei Jahren einen Artikel ins Magazin geschrieben und ganz unten dazugeschrieben: Dieser Text enthält ein Geheimnis, wer es errät, bekommt eine gute Flasche Wein. Die Flasche hat sehr gut geschmeckt, weil ich innerhalb von fünf Sekunden darunter geschrieben habe: Das ist ein Text mit ChatGPT. Sonst hat es keiner erraten. Du kennst diese Formulierungen, die ganz offensichtlich sind. Ich versuche das zu vermeiden, natürlich auch mit Hilfe der künstlichen Intelligenz, indem der Prompt richtig lautet.
Ich habe vorher gesagt, ich habe knapp tausend Postings draußen. Ich habe kaum einen selbst geschrieben, zumindest sind alle einmal durch die künstliche Intelligenz zum Korrekturlesen gelaufen. Aber ich habe sie alle kontrolliert. Denn als ich zur Geschichte von Kiwanis ein paar Fragen gestellt habe, ist echt viel Schrott dahergekommen. Auch das kann passieren. Man muss schon noch wissen, wovon man redet, damit am Ende das Richtige herauskommt. Das sind die Vorteile, für die man immer noch Menschen braucht. Es gibt immer wieder ein paar Clubmitglieder quer durch Österreich, die mit den Texten nicht ganz zufrieden sind. Mag sein, dann sage ich immer: Schick mir deinen Text, dann reden wir wieder darüber.
Eliot Mannoia: Gibt es noch etwas, das wir noch nicht angesprochen haben?
Sepp Schachermayr: Ich habe ohnehin schon viel zu viel gesprochen. Mein einziger Tipp an das Publikum ist: einfach ausprobieren. Die Scheu ablegen, man kann im Prinzip nichts falsch machen. Es gibt genug kostenlose Werkzeuge, Claude, ChatGPT, die wirklich guten haben alle noch eine kostenlose Variante. Einfach einmal drübertrauen. Es gibt nichts Schlimmeres, als es nicht auszuprobieren, weil nur davon zu hören der falsche Ansatz ist. Gerade ein Verein lebt von seinen Mitgliedern und Freiwilligen, und da gibt es immer wieder Begeisterte, die gerne etwas tun würden, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Einfach hinsetzen, in die Tastatur klopfen und schauen, was herauskommt. Ihr werdet alle überrascht sein.
Manuela Machner: Definitiv. Und das Wichtige ist: Ihr braucht keine Angst haben, dass Menschlichkeit verloren geht, wenn man künstliche Intelligenz einsetzt. Es ist ein Hilfsmittel, es kann gerade im Alltag sehr hilfreich sein, und das sollte man immer im Hinterkopf haben. Wenn man sie für seine Leidenschaft einsetzt, für sein Hobby, für andere Menschen, dann kann man sich durchaus einmal helfen lassen und hat vielleicht mehr Zeit für das, weswegen man eigentlich im Verein ist. Danke, Sepp. Ich bin voll begeistert, was du alles umsetzt. Ich kenne viele Firmen, die nicht so weit sind wie du im Verein. Unser Vorzeige-KI-Experte im Vereinswesen. Wir freuen uns auf die nächste Folge von Mind / Machine. Alles Liebe, macht's gut.
Eliot Mannoia: Danke.
Sepp Schachermayr: Ciao.