KI wird nicht dadurch besser, dass eine Gruppe noch mehr über Technologie spricht. Sie wird besser, wenn die Menschen mitgestalten, die sie später nutzen. Margarita Misheva verbindet digitale Strategie, MINT-Förderung und verständliche Vermittlung. Sie erklärt, warum Technikvertrauen nicht mit Perfektion beginnt, sondern mit Neugier, Grundwissen und der Bereitschaft, etwas auszuprobieren.
Sechs konkrete Schritte aus Folge 123, um Neugier, Sichtbarkeit und Technikvertrauen für Frauen, Mädchen und ihr Umfeld zu stärken.
Manuela Machner: Herzlich willkommen zur aktuellen Folge von unserem Podcast Mind/Machine. Ich bin Manuela Machner, spezialisiert auf KI im Tourismus. Und heute sind wir eine größere Runde neben mir, wie gewohnt, Eliot Mannoia von Brand Karma, unser digiti-digitaler Psychologe. Und dann haben wir heute zu Gast, und das freut mich ganz besonders, Dr.
Margarita Misheva. ähm, sie ist Digitalstrategin und MINTfluencerin und Gründerin vom Online Podium. Also sie ist es noch viel mehr gewohnt, äh, in Podcasts zu sprechen wie wir zwei. Jetzt haben wir gleich gesagt, wir übergeben ihr einfach alles und wir sind still. Ähm, und sie unterstützt seit vielen Jahren Unternehmen bei der da-digitalen Verwandlung und, äh, Future Skills einzuführen. Und ein Herzensprojekt von ihr, und das verbindet uns auch a bissl, ist das Thema, die Technologie auch für Frauen und Mädchen zugänglicher zu machen. Das heißt, auch stärker zu motivieren, dass, äh, der Prozentzahl der weiblichen KI-Nutzerinnen und Spezialistinnen noch stärker wird. Herzlich willkommen, Margarita.
Margarita Misheva: Danke sehr. Ich freue mich sehr, heute mit euch zu plaudern
Manuela Machner: Erzähl, wie bist du eigentlich zu diesem ganzen Thema gekommen?
Margarita Misheva: Wie bin ich zu dem ganzen Thema? Mit welchem Thema starten wir ein? Weil wir-- Du hast es ein paar Themen an
Manuela Machner: würd sagen mit der Technologie und dann so die, die Frauenthematik. Aber wie, wie bist du in der Technik gelandet? Oder war das immer deine, deine Leidenschaft?
Margarita Misheva: Äh, in dem Technik. Ich denke, es gibt so dieses, äh, Begriff Quereinsteigerinnen hier in Österreich. Aber das ist, äh, hier darum, dass man die Technik, äh, sozusagen ganz fokussiert vielleicht versteht. Und warum bin ich in dem, äh, Technik oder im IT, wenn ich so sagen darf, gelandet? 2010 war ich fertig mit meiner Dissertation und wie man hört, ich bin nicht hier in Österreich geboren und ich habe es hier in Österreich Dissertation geschrieben.
Ähm, und für mich war irgendwie nicht selbstverständlich, mit so einer Art und Weise, das nicht grammatisch korrekte Deutsch zu sprechen und mich mit Wissenschaftsthemen zu, zu entwickeln. Und deswegen habe ich mir damals gedacht, dann gehe ich einen Schritt zurück, äh, und beschäftige ich mich und verstecke mich im IT, dass das übrige Sicht von IT ist.
Man braucht nicht so viel sich vor den Leuten zu zeigen und mit denen zu sprechen. Und, äh, das war der Grund dafür, sozusagen mich wirklich als IT, im IT-Branchen zu sehen. Aber die Leidenschaft, wie du selber gesagt hast, ich erzähle immer gerne die Geschichte, wenn wir über Mädchen und Jugendliche sprechen und was das IT betrifft.
Äh, mein Bruder war schon, sagen wir so in meine Zeiten, ich bin schon fünfzig geworden, war die Computer nicht so ganz selbstverständlich in der Kindheit. Äh, und mein Bruder war sehr interessiert mit dem Thema. Er hat einen Schlüssel in seine Schule gehabt, wo Computer gab. Quasi war wirklich sehr aktiv und sozusagen dieser Zugang zu dem Computer und die Möglichkeit und die Verbindung mit Computer dadurch, dass er mich immer wieder motiviert hat, mit dem Thema zu beschäftigen, war für mich selbstverständlich.
Deswegen, es war nicht im Schritt als Angst, in dem IT zu gehen. Es war dem Schritt, weil ich habe gedacht: Okay, die Sprache ist nicht meine Stärke, ich habe andere Stärken und kann ich damit arbeiten.
Manuela Machner: Ist aber
Eliot: Ja.
Manuela Machner: spannend, dass du inzwischen so viel sprichst, oder?
Also
Eliot: Podcast
Margarita Misheva: Genau, aber das ist 2017 passiert. Es hat schon sieben Jahre fast gedauert, äh, bis ich diesen Mut genommen habe, auch öffentlich zu sprechen. Es ist auch ein paar Jahre her, aber ist auch eine Entwicklung dahinten, ja.
Manuela Machner: ist das nicht genau das, das, ich find den Einstieg und deine Geschichte auch so, so passend für das Thema. Es ist dieses Verstecken, also wenn wir was können und grad auch Technikerinnen, wir haben ja sehr viele auch gute Technikerinnen, aber ist so a bissl immer ein Techniker an sich, das sind nicht nur die weiblichen, äh, sind sehr oft diejenigen, die sagen, na ja, sie müssen nicht auf die Bühne, sie müssen nicht nach vorne, sie sitzen hinter dem Bildschirm und, und machen ihren Code oder was auch immer. Und grade uns Mädchen oder Frauen fällt das dann ein bissl auf den Kopf, oder? Weil wir einfach nicht sichtbar sind, wenn wir in solchen Gefilden unterwegs sind.
Margarita Misheva: Ich hätte gesagt, es ist eine vielleicht eine kulturelle Verständlich, äh, Verständlich da-dafür. Deswegen ist mein zweites Beispiel, wenn wir darüber sprechen. Ähm, in meine Kindheit, wie ich sage, ich komme aus, äh, Bulgarien, war dieses Unterschied, was Männer oder was Kinder, Jugendlichen, was Mädchen und, äh, Bu-Jungen können, gar nicht sichtbar.
Es war nicht für mich, das ist ein Beruf, den mein Bruder ausüben kann, Informatik. Er hat das auch studiert später. Und für mich ist etwas anderes vorgesehen. Ich habe gesagt: „Okay, ich bin gut in Mathematik dadurch, dass er mir alles erklären kann." Aber irgendwie damals '89 war das Volkswirtschaft viel attraktiver.
Ich wis-- Wie ihr alle wisst, '89 ist die große Wende passieren. Deswegen, äh, Wirtschaft war huh. Es war wirklich ein Thema, die das ganz aktuell und trendig war und deswegen, äh, bin ich, äh, vielleicht in diese Schiene gegangen. Ähm, und dadurch, dass diese Unterschied ich von mir nicht kenne, ich meine von meiner Erziehung, äh, und, äh, meine Art zu denken, ähm, das ist auch etwas, was ich oft sage.
Bis zum fast siebenunddreißig habe ich sogar aufgestanden auf Bühnen und gesagt: „Nein, er hat nicht recht." Ich meine, Männer, äh, denken, es, es war nicht in meinem Verständnis, dass es diese Unterschiede gibt und dass man unsichtbar ist und unsicher und nicht selbstbewusster. Warum? Weil das war nicht meine Art zu denken und ich hab's wirklich verstanden viel später.
Und dann bin ich jetzt wirklich drin und ich stehe und ich bin wirklich mit dem Thema sozusagen zusammengewachsen. Äh, und ich glaube, deswegen kann ich auch auf diese andere Perspektive. Ich sage nicht Männer oder Frauen, weil es gibt auch andere Perspektive, die, wie Macht und Wissen und, äh, die das noch dazu und diese Sichtbarkeit und Teilen von Macht vielleicht, äh, und was immer noch.
Äh, aber das ist etwas, was das sozusagen jetzt beide Perspektiven gut verstehen kann.
Eliot: Du hast, du hast vorher auch schon Leidenschaft erwähnt und, äh, du hast ein Zitat bei dir oben auf LinkedIn von Einstein:
Margarita Misheva: Mhm.
Eliot: habe keine spezielle Begabung, sondern ich bin einfach nur leidenschaftlich, äh, neugierig." kannst du uns ein bissl von deiner Neugier erzählen? Die Neugier als, als Jugendliche, äh, in, in Bulgarien aufwachsend und dann die Neugier später und, und erzähl uns ein bissl über deine Neugier und wie sie sich entwickelt hat über die Jahre.
Margarita Misheva: Neugier, es ist eine gute Begriff. Ich denke, die Neugier, jetzt nutze ich auch noch eine Begriff Experimentierfreundlichkeit, äh, die finde ich sehr gut dazu passt. Und ich glaube, das ist das genau dem Trieb, äh, die man sich im digitale Welt, äh, wohlfühlt, wenn man die Neugier hat und auch die Lust auf Experimenten und auch Lust, nicht alles perfekt zu sein zu müssen, äh, und sozusagen diese Ausprobieren.
Ich hab's irgendwo gelesen, es ist nicht von mir leider dieser Gedanke, dass die Kinder beste Forscher der Welt sind. Weil die fragen immer ständig um diese warum und das ist genauso dieses Neugier. Äh, und wir vergessen es später als Erwachsene. Oder wir haben Angst, von etwas zu versagen und wir vergessen dieses warum und weiter hundertmal fallen.
Es ist auch eine gute Beispiel, habe ich gehört. Wenn die Kinder Angst haben von die Neugier und von dieser Experimentierfreude, werden wir als Menschen nie gehen lernen. Weil du fa-fällst tausende Male, bis du lernst zu gehen, bis du lernst zu sprechen. Viele andere Sachen, vielleicht essen, gibt's hunderte Beispiele.
Äh, und ich glaube, das ist genauso zu sagen, dieses Neugier, ähm, keine Angst zu haben und das ständig auszuprobieren. Ich glaube, auch die Neugier hat mich hier auch in Österreich gebracht, äh, und auch die, äh, Idee, weil ich habe sehr viel gereist so für International Student Week und auch die neue Kultur zu lernen und ich war Maximum drei Monate.
Ähm, und dann habe ich gesagt: „Na, ich will vielleicht ein Jahr irgendwo leben, äh, dass ich mehr von dem Kultur und die... wir sprechen für Unternehmenskultur jetzt im Berufsleben, aber es ist auch die Landkultur, äh, zu lernen. Und ich glaube, das ist sozusagen so diese Neugier ist eine Trieb, dass man sich Ziele setzt und nach vorne schaut und zum Veränderung sich vorbereiten kann.
Und deswegen sage ich, die digitale Transformation ist bei mir in die Wiege gelegt, dadurch, dass ich mit vierzehn das größte Transformation, die wir bis jetzt kennen, sozusagen theoretisch, äh, die Ostblock ist. Und deswegen finde ich, das ist etwas, was mich im lebenslang begleitet.
Manuela Machner: Ja, ich glaub, grad Neugier ist eine der Eigenschaften, die den Unterschied macht bei KI-Systemen oder bei der Akzeptanz, egal welcher Veränderungen, und auch beim Anwenden. Also das merk ich bei allen Kursteilnehmerinnen. die neugierig sind und offen und experimentierfreudig, sind die, die gut adaptieren können, mit der Veränderung gut zurechtfinden. Diejenigen, die vor lauter, ähm, Skepsis, also eher die ablehnende Funktion haben oder Angst haben, die sind diejenigen, die sich ja da, da viel schwerer tun. würdest du sagen, dass wir einfach allgemein viel neugige, äh, neugieriger an die ganzen Entwicklungen herangehen sollten, egal ob Männer oder Frauen jetzt? Und warum fällt's uns so schwer? Hast du da eine Idee dazu?
Margarita Misheva: Warum ist das so schwer? Ich meine, Neugier, äh, ist diese vielleicht hilft uns, über dem Perspektive zu denken. Es muss nicht alle perfekt sein, wie ich gesagt habe. Und das hilft uns auch zu probieren, wenn das nicht so passiert, wie wir uns vorstellen. Und ich glaube, warum ist das so schwer? Weil ich denke, unsere Geduld oder als Erwachsene oder unsere Mess, so diese Möglichkeiten, so dieses, ähm, Mess, wie gesagt man, diese zu messen oder zu sehen, was alles möglich ist.
Und ich glaube jetzt mit dem Social Media, wenn ich sozusagen dieses Vergleichbarkeit ist das vielleicht das Richtige. In dem Social Media heutzutage oder es ist schon seit, äh, Jahren her: Wir sehen nur die Endergebnis. Wir sehen nicht dieses Weg dorthin und ich glaube, das macht uns ein bisschen zurückhaltend bei Neugier, weil wir denken, es ist alles perfekt gelaufen.
Warum bei mir läuft nichts ab? Weil ich kein Mensch. Äh, und, äh, es gibt jetzt viele Aktionen, dass wir auch das, diese Negative sehen, aber wir se-- oder das, was nicht gelaufen ist. Aber wir sehen wieder nur eine Beispiel oder vielleicht zwei. Und sozusagen diese Palette von Ausprobieren neu, dieses Struktur, wie es funktioniert, äh, dann haben wir nicht die Möglichkeit.
Und vielleicht die Kinder, äh, haben keine Vergleichbasis. Die lernen es, sich zu vergleichen und die lernen es hier und jetzt. Die haben keine Datenbank im Kopf und wir haben eine Datenbank im Kopf und vielleicht das ist das Problem.
Eliot: Kann ich da fragen, äh, weil du es jetzt auch kurz angerissen hast mit, mit, äh, jüngere Personen. Was, was siehst du in deiner Arbeit mit, in, mit MINT-Fächer generationsübergreifend? Was sind da so deine Erfahrungen mit den jüngeren Generationen? Gibt's, was, was sind so ein paar Unterschiede, wie du sozusagt MINT attraktiver machen kannst für, für jüngere Mädchen und Frauen?
Margarita Misheva: Die war, ich bin
Manuela Machner: bitte entschuldige ganz kurz. Würdest du MINT auch kurz erklären? Ich glaub nicht, dass es jeder Zuhörer
Eliot: Stimmt
Manuela Machner: immer so davon aus, dass diese Begrifflichkeiten jeder kennt, aber wenn du im technischen Umfeld nicht aktiv bist, weißt du nicht, was MINT-Fächer sind
Margarita Misheva: Genau, die MINT kommt von dem schulischen Bereich. Es heißt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Wir wissen, Informatik gehört zum IT oder in eine Form. A, und deswegen bin ich MINTfluencerin und das habe ich von eine Studie vor drei Jahre irgendwo gelesen, gibt es Sinnfluencerinnen. Äh, Mädchen, es war damals für Mädchen die Studie.
Es war nicht drinnen, uns Influencerinnen Sinnhaftigkeit zu verleihen in die Informationen, die sie weitergeben. Deswegen ist der Begriff MINTfluencerin entstanden. Äh, und, ähm, ich hab's, bin ich jetzt seit einer Zeit, äh, Partnerin in MINT-Region Wien West. Es ist hier bei mir im, äh, vierzehnten Bezirk. Äh, und ich hab's die Möglichkeit, in die Schule im Mai – es ist ein MINT-Monat war hier in MINT-Region Wien West – äh, mit den Schülerinnen in eine Mittelschule und in eine Gymnasium zu sprechen über-- Ich hab's mir die Thema Podcast und digitale Kompetenzen ausgesucht.
Sogar mit einer Klasse habe ich über Social-Media-Verbot unter vierzehn als Thema gesprochen und es gibt sogar online zu hören. Äh, und ich bin wirklich ängstlich gegangen, weil ich hab's keine pädagogische Zugang zum Thema, habe ich nie gemacht. Ich habe gesagt: „Boah, neunzig Minuten nur Lehrerin und ich und zwanzig Kinder“.
Ich hab schon Erfahrung durch IT Days, wo ich auch gehe in die Schulen für als Role Models in den letzten zwei Jahre. Aber trotzdem, du bist dort mit noch zwei oder drei andere. Letztes Jahr sogar waren wir zu viert in eine Klasse. Es ist ganz andere Gefühl. Äh, und so war ich allein. Bitte? Welches Alter?
Ich war im erste, waren zwischen vierzehn und sechzehn und die zweite Klasse, wo-- Deswegen ist nicht gepostet den Podcast zwischen zwölf, äh, na, waren sie dreizehn, genau, waren sie noch nicht vierzehn.
Äh, und in die IT Days sind auch in dem gleiche Alter zwischen zwölf und vierzehn die Klassen, äh, die man kommt.
Äh, und habe ich gemerkt, die Kinder haben eine super Zugang zum Thema. Die wollen darüber sprechen, auch über Medienkompetenzen. Was für mich das Unterschiede wirklich, das für mich war eine Weltunterschied, dass für denen Handy, Internet und Social Media ist das Gleiche. Die machen nicht wirklich eine Unterschied.
Für mich war das ein bisschen interessant. Und das zweite: Was bedeutet Internet? Weil ich bin quasi in meine Teenageralter mit Int-- oder sogar später ist das Internet gekommen, sogar nicht Teenager. Äh, aber, mhm, und für mich ist das Internet eine ganz andere Bestand, äh, von Information oder was bedeutet Internet auch jetzt mit, äh, den Kindern.
Und das war interessant, weil zweites Mal habe ich eine, auch eine Role Model, und sie war, sie ist um die dreißig, gebeten, mit mir zu kommen und die Lehrerinnen und ich waren um die fünfzig, Kinder und alle. Und wir waren wirklich drei unterschiedliche Perspektiven, was Internet bedeutet, quasi dreizehn, dreißig und fünfzig oder genau, plus minus.
Und das war auch so wieder dieses Unterschied. Ähm, wir brauchen und suchen vielleicht immer das Gleiche, aber wir haben andere Wissen im Kopf, was das bedeutet und was für uns bedeutet. Aber wie können wir auch das nutzen? Und das war für mich so dieses Erkenntnis, was, dass diese Alterunterschiede gibt's.
Und noch eine Beispiel: Letz-- Vorletzte Podcast habe ich mit eine junge Mann, die Mikrobiologie studiert, zwanzig. Ähm, und er hat es-- Ich hab's auch immer wieder Respekt. Ich hab's einmal mit einer achtundzwanzig, die eine Start-up hat, auch im IT-Bereich und jetzt mit zwanzig. Und für mich war wow. Ich habe, spreche ich normalerweise mit Leuten ab vierzig oder zumindest fünf oder irgendwie schon in Erwachsene und Arbeitsleben ganz andere angekommen.
Und ich kann sagen, ich habe es auch ein bisschen Respekt und ich habe mich wirklich das erste Mal sogar bedankt, dass er das so für mich auch angenehmer gemacht hat, dass ich ... Und es war wirklich eine super schöne Erfahrung. Es war nicht unterschiedlich, aber trotzdem, ich habe so dieses Trigger, dass es schon anderes ist.
Deswegen vielleicht das Unterschiede gibt's nicht. Äh, und was für denen interessant ist, die sind viel kürzer und prägnanter bei Antworten und nicht wie ich. Und ich meine, die beide, sozusagen die Leute unter dreißig haben auch andere Zugang. Wie geben sie Information, weil vielleicht sie diesen Zugang, die sprechen sehr wenig am Handy, fast nicht.
Die schreiben deswegen, die Antworten wirklich prägnant und kurz zu machen, auch vielleicht in die Schule. Und das ist wieder eine Art von Kommunikation, die wir durch Digitalisierung wirklich nicht wir uns Menschen verändert hat oder jetzt durch KI, aber auch die Art und Weise, wie wir kommunizieren und wie wir mit Wissen umgehen.
Manuela Machner: Merkst du da eigentlich auch irgend, also jetzt abgesehen von dem Altersunterschied, merkt man in den, im, im Schulwesen, sage ich jetzt mal, bei den ganz jungen Mädchen oder Burschen an, an Unterschied, vom Zugang her? Weil ich hab auch so ein bissl das Gefühl, wie ich Schule gegangen bin, also ich bin ein bissl älter wie du, aber ich glaube ähnliche Generation. Äh, wie ich Schule gegangen bin, bin ich auch davon ausgegangen, dass wir sind alle gleich und wir werden die gleichen Chancen haben. Das ist auch im Schulsystem so vermittelt worden. das, die Erkenntnis ist auch später gekommen in der realen Welt, sage ich jetzt. Aber hey, würdest du sagen, dass, dass die Schülerinnen in der Schule andere Zugänge haben zu dieser Technologie als die Sch...
Burschen?
Margarita Misheva: Ich meine, es war schwierig in diese, sagen wir so, kleine Besuche. Aber was die Statistik sagt, es ist ja. Und es gibt zwei von Mentality Stiftung zwei Studien, eine von dreiundzwanzig, eine von letztes Jahr. Die von dreiundzwanzig ist, hm, genau sagt das, dass die Mädchen, es ist sogar, gibts auch andere Studie, dass die Mädchen bis acht Jahre die gleiche Interesse haben wie die Jungs.
Und ab acht Jahre oder bis zehn passiert diese Trennung. Sogar manche sagen auch im Kindergarten. Weil diese Trennung ist durch die Umfeld. Wir haben Werkzeuge oder ich meine Spielzeuge, nicht Werkzeuge für Mädchen, für Burschen. Äh, auch die Umgang mit Eltern. Die letzte Mentality-Stiftungsstudie sagt, das ist wirklich sehr schlimme Zahl, dass sechsundsiebzig Prozent der Eltern hier in Österreich trauen Mädchen MINT nicht zu.
Die sagen: "Du bist nicht geeignet für MINT." Das sagen eigene Eltern. Sechsundsiebzig Prozent.
Eliot: Wow.
Margarita Misheva: Deswegen das ist, und das ist von letztes Jahr die Studie, deswegen ist schon ganz aktuell. Und ich finde, durch dieses Umfeld und die letzte Studie von dreiundzwanzig hat es andere Daten. Die spricht darüber, dass das, deswegen finde ich diese Zusammenkommen Frauen und Männer sehr wichtig ist für diese Zukunftsentwicklung, weil in dieser Studie ist genau gesagt, dass, äh, Bruder, Vater, Onkel, sozusagen nähere Umgebung von anderen Verwandten oder Lehrer sogar in die Schule viel größere, hm, Kapazitäten oder viel größere Möglichkeiten haben, Mädchen für MINT zu inspirieren.
Das heißt, ohne Männer schaffen wir nicht, ohne männliche Begleitung in die Schule, dass wir auch die Mädchen für MINT inspirieren. Vielleicht werden so wie jetzt ein paar Prozent weiterkommen, aber nicht diese Masse, die wir brauchen oder mehr, weil wir müssen ihn inspirieren und die werden nicht alle in MINT kommen.
Deswegen wir brauchen eine größere Masse, als in Wirklichkeit sich darüber am Ende entscheiden. Äh, und deswegen ist sozusagen diese Diskrepanz wirklich groß und es ist interessant, weil dass wir nicht nur für Frauen im IT sprechen und die Rolle, äh, der Mutter oder die Fra, äh, Frauen oder Lehrerinnen. Wir müssen sprechen wirklich Rolle der Eltern, beide Eltern und auch in die Schule, ähm, dass man Mädchen mehr zutraut in diese Themen.
Manuela Machner: Habe ja Geschichte zu dazu. Ich hab eine Tochter, die sehr mathematisch begabt war, immer schon. Die ist jetzt Architektin und sie hatte, war immer ganz schlecht in den Sprachen in Wirklichkeit. Und sie hatte aber eine Volksschullehrerin, die war total lieb. Die hat sie so ignoriert, dass sie eigentlich überhaupt nicht schreiben hat können.
Und in der Volksschule ist sie durchgeschlüpft. Also sie hat in der Volksschule in der, in Deutsch keine Probleme gehabt, obwohl sie eigentlich nicht sehr gut war. Und sie wäre in Mathema, war in Mathematik sehr gut. Und, äh, zum Abschluss in der vierten Klasse sagt dann die Lehr-- und ich wusste, dass sie in Mathematik sehr gut ist, ja.
Ich wusste nicht, wie schlecht sie in Deutsch ist. Das habe ich nicht einschätzen können, aber Mathematik war klar. die Lehrerin sagt zu mir und ich sag: "Ja, in Mathematik mache ich mir keine Sorgen im Gymnasium, aber in Deutsch." Und die Lehrerin schaut mich an nach vier Jahren Unterricht und sagt: "Das ist aber komisch, weil Mädchen sind normalerweise in Mathe immer schlechter als, als die Burschen." Die hat meine Tochter vier Jahre unterrichtet und nicht wahrgenommen, dass meine Tochter in mathematischem Bereich sehr, sehr begabt war. Also sie war wirklich sehr begabt und in Deutsch eigentlich gar nicht. Und das, das zeigt, also das Bild, das die Lehrerin in ihren dreißig Berufsjahren war, hatte, halt Mädels so, Burschen so und nach vier Jahren hat sie noch immer meine Tochter in diese Nische gegeben. Und ich glaub, ein Aspekt, den du angesprochen hast, den wir nicht vergessen dürfen: heißt ja in Wirklichkeit nicht nur, dass wir, äh, die Begabung brauchen für irgendwelche Studienrichtungen. Ich glaub, gerade bei den ganzen Entwicklungen, die wir jetzt haben, die Technologie wird in allen Bereichen immer stärker Fuß fassen, auch wenn sie vielleicht einfacher ist.
Also keiner von uns muss mehr programmieren können, ähm, mit KI-Systemen zu reden, sondern er kann einfach gut kommunizieren. Also liegt uns Frauen ja eigentlich total. Also kommunizieren können wir, ja. Aber wir haben im Kopf so ein bissl das Gefühl: Achtung, das ist Technik, das können wir nicht. Also da habe ich, äh, sehr oft dieses, diese Disbalance, diese was diese neuen Systeme sind, im Gegensatz zu dem, wie sie wirklich funktionieren.
Erlebst du so Dinge auch oder siehst du das?
Margarita Misheva: Ich denke, das hier passt sich sehr gut, das Thema KI, äh, was du gesagt hast, weil das KI, äh, ist hier genau das, es spiegelt das, was wir reingeben. Äh, und quasi sozusagen Daten sind verzerrt, werden Ergebnisse auch verzerrt. Und wir machen das, weil das ist unsere Mindset, äh, dass die, wie du sagst, dreißig Jahre haben nicht gereicht, so ein Mindset zu ändern und zu sehen, es gibt andere Beispiele.
Ähm, und das hört man immer wieder oder irgendwie hat man den Gespür, dass das so ist. Äh, und deswegen ist schon wichtig, dass wenn wir eine KI wollen ohne Bias, ohne sozusagen diese Diskrepanzen oder diese verzerrten Daten, dann müssen wir unsere Mindset ändern und sozusagen offen sein für alles, was möglich ist, und zu denken, es gibt es nur Situation, wenn wir in dem Zukunft kommen wollen, weil es gibt die nächste Zahl mehr als siebzig Prozent dem zukünftige Berufe sind im MINT-Bereich.
Das heißt, wir können nicht einfach sagen, es ist unwichtig oder wir vergessen das. Und die fünfzig Prozent der Gesellschaft fast überall in der Welt, sogar in Österreich, es ist fünfzehn Komma sieben, glaube ich ungefähr, sind Frauen. Äh, und das ist eine Zahl, die wir uns bewusst kommen soll und mit dem arbeiten und sozusagen diese Daten ganz mit einer anderen Perspektive wahrnehmen.
Und ich glaube, hier ist genau sozusagen diese Diversität oder Innovationsfähigkeit, was darüber viele sprechen, weil das befreit uns von diese alte Muster, wenn wir denken, dass das Diversität möglich ist und wenn wir andere Meinungen akzeptieren oder andere Sichtweisen. Und das, glaube ich, wird uns helfen.
Zumindest ist meine Idee.
Eliot: Siehst du, die, die Aufteilung von MINT-Fächern bei Frauen? Also gibt's da vielleicht mehr Frauen in, in der, in der Technik, in der Mathematik? Also was, was so die Aufteilung ist?
Margarita Misheva: Genau, die Statistik sagt, wie ich sage, dadurch, dass es immer wieder ein bisschen unterschiedlich zitiert ist und ich war letzte Woche bei, in TU in einer Veranstaltung, würde auch wieder gesagt und es war auch eine, äh, Female Summit in Linz vor einem Monat. Aber die Aufteilung Mathematik ist schon gerettet.
Wir haben die dreißig Prozent, zumindest sagen die Daten, dass es ungefähr fünfunddreißig Prozent oder so in dem Bereich ist es über die Sense of Belonging, was wir von die Zugehörigkeit sprechen. Ähm, dann ist die Informatik. Es gibt auch wieder unterschiedliche Daten, weil man spricht mehr für ICT, Information- und Kommunikationstechnologie, nicht nur von IT.
Äh, und mit Information- und Kommunzi-Kommunikationstechnologie, äh, spricht man, es war vor zwei Jahren ungefähr achtzehn Prozent oder drei. Jetzt ist einundzwanzig Komma eins oder acht sogar gibt es von die FOSI, die letzte Studie, weil letztes Jahr die EU Kompass war, die Österreich mit einundzwanzig Komma eins.
Äh, dann die Naturwissenschaft. Hier kommen auch Physik, Chemie und auch die Bereiche, die theoretisch und praktisch wirklich auch frauenbesetzt sind. Und anscheinend Naturwissenschaft hat es nicht Probleme gegeben. Es waren immer, nicht fünfzig. Es gibt es in den Bereichen, wo Forscherinnen oder andere, wo es schon weniger Frauen gibt, aber trotzdem, äh, die, die Studierenden sind auch ausreichend und auch die, die später arbeiten in dem Bereich.
Äh, und die Technik, es ist auch schwierig zu sagen. Ich habe keine aktuelle dadurch, dass das jeder ein bisschen etwas anderes sagt, aber wir sind auch wieder um diese so wie Informatik oder sogar noch viel weniger. Äh, kommt darauf an, in welche. Ich meine, bei dem Technik kommt auch Architektur dabei und dort gibt es sehr viele Frauen.
Ja, deswegen, ich meine auch von Statistik, ich meine viele, aber zumindest nicht weniger. Es gibt mehr. Ja, und deswegen von manchen dieser Bereiche, wie viel ich verstehe, ist auch schwierig, wirklich eine konkreten Daten zu sagen. Aber in KI und IT-Security zum Beispiel sind immer noch zu wenig, wenn wir von diese zwei Bereiche, weil das sind...
Nur im IT gibt es anscheinend jetzt seit ein paar Jahren hundertsiebzig Berufen. Deswegen ist auch, man muss sich konkret anschauen.
Manuela Machner: Aber wenn du's im europäischen Vergleich siehst, ja, oder gibt es Länder, wo Frauen aktiver in diesen Bereichen sind, wo wir nicht so, also wo offensichtlich, also die Zahl muss ich schon sagen, hat mich sehr geschockt, dass du's, dass, dass die Zahl sagst, dass das persönliche Umfeld der Kinder zu sechsundsiebzig Prozent sagt, ähm: „Na, du kannst als Mädchen bist du nicht geeignet." Das find ich schon sehr erschütternd, muss ich ganz ehrlich sagen. Also ich glaub, da brauchen wir eine Kampagne nicht für die jungen Menschen. Da brauchen wir eine Ko-, eine Aufklärungskampagne für die Eltern, die solche Aussagen treffen, weil das einfach ein Schwachsinn ist, ja. es mag der eine mehr talentiert sein als der andere, aber sechsundsiebzig Prozent ist absolut absurd, ja.
Eliot: Ja, ich fühle doch jetzt
Manuela Machner: wo wir wissen, dass, dass der Zugang ist?
Margarita Misheva: Ich meine, in diese EU-Studie für den IT oder ICT jetzt werde ich lügen, wenn ich sage von letztes Jahr, wo die Österreich mit einundzwanzig Komma eins Prozent, äh, war. Zum Beispiel Estland ist dort als erste, aber die haben auch nicht dreißig Prozent. Äh, Estland, Rumänien und Bulgarien sind erste drei. Äh, und Tschechien deswegen, ich glaube, es ist auch nicht nur Ost, äh, ist quasi mit, äh...
Ähm, wer war noch dazu? Tschechien war nicht am letzten Platz. Es war noch jemand, äh, so wie Zypern oder weiß ich nicht. Aber jetzt werde ich auch lügen. Aber Tschechien war wirklich ganz runter mit ungefähr dreizehn Prozent oder vierzehn, sagen wir so. Deswegen Diskrepanzen, äh, gibt es und, äh, vielleicht ist unterschiedlich.
Aber was ich für Tschechien gehört habe, weil ich habe mit eine Tscheche einmal diskutiert vor Kurzem und der hat gemeint, jetzt insgesamt seiner Meinung nach – ich meine, er wohnt auch hier in Österreich, deswegen kann man nicht alles – äh, aber dass die junge Menschen nicht so viel interessiert sind für Informatik dort.
Deswegen er hat gemeint, vielleicht ist auch egal ob Männer oder Frauen, es ist einfach die Thema, dass sich irgendwie Informatik seiner Meinung nach in letzter Zeit nicht so populär ist, so wie früher. Kann auch sein. Ähm, aber ansonsten, äh, wie ich sage, die Naturwissenschaft mit Physik, Chemie. Ich glaube, es ist dadurch, das habe ich schon vor ein paar Jahren gehört von eine Informatikerin, die das vor zwanzig Jahren oder sogar länger studiert hat.
Sie hat gemeint, äh, Naturwissenschaft war immer attraktiver für Frauen. So Physik, Chemie war immer eine Bereich, hat sie, äh, damals gesagt und Informatik. In ihre Bereich war das wichtig. Eine Bereich, wo man selbstständig sein... Ich meine nicht selbstständig zu arbeiten, aber dass man aktiv arbeiten kann und genug verdienen kann, hat sie schon damals vor fünfundzwanzig Jahren erkannt oder sogar glaube ich, dreißig war das.
Und sie ist jetzt wirklich hoch, auch in, äh, in einer Uni, äh, in unterschiedliche Positionen, auch als Dozentin. Aber trotzdem, das hat sie auch als eine Bereich erkannt, wo sich die Frauen entfalten können und auch eine Beruf, wo man gut verdienen kann.
Eliot: Wenn ich darf fragen, ähm, wenn du jetzt alles umsetzen könntest und, äh, es gäbe keine, keine Budget, äh, Probleme, was, was wären, was wären so Schritte? Also wenn du wirklich morgen in ganz Österreich Sachen machen kannst, ähm, ohne Budget und, äh, die zweite Frage auch gleich dazu: Wie, weil du's jetzt auch angesprochen hast, wie können wir diesen Gender Pay Gap schließen?
Also wie können wir MINT attraktiver machen und wie können wir diesen Gender Pay Gap schließen? Was, was, wenn du alles machen könntest, was würdest du morgen starten?
Margarita Misheva: Habe ich wirklich. Äh, seit letztes Jahr denke ich, die Eltern muss man mit denen arbeiten und ich hab's wirklich probiert, beim ein paar Veranstaltungen darüber zu sprechen und zu fragen, wenn man zu Politik-- und irgendwie so diese Verantwortung, wer ist Verantwortung für die Eltern und wer übernimmt die?
Ist die Schule oder Eltern? Ist die Politik? Wer kommt dazu, das mit denen zu sprechen und diese, sagen wir so, diese Herausforderung oder diese Aufgabe, äh, zu erklären und wirklich in dem Hände zu geben, dass die Schule nicht die einzelne Verantwortliche über diese Thema ist. Irgendwie habe ich keine Ahnung, wie man funktionieren kann, weil wie du sagst, wenn man genug Budget hat, gibt's mit Kampagne oder die Leute kann man gut.
Und deswegen ist auch eine Idee und ich weiß nicht, ob es funktionieren kann, aber Ich glaube, äh, es gibt so diese Lernpyramide. Und das heißt, wenn wir in diese Frontalunterricht lernen oder wenn wir lernen in dem, so wie bis jetzt in Kursen, ähm, die, was, was wir behalten im Kopf ist sehr wenig. Es kommt von fünf Prozent und dann, äh, das letzte Variante ist durch Dialog und Austausch, dass wir uns, uns ermächtigen oder andere ermächtigen, diese Information weiterzugeben und zu erklären.
Äh, dann behalten wir dieses Wissen längst im Kopf und dann sind wir selbstsicher. Ich kann sagen von eigener Erfahrung, mein Bruder hat mir Mathematik erklärt, alle und seine Auf-- seine Idee war damals, obwohl er auch keine Pädagog war, er ist nur drei Jahre alt. Er hat gesagt: „Erste drei Aufgaben musst du selber erledigen, egal wie.
Und alle andere kommst du zu mir und wir machen es gemeinsam." Und er hat mir so gut erklärt, dass ich in jede in die Klasse gehen kann, obwohl ich nicht Mathematik war wirklich gut, weil ich konnte das jeder erklären, jede Frage beantworten. Aber ich habe Grundwissen, diese erste drei. Ich kann selber denken und nachlesen und schauen und alle andere habe ich alle Antworten, die ich brauchen kann, dass ich es weitergeben kann, dieses Wissen.
Und deswegen gibt es so diese Community-Plattformen als Begriffe jetzt, aber ich denke in letzter Zeit über eine Wissenslandkarte, dass diese durch KI, auch wieder kommen wir zu dem KI, quasi menschliche Wissen, eine Struktur zu bekommen durch KI und durch dem... Äh, und auch hier ist es vielleicht interessant, wenn wir für Eltern und Kinder und alle Generationen sprechen, alle brauchen wir Wissens für KI, weil egal wie gut wir sind, wir sind trotzdem alle Anfänger.
KI ist ein altes Thema, aber in unserem Leben, in geme, in viele Menschen ist vor Kurzem. Ich meine, es gibt Wissenschaftler, die sich schon seit zwanzig oder dreißig Jahren damit arbeiten, aber ich sage, im Normalfall ist ein erneutes Thema. Deswegen brauchen wir alle Wissen. Egal, wir sind von Anfang an. Und ich glaube, wenn dieses Wissen, einige wissen mehr über Kommunikation, andere wissen mehr mit Umgang mit KI, sozusagen diese Neugier, alle das zu verbinden in eine Wissenslandkarte, dass durch Austausch und durch Fragen, durch Erklären, durch Weitergeben von Wissen, aber auch Diese Strukturieren durch KI, dass durch viele Fragen eine sozusagen eine super Antwort, äh, einkommt und nicht von KI zu kommen, dass diese Antwort durch die, äh, sozusagen durch menschliches Wissen und durch menschliche Antworten nur eine Struktur zu bekommen, äh, glaube ich, dann können wir etwas bewegen, quasi Erwachsene, Jungen, aber auch die Eltern, dass wir bereit sind, sich zu entwickeln.
Und so hier kommt das lebenslange Lernen sozusagen, weil wir als Erwachsene, warum ist die Neugier? Viele denken: „Puh, ich habe schon ein Studium, ich war in die Schule, es reicht. Mehr brauche ich nicht.“ Und genau diese Mindset zu ändern, die wir jetzt kommen, braucht man. Ja, wie kann man das... Ich weiß es nicht.
In welcher Form kann man das machen, dass sich nicht nur fünf oder zehn Prozent dazu interessieren, dass wenn ich das wüsste, vielleicht wäre das, äh, möglich, aber ich weiß es nicht, weil ich glaube, wie ich irgendwo gehört habe, die, die sich wirklich interessieren müssen, die normalerweise kommen nicht dazu.
Es kommen nur die Leute, die sie wirklich neugierig sind und offen, mit so etwas sich auszutauschen und dabei zu sein. Aber ich denke, diese Verantwortung zu übernehmen, jede für sich und auch vielleicht am Anfang die Eltern für die, äh, Kinder, ist schon sehr wichtig zu verstehen, weil wir probieren, diese Verantwortung jemand andere zu verschieben, auch für unsere eigene Weiterentwicklung beruflich mit KI oder was immer wir sagen: „Ja, die haben uns nicht erklärt.“
Ja, ich meine, wir müssen nicht alles erklärt bekommen. Wir sind erwachsen, müssen wir auch selber lernen. Und das glaube ich, hoffentlich, wenn sich dieses Mindset ändert, können wir sehr viel bewegen und ändern.
Manuela Machner: Glaubst du eigentlich, dass KI auf der anderen Seite helfen kann, dass, äh, oder Mädchen, äh, sich mehr mit Technik beschäftigen? ich erlebe schon bei manchen Frauen, die-- bin ja hauptsächlich im Tourismus unterwegs. Das sind jetzt eher die klassischen Frauenberufe, sprich, äh, Büro, Marketing und diese Geschichten. ich erlebe da schon sehr oft, dass, äh, weil KIs niederschwelliger oft macht den Zugang zu Themen, dass Frauen, die sich selbst gar nicht technisch eingeschätzt haben, plötzlich Dinge machen wie Agentic bauen oder Automatisierungen bauen, was vor, ich sage jetzt, drei Jahren a Techniker, da hättest du einen High-Level-Techniker gebraucht, der das ein-einrichtet eben. Und das waren dann hauptsächlich Männer und jetzt erlebe ich viele Frauen, die irgendwo der Knopf aufgeht und die das Gefühl haben, na, sie können das jetzt auch, ähm, weil sie eben auch gut kommunizieren können und viele dieser Sprachmodelle halt über Kommunikation die Dinge verstehen. Und das ist ja sehr oft, bei vielen Frauen sehen das als ihre Stärke. du, dass vielleicht da auch die KI ein bissl diese Hürde nehmen kann, wenn, wenn's, wenn sie einmal es ausprobieren zur Technik?
Margarita Misheva: Ich hab's keine Beispiele, die ich dafür ... Ich meine, für mich ist immer nicht nur die KI, aber ich glaube, wenn man etwas versteht und das ist deswegen, das Lernen ist sehr wichtig. Wenn man etwas versteht, dann ist man selbstsicher. Und wenn man selbstsicher ist, fühlt man sich, äh, stark und kann jede Herausforderung in sich nehmen.
Ich glaube, dieses Verstehen, Lernen und deswegen, wenn man sich mit KI beschäftigt und sieht, es passiert das, was ich mir vorstelle oder ich kann noch mehr machen und etwas und sozusagen dieses Verständnis gibt's, äh, sozusagen eine Bewusstsein und, äh, etwas, äh, was da sicher helfen kann. Ich bin immer nur von solche Ideen ein bisschen unsicher, ob das wirklich immer so ist, weil ich sage, ohne Grundwissen für manche Sachen, äh, aufzubauen und die KI ist eine so unfrei, so eine riesige Thema, dass es ist schwer zu sagen, wo fange ich an, äh, dass man richtig gut ist.
Deswegen spreche ich gerne für die Future Skills, weil das Future Skills sind auch eine Art für mich: Man bereitet sich für etwas vor, ohne zu wissen, für was theoretisch, weil man braucht nicht. Und ich hab's einmal, äh, eine Beispiel gehört für die IT Security, das ist Geld, weil diese, hm, Attacken von außen, äh, diese riesige Firmen machen sozusagen Probeläufe, äh, wenn die Firma attackiert sind und des, die haben sehr gut erklärt, weil dort ist die Vorbereitung nicht für eine bestimmte Attacke, weil es kommt immer etwas, was du nicht kennst und nicht erwartest.
Aber die Vorbereitung ist genau daran, dass du mit alle deine Sinne reagierst auf diese Attacke, dass du nicht in Panik gerätst, dass du weißt, wer du anrufen musst, wer ist die Zuständige genau von dem Bereich, die attackiert ist. Und sozusagen, das sind für mich diese Grundwissen. Und diese Gru-- Mit diese Grundwissen haben wir keine Ängste und sind wir noch neugieriger und offener, weil dann können wir uns, wenn so etwas passiert, nicht in Panik verstecken.
Äh, wir sind da und sagen: "Okay, was ist jetzt zu tun? Was kann ich tun? Oder wen kann ich anrufen? Mir-- Wer, wer kann mir helfen?" Aber ich weiß, was ich habe. Ich weiß, wo ich stehe und ich sage nicht: "Ich weiß es nicht. Jemand, es ist etwas passiert." Und was ist das etwas? Weiß kein Mensch. Und ich glaube, deswegen ist schwierig zu sagen, was das bewirken kann, wenn sie diese Menschen, egal wie du sagst, Männer oder Frauen, sich nicht bemühen, auch ein bisschen Grundkenntnisse und sozusagen diese Orientierung, äh, zu haben und nicht nur über Wissen, aber die Verknüpfung von diesem Wissen.
Und ich glaube, das ist, was es in Zukunft braucht. Wir brauchen nicht nur Wissen, wir brauchen die Verknüpfung, weil die KI hat dieses Wissen und wir als Menschen müssen über dieses Verknüpfung, äh, wirklich sinnvoll gestalten und nicht nur gestalten, aber wir müssen es verstehen, wie die Großen und Ganze funktioniert.
Eliot: Find ich schön, äh, Grundkenntnisse. Ich, äh, ich hab zwei Nichten, die ich sehr heiß liebe und, äh, äh, 11 und die eine wird jetzt fast 15 die haben schon, äh, also die, die ältere schon mit, ich glaub, 11 oder 12 Laptops bekommen in den Schulen und haben schon PowerPoint-Präsentationen gemacht, die ich erst, glaub ich, irgendwie 20 plus gemacht hab.
Also die mit 12 haben die schon zumindest, äh, ist jetzt keine KI, aber zumindest mit diversen, Applikationen zu tun und, äh, hoffentlich und jetzt auch natürlich mit KI. ja, also hoffentlich diese Verknüpfungen find ich sehr, find ich wichtig. Hast du vollkommen recht, da Grundkenntnisse. Ähm, ist da etwas, was wir vielleicht noch nicht besprochen haben, wo du meinst, das ist schon noch wichtig auch, äh, für MINT und für, um das für, für jüngere Frauen und Mädchen irgendwie interessant zu machen?
Margarita Misheva: Ich hab's jetzt vor Kurzem auch, ich meine, das ist nur eine Erkenntnis, ob man dafür, dass das-- es geht eigentlich nicht nur mehr Frauen in IT zu bringen, wenn wir um KI und technisch sprechen. Es geht darum, bessere Technologie für alle zu entwickeln.
Eliot: Mhm.
Margarita Misheva: Und mehr Frauen in der IT sind eine Voraussetzung dafür, weil das ist Diversität und es ist nicht die eigentliche Ziel.
Es geht nur eine Gesellschaft für alle besser zu gestalten. Und ich glaube, deswegen für viele, wenn man sagt Frauen im IT, hört man auch: „Puh, das ist eine fade Thema", oder hat man nicht genug darüber gesagt. Und ich glaube, es ist auch sozusagen dieses Perspektive zu wechseln. Wir machen es nicht nur für Frauen, wir machen es für alle, weil es geht um Innovationskraft, äh, wenn wir darüber sprechen.
Und fünfzig Prozent der Gesellschaft hat auch eine Innovationskraft und das einfach zu übersehen, ist nicht richtig.
Manuela Machner: Das ist super. Also ich glaub, genau das ist auch einer der Faktoren, wie sagst, ähm, dass die Technologie auch besser wird, wenn alle mitgestalten an der Technologie, die sie dann ja auch später nutzen werden. Und ich glaub, dass, dass jede und aber auch jeder da draußen sich vielleicht auch überlegt: Wie können sie mitgestalten, aktiv und, äh, als Vorbild, gell? Wenn ihr da draußen Vater und Mutter seid und ihr sagt euren Töchtern, ah, dass die Kinder, die Töchter nicht so gut sind in diesen Fächern, dann komme ich nach Hause und schimpf mit euch. Also
Eliot: Ich auch.
Manuela Machner: glaub, ich glaub, das, das, das ist eine wichtige Botschaft, die wir auch mitgeben sollten und jedem erzählt's drüber, redet's drüber, dass diese Vorurteile, die wir selbst in unseren Köpfen haben, eigentlich die ersten sind, die wir abschalten sollten. Das wird den Unterschied ausmachen, wie erfolgreich wir in Zukunft Technologie nutzen und auch entwickeln werden, gemeinschaftlich Seite an Seite. Danke, dass du gekommen bist. Das war echt eine total spannende Folge. Voll lieb und wir freuen uns auf die nächste Folge von Mind und Machine. Alles Liebe.
Eliot: Auch Margarete. Ciao