Manuela Machner erklärt, wie Hotel-Automatisierung leerstehende Zimmer automatisch herunterfährt und dabei Energie und Kosten spart. Eliot Mannoia beschreibt Edge AI, den Eloop-Biometrie-Check in zehn Minuten und wie eine persönliche Meta-KI künftig GPT, Google Maps und WhatsApp für uns orchestriert.
Edge AI bedeutet, dass die Rechenleistung nicht immer zentral auf einem Server stattfindet, sondern direkt am Endgerät. Das macht Reaktionen schneller und unabhängiger von einer stabilen Internetverbindung. Beispiel: Eine Smart Watch, die Gesundheitsdaten direkt auswertet, ohne alles in die Cloud zu schicken. Neue Geräte wie das Rabbit oder das geplante KI-Gerät von Jony Ive und Sam Altman (OpenAI) gehen in diese Richtung.
Eliot Mannoia
Automatisierungssysteme in Hotels fahren Zimmer automatisch hoch, wenn ein Gast eincheckt, und runter, wenn er nicht im Zimmer ist oder ausgecheckt hat. Bei ein paar hundert Zimmern hat man nicht die Zeit, das Zimmermädchen jeden Tag durch die Zimmer zu schicken und die Heizung anzupassen. Was man da an Energie einsparen kann, ist enorm. Win-win: Kosten und Umwelt.
Manuela Machner
Manuela Machner hat das bei Eloop erlebt: Führerschein scannen, Foto machen, biometrischer Vergleich. Innerhalb von zehn Minuten verifiziert, fünfzehn Minuten später ein Auto gemietet. Das Auto wird mit dem Handy aufgesperrt, Fotos vom Auto für eventuelle Schäden, alles in einer App. Manuela hat noch einen alten rosaroten Führerschein. Die biometrische Übereinstimmung des Fotos mit achtzehn Jahren und jetzt zeigt, wie gut die KI wirklich ist.
Manuela Machner
Wir arbeiten noch in Silos: Google Maps, ChatGPT, Bildgenerierung, WhatsApp, alles getrennt. Die Zukunft: eine persönliche Meta-KI, die über APIs auf diverse Tools zugreift. Man sagt: "Recherchiere mir das auf GPT, schau in Google Maps wie ich hinkomme, und schick die Information an Manuela in WhatsApp." Nicht nur planen, sondern auch tun: "Trag den Termin am Freitag um 17 Uhr in den Kalender ein, erstelle den Zoom-Link und schick ihn gleich mit."
Eliot Mannoia
KI macht Barrierefreiheit in jeglicher Hinsicht möglich: nicht nur im Inklusionsbereich für Menschen mit Behinderungen, sondern auch Sprachbarrieren. KI kann Informationen in der richtigen Sprache schicken, diese ganzen Themen haben wir dann nicht mehr. Equity und Inklusivität: Technologie unterstützt wirklich alle Menschen.
Eliot Mannoia
**Manuela Machner:** Herzlich willkommen bei unserer neuen Folge von Mind / Machine. Ich bin Manuela Machner, KI-Coach für Tourismusbetriebe und versuche Lösungen zu finden, um den Arbeitsalltag mithilfe von KI zu erleichtern.
**Eliot Mannoia:** Hi, ich bin Eliot Mannoia, digitaler Psychologe, und ich konzentriere mich auf die Technologie und wie sie den Menschen beeinflusst. Für mich ist der Mensch im Mittelpunkt.
**Manuela Machner:** Heute geht es um IoT, also Internet of Things: Endgeräte, die ans Internet verbunden sind, und wie KI dort einen starken Impact haben wird, in Rechenleistung und im Zusammenführen von Daten. IoT umfasst einen ganz breiten Bereich: Landwirtschaft, Smart Home, Smart Cities, Umweltmessung, Retail, Bildung, Manufacturing und vieles mehr.
**Eliot Mannoia:** Das Spannende bei IoT ist, dass KI ein Teil davon wird. Ob das jetzt ein Schlüssel ist oder kein Schlüssel mehr ist, bis hin zu vollautomatisierten Abläufen. IoT ist ja nicht nur künstliche Intelligenz, sondern die Technologie in den Dingen selbst. Meine Smart Watch trackt alles und sagt mir, dass ich zu wenig gehe. Aber gehen tue ich trotzdem nicht mehr. Am Ende muss ich es selbst machen.
Das nennt man Edge AI: Die Rechenleistung passiert nicht immer zentral auf einem Server, sondern direkt am Endgerät. Es gibt schon Geräte wie das Rabbit, und der Hauptdesigner von Apple, Jony Ive, hat sich mit Sam Altman von OpenAI zusammengetan, um ein KI-Gerät zu schaffen.
**Manuela Machner:** Ich hätte mir oft gewünscht, wenn ich aus der Arbeit nach Hause fahre, dass ich schon beim Starten der Waschmaschine sagen kann: "Jetzt starte." Die Tools gibt's eigentlich schon. Im Hotelbereich kenne ich Automatisierungssysteme, die vor allem Energieeinsparungen machen: Wenn ein Gast eincheckt, wird das Zimmer hochgefahren. Wenn er nicht im Zimmer ist oder ausgecheckt hat, wird es automatisch wieder runtergefahren. Bei ein paar hundert Zimmern hat man nicht die Zeit, das Zimmermädchen jeden Tag durch die Zimmer zu schicken. Das, was man da an Energie einsparen kann, ist enorm.
**Eliot Mannoia:** Win-win: Kosten und Umwelt. In Japan gibt es schon ein Hotel, das vollständig automatisiert ist, inklusive Robotik. Was ich manchmal nicht verstehe: Wenn man keine Menschen mehr hat, warum stellt man trotzdem einen Computer hin, der wie ein Mensch aussieht?
**Manuela Machner:** Auto-Check-ins gibt es jetzt schon in vielen Hotels. Ich habe das selbst genutzt: Einmal zu lange irgendwo hängen geblieben, und um vier Uhr morgens konnte ich noch einchecken, ohne dass ein Rezeptionist vor Ort war. Hat seine Vorteile.
Hotelketten in Asien machen das schon mit Gesichtserkennung: Man schaut einmal in die Kamera beim Einchecken, und jedes Mal wenn man durchgeht, wird man wiedererkannt. Auch in Fitnessstudios. In Europa noch nicht üblich.
Ich habe das bei Eloop, einem Carsharing-Anbieter, erlebt: Sie haben den Führerschein gescannt, ich habe ein Foto gemacht, und mit Biometrie haben sie das verglichen. Innerhalb von zehn Minuten war ich verifiziert und fünfzehn Minuten später konnte ich ein Auto mieten. Das Auto sperre ich mit dem Handy auf, mache Fotos vom Auto für eventuelle Schäden, alles in einer App.
Ich habe noch einen alten rosaroten Führerschein. Die biometrische Übereinstimmung des Fotos, wie ich achtzehn oder neunzehn war und jetzt, das zeigt, wie gut die KI wirklich ist.
**Eliot Mannoia:** Wir arbeiten noch sehr in Silos: Google Maps, ChatGPT, Bildgenerierung, WhatsApp, alles getrennt. Ich kann mir vorstellen, dass wir in der Zukunft eine übergeordnete persönliche KI haben werden, die über APIs auf diverse Tools zugreift. Ich sage: "Recherchiere mir das bitte auf GPT, schau in Google Maps, wie ich am besten hinkomme, und schick diese Information an Manuela in WhatsApp." Reibungslos, ohne dass ich jeden Schritt selbst machen muss.
Und nicht nur planen, sondern auch tun: "Schick eine WhatsApp an Eliot, dass der Termin passt, trag mir den Termin am Freitag um siebzehn Uhr in meinen Google Kalender ein, erstelle den Zoom-Link und schick ihn gleich mit."
**Manuela Machner:** Barrierefreiheit in jeglicher Hinsicht: Nicht nur im Inklusionsbereich, sondern auch Sprachen barrierefrei. KI kann das in der richtigen Sprache schicken, diese ganzen Themen haben wir dann nicht mehr.
Gemini hat sich ein bisschen in dieser Richtung präsentiert: "One for all", eine KI für alle Funktionen. Ich teste es gerade über VPN. Die waren aber auch in den Medien, weil sie versucht haben, zu inklusiv zu sein und Dinge aus der Vergangenheit nicht richtig dargestellt haben.
**Eliot Mannoia:** Mit 5G wird IoT weiter vorangetrieben. KI, 5G, Technologie, Geräte, und alleine die Speichermöglichkeiten, die wir jetzt haben und vor fünf Jahren nicht hatten. Das ist ein Wahnsinn, was es da alles gibt.
Nächstes Mal reden wir über KI und Ängste in der Gesellschaft, ob im Beruflichen oder Privaten. Wir freuen uns, euch zu sehen. Alles Liebe.
**Manuela Machner:** Tschau.