KI im Arbeitsalltag heißt nicht nur Texte zusammenfassen oder übersetzen, sondern wiederkehrende Aufgaben an Agenten und Automatisierungen abzugeben. Wer als Selbstständige oder im KMU arbeitet, baut sich damit Schritt für Schritt ein eigenes KI-Team auf.
Für KMU besonders geeignet sind Automatisierungen mit Microsoft Power Automate oder ähnlichen Tools für repetitive Aufgaben wie Zertifikatsverschickung oder Belegaufstellung, Browser-Agenten wie die Claude-Extension für paralleles Arbeiten, und KI-Projekte in Claude oder ChatGPT für kontextbasiertes Weiterarbeiten. Der Schlüssel ist: Nicht was vor der Nase liegt, sondern was in der Wertschöpfungskette links reinkommt, rechts rausgeht und hinter einem liegt.
Manuela Machner
KI-Automatisierung ist nicht gratis. Jeder Token kostet, jeder Automatisierungsschritt verbraucht Ressourcen. Entweder zahlt man eine monatliche Pauschale und arbeitet innerhalb dieses Budgets, oder man zahlt nach Verbrauch. Wer wirklich interaktiv mit Agenten arbeitet, merkt schnell: Die echten Arbeitserleichterungen kommen mit einem Preisschild.
Manuela Machner
Projekte in Claude und ChatGPT sind keine Projekte im klassischen Sinn, sondern Ordner mit Kontext. Immer ein Projekt anlegen, bevor man agentisch arbeitet. Ein Chat gerät irgendwann an ein Kontextlimit. Im Projekt bleiben Dokumente, Instruktionen und der Kontext dauerhaft erhalten. Der nächste Chat im gleichen Projekt kann nahtlos weiterarbeiten. In ChatGPT: Das Zahnrad rechts oben nutzen, um einzustellen, ob Erinnerungen nur im Projekt bleiben oder von außen alles hereinkommt.
Eliot Mannoia
Die wichtigsten KI-Anwendungen im Unternehmensalltag sind: Automatisierung repetitiver Prozesse wie Zertifikatsverschickung oder Belegaufstellung, Browser-Agenten für Web-Aufgaben und Formularausfüllung, Live-Artifacts für Dashboards und Kanban-Boards aus Protokollen, App-Konnektoren für Kalender und E-Mail-Integration, und Stakeholder-Prompts für Perspektivenanalyse. Der gemeinsame Nenner: KI übernimmt den repetitiven Teil, der Mensch behält die Kontrolle und die Haftung.
Manuela Machner
Browser-Agenten sind noch fehleranfällig und langsamer als direkte Bedienung. Sie können ohne explizite Einschränkung eigenständig handeln, zum Beispiel E-Mails direkt abschicken statt nur Entwürfe zu erstellen. Wichtig: Immer genau definieren, was der Agent darf und was nicht. Zusätzlich können App-Verbindungen weitreichende Freigaben erfordern, die in Unternehmen IT- und Compliance-Freigaben benötigen.
Eliot Mannoia
Die Haftung liegt immer beim Menschen, egal wie gut die KI ist. Auch wenn ein Agent eigenständig handelt, ein E-Mail abschickt oder Code generiert, der Sicherheitslücken hat: Die rechtliche Verantwortung bleibt bei der Person, die den Agenten eingesetzt hat. Prototypen bauen ist möglich, aber Produkte, die veröffentlicht oder an Kunden weitergegeben werden, brauchen professionelle Prüfung.
Eliot Mannoia
Eliot: Hi und willkommen zur nächsten Folge von Mind/Machine. Name ist Eliot Mannoia, digitaler Psychologe. Heute schauen wir uns an, wie wir KI nutzen und zeigen euch ein paar Workflows, agentische Aspekte und Sachen, die wir bauen, die uns in der täglichen Arbeit helfen. Manuela Machner: Hi, grüß euch. Ich bin die Manuela Machner, spezialisiert auf KI im Tourismus. Was sind so die Dinge, wo du sagst, da hilft dir jetzt KI tatsächlich? Ich hab ja oft das Thema in den Kursen, dass die Leute noch keine Vorstellung haben, was kann ich jetzt wirklich machen, außer Texte kopieren? Eliot: Ich sag…